3 Strategien, wie KMU im Handel trotz Wandel & Krisen bestehen können

Tipps für KMU im Handel

Grenzenlos entfesselt und an Grenzen gestoßen: Der Handel ist seit der Jahrtausendwende einer großen Veränderung unterworfen. Onlineshopping und Globalisierung haben alles verändert. Dieser Wandel hat sich in den 2020er Jahren nochmal beschleunigt – und zuletzt verschärft. Kaufkraft, Krisenstimmung, Wettbewerbsdruck sind große Wellen und Windböen, welche die kleinen meist am stärksten treffen. Doch gerade kleine und mittelständische Unternehmen mit Handelsschwerpunkt können vorsorgen und sich vor Krisen schützen– mithilfe der Digitalisierung. 

Analyse Onlinehandel 2026

Nachdem der Onlinehandel lange ein Wachstumstreiber war, hat die weltweite Vernetzung mittlerweile zu einer großen Dynamik geführt. Internationale Märkte sorgen für Konkurrenz, gleichzeitig ist freier Handel durch z.B. Zoll- oder Sanktionspolitik eingeschränkt. Einerseits steigen die Umsätze im Online- und Versandhandel, es erhebt sich andererseits aber auch die Konkurrenz neuer Player: So waren asiatische Händler zuletzt die größten Wachstumstreiber im Online-Handel, z.B. chinesische Onlineshops wie Temu, Shein oder AliExpress. Auch Wiederverkäufe erfreuten sich zunehmender Beliebtheit. In der Schweiz und Österreich zeigen sich beide Entwicklungen ebenfalls deutlich.

Wie können Händler diesen Herausforderungen begegnen? 

Strategien für den Umgang mit internationalem Web-Wettbewerb


Eine einfache Bestellmöglichkeit mit schnellen Prozessen ist die beste Versicherung gegen die Konkurrenz aus dem World Wide Web. Hinzu kommen Sicherheits- und Qualitätsversprechen, mit denen Hersteller aus dem deutschsprachigen Raum besonders punkten können: Europäische Datenschutzstandards, sichere Zahlungsprozesse, bewährt Qualität wie Made in Germany oder Swiss made. 

Strategien für die Nachfrage nach Gebrauchtwaren

Der gestiegene Absatz im Wiederverkauf zeigt wiederum, dass kreative Geschäftsmodelle rund um Nachhaltigkeit sich durchaus lohnen. Händler können zum Beispiel Services in ihr Angebot aufnehmen. Wie wäre es mit Reparatur der verkauften Maschine und ein Abo für Wartung oder Nachschublieferung? Solche Konzepte tragen zur langfristigen Kundenzufriedenheit und Kundenbindung bei und geben dem Händler ein zweites Standbein.

Analyse Stationärer Handel 2026

Der stationäre Handel steht angesichts der Beliebtheit der Onlinekanäle schon seit vielen Jahren unter Druck. So bleiben stationär relevante auch 2025 im Minus. Bequemlichkeit mit Schicks-Zurück-Option ohne Ladenöffnungszeiten machen den Geschäften zu schaffen. 

Strategien für den Filialhandel

Für Händler mit Filialgeschäft empfiehlt sich eine enge Verzahnung von Onlineshop und stationärem Handel. Ein Onlineshop sollte dabei immer in die Überlegungen einbezogen werden. Omnichannel lautet das Zauberwort – also das übergreifende Einkaufserlebnis, bei dem alle Kanäle zusammenspielen. Mit einem modernen ERP lassen sich Webshop und stationäre Kasse ideal verzahnen und die Angebote gleichzeitig ausspielen. Dabei gilt es voll auf die Vorteile der jeweiligen Kanäle zu setzen: Die persönliche Betreuung und Beratung vor Ort statt dem Scrollen durch anonyme Kommentarlisten, das haptische Erlebnis, ein Produkt in den Händen zu halten und zu testen und es mit einem anderen Produkt zu vergleichen. Gerade hier haben KMU große Chancen, da sie in der Regel spezialisiert sind und somit eine Expertise besitzen, mit der die großen Gemischtwarenportale und Online-Basare nicht mithalten können. Neben der fachgerechten Beratung können auch Services wie eine Reparatur direkt vor Ort nach dem Motto „eben gebracht – gleich gemacht“ oder besondere Produktvorführungen stehen. Läden können zum Beispiel auch mit regionalen Produkten punkten oder einer verlässlichen Auswahl von Qualitätsprodukten, wo die Onlineriesen alles unter einem Suchbegriff durcheinanderwerfen.

Handel

Digitalisierung im Handel

Für den Kunden sieht alles immer so einfach aus. Er streift durch einen Laden oder scrollt durch einen Online-Shop, sucht sich Produkte aus, geht zur Kasse oder klickt den Warenkorb und bezahlt. Dabei ist Handel für kleine und mittelständische Unternehmen ein Geschäft, hinter dem komplexe Prozesse stehen. Waren müssen beschafft, erfasst und gelagert werden. Preise müssen ermittelt, die Waren ausgezeichnet, präsentiert und – möglicherweise über mehrere Filialen - verkauft werden. Ist die Nachfrage nach bestimmten Produkten groß, gilt es, schnell für Nachschub zu sorgen. Daher sind auch Lieferanten- und Kundendaten datenschutzkonform zu verwalten, ohne den Zugriff zu erschweren.  

Schon für kleine Unternehmen ist ein Warenwirtschaftssystem also unverzichtbar, mit dem Wareneingänge und Warenausgänge sowie Lagerbestände im Blick bleiben. Doch das ist noch lange keine Garantie, dass alle Beteiligten auf dem neuesten Stand sind. Zumal, wenn neben dem Direktvertrieb auch Außendienst und Wiederverkauf ins Spiel kommen. Und erst recht, wenn Waren online gehandelt werden. Unabhängig davon, ob ein Online-Shop als Ergänzung des stationären Handels oder in Reinform betrieben wird, wird er meist mit einem eigenen System verwaltet. Und wenn die Präsenz auf verschiedenen Plattformen nötig ist? Spätestens dann geht der Überblick gerne mal verloren. Was können KMU aus dem Handelsbereich tun?

  • Prozesse digitalisieren  
  • Marketing, Vertrieb und Service einbinden
  • E-Commerce professionalisieren
  • Medienbrüche vermeiden
  • Daten in Echtzeit verfügbar machen  
  • Integrierte Systeme ohne Insellösungen nutzen

Digitales Tor zu vielen Möglichkeiten

Es gibt also eine ganze Reihe an Chancen für Händler. Nahezu alle diese Lösungsideen lassen sich durch Digitalisierung recht schnell und einfach umsetzen. Die Digitalisierung ermöglicht neue Vertriebswege, neue Geschäftsmodelle und verändert gleichzeitig das Konsumverhalten.

Omnichannel ist einfach möglich mit einem ERP wie Myfactory Cloud ERP, das Webshops und Portale, Kassensystem und CRM beinhaltet. Damit lassen sich auch Portale für B2B und B2C oder Partner ins Leben rufen, über welche neben Produkten auch Services abgewickelt werden können. Moderne ERP-Systeme wie Myfactory bieten genau dadurch eine umfassende, tiefgreifende Unterstützung. 

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