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Kennen Sie diese 7 Kennzahlen in Ihrem ERP?

Kennen Sie diese 7 Kennzahlen in Ihrem ERP?

 

Im Unternehmen werden Daten nicht nur für die Abwicklung von Geschäftsprozessen benötigt, sondern auch als Entscheidungsgrundlage auf Managementebene. Die dafür benötigten Werte lassen sich bequem im ERP-System gewinnen. Allerdings wird diese Möglichkeit in der Praxis oft zu wenig genutzt. Mit der willkürlichen Auswahl von 7 Kennzahlen will dieser Beitrag motivieren, das ERP auch als Controlling-Instrument zu nutzen. Zum Schluss gibt es einen zusätzlichen Tipp, wie Sie schnell und einfach zum Erfolg kommen. 

 

Deckungsbeitrag 

 

Als Unternehmer möchte man natürlich gerne wissen, welchen Beitrag ein Produkt oder eine Dienstleistung zur Deckung der Fixkosten leistet. Die Berechnung dieses Deckungsbeitrags kann einstufig erfolgen, indem die variablen Kosten vom Erlös subtrahiert wird oder mehrstufig, unter Berücksichtigung weiterer Fixkosten. Nützlich ist der Deckungsbeitrag zum Beispiel bei der Preisfindung oder bei der Ermittlung von (un)rentablen Produkten. Dank der Einstellungsmöglichkeiten im ERP-System kann diese wichtige Kennzahl individuell aufgebaut werden. 

 

Retourenquote 

 

Rücksendungen können verschiedene Abteilungen eines Unternehmens betreffen. Einerseits fallen im Marketing Retouren bei Mailings an (Briefe, aber auch E-Mails), welche im Vergleich zur Gesamtmenge der Adressen eine Aussage über die Qualität des Adressbestandes zulässt. Andererseits ist die Retourenquote aber vor allem im Versandhandel eine Größe, welche die Prozesskosten stark beeinflusst. Im ERP-System können nebst der Anzahl der Retouren auch die Gründe erfasst und ausgewertet werden. 

 

Einkaufskosten 

 

Die Kosten im Einkauf sind ein aussagekräftiges Indiz für die Prozesseffizienz. Es lohnt sich daher, regelmäßig ein Auge auf die Entwicklung dieser Kennzahl zu werfen. Ziel ist es, die Kosten möglichst tief zu halten. Berechnet werden die Einkaufskosten als Prozentzahl zwischen den direkten/indirekten Beschaffungskosten und dem gesamten Einkaufsvolumen. Vorausgesetzt, dass im ERP beide Werte erfasst werden, kann die Kennzahl einfach ermittelt werden.  

 

Arbeitsproduktivität 

 

Schnelligkeit ist ein relativer Begriff und hängt nicht zuletzt von den eingesetzten Mitteln ab. Deshalb ist es sinnvoll, die Arbeitsproduktivität als Ausdruck der effektiven Leistung im Vergleich zum benötigten Aufwand zum Ausdruck zu bringen. Im ERP-System gibt es dazu verschiedene Möglichkeiten. Als Grundlage können z.B. produzierte Stückzahlen, erarbeiteter Umsatz oder erledigte Aufgaben dienen, welche einem entsprechenden Zeitabschnitt (Stunde, Tag, Monat usw.) gegenübergestellt wird. Die Kennzahl wird in Betrieben oft als Messgröße für die Leistungsfähigkeit von Mitarbeitenden oder Abteilungen verwendet. 

 

Beschäftigungsgrad 

 

Jedes Unternehmen verfügt über eine (theoretisch) maximale Kapazität für die Erfüllung seiner Leistungen. Als Maßstab für die Berechnung einer Unter- oder Überlast von Mitarbeitenden oder Abteilungen dient in der Regel eine sogenannte Normallast, welche eine gewisse Toleranz hinsichtlich Abwesenheiten, Wartungsfenster usw. berücksichtigt. Der Beschäftigungsgrad wiederum wird für die Berechnung von Prozess-Sollkosten, für die Kapazitäts-/Ressourcenplanung oder die Optimierung interner Prozesse verwendet. 

 

Conversion Rate 

 

Natürlich kennt auch E-Commerce zahlreiche Kennzahlen. Zu den wichtigsten gehört die Conversion Rate. Sie zeigt, wie viele Shopbesucher es braucht, um den gewünschten Umsatz bzw. die benötigte Anzahl Einkäufe zu erzielen. Abgeleitet aus dieser Kennzahl können Maßnahmen ergriffen werden, um zum Beispiel den Einkaufsprozess kundenorientierter zu gestalten. Von einer erfolgreichen Steigerung der Conversion Rate spricht man dann, wenn der Ertrag nachhaltig verbessert werden kann. 

 

Termintreue 

 

Dividiert man die Anzahl der Termingenau gelieferten Aufträge durch die Gesamtzahl aller Aufträge, erhält man eine Prozentzahl, welche die Termintreue widerspiegelt. Sie gilt als Zielgröße bei der Einhaltung von Produktions- und Lieferterminen. Verspätungen sind dabei ebenso zu vermeiden, wie eine verfrühte Auftragserfüllung. Denn diese kann dazu führen, dass Fertig- oder Halbfabrikate im Lager stauen und damit die Kapitalbindung steigt.  

 

Tipp: Kennzahlen gezielt einsetzen und intensiv nutzen 

 

Das Management eines Unternehmens oder auch einer Fachabteilung ist ein verantwortungsvolles Unterfangen, welches mit vielen Entscheidungen verbunden ist. Das ERP-System bietet nicht nur eine Fülle an Daten, sondern auch viele Möglichkeiten für die Erzeugung von Kennzahlen. Welche davon sinnvoll nutzbar sind, muss jede Führungskraft selbst entscheiden. Die Praxis zeigt, dass mehr nicht unbedingt besser ist. Es lohnt sich, gezielt wichtige Kennzahlen auszuwählen und diese intensiv zu nutzen.