Warum für Global Player ein Cloud-ERP unverzichtbar ist

von Sandra Bültermann am 03.05.2022, 3 min Lesezeit

Längst sind nicht mehr nur große Konzerne im internationalen Handel tätig. Auch der kleine Betrieb, der sich mit seinem Spezialwerkzeug über die Landesgrenzen hinaus einen Namen gemacht hat, der Spezialist für Verpackungen und Transport oder das Startup, das innovative Sicherheitslösungen anbietet, will – und kann – heute das Ausland erobern. Stichwort Globalisierung! Der Markt mag vielleicht kleiner ausfallen als bei den Big Playern, doch die Herausforderungen sind die gleichen: Es sind sprachliche Barrieren sowohl bei Mitarbeitern als auch Kunden zu überwinden; Prozesse sollen weltweit einheitlich erfolgen; gesetzliche Vorgaben müssen beachtet werden; die Fertigung soll am Hauptsitz erfolgen, während die Versorgung verschiedener Lager im Ausland sichergestellt sein muss – und es gibt noch vieles mehr, was international agierende Unternehmen zu bewältigen und zu berücksichtigen haben. Ohne technische Unterstützung sind diese Herausforderungen nicht zu meistern. Doch mit einer modernen, modular aufgebauten ERP-Lösung aus der Cloud koordinieren Global Player mühelos die Vielzahl unterschiedlicher Prozesse an den verschiedenen Standorten.  

Das leistet ein Cloud-ERP 

Zu den grundlegenden Aufgaben von ERP-Systemen gehört es, sämtliche Ressourcen in Unternehmen effizient zu planen, zu überwachen und zu steuern – auch über Landesgrenzen hinweg. Dazu zählen alle Betriebsmittel, die zum Einsatz kommen: z. B. Rohstoffe und Materialien, Werkzeuge und Maschinen, aber auch Personal oder finanzielle Mittel. Ziel ist es, immer die richtige Menge an Ressourcen parat zu haben, um den Ablauf der unternehmenseigenen Prozesse jederzeit zu gewährleisten, ohne Überschüsse zu produzieren oder Lieferengpässe zu verursachen. Eine ERP-Software bildet sämtliche Prozesse digital ab und führt alle Daten in einer zentralen Datenbank zusammen. Dank der zentralen Speicherung – die bei einem Cloud-ERP in der Wolke erfolgt – haben alle Mitarbeiter Zugriff auf dieselben Daten; Abteilungs- und Unternehmensgrenzen spielen keine Rolle mehr. Auf diese Weise lassen sich Prozesse erheblich verschlanken und teilweise automatisieren. Die Folge: Ein schnellerer Informationsfluss, präzisere Abläufe und vor allem gesicherte Prozesse. 

So unterstützt das Cloud-ERP das internationale Business 

Aber warum spielt das Cloud-ERP eine entscheidende Rolle, wenn KMU ins Ausland expandieren wollen? Wir verraten es Ihnen: 

Um das Cloud-ERP nutzen zu können, brauchen Anwender lediglich einen Computer oder ein Mobilgerät mit Browser sowie einen Internetzugang. Die Anwendung steht als Software-as-a-Service (SaaS) bereit, was den Zugriff von überall auf der Welt garantiert und die Kosten im Rahmen hält. 

Damit Mitarbeiter weltweit dieselbe Software nutzen können, sind moderne ERP-Anwendungen heutzutage meist mehrsprachig. Deutsch und Englisch sind unerlässlich, weitere Sprachen von Vorteil. Indem die Software Sprachbarrieren überwindet, reduzieren sich Fehler bei der Eingabe erheblich. Auch die Pflege unterschiedlicher Währungen, Längen- und Gewichtseinheiten entsprechend der landestypischen Verwendung ist ein Must-Have. 

Dank zentraler Datenbasis greifen alle Berechtigten auf denselben Datenstamm zu – unabhängig davon, in welchem Land oder zu welcher Uhrzeit sie arbeiten. Das heißt, sämtliche Produkt- sowie Kundeninformationen, Aktivitäten, Dokumente u.ä. sind jederzeit überall verfügbar – auch an allen weiteren Standorten, die Sie möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt eröffnen.  

Aktualisierungen in Echtzeit stellen sicher, dass es keine Verzögerungen beim Datenaustausch gibt und Informationen immer auf dem neuesten Stand sind. Zeitverschiebungen werden nicht länger zum Bremsklotz, denn keiner muss mehr lange auf Antworten aus anderen Zeitzonen warten.   

ERP-Software, die über die Cloud bezogen wird, ist beliebig und vor allem kurzfristig skalierbar. Geht das internationale Business durch die Decke, buchen KMU einfach entsprechende Lizenzen dazu. Erfüllen sich die Erwartungen hingegen nicht, brauchen Sie keine langjährige, kostenintensive Bindung zu befürchten. In der Regel unterstützen die Anbieter monatliche Anpassungen. Die Kosten sind transparent und kalkulierbar.   

Im Ausland gelten andere Steuervorgaben, Zölle, Import-/Export-Richtlinien, Regelungen für den Datenschutz … Um Ihnen die erforderliche Rechtssicherheit zu bieten, muss das ERP-System die jeweils geltenden Vorgaben verarbeiten können. 

Ein modularer Aufbau von ERP-Systemen bietet den Vorteil, dass Unternehmen genau den Funktionsumfang erhalten, den sie benötigen – nicht mehr und nicht weniger. So braucht ein reiner Online-Händler beispielsweise keine Fertigungsanwendung, dafür aber ein eCommerce-Tool. Der Werkzeughersteller, der seine Artikel international übers Web verkaufen will, benötigt hingegen beides. Was den Umfang betrifft, sind SaaS-Anwendungen flexibel und monatlich anpassbar. Neue Geschäftsmodelle lassen sich jederzeit integrieren, sodass die Zukunft Ihres Betriebes gesichert ist.  

Unternehmen, die an mehreren Standorten produzieren und/oder lagern, führen über die Cloud ihre Datenbestände zusammen. Indem das Cloud-ERP jederzeit einen umfassenden Überblick über sämtliche Produktionsprozesse garantiert, verhilft es zu einer effizienten Produktionsplanung und -steuerung. Zudem behalten Sie den vollen Überblick über die Bestände an den verschiedenen Lagerorten, was beispielsweise Umlagerungen oder zentrale Bestellungen vereinfacht.   

Um internationale Zielgruppen zu erreichen, brauchen Sie eine Website und ggf. einen Online-Shop in der jeweiligen Landessprache. Moderne ERP-Systeme bieten dazu die Möglichkeit, mehrere Sprachvarianten für Artikelbeschreibungen zu verwalten, Angebote und Rechnungen in der jeweiligen Sprache zu generieren, länderspezifische Besonderheiten zu berücksichtigen, wie Zölle, Mehrwertsteuer- oder Umsatzsteuervorgaben, und beliebte Zahlungsarten zu integrieren. 

Fazit

Wer sich aufs internationale Parkett wagt, muss vieles berücksichtigen. Doch das müssen Sie nicht alleine bewältigen. Ein modernes Cloud-ERP aus der Cloud meistert die verschiedenen Herausforderungen mit Bravour und verhilft Ihnen letztlich zu effektivem Umsatzwachstum.

 

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Sandra Bültermann
Über den Autor:
Sandra Bültermann
Sandra Bültermann (*1975) ist seit 1999 als Technische Redakteurin tätig. Als langjährige Mitarbeiterin bei Fachzeitschriften, Agenturen und Softwareunternehmen verfügt sie über umfassende Kenntnisse in den Bereichen IT, Kommunikation und Contentmanagement. Ihre Kernkompetenz liegt darin, komplexe, technische Themen verständlich und zielgruppenorientiert aufzubereiten.