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Mobile Datenerfassung in der Logistik

von David Lauchenauer am 31.01.2020

Zeit, Qualität und Kosten bilden die Messgrößen, an welchen die Effizienz von Logistikprozessen im Unternehmen gemessen werden. Vor dem Hintergrund sinkender Margen und steigender Kundenansprüche ist der Wettbewerbsdruck im Umfeld von E-Commerce und globalem Handel für viele KMU enorm. Als Antwort auf diese Herausforderungen werden Logistikprozesse optimiert, automatisiert und in hohem Masse digitalisiert. Warum die mobile Datenerfassung dabei eine Schlüsselrolle spielt, lesen Sie in diesem Beitrag. 
 
Vorteile bei Kosten, Zeit und Qualität 
Frühere Logistikprozesse waren in der Regel sehr papierlastig. Warenbegleitscheine, Kommissionierlisten sowie unzählige Handnotizen galten lange als unverzichtbar (und sind es leider in einigen Betrieben immer noch). Mobile Anwendungen und Geräte, welche speziell für die Logistikbereiche konzipiert sind, haben längst einen Paradigmenwechsel eingeleitet. Die Vorteile mobiler Daten liegen auf der Hand: 
 
- Papierlisten, Notizzettel und Formulare werden durch ein einheitliches System ersetzt. 
- Medienbrüche und Fehlerquellen, z.B. beim Übertrag von Inventurzähllisten ins ERP, verschwinden. 
- Laufwege werden reduziert oder entfallen ganz. 
- Die Kommunikation zwischen Lager, Vertrieb, Einkauf, Finanzen usw. wird vereinfacht. 
- Im ganzen Betrieb können Echtzeit-Daten gemeinsam genutzt werden. 
- Lagerbewegungen werden schneller erfasst (z.B. durch Barcodes), die entsprechenden Waren sind jederzeit im System lokalisierbar. 
 
Anwendungsbeispiele aus der Praxis 
Bei der Einlagerung, Umlagerung, Auslagerung und bei Abfragen von Lagerplätzen leisten mobile Datenerfassungsgeräte (MDE) wertvolle Dienste. Nachfolgend einige Beispiele aus der Praxis: 
 
- Die Erfassung von Warenlieferungen ist einfach und unkompliziert. Die Zuordnung von Lagerplätzen wird entweder direkt auf dem MDE angezeigt oder kann manuell eingegeben werden. In beiden Fällen landen die Daten im zentralen ERP-System, wo sie sofort für alle Mitarbeitenden, auch im Backoffice, zur Verfügung stehen.  
- Bei der internen Umlagerung, z.B. von Paletten auf einen anderen Lagerplatz, wird die Transaktion über das MDE eingescannt. Auf diese Weise lässt sich jederzeit nachvollziehen, wo sich welche Ware gerade befindet und welche Mengen oder Chargen vorhanden sind.   
- Stellt ein Lagermitarbeiter Unstimmigkeiten bei Lagerplätzen oder -mengen fest, kann er diese direkt über das MDE im System korrigieren. Dadurch erhöht sich die Aussagekraft über die effektiv vorhandenen Bestände. Und die berüchtigten Suchaktionen im Lager («Ich weiß es gibt davon noch eine Kiste, aber wo habe ich diese zuletzt gesehen?») entfallen. 
- Anknüpfend an das vorherige Beispiel können Inhalte und Mengen mittels einfachem Scan im Lager direkt vor Ort abgefragt werden. So lässt sich leicht feststellen, was sich gerade auf diesem Lagerplatz befindet. 
- Die Kommissionierung von Artikeln, z.B. für die Produktion oder den Versand, gilt inzwischen als Paradebeispiel für die mobile Datenerfassung. Die Lagermitarbeitenden erhalten den Kommissionierauftrag mit optimiertem Laufweg direkt auf ihrem mobilen Gerät angezeigt. Der korrekte Lagerplatz kann mittels MDE geprüft und die entsprechende Entnahmemenge erfasst werden. Sobald der Vorgang abgeschlossen ist, wird die nächste Position automatisch angezeigt. 
 
Einführung und Nutzung – gut zu wissen 
Damit die Vorteile der mobilen Datenerfassung auch wirklich zum Tragen kommen, sollten diesen drei Bereichen besondere Beachtung geschenkt werden: 
 
Geräte- und Netzwerktechnologie 
Um die Anforderungen im Lagerbereich zu erfüllen, müssen die eingesetzten Geräte (Handhelds, Tablets usw.) ausreichend robust sein und über eine genügende Akku-Laufleistung verfügen. Moderne Geräte verwenden Web-Technologien und lassen sich auch über die Cloud nutzen. Zukunftssicherheit, Flexibilität und Plattformunabhängigkeit sind wichtige Kriterien, um einen langfristigen Investitionsschutz zu gewähren.  
 
Funktionalität und Anwendbarkeit 
Für die Lagermitarbeitenden ist es wichtig, dass die MDE-Anwendungen intuitiv und einfach zu bedienen sind und auch unter erschwerten Bedingungen (z.B. Tiefkühllager, Nässe, Dunkelheit) funktionieren. Zusätzliche Funktionen (Übersicht über geplante Lagereingänge und -ausgänge, Rückstände, Retouren, Anbindung an optische Kommissionierhilfen usw.) bieten einen zusätzlichen Mehrwert. 
 
Prozess- und Systemintegration 
Dank der Integration in die vorhandenen Unternehmensanwendungen (z.B. ERP-SystemE-Commerce) entfallen Schnittstellen. Dadurch lassen sich bereichsübergreifende Prozesse optimal unterstützen und automatisieren. Eine sorgfältige Analyse der MDE-Möglichkeiten unter Berücksichtigung der vor- und nachgelagerten Geschäftsprozesse lohnt sich. 

Über den Autor: Dr. Robert Meyer

Dr. Robert Meyer ist seit 2011 Geschäfts­führer der myfactory International GmbH. Seine Leiden­schaft ist die Vermarktung von moderner Cloud ERP-Software über Online-Medien und Partner­vertrieb. Im Mittelpunkt steht bei ihm immer das Wohl von Anwendern, die eine funktional ausgereifte, leicht zu in­di­vidualisierende, intuitiv zu bedienende, auf allen Devices verwendbare, und mobil ein­setzbare Unternehmens-Software benötigen.

Über den Autor: Rainer Giersbach

Rainer Giersbach stieg 2000 in die IT-Branche über eine technische Hotline zu kfm. Unternehmens­software ein, wenig später übernahm er das Produkt Management für diesen Bereich. 2006 stieß er im Zuge einer Recherche zum Thema "Online-Warenwirtschaft" auf myfactory. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und seit 2007 gestaltet er als Program Manager die myfactory Software aktiv mit.

Über den Autor: Timo Bärenklau

Nach seinem erfolgreichen Studium mit Abschluss als Bachelor of Engineering im Studiengang „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ stieß Timo Bärenklau als Lead Spezialist zur myfactory International GmbH hinzu. Schon während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für Vertriebsoptimierung, besonders im Hinblick auf CRM-Systeme. Auch seine Bachelor-Arbeit hatte CRM als Schwerpunkt. Seit 2012 betreut er maßgeblich die Leadqualifizierung bei myfactory.

Über den Autor: Tobias Korch

Tobias Korch arbeitet seit März 2011 bei myfactory als Software-Entwickler. Seine Schwerpunkte sind die Produktionsplanung (PPS) und das Modul eCommerce. Er ist ein engagierter Verfechter des myfactory-Konzeptes EasyRelease, mit dem Partner updatesichere Zusatzprogramme zur myfactory Business Software erstellen können. Bei Partnern und Partner-Interessenten sind deshalb seine Programmierer-Schulungen und unterstützende Coachings sehr gefragt. Durch seine vieljährigen Praxiserfahrungen mit komplexen Softwareprojekten hat er den Kontakt zum Mittelstand und das Verständnis für Anforderungen und Problemstellungen der Unternehmen und Anwender. Wenn es nichts zu tun gibt (gibt es das eigentlich?) dann kümmert er sich um seine Familie, macht Musik oder interessiert sich für alles was mit IT zu tun hat.

Über den Autor: Jan Schweighart

Jan Schweighart arbeitete nach einem Software Engineering Studium an der Hochschule Konstanz als Software Entwickler für einen Software Dienstleister. Überzeugt von Produkt und Mentalität, kam er Ende 2013 zu myfactory wo er heute schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung von myfactory.CRM arbeitet. Herr Schweighart hatte früher mal Hobbies, Freunde und ein soziales Leben, so wird zumindest berichtet. Heute ist er Vater einer kleinen Tochter ;)

Über den Autor: Dr. Mathias Hamp

Dr. Mathias Hamp ist Kommunikations- experte und entwickelt Kommunikations- strategien zur Vermarktung von Ideen, Waren und Marken. Seit 2015 verantwortet er für myfactory den Bereich Online Marketing.

Über den Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe.

Über den Autor: Stefan Girschner

Stefan Girschner (* 1967) berichtet als Fachjournalist seit vielen Jahren über Neuheiten und Trends in der IT-Branche. Seine journalistische Laufbahn startete er 1999 bei der Fachzeitschrift e-commerce magazin (ehemals IWT Magazin Verlag), wo er bis 2003 als Redakteur tätig war. Seit 2004 ist er freiberuflich für verschiedene Fachzeitschriften und Online-Portale in den Bereichen Unternehmens-IT, Computing sowie Wirtschaft und Industrie tätig. Darüber hinaus arbeitet er als Lektor und in der Schlussredaktion für Verlage und Agenturen. Von 2010 bis 2016 hatte er die redaktionelle Leitung des Digitalbusiness Magazin (WIN-Verlag) inne. Seit 2016 schreibt er wieder verstärkt für bekannte IT-Fachzeitschriften und -Portale.

Über die Autorin: Sandra Bültermann

Sandra Bültermann (*1975) ist seit 1999 als Technische Redakteurin tätig. Als langjährige Mitarbeiterin bei Fachzeitschriften, Agenturen und Softwareunternehmen verfügt sie über umfassende Kenntnisse in den Bereichen IT, Kommunikation und Contentmanagement. Ihre Kernkompetenz liegt darin, komplexe, technische Themen verständlich und zielgruppenorientiert aufzubereiten.
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