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Digitalisierung an der Kasse: der flexible Point of Sale (POS)

von David Lauchenauer am 04.08.2020

Egal ob beim Bäcker zum sonntäglichen Brötchenkauf oder im Restaurant, immer wieder lässt sich der folgende Satz hören: „Kann ich auch mit Karte bezahlen?“ Beim Bezahlen in kleineren Einzelhandelsgeschäften, Restaurants oder Bäckereien fällt diese Frage täglich millionenhaft in Deutschland. Die EHI-Studie „Kartengestützte Zahlungssysteme im Einzelhandel 2019“ kommt bei ihrer Erhebung zu dem Ergebnis, dass das Bargeld im deutschen Einzelhandel im Jahre 2018 noch einen Anteil von 48,3% aller Transaktionen besaß. Doch dieser Anteil schrumpft und wird langsam und sukzessive durch bargeldlose Alternativen wie Girocard oder Kreditkarte abgelöst. Die Studie kommt ebenfalls zu dem Schluss, dass Investitionen der Einzelhändler in neue Bezahlterminals die Akzeptanz elektronischer Zahlungsmethoden verbessert. Bei diesen Investitionen geht der Trend weg von klobigen, stationären Kassensystemen. Denn unabhängig von der Bezahlart hört die Digitalisierung nicht bei der Kasse auf, mobile Bezahlterminals und ein digitaler Point of Sale (POS) bieten skalierbare, flexible Lösungen für jedes Geschäftsmodell.

 

Kassen machen mobil

Der stationäre Einzelhandel ist geprägt von festen Abläufen: Die Ware wird im Schaufenster und im Ladenlokal ausgestellt, Fachpersonal berät die Kunden und am Schluss werden die erworbenen Waren an der stationären Kasse bezahlt. Sind einmal mehr Kunden im Ladengeschäft, entstehen oftmals Schlangen vor den Kassen – für die Kundschaft trübt dies die Einkaufserfahrung. Wenn dann noch ein Betrag exakt mit Bargeld beglichen wird oder ein Storno durchgeführt werden muss, steigt schnell Unmut auf. Doch weitere Kassen müssen in der Regel aufwändig aufgestellt und installiert werden, die Mitarbeiter benötigen spezielle Schulungen. Vor allem rund um starke Einzelhandelstage wie in der Vorweihnachtszeit entstehen durch dieses Szenario reale Umsatzeinbußen und schlechte Laune bei den Kunden. Mobile, webbasierte Kassensysteme bieten hierfür einen skalierbaren Lösungsansatz. Wenn sowieso knapp die Hälfte der Kunden inzwischen nicht mehr mit Bargeld bezahlt, können diese mobilen Kassen in Kombination mit einem Kartenterminal und Belegdrucker entsprechend flexibel eingerichtet werden. Es benötigt nur ein internetfähiges Endgerät wie ein Tablet oder ein Smartphone und die entsprechenden Kartenlesegeräte, um flexibel reagieren zu können. In der Folge können nicht nur Spitzen abgefedert, sondern ein ganz eigenes Einkaufserlebnis kreiert werden.
 

Nativer POS statt langsamer Integration

Grundlage für mobile Kassen ist eine leistungsstarke Software. Sind Kassen an das ERP über Schnittstellen verbunden, um Verkäufe einzubuchen, Lagerbestände abzugleichen und Belege zu erstellen, werden die Informationen oftmals nur langsam übertragen, wodurch Wartezeiten verlängert werden. Besonders bei Fragen der Kundschaft hinsichtlich der Warenverfügbarkeit von Produkten im Lager bzw. geplanter Lieferdaten zahlt es sich aus, wenn die Kasse nativer Teil des ERP-Systems ist. Entsprechende Informationen lassen sich auf Knopfdruck aufrufen, es müssen keine weiteren Systeme und Abfragen bemüht werden und Veränderungen über alle Kanäle wie E-Commerce und Filialen stehen in Echtzeit zur Verfügung. Für den Kunden ist dieser Zeitgewinn ein Service-Mehrwert, während Ihre Prozesse effizienter werden. Cloudbasierte ERP-Systeme mit nativem POS bieten diese Funktionen darüber hinaus vollkommen mobil. In der Folge lassen sich bei Bedarf weitere Nutzer und Filialen auf Knopfdruck aufschalten und ortsunabhängig einsetzen – z.B. in ausgelagerten Verkaufsständen, auf Messen oder beim Kunden vor Ort. Feste Installationen von Kassensystemen, Software-Updates und Schnittstellen, die aufwendig gewartet werden müssen, entfallen.

 

Von Pop-up-Stores und neuen Geschäftsmodellen

Zwei Faktoren lassen sich für den Erfolg des Einzelhandels in 2020 herauskristallisieren, um nachhaltig erfolgreich zu bleiben: die Vernetzung von lokalen Einkaufserfahrungen und digitalen Konzepten in einem hybriden Shopping-Modell sowie Geschwindigkeit in der Umsetzung von neuen Geschäftsmodellen. Hybride Shopping-Modelle bauen auf eine Kombination erlebbarer Erfahrungen im analogen Einkauf und digitalem Mehrwert auf. Die Branche sieht in diesem Bereich großes Potenzial, steht hier aber noch am Anfang laut der Publikation „Spektrum: Digitale Transformation im Einzelhandel“ von Mark Stieninger, Andreas Auinger und René Riedl. Anders sieht es hinsichtlich der Geschwindigkeit von neuen Geschäftsmodellen aus. Diese gilt es unter realitätsnahen Bedingungen schnellstmöglich auszuprobieren und Erfahrungen zu sammeln. Sogenannte Pop-up-Stores, also improvisierte Verkaufsräume, die nur temporär zur Verfügung stehen, bieten sich an, um schnell und unkompliziert verschiedenste Geschäftsmodelle und Preisgestaltungen auszuprobieren. Diese erfordern nicht nur das kurzfristige Aufbauen von Verkaufsflächen, sondern auch ein spontanes Anpassen von Produkten und Preisen. Zur Installation und aufwendigen Programmierung von stationären Kassensystemen fehlt hier schlechtweg die Zeit; es werden flexible Lösungen wie moderne Bezahlterminals benötigt, die praktisch in kürzester Zeit vollständig einsatzbereit sind – und auch schnell an einem anderen Ort oder verschiedenen Produkten zum Einsatz kommen können. Hierfür haben sich ebenfalls nativ ins ERP integrierte POS-/ERP-Systeme bewährt.

 

Mobile Bezahlterminals treiben die Digitalisierung des Einzelhandels voran

Auf dem Weg zum hybriden Shopping-Modell und Omnichannel-Verkauf benötigt es im Einzelhandel weiterhin digitaler Impulse. Neue Technologien und Geschäftsideen gilt es zügig auszuprobieren und aus den Ergebnissen die richtigen Schlüsse zu ziehen. Software sollte bei diesem Prozess nicht zum Flaschenhals avancieren, sondern aktiv den digitalen Transformationsprozess unterstützen. Ein ganzheitliches cloudbasiertes ERP-System mit nativem POS bietet hierfür die passende Grundlage. Als Rückgrat der IT-Infrastruktur stellt das ERP-System eine einheitliche Datenbasis zur Verfügung, die über alle Filialen, Kanäle und Kassen auf dem aktuellen Stand gehalten wird. So können Sie dort abkassieren, wo Ihr Kunde sich gerade aufhält – und das auch mit Karte. Für den Kunden entsteht durch die positive Erfahrung und das gesteigerte Servicelevel ein Mehrwert, während gleichzeitig Ihre Prozesse effizienter werden. Die passende Grundlage, um bei der Digitalisierung auch den Point of Sale nicht außer Acht zu lassen.

Über den Autor: Dr. Robert Meyer

Dr. Robert Meyer ist seit 2011 Geschäfts­führer der myfactory International GmbH. Seine Leiden­schaft ist die Vermarktung von moderner Cloud ERP-Software über Online-Medien und Partner­vertrieb. Im Mittelpunkt steht bei ihm immer das Wohl von Anwendern, die eine funktional ausgereifte, leicht zu in­di­vidualisierende, intuitiv zu bedienende, auf allen Devices verwendbare, und mobil ein­setzbare Unternehmens-Software benötigen.

Über den Autor: Rainer Giersbach

Rainer Giersbach stieg 2000 in die IT-Branche über eine technische Hotline zu kfm. Unternehmens­software ein, wenig später übernahm er das Produkt Management für diesen Bereich. 2006 stieß er im Zuge einer Recherche zum Thema "Online-Warenwirtschaft" auf myfactory. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und seit 2007 gestaltet er als Program Manager die myfactory Software aktiv mit.

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Nach seinem erfolgreichen Studium mit Abschluss als Bachelor of Engineering im Studiengang „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ stieß Timo Bärenklau als Lead Spezialist zur myfactory International GmbH hinzu. Schon während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für Vertriebsoptimierung, besonders im Hinblick auf CRM-Systeme. Auch seine Bachelor-Arbeit hatte CRM als Schwerpunkt. Seit 2012 betreut er maßgeblich die Leadqualifizierung bei myfactory.

Über den Autor: Tobias Korch

Tobias Korch arbeitet seit März 2011 bei myfactory als Software-Entwickler. Seine Schwerpunkte sind die Produktionsplanung (PPS) und das Modul eCommerce. Er ist ein engagierter Verfechter des myfactory-Konzeptes EasyRelease, mit dem Partner updatesichere Zusatzprogramme zur myfactory Business Software erstellen können. Bei Partnern und Partner-Interessenten sind deshalb seine Programmierer-Schulungen und unterstützende Coachings sehr gefragt. Durch seine vieljährigen Praxiserfahrungen mit komplexen Softwareprojekten hat er den Kontakt zum Mittelstand und das Verständnis für Anforderungen und Problemstellungen der Unternehmen und Anwender. Wenn es nichts zu tun gibt (gibt es das eigentlich?) dann kümmert er sich um seine Familie, macht Musik oder interessiert sich für alles was mit IT zu tun hat.

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Jan Schweighart arbeitete nach einem Software Engineering Studium an der Hochschule Konstanz als Software Entwickler für einen Software Dienstleister. Überzeugt von Produkt und Mentalität, kam er Ende 2013 zu myfactory wo er heute schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung von myfactory.CRM arbeitet. Herr Schweighart hatte früher mal Hobbies, Freunde und ein soziales Leben, so wird zumindest berichtet. Heute ist er Vater einer kleinen Tochter ;)

Über den Autor: Dr. Mathias Hamp

Dr. Mathias Hamp ist Kommunikations- experte und entwickelt Kommunikations- strategien zur Vermarktung von Ideen, Waren und Marken. Seit 2015 verantwortet er für myfactory den Bereich Online Marketing.

Über den Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe.

Über den Autor: Stefan Girschner

Stefan Girschner (* 1967) berichtet als Fachjournalist seit vielen Jahren über Neuheiten und Trends in der IT-Branche. Seine journalistische Laufbahn startete er 1999 bei der Fachzeitschrift e-commerce magazin (ehemals IWT Magazin Verlag), wo er bis 2003 als Redakteur tätig war. Seit 2004 ist er freiberuflich für verschiedene Fachzeitschriften und Online-Portale in den Bereichen Unternehmens-IT, Computing sowie Wirtschaft und Industrie tätig. Darüber hinaus arbeitet er als Lektor und in der Schlussredaktion für Verlage und Agenturen. Von 2010 bis 2016 hatte er die redaktionelle Leitung des Digitalbusiness Magazin (WIN-Verlag) inne. Seit 2016 schreibt er wieder verstärkt für bekannte IT-Fachzeitschriften und -Portale.

Über die Autorin: Sandra Bültermann

Sandra Bültermann (*1975) ist seit 1999 als Technische Redakteurin tätig. Als langjährige Mitarbeiterin bei Fachzeitschriften, Agenturen und Softwareunternehmen verfügt sie über umfassende Kenntnisse in den Bereichen IT, Kommunikation und Contentmanagement. Ihre Kernkompetenz liegt darin, komplexe, technische Themen verständlich und zielgruppenorientiert aufzubereiten.
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