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Cloud-Fähigkeit als Kernanforderung an das ERP

von David Lauchenauer am 17.11.2020

Lange Jahre galt die Cloud im ERP-Umfeld als Trend. Führende Studien wie der „Cloud-Monitor“ von bitkom oder „ERP in der Praxis“ von trovarit belegen diese Entwicklung quantitativ. Der Cloud-Monitor stellt in diesem Zusammenhang sogar fest, dass Cloud-Computing als Motor der Digitalisierung fungiert. So ist es nicht verwunderlich, dass im Jahre 2019 bereits 76% der befragten Unternehmen angaben, dass sie auf Cloud-Anwendungen setzen. Im Business-Software-Bereich setzt sich die Cloud dementsprechend ebenfalls weiter durch. Die SoftSelect Studie ERP Software 2020 geht dabei sogar noch einen Schritt weiter. Zu welchen Ergebnissen die neue Studie aus dem September 2020 kommt und warum die Cloud mehr als nur ein Trend ist, lesen Sie im folgenden Beitrag. 
 

ERP-Systeme als IT-Rückgrat von Unternehmen 

In der ERP-Software laufen alle kritischen Unternehmensinformationen zusammen: Zahlungsströme, Waren, Stamm- und Bewegungsdaten. Die Anwendung vereint die Warenwirtschaft, Einkauf, Verkauf, FiBu und Controlling. Somit bildet ein ERP-System die Wertschöpfung im Unternehmen ab und ist zentral für die UnternehmensprozesseMit der ERP-Software erhalten Unternehmen ein wichtiges Werkzeug, um bestehende Abläufe zu analysieren und diese zu optimieren. Aufgrund der zentralen Aufgabe des ERP-Systems sind diese Anwendungen als ein Treiber der Digitalisierung im Unternehmen zu betrachten. In der Folge ist es nicht verwunderlich, dass der ERP-Markt weiterwächst. Laut dem Statistikdienst Statista betrug der ERP-Umsatz in Deutschland im Jahre 2016 noch 1,7 Milliarden Euro, während er für das Jahr 2020 mit mehr als 1,9 Milliarden Euro geschätzt wird. Für das Jahr 2021 wird ein ERP-Markt um die 2 Milliarden Euro erwartet. Dies zeigt deutlich, welchen Stellenwert ERP-Software in den deutschen Unternehmen eingenommen hat und dass weitere Investitionen in die Anwendungen fließen, um die Wertschöpfung zu optimieren. Hierbei steigen die Anforderungen an die ERP-Software kontinuierlich, um neue, digitale Geschäftsmodelle effizient abbilden zu können.  
 

Warum Cloud-Fähigkeit zur Kernanforderung von ERP avanciert 

Der Begriff der Resilienz tauchte im Zusammenhang mit den zahlreichen Herausforderungen in diesem Jahr immer wieder auf. Verstanden wird darunter die systemische Widerstandsfähigkeit von Unternehmen gegenüber Störungen, beispielsweise durch äußere Einflüsse. Um von Störungen und Krisen möglichst wenig betroffen zu sein, gilt es resiliente Geschäftsmodelle zu entwickeln und die Unternehmung entsprechend aufzubauen. Das ERP und insbesondere die Technologie zur Bereitstellung spielt hierbei ebenfalls eine zentrale Rolle. So kam SoftSelect Geschäftsführer Michael Gottwald zu dem Schluss: „Tatsächlich ist bei Softwareauswahlprojekten eine deutliche Zunahme der Cloud-Fähigkeit als Kernanforderung zu verzeichnen.“  
 
Diese Entwicklung basiert primär auf zwei Säulen. Zum einen benötigt es vollständig mobil nutzbare IT-Systeme, auf die über das Internet möglichst leicht zugegriffen werden kann. Dies ist notwendig, um Standorte, Produktionsstätten und Außendienst in Echtzeit mit dem ERP zu verknüpfen. Ebenfalls ermöglicht dies eine schnelle Integration von mobilen Arbeitsplätzen, um beispielsweise geänderten Büronutzungsplänen bzw. Hygieneregeln zu entsprechen. Das Homeoffice ist auf diesem Wege ebenfalls leicht zu integrieren, wodurch die Flexibilität der Belegschaft steigt. Die Cloud ermöglicht durch das Hosting in spezialisierten Rechenzentren, dass die Bereitstellung der IT-Infrastruktur automatisch abläuft und die Software als Dienstleistung bezogen werden kann. Bei einer Betriebsstörung ist eine zentrale IT-Komponente auf diesem Wege resilient; das Unternehmen muss sich keine Sorge um die Datenverfügbarkeit und -sicherheit machen, auch wenn äußere Umstände eine Tätigkeit aus den Büroräumen beispielsweise einschränkt. Die unterschiedlichen Mitarbeiter können weiterhin wie gewohnt kollaborieren. Die Cloud fungiert in diesem Zuge als „Enabler“ von neuen Modellen zur Zusammenarbeit und beschleunigt das Mobile Business.  
 
Unternehmen stehen darüber hinaus unter enormen Kostendruck bei gleichzeitigem Digitalisierungsbedarf. Cloud ERP bietet hierfür einen Lösungsansatz, da keine Kapitalbindung zur Einführung benötigt wird und diese Lösung schnell in Betrieb genommen werden kann. Für die Modernisierung der ERP-Software wird in diesem Zuge keine neue IT-Infrastruktur benötigt. Im Gegenteil: Durch Nutzung von beliebig skalierbaren Ressourcen aus der Cloud können Kosten für Wartung und Instandhaltung der bestehenden IT-Hardware eingespart werden. Darüber hinaus erhalten Unternehmen die benötigte Flexibilität, um auf Störungen jederzeit reagieren zu können, um so eine größere Resilienz aufzubauen. 
 

ERP als Software-Plattform: Ohne Integrationen läuft nichts 

Cloudbasierte ERP-Anwendungen entwickeln sich darüber hinaus immer mehr zu Software-Plattformen. Mit zunehmender Rolle der Plattform-Ökonomie in den Unternehmen inkludieren die Cloud-Systeme immer mehr zusätzliche Module wie CRM oder PPS. So avanciert das ERP nicht nur zum zentralen Werkzeug für Unternehmensplanung und -steuerung, sondern wird zur zentralen Software-Plattform. Durch eine gemeinsame Datenbasis lassen sich unterschiedliche Abteilungen wie Vertrieb, Einkauf, Produktion und Lagerhaltung vollständig integrieren und auch immer wichtiger werdende E-Commerce-Angebote können nativ aus der ERP-Software heraus umgesetzt werden. Da die Cloud für Internet-Applikationen entwickelt wurde, sollte ein Cloud ERP über eine leistungsstarke Datenschnittstelle (API) verfügen. Durch diese zusätzlichen Integrationen wird der Anspruch der Software-Plattform weiter untermauert. So lassen sich beispielsweise Payment-Gateways oder Lösungen zur Business Intelligence (BI) anbinden. In der Folge steigt der Umfang der zur Verfügung stehenden Informationen, der ausgewertet werden kann. Mit einem durchgängigen Reporting lassen sich so datenbasierte Entscheidungen treffen, um das Unternehmen für die Zukunft noch besser aufzustellen. 
 
Aufgrund der klaren Cloud ERP Vorteile lässt sich abschließend festhalten, dass für immer mehr Unternehmen eine cloudbasierte Bereitstellung zur Kernanforderung avanciert. Durch Unterstützung von Mobile First und Plattform-Ansätzen erhalten Betriebe eine effiziente Möglichkeit zur ERP-Modernisierung, die gleichermaßen voll im Trend liegt und zukunftsfähig ist.  

Über den Autor: Dr. Robert Meyer

Dr. Robert Meyer ist seit 2011 Geschäfts­führer der myfactory International GmbH. Seine Leiden­schaft ist die Vermarktung von moderner Cloud ERP-Software über Online-Medien und Partner­vertrieb. Im Mittelpunkt steht bei ihm immer das Wohl von Anwendern, die eine funktional ausgereifte, leicht zu in­di­vidualisierende, intuitiv zu bedienende, auf allen Devices verwendbare, und mobil ein­setzbare Unternehmens-Software benötigen.

Über den Autor: Rainer Giersbach

Rainer Giersbach stieg 2000 in die IT-Branche über eine technische Hotline zu kfm. Unternehmens­software ein, wenig später übernahm er das Produkt Management für diesen Bereich. 2006 stieß er im Zuge einer Recherche zum Thema "Online-Warenwirtschaft" auf myfactory. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und seit 2007 gestaltet er als Program Manager die myfactory Software aktiv mit.

Über den Autor: Timo Bärenklau

Nach seinem erfolgreichen Studium mit Abschluss als Bachelor of Engineering im Studiengang „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ stieß Timo Bärenklau als Lead Spezialist zur myfactory International GmbH hinzu. Schon während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für Vertriebsoptimierung, besonders im Hinblick auf CRM-Systeme. Auch seine Bachelor-Arbeit hatte CRM als Schwerpunkt. Seit 2012 betreut er maßgeblich die Leadqualifizierung bei myfactory.

Über den Autor: Tobias Korch

Tobias Korch arbeitet seit März 2011 bei myfactory als Software-Entwickler. Seine Schwerpunkte sind die Produktionsplanung (PPS) und das Modul eCommerce. Er ist ein engagierter Verfechter des myfactory-Konzeptes EasyRelease, mit dem Partner updatesichere Zusatzprogramme zur myfactory Business Software erstellen können. Bei Partnern und Partner-Interessenten sind deshalb seine Programmierer-Schulungen und unterstützende Coachings sehr gefragt. Durch seine vieljährigen Praxiserfahrungen mit komplexen Softwareprojekten hat er den Kontakt zum Mittelstand und das Verständnis für Anforderungen und Problemstellungen der Unternehmen und Anwender. Wenn es nichts zu tun gibt (gibt es das eigentlich?) dann kümmert er sich um seine Familie, macht Musik oder interessiert sich für alles was mit IT zu tun hat.

Über den Autor: Jan Schweighart

Jan Schweighart arbeitete nach einem Software Engineering Studium an der Hochschule Konstanz als Software Entwickler für einen Software Dienstleister. Überzeugt von Produkt und Mentalität, kam er Ende 2013 zu myfactory wo er heute schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung von myfactory.CRM arbeitet. Herr Schweighart hatte früher mal Hobbies, Freunde und ein soziales Leben, so wird zumindest berichtet. Heute ist er Vater einer kleinen Tochter ;)

Über den Autor: Dr. Mathias Hamp

Dr. Mathias Hamp ist Kommunikations- experte und entwickelt Kommunikations- strategien zur Vermarktung von Ideen, Waren und Marken. Seit 2015 verantwortet er für myfactory den Bereich Online Marketing.

Über den Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe.

Über den Autor: Stefan Girschner

Stefan Girschner (* 1967) berichtet als Fachjournalist seit vielen Jahren über Neuheiten und Trends in der IT-Branche. Seine journalistische Laufbahn startete er 1999 bei der Fachzeitschrift e-commerce magazin (ehemals IWT Magazin Verlag), wo er bis 2003 als Redakteur tätig war. Seit 2004 ist er freiberuflich für verschiedene Fachzeitschriften und Online-Portale in den Bereichen Unternehmens-IT, Computing sowie Wirtschaft und Industrie tätig. Darüber hinaus arbeitet er als Lektor und in der Schlussredaktion für Verlage und Agenturen. Von 2010 bis 2016 hatte er die redaktionelle Leitung des Digitalbusiness Magazin (WIN-Verlag) inne. Seit 2016 schreibt er wieder verstärkt für bekannte IT-Fachzeitschriften und -Portale.

Über die Autorin: Sandra Bültermann

Sandra Bültermann (*1975) ist seit 1999 als Technische Redakteurin tätig. Als langjährige Mitarbeiterin bei Fachzeitschriften, Agenturen und Softwareunternehmen verfügt sie über umfassende Kenntnisse in den Bereichen IT, Kommunikation und Contentmanagement. Ihre Kernkompetenz liegt darin, komplexe, technische Themen verständlich und zielgruppenorientiert aufzubereiten.
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