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Mobiles Datenmanagement in der Fertigung

von David Lauchenauer am 17.01.2020

Die Planung und Steuerung von Fertigungsprozessen ist ein komplexes Thema. Die Anforderungen sind vielschichtig, vor allem aufgrund der Abhängigkeit einzelner Arbeitsabläufe untereinander. Schon kleine Abweichungen können eine Kettenreaktion auslösen und die Folgeplanung beeinträchtigen. Eine schnelle Reaktionsfähigkeit hilft, Ursachen rasch zu erkennen und gezielte Maßnahmen einzuleiten. Unterstützung bietet dabei ein mobiles Datenmanagement mit direktem Zugriff auf alle relevanten Informationen. Mehr dazu in diesem Beitrag. 
 
Auftragsplanung 
Heute bestellt, gestern geliefert. In der Regel erwarten die Kunden, dass ihre Aufträge umgehend und unter Terminvorgabe erledigt werden. Dauert es zu lange, sucht man sich einfach einen anderen Lieferanten. Für die Auftragsplanung bedeutet das, möglichst schnell auf Anfragen zu reagieren und Kapazitätslücken zu erkennen. Mittels mobilem Datenmanagement stehen die dafür benötigten Grundlagen-Informationen wie Lagerbestände, Auslastung, Ressourcen usw. als Echtzeitdaten jederzeit und überall zur Verfügung. Dadurch entsteht eine faktenbasierte Entscheidungs- und Planungsgrundlage. Auch Produktionsverantwortliche, welche momentan nicht vor Ort anwesend sind, können sich so ein Bild über die aktuelle Situation verschaffen.  
 
Ressourcenauslastung 
In der Praxis kommt es oft vor, dass bei Planungsabweichungen die zur Verfügung stehenden Ressourcen umdisponiert werden müssen. Fällt zum Beispiel ein Mitarbeiter aus, muss kurzfristig jemand anders einspringen. Wird ein geplanter Auftrag verschoben, muss die reservierte Kapazität anderweitig verwendet werden können, um Unproduktivität zu vermeidenMobile Daten bieten die Möglichkeit, sofort am Ort des Geschehens die Übersicht zu gewinnen und gezielt zu reagieren. Das verringert den internen Kommunikationsaufwand und vereinfacht die Ressourcenplanung. Aufträge können mittels mobiler Geräte direkt an die Mitarbeitenden übermittelt werden. 
 
Just-in-Time-Fertigung 
Um Materialbestände zu verringern, Durchlaufzeiten zu verkürzen, die Produktivität zu erhöhen und die Flexibilität hinsichtlich Lieferbereitschaft zu steigernwird in vielen Betrieben auf Just-in-Time-Fertigung gesetzt. Dabei spielt das aufeinander abgestimmte Zusammenspiel von Beschaffung, Produktion und Absatz eine zentrale Rolle. Um die Informationen über Losgrößen, Verbrauch, gefertigte Menge, Lagerbestände, Aufträge usw. transparent zu machenmuss ein lückenloser Datenfluss in Echtzeit gewährleistet sein. Mobile Erfassungsgeräte liefern dazu die entsprechenden Informationen. Ein weiterer Vorteil ist, dass physische Auftragspapiere weitgehend wegfallen.  
 
Produktionslogistik 
Die Produktionslogistik steht in direktem Zusammenhang mit der übergeordneten Unternehmenslogistik. Ein durchgängiger Informationsfluss mit aktuellen Daten ist wichtig, um zum Beispiel das Funktionieren eines kundennahen Kanban-Konzepts sicherzustellen. Das mobile Abrufen und Erfassen von Daten direkt am Ort des Geschehens erlaubt es nicht nur, die entsprechenden Warenströme in Echtzeit abzubilden, sondern auch Bestände, Verbrauch und Beschaffung optimal zu koordinieren.  
 
Betriebsdatenerfassung 
Die laufende Erfassung von Betriebsdaten – z.BStückzahlen, Fertigungszeiten, Rüstzeiten, Stillstand, Unterbrechungen, Störungen, Arbeitsstunden, Fehlzeit, Ausschuss, Gutmengen oder anderer Prozessdaten – liefert wichtige Informationen für die Fertigungsplanung und Kostenberechnung. Mussten diese Angaben früher in die jeweiligen Auftragspapiere eingetragen werden (unleserliche Handschrift lässt grüßen)kann man dies heute dank mobiler Datenerfassung deutlich schneller, einfacher und genauer bewerkstelligen. Die direkte Integration in ein ERP-System (moderne Cloud-ERP stellen diese Funktionen per se als mobile Anwendung zur Verfügung) ist von Vorteil, um eine zuverlässige, termingerechte Planung zu ermöglichen. 
 
Terminüberwachung 
Eine laufende Terminüberwachung aufgrund mobiler Daten erhöht die Zuverlässigkeit in der Produktionsplanung und im Vertrieb. Allfällige Terminabweichungen können dadurch umgehend den Kunden mitgeteilt werden oder, sofern möglich, allfällige Maßnahmen ergriffen werden. Gleichzeitig lassen sich durch eine ständige Kontrolle der Termine teure Zusatzkosten oder ärgerliche Feuerwehrübungen vermeiden. Produktionsverantwortliche haben Zugriff auf aktuelle Termine und können im Rahmen ihrer Möglichkeiten die effektiven Arbeiten dementsprechend ausrichten. Dies wiederum bedingt, dass alle relevanten Informationen ebenfalls zur Verfügung stehen. Dank mobiler Daten erhöht sich dadurch die Agilität auf Produktionsebene deutlich. 
 
Kostenkontrolle 
Margendruck und ein enges Kostenkorsett sind in der Fertigung heute die Regel. Eine laufende Kostenkontrolle ist unerlässlich, um sich innerhalb der budgetierten Gewinnspanne zu bewegen. Gerade in diesem Bereich kann ein mobiles Datenmanagement entscheidend dazu beitragen, jederzeit auf dem aktuellsten Stand zu sein bzw. über die Kostensituation Bescheid zu wissen und bei Bedarf rechtzeitig agieren zu können. 

Über den Autor: Dr. Robert Meyer

Dr. Robert Meyer ist seit 2011 Geschäfts­führer der myfactory International GmbH. Seine Leiden­schaft ist die Vermarktung von moderner Cloud ERP-Software über Online-Medien und Partner­vertrieb. Im Mittelpunkt steht bei ihm immer das Wohl von Anwendern, die eine funktional ausgereifte, leicht zu in­di­vidualisierende, intuitiv zu bedienende, auf allen Devices verwendbare, und mobil ein­setzbare Unternehmens-Software benötigen.

Über den Autor: Rainer Giersbach

Rainer Giersbach stieg 2000 in die IT-Branche über eine technische Hotline zu kfm. Unternehmens­software ein, wenig später übernahm er das Produkt Management für diesen Bereich. 2006 stieß er im Zuge einer Recherche zum Thema "Online-Warenwirtschaft" auf myfactory. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und seit 2007 gestaltet er als Program Manager die myfactory Software aktiv mit.

Über den Autor: Timo Bärenklau

Nach seinem erfolgreichen Studium mit Abschluss als Bachelor of Engineering im Studiengang „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ stieß Timo Bärenklau als Lead Spezialist zur myfactory International GmbH hinzu. Schon während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für Vertriebsoptimierung, besonders im Hinblick auf CRM-Systeme. Auch seine Bachelor-Arbeit hatte CRM als Schwerpunkt. Seit 2012 betreut er maßgeblich die Leadqualifizierung bei myfactory.

Über den Autor: Tobias Korch

Tobias Korch arbeitet seit März 2011 bei myfactory als Software-Entwickler. Seine Schwerpunkte sind die Produktionsplanung (PPS) und das Modul eCommerce. Er ist ein engagierter Verfechter des myfactory-Konzeptes EasyRelease, mit dem Partner updatesichere Zusatzprogramme zur myfactory Business Software erstellen können. Bei Partnern und Partner-Interessenten sind deshalb seine Programmierer-Schulungen und unterstützende Coachings sehr gefragt. Durch seine vieljährigen Praxiserfahrungen mit komplexen Softwareprojekten hat er den Kontakt zum Mittelstand und das Verständnis für Anforderungen und Problemstellungen der Unternehmen und Anwender. Wenn es nichts zu tun gibt (gibt es das eigentlich?) dann kümmert er sich um seine Familie, macht Musik oder interessiert sich für alles was mit IT zu tun hat.

Über den Autor: Jan Schweighart

Jan Schweighart arbeitete nach einem Software Engineering Studium an der Hochschule Konstanz als Software Entwickler für einen Software Dienstleister. Überzeugt von Produkt und Mentalität, kam er Ende 2013 zu myfactory wo er heute schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung von myfactory.CRM arbeitet. Herr Schweighart hatte früher mal Hobbies, Freunde und ein soziales Leben, so wird zumindest berichtet. Heute ist er Vater einer kleinen Tochter ;)

Über den Autor: Dr. Mathias Hamp

Dr. Mathias Hamp ist Kommunikations- experte und entwickelt Kommunikations- strategien zur Vermarktung von Ideen, Waren und Marken. Seit 2015 verantwortet er für myfactory den Bereich Online Marketing.

Über den Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe.

Über den Autor: Stefan Girschner

Stefan Girschner (* 1967) berichtet als Fachjournalist seit vielen Jahren über Neuheiten und Trends in der IT-Branche. Seine journalistische Laufbahn startete er 1999 bei der Fachzeitschrift e-commerce magazin (ehemals IWT Magazin Verlag), wo er bis 2003 als Redakteur tätig war. Seit 2004 ist er freiberuflich für verschiedene Fachzeitschriften und Online-Portale in den Bereichen Unternehmens-IT, Computing sowie Wirtschaft und Industrie tätig. Darüber hinaus arbeitet er als Lektor und in der Schlussredaktion für Verlage und Agenturen. Von 2010 bis 2016 hatte er die redaktionelle Leitung des Digitalbusiness Magazin (WIN-Verlag) inne. Seit 2016 schreibt er wieder verstärkt für bekannte IT-Fachzeitschriften und -Portale.

Über die Autorin: Sandra Bültermann

Sandra Bültermann (*1975) ist seit 1999 als Technische Redakteurin tätig. Als langjährige Mitarbeiterin bei Fachzeitschriften, Agenturen und Softwareunternehmen verfügt sie über umfassende Kenntnisse in den Bereichen IT, Kommunikation und Contentmanagement. Ihre Kernkompetenz liegt darin, komplexe, technische Themen verständlich und zielgruppenorientiert aufzubereiten.
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