Das 1x1 für Webshop-Einsteiger

von David Lauchenauer am 02.09.2021, 2 min Lesezeit
 
 
 Der Online-Handel legt weiterhin kräftig zu. Noch bevor man sich auf den Weg ins nächste Einkaufszentrum macht, wird zuerst das Shopping-Angebot im Internet unter die Lupe genommen. Ein Webshop ist rund um die Uhr geöffnet und lässt sich schnell und einfach realisieren. Immer mehr Unternehmen und Selbständige entdecken diese Möglichkeiten für Ihr Angebot. Das 1x1 für Webshop-Einsteiger sorgt dafür, dass die Rechnung schlussendlich auch aufgeht. 
 

Schritt 1: Auslegeordnung machen 

Sie liebäugeln mit dem Gedanken, einen eigenen Webshop zu eröffnen. Das Thema E-Commerce reizt sie. Sie sehen gute Chancen für sich im Online-Handel. So weit, so gut. Bevor Sie sich ins Zeug stürzen, sollten Sie eine Auslegeordnung machen: 
  • Was wollen Sie verkaufen? 
  • Wer sind Ihre Kunden? 
  • Wie hoch ist der Umsatz? 
  • Wie groß ist Ihr Budget? 
  • Wer kann Sie unterstützen? 
  • Welches Wissen bringen Sie mit? 
 
Das sind nur einige der Fragen, welche Sie vor dem Start ins große Abenteuer klären sollten.  
 

Schritt 2: Prozesse definieren 

Nicht der Teufel, sondern der Erfolg steckt im Detail. Die Idee eines Webshops ist brillant und blendet die vielen Kleinigkeiten aus, welche damit verbunden sind. E-Commerce umfasst viele Details und Aspekte wie Payment, Lagerverwaltung, Produktdaten, Beschaffung, Kunden, Lieferanten, Datenschutz, Fakturierung usw. Dabei ist die Größe des Shops oder der Umfang des Sortiments nicht einmal entscheidend. Vielmehr kommt es auf das Zusammenspiel der Prozesse und Ressourcen im Online-Handel an. Die Erfahrung zeigt, dass es ohne zentrale Business Software nicht wirklich funktioniert. Ein empfehlenswerter Ansatz ist ein kundenzentrierten ERP-Systems 
 

Schritt 3: Software auswählen 

Allerdings muss man gleich wieder relativieren. Es gibt ganz unterschiedliche ERP-Systeme. Entsprechend verschieden gestaltet sich auch der jeweilige Funktionsumfang. Und was für das Unternehmen A passt, muss für das Unternehmen B noch lange nicht das Richtige sein. Bei der Auswahl einer Webshop-Lösung sollte man nicht nur das Online-Business vor Augen haben. Ebenso wichtig sind die vor- und nachgelagerten Prozesse. Sprich, die Beschaffung von Waren, die Auftragsbearbeitung und Kundenverwaltung sowie die Logistikabwicklung bis hin zum Retourenmanagement. Reine E-Commerce-Lösungen kommen da schnell an den Anschlag. Komplette ERP-Systeme mit integriertem Webshop decken hingeben alle Anforderungen im Online-Handel ab. 
 

Schritt 4: Angebot verwalten 

Die Gestaltung und Verwaltung des eigentlichen Angebots ist nicht ganz so trivial, wie es tönt. Nebst verschieden langer Produktbeschreibungen müssen Kategorien definiert und Bilder hinzugefügt werden. Der Themenkreis „Preis“ ist eine besondere Knacknuss: Gibt es Staffelpreise? Promotionen und Aktionen? Rabatte? Zuschläge? Wenn ja, was gilt wann? Auch die einzelnen Artikel sind nicht ohne, vor allem dann, wenn es Varianten gibt (z.B. verschiedene Größen und/oder Farben pro Artikel). Auch hier kann ein zentrales ERP-System mit Funktionen für den Online-Handel große Vorteile bieten. Vor allem dann, wenn es noch weitere Vertriebskanäle gibt, wie z.B. Direktverkauf, Partner, Geschäfte. 
 

Schritt 5: Kundenpflege gestalten   

Das E-Commerce-Abenteuer ist zum Greifen nahe. Was jetzt noch fehlt sind… die Kunden. Damit sich diese auch in Ihrem Webshop bedienen können, müssen Sie noch folgende Punkte klären: 
  • Zahlungsmöglichkeiten und -bedingungen 
  • Abwicklung des Einkaufprozess (Warenkorb, Check-out) 
  • Bestell- bzw. Versandbestätigung an Kunde 
  • Sendungs-Tracking 
  • Retourenmanagement 
  • Newsletter, Kontaktpflege, Up-/Cross-Selling 
  • Kundenportal 
 
Die Thematik im Online-Handel ist komplex, aber genau dafür gibt es integrierte Webshop-/ERP-Systeme, welche alles aus einer Hand anbieten. Das vereinfacht die Handhabung enorm. 
 

Schritt 6: Wichtige Spezialthemen 

Bevor Ihr Webshop online geht, müssen Sie unbedingt noch folgende Bereiche überprüfen: 
  • Impressum mit Ihren Kontaktangaben 
  • Allgemeine Geschäftsbedingungen (das kann bei Bedarf rechtlich relevant sein) 
  • Datenschutz-Angaben (und natürlich die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften) 
  • Kontaktmöglichkeiten (damit sich die Kunden mit Ihnen bei Fragen in Verbindung setzen können) 
  • Optional, aber empfehlenswert: Lieferkonditionen, Versandkosten, Social Media 
 
E-Commerce ist keine Hexerei, aber ein sehr seriöses Business. Verstöße gegen rechtliche Vorgaben sind keine KavaliersdelikteLassen Sie sich aber andererseits nicht vom Online-Handel abhalten, sondern legen Sie los, Schritt für Schritt! 
 
 
 

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David Lauchenauer
Über den Autor:
David Lauchenauer
David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe. 2021 leitete er erfolgreich den Verkauf von myfactory an Forterro.