Weitere Themen

Kennen Sie diese 7 Kennzahlen in Ihrem ERP?

von David Lauchenauer am 13.09.2019

 

Im Unternehmen werden Daten nicht nur für die Abwicklung von Geschäftsprozessen benötigt, sondern auch als Entscheidungsgrundlage auf Managementebene. Die dafür benötigten Werte lassen sich bequem im ERP-System gewinnen. Allerdings wird diese Möglichkeit in der Praxis oft zu wenig genutzt. Mit der willkürlichen Auswahl von 7 Kennzahlen will dieser Beitrag motivieren, das ERP auch als Controlling-Instrument zu nutzen. Zum Schluss gibt es einen zusätzlichen Tipp, wie Sie schnell und einfach zum Erfolg kommen. 
 
Deckungsbeitrag 
Als Unternehmer möchte man natürlich gerne wissen, welchen Beitrag ein Produkt oder eine Dienstleistung zur Deckung der Fixkosten leistet. Die Berechnung dieses Deckungsbeitrags kann einstufig erfolgen, indem die variablen Kosten vom Erlös subtrahiert wird oder mehrstufig, unter Berücksichtigung weiterer Fixkosten. Nützlich ist der Deckungsbeitrag zum Beispiel bei der Preisfindung oder bei der Ermittlung von (un)rentablen Produkten. Dank der Einstellungsmöglichkeiten im ERP-System kann diese wichtige Kennzahl individuell aufgebaut werden. 
 
Retourenquote 
Rücksendungen können verschiedene Abteilungen eines Unternehmens betreffen. Einerseits fallen im Marketing Retouren bei Mailings an (Briefe, aber auch E-Mails), welche im Vergleich zur Gesamtmenge der Adressen eine Aussage über die Qualität des Adressbestandes zulässt. Andererseits ist die Retourenquote aber vor allem im Versandhandel eine Größe, welche die Prozesskosten stark beeinflusst. Im ERP-System können nebst der Anzahl der Retouren auch die Gründe erfasst und ausgewertet werden. 
 
Einkaufskosten 
Die Kosten im Einkauf sind ein aussagekräftiges Indiz für die Prozesseffizienz. Es lohnt sich daher, regelmäßig ein Auge auf die Entwicklung dieser Kennzahl zu werfen. Ziel ist es, die Kosten möglichst tief zu halten. Berechnet werden die Einkaufskosten als Prozentzahl zwischen den direkten/indirekten Beschaffungskosten und dem gesamten Einkaufsvolumen. Vorausgesetzt, dass im ERP beide Werte erfasst werden, kann die Kennzahl einfach ermittelt werden.  
 
Arbeitsproduktivität 
Schnelligkeit ist ein relativer Begriff und hängt nicht zuletzt von den eingesetzten Mitteln ab. Deshalb ist es sinnvoll, die Arbeitsproduktivität als Ausdruck der effektiven Leistung im Vergleich zum benötigten Aufwand zum Ausdruck zu bringen. Im ERP-System gibt es dazu verschiedene Möglichkeiten. Als Grundlage können z.B. produzierte Stückzahlen, erarbeiteter Umsatz oder erledigte Aufgaben dienen, welche einem entsprechenden Zeitabschnitt (Stunde, Tag, Monat usw.) gegenübergestellt wird. Die Kennzahl wird in Betrieben oft als Messgröße für die Leistungsfähigkeit von Mitarbeitenden oder Abteilungen verwendet. 
 
Beschäftigungsgrad 
Jedes Unternehmen verfügt über eine (theoretisch) maximale Kapazität für die Erfüllung seiner Leistungen. Als Maßstab für die Berechnung einer Unter- oder Überlast von Mitarbeitenden oder Abteilungen dient in der Regel eine sogenannte Normallast, welche eine gewisse Toleranz hinsichtlich Abwesenheiten, Wartungsfenster usw. berücksichtigt. Der Beschäftigungsgrad wiederum wird für die Berechnung von Prozess-Sollkostenfür die Kapazitäts-/Ressourcenplanung oder die Optimierung interner Prozesse verwendet. 
 
Conversion Rate 
Natürlich kennt auch E-Commerce zahlreiche Kennzahlen. Zu den wichtigsten gehört die Conversion Rate. Sie zeigt, wie viele Shopbesucher es braucht, um den gewünschten Umsatz bzw. die benötigte Anzahl Einkäufe zu erzielen. Abgeleitet aus dieser Kennzahl können Maßnahmen ergriffen werden, um zum Beispiel den Einkaufsprozess kundenorientierter zu gestalten. Von einer erfolgreichen Steigerung der Conversion Rate spricht man dann, wenn der Ertrag nachhaltig verbessert werden kann. 
 
Termintreue 
Dividiert man die Anzahl der Termingenau gelieferten Aufträge durch die Gesamtzahl aller Aufträge, erhält man eine Prozentzahl, welche die Termintreue widerspiegelt. Sie gilt als Zielgröße bei der Einhaltung von Produktions- und Lieferterminen. Verspätungen sind dabei ebenso zu vermeiden, wie eine verfrühte Auftragserfüllung. Denn diese kann dazu führen, dass Fertig- oder Halbfabrikate im Lager stauen und damit die Kapitalbindung steigt.  
 
Tipp: Kennzahlen gezielt einsetzen und intensiv nutzen 
Das Management eines Unternehmens oder auch einer Fachabteilung ist ein verantwortungsvolles Unterfangen, welches mit vielen Entscheidungen verbunden ist. Das ERP-System bietet nicht nur eine Fülle an Daten, sondern auch viele Möglichkeiten für die Erzeugung von Kennzahlen. Welche davon sinnvoll nutzbar sind, muss jede Führungskraft selbst entscheiden. Die Praxis zeigt, dass mehr nicht unbedingt besser ist. Es lohnt sichgezielt wichtige Kennzahlen auszuwählen und diese intensiv zu nutzen. 
 

Über den Autor: Dr. Robert Meyer

Dr. Robert Meyer ist seit 2011 Geschäfts­führer der myfactory International GmbH. Seine Leiden­schaft ist die Vermarktung von moderner Cloud ERP-Software über Online-Medien und Partner­vertrieb. Im Mittelpunkt steht bei ihm immer das Wohl von Anwendern, die eine funktional ausgereifte, leicht zu in­di­vidualisierende, intuitiv zu bedienende, auf allen Devices verwendbare, und mobil ein­setzbare Unternehmens-Software benötigen.

Über den Autor: Rainer Giersbach

Rainer Giersbach stieg 2000 in die IT-Branche über eine technische Hotline zu kfm. Unternehmens­software ein, wenig später übernahm er das Produkt Management für diesen Bereich. 2006 stieß er im Zuge einer Recherche zum Thema "Online-Warenwirtschaft" auf myfactory. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und seit 2007 gestaltet er als Program Manager die myfactory Software aktiv mit.

Über den Autor: Timo Bärenklau

Nach seinem erfolgreichen Studium mit Abschluss als Bachelor of Engineering im Studiengang „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ stieß Timo Bärenklau als Lead Spezialist zur myfactory International GmbH hinzu. Schon während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für Vertriebsoptimierung, besonders im Hinblick auf CRM-Systeme. Auch seine Bachelor-Arbeit hatte CRM als Schwerpunkt. Seit 2012 betreut er maßgeblich die Leadqualifizierung bei myfactory.

Über den Autor: Tobias Korch

Tobias Korch arbeitet seit März 2011 bei myfactory als Software-Entwickler. Seine Schwerpunkte sind die Produktionsplanung (PPS) und das Modul eCommerce. Er ist ein engagierter Verfechter des myfactory-Konzeptes EasyRelease, mit dem Partner updatesichere Zusatzprogramme zur myfactory Business Software erstellen können. Bei Partnern und Partner-Interessenten sind deshalb seine Programmierer-Schulungen und unterstützende Coachings sehr gefragt. Durch seine vieljährigen Praxiserfahrungen mit komplexen Softwareprojekten hat er den Kontakt zum Mittelstand und das Verständnis für Anforderungen und Problemstellungen der Unternehmen und Anwender. Wenn es nichts zu tun gibt (gibt es das eigentlich?) dann kümmert er sich um seine Familie, macht Musik oder interessiert sich für alles was mit IT zu tun hat.

Über den Autor: Jan Schweighart

Jan Schweighart arbeitete nach einem Software Engineering Studium an der Hochschule Konstanz als Software Entwickler für einen Software Dienstleister. Überzeugt von Produkt und Mentalität, kam er Ende 2013 zu myfactory wo er heute schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung von myfactory.CRM arbeitet. Herr Schweighart hatte früher mal Hobbies, Freunde und ein soziales Leben, so wird zumindest berichtet. Heute ist er Vater einer kleinen Tochter ;)

Über den Autor: Dr. Mathias Hamp

Dr. Mathias Hamp ist Kommunikations- experte und entwickelt Kommunikations- strategien zur Vermarktung von Ideen, Waren und Marken. Seit 2015 verantwortet er für myfactory den Bereich Online Marketing.

Über den Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe.

Über den Autor: Stefan Girschner

Stefan Girschner (* 1967) berichtet als Fachjournalist seit vielen Jahren über Neuheiten und Trends in der IT-Branche. Seine journalistische Laufbahn startete er 1999 bei der Fachzeitschrift e-commerce magazin (ehemals IWT Magazin Verlag), wo er bis 2003 als Redakteur tätig war. Seit 2004 ist er freiberuflich für verschiedene Fachzeitschriften und Online-Portale in den Bereichen Unternehmens-IT, Computing sowie Wirtschaft und Industrie tätig. Darüber hinaus arbeitet er als Lektor und in der Schlussredaktion für Verlage und Agenturen. Von 2010 bis 2016 hatte er die redaktionelle Leitung des Digitalbusiness Magazin (WIN-Verlag) inne. Seit 2016 schreibt er wieder verstärkt für bekannte IT-Fachzeitschriften und -Portale.

Über die Autorin: Sandra Bültermann

Sandra Bültermann (*1975) ist seit 1999 als Technische Redakteurin tätig. Als langjährige Mitarbeiterin bei Fachzeitschriften, Agenturen und Softwareunternehmen verfügt sie über umfassende Kenntnisse in den Bereichen IT, Kommunikation und Contentmanagement. Ihre Kernkompetenz liegt darin, komplexe, technische Themen verständlich und zielgruppenorientiert aufzubereiten.
Zurück zur Übersicht der Blog-Beiträge

Kommentare


Es wurde noch keine Kommentare abgegeben.
Zurück zur Übersicht der Blog-Beiträge

Weitere Themen

<< < 1 2 3 ... > >>

© myfactory International GmbH 2016. Alle Rechte vorbehalten.

Über uns

myfactory ist die webbasierte Business Software für KMU in den Bereichen ERP, CRM, PPS, MIS, Portal, Shop, Groupware und Finanzbuchhaltung.

Kontakt

Agnes-Pockels-Bogen 1
D-80992 München

31.01.2020
28.01.2020
24.01.2020
21.01.2020
17.01.2020