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Die unendliche Geschichte der Digitalisierung

Die unendliche Geschichte der Digitalisierung

 

Im Gegensatz zum Erfolgsroman von Michael Ende beruht die „unendliche Geschichte“ der Digitalisierung nicht auf Illusionen. Hier geht es um konkrete Anwendungen, auch wenn diese das bisher Mögliche weit in den Schatten stellen. Neue Organisationsstrukturen, innovative Geschäftsmodelle und flexible Arbeitsformen entstehen. Ein Ende ist nicht abzusehen, daher lohnt es sich, den digitalen Wandel als unendliche Geschichte zu betrachten. Warum Kreativität und Fantasie dabei durchaus Platz haben, erzählt dieser Beitrag. 

 

Sich einlassen auf eine neue Welt 

 

Der Erfolg in der digitalen Welt hängt weniger vom Einsatz neuer Technologien ab als von der Bereitschaft, sich auf Veränderungen einzulassen. Die Akzeptanz von Cloud-Services, um nur ein Beispiel zu nennen, kann viel zur Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens beitragen. Dazu muss man aber auch bereit sein, herkömmliche Systeme in Frage zu stellen und neuen Konzepten zu vertrauen. Eine kritische Denkweise ist dabei durchaus legitim, Vorurteile hingegen nicht. Bestimmt kennen Sie einige Instant Messaging-Tools und nutzen diese auch privat zum Chatten. Doch wie sieht es damit in ihre Firma aus? Haben Sie schon mal probiert, ein solches Tool unternehmensweit einzusetzen, um die interne Kommunikation zu vereinfachen oder Kundennutzen zu schaffen?  

 

Veränderungen als Chancen sehen 

 

Natürlich werden sich dabei eingespielte Abläufe verändern. Doch gerade das Aufbrechen solcher Routinen bietet die Chance, sich zu verbessern. Ein browserbasiertes ERP-System anstelle einer On-Premise-Lösung ermöglicht es ihren Mitarbeitenden, jederzeit auch unterwegs auf Daten und Funktionen zuzugreifen. Damit wird die gesamte Organisation agiler. Aber auch langjährige, etablierte Arbeitsabläufe haben durchaus digitale Luft nach oben. Die Nutzung mobiler Geräte in der Logistik oder in der Fertigung erlaubt es, Bewegungsdaten (Fertigungsmengen, Lageraufträge usw.) direkt vor Ort zu erfassen und in Echtzeit ins Warenwirtschaftssystem einzuspeisen. Die „Geschichte“ lässt sich ins Unendliche fortsetzen. Außendienstmitarbeitende im Vertrieb oder Kundenservice gewinnen durch den Einsatz digitaler Mittel an Effizienz, sofern man sich a) darauf einlässt und b) die entsprechenden Werkzeuge zur Verfügung stellt.  

 

Das Unternehmen als Gemeinschaft 

 

Es wird keine digitale Umkehr mehr geben. Auch wenn Sie sich als Unternehmer im Moment vielleicht noch fragen, ob und wie Sie auf diesen Zug aufspringen sollen, können Sie sicher sein, dass es kein Zurück mehr gibt. Wer sich für eine digitale Zukunftsstrategie entscheidet, sollte intern sicherstellen, alle Mitarbeitende an Bord zu holen. Eine von oben herab verordnete Nutzungspflicht ist nur halb so effektiv, wenn die Anwender nicht auch den Sinn dahinter sehen und entsprechend motiviert sind. Die Praxis zeigt, dass dies am ehesten funktioniert, wenn die betroffenen Benutzer sich aktiv in die Diskussion und Entscheidungsfindung einbringen sowie ihre Erfahrungen bei der Umsetzung einfließen lassen können. Anders formuliert: Das Unternehmen sollte als Gemeinschaft den Weg in die digitale Zukunft antreten. 

 

Zum digitalen Entdecker werden 

 

Damit sich die Mitarbeitenden – immerhin Ihre internen Experten in den jeweiligen Fachbereichen – auch an der Digitalisierung Ihres Unternehmens aktiv beteiligen, braucht es eine entsprechende „Entdeckerkultur“. Das Ausprobieren neuer digitaler Werkzeuge gehört ebenso dazu wie das Tolerieren von Fehlschlägen, verbunden mit dem Wissensaufbau, warum etwas funktioniert und warum nicht. Von der Idee über die Prüfung bis zur Umsetzung darf das Business-Denken nicht zu kurz kommen. Digitalisierung macht nur dann Sinn, wenn es dem Unternehmen einen „Gewinn“ bietet. Wie dieser aussieht, ist ganz verschieden: Das können Kosteneinsparungen, Kundenmehrwert, Mitarbeiterzufriedenheit, Produktinnovationen und vieles mehr sein. 

 

Die Geschichte geht immer weiter 

 

Bestimmt ist Ihnen aufgefallen, dass neue Technologien bei der Digitalisierung zwar wichtig sind, Kreativität und Fantasie jedoch eine ebenso zentrale Rolle spielen. Nur wer die Zukunft in seine Überlegungen und Visionen integrieren kann, wird schlussendlich aus den vielen digitalen Möglichkeiten die passenden Tools für sein Business auswählen. Die Geschichte geht immer weiter, denn Digitalisierung ist ein Weg, kein Ziel. Lassen Sie sich dabei durch eine grenzenlos unendliche Fantasie inspirieren und motivieren.