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Das Internet of Things (IoT) – Anforderungen ans ERP-System

Das Internet of Things (IoT) – Anforderungen ans ERP-System

Das Internet der Dinge beschreibt einen logischen Entwicklungsschritt im Informationszeitalter. Haben bisher vor allem wir Menschen mit steigender Computerisierung und Technologien wie dem Internet vermehrt Informationen miteinander ausgetauscht, so wird sich dieser Austausch zunehmend dahingehend erweitern, dass Maschinen und bisher leblose Objekte Daten zukünftig selbständig miteinander austauschen werden. Was vor allem im Bereich der Telekommunikation mit den Smartphones begann, hat mittlerweile Einzug in unser ganzes Leben gehalten: Smartwatches, Smart-Home, selbstfahrende Autos und Kurierdrohnen sind hier nur einige Stichpunkte – und dabei kommen täglich neue Produkte auf den Markt. So kommuniziert das intelligente T-Shirt der Smartwatch den Pulsschlag, die Heizung lässt sich von unterwegs mittels Smartphone regulieren und der Drucker bestellt automatisch Ersatztinte nach. Doch welchen Nutzen können Unternehmen aus dieser Entwicklung ziehen und welche Anforderungen werden an das ERP-System als zentrale Business Software durch das IoT gestellt?

Big Data als Resultat des Internet of Things

Ein weiteres Schlagwort in diesem Zusammenhang ist Big Data, welches den Umgang mit den riesigen Datenmengen, die durch immer intelligentere Objekte entstehen, zusammenfasst. Werden Daten automatisiert erfasst oder kommuniziert – beispielsweise die Raumtemperatur – so müssen diese Daten sinnvoll weiterverarbeitet werden. Diese Datenflut kann für KMU zu völlig neuen Geschäftsmodellen führen und damit große Chancen bieten, wenn einige Grundvoraussetzung erfüllt sind. Immer mehr Unternehmen wandeln sich so von einem Hersteller von Produkten zu einem Dienstleister mit Produkten.

Das ERP-System muss flexibel und integrativ sein

Durch das Internet der Dinge werden zukünftig immer mehr Geräte Informationen sammeln und diese in Form von digitalen Daten übermitteln. Damit diese intelligenten Alltagsgegenstände beispielsweise Bestellungen auslösen oder in Service- und Produktionsprozesse eingreifen können, müssen die vielfältigen Daten in die Unternehmensprozesse integriert werden können – und das in unterschiedlichster Form. Daher muss ein ERP-System flexibel mittels offenen Schnittstellen, basierend auf Standards wie REST oder OData, anderen Anwendungen und Geräten die Integration ermöglichen.

Intelligente Integration durch ganzheitliche Systeme

Hierbei stoßen Unternehmen mit vielen Insellösungen jedoch an ihre Grenzen. Damit die anfallenden Daten nicht nur importiert, sondern auch intelligent ausgewertet werden können, benötigt es ganzheitliche Systeme, die mittels einer einheitlichen Datenbasis und kompletten Lösungen alle Unternehmens-Bereiche verwalten. Nur so kann sichergestellt werden, dass eingehende Daten auch im kompletten Live-Kontext ausgewertet werden können. Ordert beispielsweise der intelligente Rasierer bei einem Versandhandel automatisiert neue Klingen, weil die bestehenden Klingen stumpf werden, können gleichzeitig auch Informationen über die Verfügbarkeit oder die Lieferdauer zurückübermittelt werden, auf die der intelligente Rasierer wieder reagieren kann. Damit jedoch nicht nur die Bestellung eingeht, müssen alle anderen Unternehmensbereiche wie Lager, Produktion oder Logistik miteinander in einem ganzheitlichen System zusammenarbeiten. Nicht zu vernachlässigen ist hier auch die Nutzung eines CRM-Moduls, damit die Kundenzufriedenheit gewährleistet werden kann und auch After-Sales durch beispielsweise Newsletter den Umsatz steigern.

Cloudbasierte Business Software als Treibstoff für das IoT

Damit von Daten aus dem Internet der Dinge in Unternehmensprozessen profitiert und neue Geschäftsmodelle etabliert werden können, muss die ERP-Software von jedem Ort, zu jeder Zeit und von jedem Endgerät aus erreichbar sein. Unter den Devices werden in diesem Zusammenhang nicht nur Smartphones, Desktop-PCs oder Laptops verstanden, sondern eben auch intelligente weitere Geräte wie beispielsweise ein Sensor in einem Reifen, der einen Schaden meldet. Den sichersten und einfachsten Zugang bieten dabei cloudbasierte ERP-Systeme. Diese sind nicht nur über das Internet beziehbar, sondern durch Betrieb in zertifizierten Rechenzentren hochverfügbar und besonders sicher.

Skalierbare, leistungsstarke IT-Infrastruktur wird benötigt

Neben der Hochverfügbarkeit von ERP-Systemen benötigt es vor allem auch eine leistungsfähige IT-Infrastruktur, die in Echtzeit die unstrukturierten Daten in Form von Business Prozessen verarbeiten kann. Dabei müssen diese IT-Infrastrukturen auch je nach Bedarf skalierbar sein, um auf Leistungsspitzen oder Wachstum flexibel reagieren zu können. Auch diese Anforderungen sprechen für ein ERP aus der Cloud, denn in einem Rechenzentrum ist Skalierbarkeit stets gegeben.

Von der Vision zur Realität

Das Internet of Things steht zweifelsohne erst in den Anfängen, es ist in vielen Fällen noch nicht absehbar, welche Technologien auf den Markt kommen werden und wie Unternehmen davon profitieren können. Zweifelsohne werden sich durch jedes neue intelligente Gerät aber auch für KMU völlig neue Geschäftsmodelle und Tätigkeitsbereiche auftun. Um vom Internet der Dinge profitieren zu können, müssen Unternehmen aber heute bereits die Weichen für die Zukunft stellen. Dabei ist ein ERP aus der Cloud die zukunftssichere Wahl, da Hochverfügbarkeit, Sicherheit, Skalierbarkeit und Integration Grundeigenschaften dieser Technologie sind.