Presse
Weitere Themen

Click & Collect im Online-Handel

von David Lauchenauer am 13.07.2021

 
 
 
 
 Click & Collect wird immer beliebter. Online bestellen und offline abholen – das bietet Vorteile für Kunden und HandelLängst sind es nicht mehr nur die großen Unternehmen, welche diesen Service bereitstellen. Auch kleinere Geschäfte sind auf den Geschmack gekommen. Wenn auch Sie auf diesen Trend aufspringen möchten, finden Sie hier eine nützliche Starthilfe.  
 
Sprechen Sie ROPO? 
Bevor wir ins Thema einsteigen, eine kurze Frage: Sprechen Sie ROPO? Die Abkürzung steht für „research online, purchase offlineAuf Deutsch: Zuerst mal im Web gucken, dann im Laden einkaufen. Das geht einfacher und schneller als früher, wo man viele Geschäfte abgeklappert hat und dann doch nichts gefunden hat. ROPO macht man, um Zeit zu sparen und Fehlkäufe zu vermeiden. Das Internet weiß mehr als der beste Verkäufer, aber Dinge anschauen, anfassen und ausprobieren geht eben nur vor Ort. Verschiedene Kanäle zu bündeln, ist sinnvoll, weil jeder Vorteile ins Spiel bringt. Click & Collect ist im Prinzip wie ROPO, nur etwas anders. 
 
Vorteile von Click & Collect 
Ähnlich wie bei ROPO verbinden sich auch bei Click & Collect Online- und Offline-Kanäle. Eingekauft wird online in einem Webshop. Abgeholt wird die Bestellung in einer Pick-up-Station. Das kann ein Laden sein, muss aber nicht. Den Wochenendeinkauf kann man theoretisch auch an einer Tankstelle oder auf dem Postamt abholen. Vorteile bietet Click & Collect allemal: 
 
  • Von Ladenöffnungszeiten unabhängiger Einkauf im Webshop 
  • Klärung von Fragen durch Vorort-Beratung 
  • Verbindung des Haupteinkaufs mit Spontankäufen  
  • Sinnliche Ansprache und Wahrnehmung im stationären Geschäft 
  • Zwischenmenschliche Interaktion mit Verkaufspersonal 
 
Mehr als „nur“ Kundenservice 
Natürlich könnte man Click & Collect einfach als weitere Lieferoption eines Webshops betrachten. Diese Betrachtungsweise wird dem Potenzial allerdings nur zum Teil gerecht. Insbesondere der Aspekt, dass sich der Kunde zum Anbieter hinbewegt, ist schon bemerkenswert. Welche Motivation dahintersteckt, ist sekundär. Vielleicht will der Kunde die Versandkosten sparen, den Einkauf nochmals prüfen oder was auch immerBeim Pick-up besteht die Möglichkeit, in direkten Kontakt mit dem Kunden zu treten. Ein Gutschein als Dankeschön oder Hinweise auf aktuelle Sonderangebote sind nur einige der Chancen, welche sich beim „Collect“ eröffnen. 
 
Funktionen im Webshop 
Der Bestellprozess im Webshop unterscheidet sich bei Abholung durch den Kunden kaum von den anderen Versandmöglichkeiten. Auf zwei Punkte soll trotzdem hingewiesen werden, da sich diese in der Praxis oft als Stolpersteine erweisen: 
 
  1. a) Ausschluss von nicht abholbaren Produkten: Gerade bei Plattformen werden häufig Produkte von verschiedenen Anbietern oder Herstellern im Sortiment angezeigt. Der Versand erfolgt in der Regel direkt durch die Lieferanten. Eine Lieferung an eine Pick-up-Station ist nicht vorgesehen. Tipp: Wenn Sie Click & Collect anbieten, müssen die entsprechenden Produkte auch tatsächlich abgeholt werden können. 
 
  1. b) Automatisierte Prozessabwicklung: Wählt ein Kunde die Abhol-Option muss gewährleistet sein, dass die „Weichen“ richtig gestellt und die entsprechenden Prozesse initiiert werden. Tipp: Vertrauen Sie nicht auf eine manuelle Prozessabwicklung, sondern nutzen Sie automatisierte Workflows Ihres ERP-Systems. 
 
Abwicklung beim Pick-up 
Die Übermittlung der Bestelldaten aus dem Webshop in die Auftragsbearbeitung ist eine nicht zu unterschätzende Anforderung.  
  1. 1. Übermittlung der Bestell- und Kundendaten an den Pick-up-Punkt (z.B. Filiale) 
  1. 2. Kommissionierung und Bereitstellung der bestellten Produkte  
  1. 3. Avisierung der Kunden über die Abholung und ggf. Zahlung vor Ort 
  1. 4. Ausdruck von Lieferschein, Abholbeleg, Zahlungsbestätigung, Rückstände etc. 
  1. 5. Abwicklung von Kundenbeanstandungen, Retourenmanagement und Nachlieferung 
  1. 6. Quittierung des Click & Collect Prozesses und Abschluss der Transaktion 
 
ERP für die Prozessintegration 
Was auf den ersten Blick einfach erscheint, hat seine Tücken. Um diese zu bewältigen, leistet ein integriertes ERP-System wertvolle Unterstützung. Von besonderem Vorteil ist es, wenn der Webshop bereits Bestandteil der Gesamtlösung ist. Dadurch sind ein durchgängiger Datenfluss und eine zentrale Datenbasis gewährleistet. Gleichzeitig können Bestellinformationen, Produktverfügbarkeit oder auch das Belegdesign für sämtliche Prozesse verwendet werden. Um auch dezentrale Abholpunkte mit allen Daten in Echtzeit zu bedienen, lohnt sich der Einsatz eines Cloud-ERP. Dieses garantiert, dass Bestellungen jederzeit und überall den richtigen Weg zu den Kunden finden.  
 
 
 
 

Über den Autor: Dr. Robert Meyer

Dr. Robert Meyer ist seit 2011 Geschäfts­führer der myfactory International GmbH. Seine Leiden­schaft ist die Vermarktung von moderner Cloud ERP-Software über Online-Medien und Partner­vertrieb. Im Mittelpunkt steht bei ihm immer das Wohl von Anwendern, die eine funktional ausgereifte, leicht zu in­di­vidualisierende, intuitiv zu bedienende, auf allen Devices verwendbare, und mobil ein­setzbare Unternehmens-Software benötigen.

Über den Autor: Rainer Giersbach

Rainer Giersbach stieg 2000 in die IT-Branche über eine technische Hotline zu kfm. Unternehmens­software ein, wenig später übernahm er das Produkt Management für diesen Bereich. 2006 stieß er im Zuge einer Recherche zum Thema "Online-Warenwirtschaft" auf myfactory. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und seit 2007 gestaltet er als Program Manager die myfactory Software aktiv mit.

Über den Autor: Timo Bärenklau

Nach seinem erfolgreichen Studium mit Abschluss als Bachelor of Engineering im Studiengang „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ stieß Timo Bärenklau als Lead Spezialist zur myfactory International GmbH hinzu. Schon während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für Vertriebsoptimierung, besonders im Hinblick auf CRM-Systeme. Auch seine Bachelor-Arbeit hatte CRM als Schwerpunkt. Seit 2012 betreut er maßgeblich die Leadqualifizierung bei myfactory.

Über den Autor: Tobias Korch

Tobias Korch arbeitet seit März 2011 bei myfactory als Software-Entwickler. Seine Schwerpunkte sind die Produktionsplanung (PPS) und das Modul eCommerce. Er ist ein engagierter Verfechter des myfactory-Konzeptes EasyRelease, mit dem Partner updatesichere Zusatzprogramme zur myfactory Business Software erstellen können. Bei Partnern und Partner-Interessenten sind deshalb seine Programmierer-Schulungen und unterstützende Coachings sehr gefragt. Durch seine vieljährigen Praxiserfahrungen mit komplexen Softwareprojekten hat er den Kontakt zum Mittelstand und das Verständnis für Anforderungen und Problemstellungen der Unternehmen und Anwender. Wenn es nichts zu tun gibt (gibt es das eigentlich?) dann kümmert er sich um seine Familie, macht Musik oder interessiert sich für alles was mit IT zu tun hat.

Über den Autor: Jan Schweighart

Jan Schweighart arbeitete nach einem Software Engineering Studium an der Hochschule Konstanz als Software Entwickler für einen Software Dienstleister. Überzeugt von Produkt und Mentalität, kam er Ende 2013 zu myfactory wo er heute schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung von myfactory.CRM arbeitet. Herr Schweighart hatte früher mal Hobbies, Freunde und ein soziales Leben, so wird zumindest berichtet. Heute ist er Vater einer kleinen Tochter ;)

Über den Autor: Dr. Mathias Hamp

Dr. Mathias Hamp ist Kommunikations- experte und entwickelt Kommunikations- strategien zur Vermarktung von Ideen, Waren und Marken. Seit 2015 verantwortet er für myfactory den Bereich Online Marketing.

Über den Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe.

Über den Autor: Stefan Girschner

Stefan Girschner (* 1967) berichtet als Fachjournalist seit vielen Jahren über Neuheiten und Trends in der IT-Branche. Seine journalistische Laufbahn startete er 1999 bei der Fachzeitschrift e-commerce magazin (ehemals IWT Magazin Verlag), wo er bis 2003 als Redakteur tätig war. Seit 2004 ist er freiberuflich für verschiedene Fachzeitschriften und Online-Portale in den Bereichen Unternehmens-IT, Computing sowie Wirtschaft und Industrie tätig. Darüber hinaus arbeitet er als Lektor und in der Schlussredaktion für Verlage und Agenturen. Von 2010 bis 2016 hatte er die redaktionelle Leitung des Digitalbusiness Magazin (WIN-Verlag) inne. Seit 2016 schreibt er wieder verstärkt für bekannte IT-Fachzeitschriften und -Portale.

Über die Autorin: Sandra Bültermann

Sandra Bültermann (*1975) ist seit 1999 als Technische Redakteurin tätig. Als langjährige Mitarbeiterin bei Fachzeitschriften, Agenturen und Softwareunternehmen verfügt sie über umfassende Kenntnisse in den Bereichen IT, Kommunikation und Contentmanagement. Ihre Kernkompetenz liegt darin, komplexe, technische Themen verständlich und zielgruppenorientiert aufzubereiten.
Zurück zur Übersicht der Blog-Beiträge

Kommentare


Es wurde noch keine Kommentare abgegeben.
Zurück zur Übersicht der Blog-Beiträge

Weitere Themen

<< < 1 2 3 ... > >>

© myfactory International GmbH 2021. Alle Rechte vorbehalten.

Über uns

myfactory ist die webbasierte Business Software für KMU in den Bereichen ERP, CRM, PPS, MIS, Portal, Shop, Groupware und Finanzbuchhaltung.

Kontakt

Agnes-Pockels-Bogen 1
D-80992 München

29.07.2021
27.07.2021
22.07.2021
20.07.2021
15.07.2021