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So nutzen Sie verstecktes ERP-Potenzial

So nutzen Sie verstecktes ERP-Potenzial

In den meisten Unternehmen werden ERP-Systeme lediglich für Routinearbeiten genutzt. Das Potenzial dieser digitalen Boliden wird kaum ausgereizt. Dabei steckt da einiges mehr drin. Es winken nicht nur satte Wettbewerbsvorteile, sondern auch lukrative Vertriebschancen. Wie Sie mit nur wenig mehr den Nutzen Ihres ERP deutlich steigern, lesen Sie in diesem Beitrag. 

 

Zusammenhänge erkennen 

 

Daten stehen nie losgelöst im luftleeren Raum. Jeder Geschäftsvorfall ist verbunden mit bestehenden Informationen. Kunden haben eine Historie mit Kontakten, Dokumenten, Aufträgen oder Personen. Artikel werden bestellt, gelagert, verkauft oder retourniert. Stammdaten zeichnen sich durch spezifische Merkmale aus. Hinzukommen Datenbewegungen, z.B. Verkäufe, Wareneingänge, Umsätze. Das Datenuniversum eines ERP-Systems ist eine faszinierende Welt. Erkennen Sie die Zusammenhänge darin und werden Sie zum Entdecker und Beobachter von Gesetzmäßigkeiten! Die Erkenntnisse können Sie für ein gezieltes Up-/Cross-Selling einsetzen, für die Optimierung von Artikelsortimenten und vieles mehr. 

 

Mehrwert generieren 

 

Kunden- und Serviceorientierung zählen heute zu den entscheidenden Wettbewerbsfaktoren. Wer hier punktet, lässt die Konkurrenz weit hinter sich. Das Spiel ist einfach: Wer generiert den größten Mehrwert für seine Kunden? Um dieses Ziel zu erreichen, führt kein Weg am ERP vorbei. Wer dieses in Perfektion beherrscht, wird zum Weltmeister der Kundenvorteile. Anregungen gewünscht? 

 

- Zu besseren Preise anbieten dank Beherrschung des Einkaufs

- Schnellerer Service durch intensive Nutzung der Kundenservice-Anwendung 

 

- Attraktive Kombi-Angebote durch clevere Vertriebssteuerung 

- Kurze Lieferfristen mittels professioneller Warenwirtschaft 

 

Die Liste ließe sich beliebig verlängern. Sie haben es in der Hand, Ihr ERP in eine Cash-Cow zu verwandeln. 

 

Daten individualisieren 

 

Die digitale Welt wird oft mit dem Attribut der Anonymität verbunden. Genau das Gegenteil trifft zu. Jede Person hinterlässt Spuren. Nicht nur im Internet, sondern auch im ERP-System. Das kann als Kundenprofil im Webshop sein, als Kontaktperson eines Lieferanten oder als Empfänger einer Kundenzeitschrift. Dank der EU-DSGVO sind der Verwendung persönlicher Daten klare Grenzen gesetzt. Das ist gut so, denn dies ermöglicht es, Daten in einem sinnvollen Kontext zu verwenden. Stimmt eine Person z.B. ausdrücklich der Zustellung von Produktinformationen zu, kann davon ausgegangen werden, dass ein Interesse besteht. Und wer seine Daten in einem Kundenportal hinterlegt, möchte sein Einkaufen erleichtern oder von aktuellen Angeboten profitieren.  

 

Systeme vernetzen 

 

Wir leben in einer offenen Welt. Auch und vor allem digital. Heutige ERP-Systeme verfügen technologisch über verschiedene Möglichkeiten, sich mit anderen Systemen zu verbinden. Sei es über Webservices, API-Schnittstellen oder andere Kanäle. Sie können beispielsweise die Versanddaten des Spediteurs mit dem Aufträgen im E-Commerce verbinden. Oder die Produktionsdaten des Lieferanten Ihrer “verlängerten Werkbank” mit den Auftragsdaten Ihrer Kunden. Die Vernetzung digitaler Systeme gibt dem ERP eine neue Funktion. Es wird zur zentralen Datenmaschine, welche ringsum Drittsysteme antreibt bzw. aktuelle Daten bezieht und verarbeitet. 

 

Prozesse automatisieren 

 

Abkürzungen waren schon immer beliebt. Um Zeit und Geld zu sparen, lohnen sich diese auch heute noch. Digital betrachtet, bedeutet dies vor allem, Arbeitsschritte zu automatisieren. Das probate Mittel dazu sind Workflows, welche sich im ERP-System definieren lassen. Bestellungen aus dem Webshop können beispielsweise direkt zur Kategorie “Online-Auftrag” führen und eine entsprechende Verarbeitung auslösen. Damit spart man Zeit und hat Gewähr, dass der Auftrag auch richtig “kanalisiert” wird. Möglichkeiten für Workflows gibt es im ERP mehr, als man denkt. Schon wenige automatisierte Wenn-dann-Situationen steigern die Effizienz im Unternehmen. 

 

IoT-Sensoren einbinden 

 

Für viele tönt IoT (Internet of Things) immer noch ein wenig nach Raumschiff Enterprise. Dass Geräte, Maschinen und Systeme untereinander kommunizieren können, ist aber mittels Sensoren und Datenservices längst nichts mehr Futuristisches. Die generierten Informationen können digitalisiert an andere (ERP-)Systeme weitergegeben werden, welche daraus entsprechende Maßnahmen ableiten. Das ERP als Daten-Hub ist eine spannende Option, um sich von der Konkurrenz abzuheben und Kundennutzen zu erzielen. Kleiner Tipp: Einfach mal ausprobieren!