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So kann ein ERP die Preisgestaltung unterstützen

von David Lauchenauer am 10.02.2017

Die Preisgestaltung für Produkte und Dienstleistungen ist zweifelsohne ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmens- und Marketingstrategie. Früher übliche Modelle wie die „Kosten plus Marge“-Preiskalkulation sind dabei einfache Methoden zur Ermittlung von Verkaufspreisen, die jedoch heutigen Anforderungen nicht mehr Genüge tun. Eine moderne Preisgestaltung ist wesentlich spezifischer und exakter möglich, da umfangreiche Daten aus dem ERP-System zur Verfügung stehen. Auf dieser Basis erfüllen Preise die zugesagte Rolle im Marketing-Mix und unterstützen so das Erreichen der Unternehmensziele. 

Strategische Einflussnahme auf die Preisgestaltung

Die Unternehmens- sowie die Marketingstrategie sind Grundlage und entscheidende Bestandteile bei der Preisgestaltung von Produkten und Services gleichermaßen. Neben der Kostendeckung und dem angestrebten Gewinn ist diese Basis von enormer sowie stetig wachsender Bedeutung für die Preisfindung. Es werden dabei zuvor definierte Marketingziele, welche unter anderem die Preisführerschaft als auch die Einführung gänzlich neuer Produkte und Dienstleistungen miteinbezieht, berücksichtigt.
 
Für die Erschließung zusätzlicher Marktanteile, was heutzutage immer häufiger mit höchster Priorität angestrebt wird, werden so zunehmend auch Risiken und eventuelle Verluste beim Profit in Kauf genommen, insbesondere in den sogenannten „Winner-takes-all“-Märkten. So liefern sich immer häufiger Startups waschechte Kundenschlachten, wenn es beispielsweise um Food-Lieferdienste oder Makler-Services geht – meistens auf Kosten der Profitabilität der Unternehmen selbst.

Preisgestaltung mittels ERP

Viele verschiedene Daten fließen in die Preisgestaltung mit ein: unterschiedliche Bestellmengen, Regionen, Zielgruppen, bisherige Einkäufe – um nur einige Aspekte zu nennen. Diese und weitere Informationen sind wichtige Faktoren zur Preisfindung. Daher gilt: Je individueller ein Preis für einen Kunden bestimmt wird, desto attraktiver wird dieser für den Interessenten. Auf diese Weise lassen sich dann spezielle Rabatte, Staffelungen, Coupons, Flatrates und weitere Aktionen ganz gezielt einsetzen, um den Absatz anzukurbeln.
 
Daten sammeln, analysieren, auswerten und transparent darstellen sind Kernaufgaben einer ERP-Software. Denn nur mit einer fundierten Datenbasis lässt sich präzise herausfinden, ob besondere Rabattaktionen und spezielle Angebote auch von Erfolg gekrönt waren, um so die Preisfindung zu optimieren. Damit all dieses von dem ERP-System auch bewerkstelligt werden kann, sollte die Software über 3 essenzielle Funktionen verfügen:
  • Umfangreiche Stammdatenverwaltung: Aktuelle Informationen über Produkte/Dienstleistungen und Kunden sind essenziell notwendig für eine individuelle Preisfindung.
  • Detaillierte Bewegungsdaten: Aufträge, Kontakte und Lagerbestände müssen flexibel mit den Stammdaten und den unterschiedlichen Preismodellen in Verbindung gebracht werden, um Rückschlüsse zu ziehen.
  • Funktionsumfang: Das ERP-System sollte alle benötigten Funktionalitäten für den Datenaustausch und -abgleich, beispielsweise mit einem Online-Shop, bereitstellen. Je nach Geschäftsmodell sollten darüber hinaus auch Direktverkäufe am Point of Sale (POS) unterstützt werden – und das auch mobil außerhalb von Ladengeschäften. Gibt es zudem ausrechend Möglichkeiten zur Auswertung und Analyse aller Geschäftsvorfälle? Stellen Sie sicher, dass das gewünschte ERP einen kompletten Funktionsumfang für Ihre Anforderungen bereithält.
Resultierend aus dem Einsatz eines geeigneten ERP-Systems bei der Preisfindung kann einerseits eine extrem hohe Transparenz im Bezug auf die Kostendeckung und den Gewinn erzielt werden. Andererseits werden mittels ERP-Software die zahlreich zu berücksichtigen Faktoren, darunter z.B. alle aktuellen unternehmensrelevanten Daten aus sämtlichen Geschäftsbereichen, bei der Preisgestaltung so vereinfacht, dass eine effiziente Preisfindung erst möglich wird.

Das ERP als Single Data Source für den Online-Shop

In vielerlei Hinsicht ist in der heutigen Zeit E-Commerce und der Online-Shop als digitaler Absatzmarkt für viele Unternehmen Gold wert und geradezu unerlässlich, möchte man nicht vom Wettbewerb eingeholt oder gar verdrängt werden. Es existieren bereits zahlreiche Erweiterungen, Add-ons und Plug-ins für die gängigsten E-Commerce Plattformen. Der Datenabgleich spielt dabei jedoch eine zentrale Rolle. Nutzt der Anwender ein von der eigentlichen ERP-Software unabhängiges E-Commerce System, kann der Datenabgleich der beiden Systeme äußerst aufwändig werden.
 
Das Zusammenspiel von ERP und Shop-System ist extrem komplex und oft eine wirkliche Herausforderung in puncto Preisgestaltung. Viele einzelne Faktoren sind hierbei zu berücksichtigen, darunter z.B., Preise, Konditionen, Lagerbestände oder sämtliche Produktbeschreibungen. Nur wenn alle Informationen vollständig vorhanden und in einem System zusammengeführt werden, ist eine wirklich gute Basis für die Auswertungen zur Preisfindung gewährleistet. Vorteilhaft ist an dieser Stelle der Einsatz eines ERP-Systems mit integrierten Online-Shop. Dank der einheitlichen Datenbasis kann so ohne Zeitverlust und komplizierten Schnittstellen direkt auf alle Informationen zugegriffen werden, Workflows ermöglichen einen hohen Grad der Prozess-Automatisierung. Dieses Zusammenspiel fördert eine smarte Preisgestaltung, bei der auch Produktionsfaktoren wie die aktuelle Auslastung mit einbezogen werden können. 

Mehrwert von ERP-Software und einheitlichen Daten

Die Preisgestaltung, auch unter Berücksichtigung verschiedenster Prämissen, ist nach wie vor ein komplexes und anspruchsvolles Thema. Durch die Nutzung eines modernen ERP-Systems kann dieser Prozess vereinfacht und durch viele Informationen optimiert werden. Der große Vorteil eines effizienten ERP-Systems bei der Preisgestaltung ist die äußerst hohe Transparenz hinsichtlich der Kostendeckung. Darüber hinaus lassen sich zudem extrem komplizierte Preisstrukturen spezifisch erstellen und automatisiert individuelle Konditionen sowie Preisstrukturen abbilden. Dieses Vorgehen schafft Wettbewerbsvorteile über alle Kanäle hinweg.

Über den Autor: Dr. Robert Meyer

Dr. Robert Meyer ist seit 2011 Geschäfts­führer der myfactory International GmbH. Seine Leiden­schaft ist die Vermarktung von moderner Cloud ERP-Software über Online-Medien und Partner­vertrieb. Im Mittelpunkt steht bei ihm immer das Wohl von Anwendern, die eine funktional ausgereifte, leicht zu in­di­vidualisierende, intuitiv zu bedienende, auf allen Devices verwendbare, und mobil ein­setzbare Unternehmens-Software benötigen.

Über den Autor: Rainer Giersbach

Rainer Giersbach stieg 2000 in die IT-Branche über eine technische Hotline zu kfm. Unternehmens­software ein, wenig später übernahm er das Produkt Management für diesen Bereich. 2006 stieß er im Zuge einer Recherche zum Thema "Online-Warenwirtschaft" auf myfactory. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und seit 2007 gestaltet er als Program Manager die myfactory.BusinessWorld aktiv mit.

Über den Autor: Timo Bärenklau

Nach seinem erfolgreichen Studium mit Abschluss als Bachelor of Engineering im Studiengang „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ stieß Timo Bärenklau als Lead Spezialist zur myfactory International GmbH hinzu. Schon während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für Vertriebsoptimierung, besonders im Hinblick auf CRM-Systeme. Auch seine Bachelor-Arbeit hatte CRM als Schwerpunkt. Seit 2012 betreut er maßgeblich die Leadqualifizierung bei myfactory.

Über den Autor: Tobias Korch

Tobias Korch arbeitet seit März 2011 bei myfactory als Software-Entwickler. Seine Schwerpunkte sind die Produktionsplanung (PPS) und das Modul eCommerce. Er ist ein engagierter Verfechter des myfactory-Konzeptes EasyRelease, mit dem Partner updatesichere Zusatzprogramme zur myfactory Business Software erstellen können. Bei Partnern und Partner-Interessenten sind deshalb seine Programmierer-Schulungen und unterstützende Coachings sehr gefragt. Durch seine vieljährigen Praxiserfahrungen mit komplexen Softwareprojekten hat er den Kontakt zum Mittelstand und das Verständnis für Anforderungen und Problemstellungen der Unternehmen und Anwender. Wenn es nichts zu tun gibt (gibt es das eigentlich?) dann kümmert er sich um seine Familie, macht Musik oder interessiert sich für alles was mit IT zu tun hat.

Über den Autor: Jan Schweighart

Jan Schweighart arbeitete nach einem Software Engineering Studium an der Hochschule Konstanz als Software Entwickler für einen Software Dienstleister. Überzeugt von Produkt und Mentalität, kam er Ende 2013 zu myfactory wo er heute schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung von myfactory.CRM arbeitet. Herr Schweighart hatte früher mal Hobbies, Freunde und ein soziales Leben, so wird zumindest berichtet. Heute ist er Vater einer kleinen Tochter ;)

Über den Autor: Dr. Mathias Hamp

Dr. Mathias Hamp ist Kommunikations- experte und entwickelt Kommunikations- strategien zur Vermarktung von Ideen, Waren und Marken. Seit 2015 verantwortet er für myfactory den Bereich Online Marketing.

Über den Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe.

Über den Autor: Stefan Girschner

Stefan Girschner (* 1967) berichtet als Fachjournalist seit vielen Jahren über Neuheiten und Trends in der IT-Branche. Seine journalistische Laufbahn startete er 1999 bei der Fachzeitschrift e-commerce magazin (ehemals IWT Magazin Verlag), wo er bis 2003 als Redakteur tätig war. Seit 2004 ist er freiberuflich für verschiedene Fachzeitschriften und Online-Portale in den Bereichen Unternehmens-IT, Computing sowie Wirtschaft und Industrie tätig. Darüber hinaus arbeitet er als Lektor und in der Schlussredaktion für Verlage und Agenturen. Von 2010 bis 2016 hatte er die redaktionelle Leitung des Digitalbusiness Magazin (WIN-Verlag) inne. Seit 2016 schreibt er wieder verstärkt für bekannte IT-Fachzeitschriften und -Portale.

Über die Autorin: Sandra Bültermann

Sandra Bültermann (*1975) ist seit 1999 als Technische Redakteurin tätig. Als langjährige Mitarbeiterin bei Fachzeitschriften, Agenturen und Softwareunternehmen verfügt sie über umfassende Kenntnisse in den Bereichen IT, Kommunikation und Contentmanagement. Ihre Kernkompetenz liegt darin, komplexe, technische Themen verständlich und zielgruppenorientiert aufzubereiten.
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