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Produktionsplanung für kleine Fertiger: So bekommen Sie Stücklisten und Ressourcen endlich in den Griff

Bauteile fehlen am Tag des Produktionsstarts, Maschinen stehen still oder sind doppelt verplant, Stücklisten existieren in drei verschiedenen Excel-Versionen und auf einem Notizzettel an der Werkbank. In vielen kleinen Fertigungsbetrieben ist genau das Alltag – nicht, weil das Team schlecht arbeitet, sondern weil die zugrunde liegenden Strukturen mit der gestiegenen Komplexität nicht mehr Schritt halten. Wer Aufträge zuverlässig durchsteuern, Margen halten und Liefertermine wieder belastbar zusagen will, braucht mehr als gute Vorsätze – er braucht ein System, das Stücklisten, Material, Kapazitäten und Termine in einem konsistenten Datenmodell zusammenführt.

Was ist Produktionsteuerung
ERP-Software für den Sondermaschinenbau6

Warum Produktionsplanung in kleinen Fertigungen so oft kippt

Kleine Fertigungsbetriebe leben von Flexibilität. Genau diese Flexibilität wird ihnen aber zur Falle, sobald die Anzahl an Varianten, Baugruppen und Kundenwünschen steigt. Was mit einer überschaubaren Produktpalette und gepflegten Excel-Listen jahrelang funktioniert hat, gerät spätestens dann an die Grenzen, wenn mehrere Aufträge parallel laufen, Lieferketten unzuverlässiger werden und gleichzeitig Fachkräfte fehlen, die ihr Wissen ohnehin meist „im Kopf" tragen. Hinzu kommt: Kunden erwarten heute kürzere Lieferzeiten, höhere Variantenvielfalt und gleichzeitig stabile Preise – Anforderungen, die mit gewachsenen, halbmanuellen Strukturen kaum noch zu bedienen sind, ohne dass an anderer Stelle etwas reißt.

In der Praxis zeigt sich das immer wieder im selben Muster: Der Vertrieb sagt einen Liefertermin zu – basierend auf einem Bauchgefühl und in der Hoffnung, dass „es schon irgendwie klappt". Die Arbeitsvorbereitung erstellt die Stückliste in Excel, kopiert sie aus einem ähnlichen Auftrag und passt sie manuell an, ohne dass jemand systematisch prüft, ob alle Änderungen aus der Konstruktion auch wirklich übernommen wurden. Der Einkauf bestellt, was scheinbar fehlt, oft mit einem Sicherheitspuffer „aus Erfahrung" – und ohne zu wissen, ob ein anderes Bauteil im Regal liegt, weil ein parallel laufender Auftrag verschoben wurde. Am Tag des Produktionsstarts stellt der Meister fest: Ein Bauteil ist trotzdem nicht da, eine Maschine ist parallel für einen anderen Auftrag eingeplant, die Stückliste auf dem Hallenausdruck ist eine Version älter als die im Büro, und der Kollege, der die letzte Anpassung kannte, ist im Urlaub. Das Ergebnis ist nicht ein einzelner Fehler – es ist ein systemisches Chaos, das sich täglich wiederholt und an dem keine einzelne Person „schuld" ist, weil das Problem strukturell verankert ist.

Typische Warnsignale, dass die Produktionsplanung an ihre Grenzen stößt

Probleme in der Fertigungssteuerung zeigen sich meist lange, bevor sie in der GuV sichtbar werden. Wer eines oder mehrere der folgenden Symptome im Alltag wiedererkennt, plant nicht mehr – er reagiert nur noch:

  • Bauteile fallen erst beim Produktionsstart als fehlend auf, obwohl sie laut Liste „bestellt" wurden.
  • Stücklisten existieren in mehreren Versionen parallel: Excel, PDF, Notizen am Arbeitsplatz, Konstruktions-Tool.
  • Maschinenauslastung ist nur über Zuruf, Whiteboard oder Excel-Tabelle abbildbar – belastbare Prognosen fehlen.
  • Der Meister verbringt mehr Zeit mit „Suchen und Klären" als mit echter Fertigungssteuerung.
  • Liefertermine werden regelmäßig nachverhandelt, weil die Anfangsplanung an der Realität scheitert.
  • Nachkalkulationen zeigen, dass viele Aufträge defizitär waren – aber niemand weiß, an welcher Stelle die Marge verloren ging.
  • Mitarbeitende greifen zu Workarounds (eigene Listen, eigene Logiken), weil das System keine verlässliche Grundlage liefert.

Diese Signale sind keine „weichen" Themen. Sie sind die Frühindikatoren für Liefertreue, Kundenzufriedenheit und Profitabilität.

Warum gerade kleine Fertiger so oft in genau dieses Chaos laufen

Das eigentliche Problem ist selten Faulheit oder Unfähigkeit – es ist ein gewachsener Strukturmix, der irgendwann nicht mehr trägt. Vier Ursachen kommen in der Praxis besonders häufig zusammen.

1. Daten leben in Silos, nicht in einem System. Stücklisten liegen in Excel oder im CAD, Lagerbestände in der Warenwirtschaft, Kundenaufträge im CRM oder im E-Mail-Postfach, Maschinendaten auf einem Whiteboard. Jede Abteilung pflegt ihre eigene Wahrheit – und keine davon ist vollständig. Sobald sich ein Wert ändert (Variante, Liefertermin, Bestand), wandert die Änderung nicht automatisch in alle anderen Systeme, sondern muss mündlich oder per Mail nachgezogen werden. Genau hier entstehen Medienbrüche, von denen branchenübergreifend bekannt ist, dass sie zu Fehlern, Doppelarbeit und Verzögerungen führen.

2. Stücklisten sind nicht als ERP-Datenbasis gedacht. Eine Stückliste ist im ERP-Kontext keine passive Liste, sondern der zentrale Datenbaustein für Materialbedarfsplanung, Fertigungssteuerung und Kalkulation. Solange sie nur in Excel oder im Kopf existiert, fehlt sie als Grundlage für Disposition, Bestellvorschläge und Kapazitätsplanung. Fehlerhafte oder unvollständige Stücklisten gelten dementsprechend als einer der häufigsten Gründe, warum ERP-Projekte in produzierenden Unternehmen ins Stocken geraten – Stammdatenqualität ist Voraussetzung, keine Nacharbeit. 

3. Es fehlt ein durchgängiges Kapazitäts- und Termingerüst. Ohne integrierte Plantafel weiß niemand verlässlich, wie eine Maschine in den nächsten zwei Wochen ausgelastet ist, ob ein neuer Auftrag eingeschoben werden kann oder welche Folgekosten ein „Mal eben dazwischenschieben" hat. Vorwärts- und Rückwärtsterminierung, Ressourcenprüfung, Materialverfügbarkeit – all das bleibt Schätzung, solange es nicht systemisch verbunden ist.

4. Fremdfertigung und Variantenvielfalt erhöhen die Komplexität exponentiell. Sobald Teile extern gefertigt werden („verlängerte Werkbank"), Varianten in mehreren Stufen vererbt werden müssen oder Baugruppen je nach Bestand mal gefertigt, mal entnommen werden, wird der Aufwand für manuelle Steuerung unverhältnismäßig hoch. Excel skaliert hier nicht mehr.

Die Folge: Wer kein integriertes System hat, plant nicht – er reagiert. Und Reaktion ist im Fertigungsumfeld immer teurer als Planung.

Was Chaos in der Produktionsplanung wirklich kostet

Die operativen Symptome – fehlende Teile, stehende Maschinen, Stress in der Halle – sind nur die sichtbare Spitze. Wirtschaftlich entstehen die eigentlichen Schäden meist an anderer Stelle.

Liefertreue und Kundenvertrauen erodieren leise. Jede verschobene Lieferung kostet zunächst „nur" eine Mail. Auf Dauer sinkt die OTIF-Quote (On Time In Full), Kunden bauen Sicherheitspuffer in ihre eigene Planung ein oder suchen sich – im schlimmsten Fall – einen zweiten Lieferanten als Absicherung. Die Folgekosten verlorener Stammkunden übersteigen die scheinbaren Einsparungen aus manueller Planung um ein Vielfaches.

Marge verschwindet zwischen den Zeilen. Ohne verlässliche Nachkalkulation bleibt unklar, welche Aufträge tatsächlich profitabel sind. Überstunden, ungeplante Eilbestellungen, Express-Versand, Ausschuss durch falsche Stücklistenversionen und Maschinenstillstände summieren sich. Auf Auftragsebene wirken sie wie Kleinbeträge, auf Jahressicht ergibt sich daraus oft ein zweistelliger Margenverlust.

Working Capital wird unbemerkt gebunden. Wer aus Unsicherheit „lieber etwas mehr" bestellt, baut totes Kapital im Lager auf – Bauteile, die Liquidität binden, ohne kurzfristig in einen Auftrag zu fließen. Gleichzeitig fehlen ausgerechnet die kritischen Komponenten, die für laufende Aufträge nötig wären. Das ist der klassische Teufelskreis aus Überbeständen und Engpässen gleichzeitig.

Mitarbeitende verbrennen Energie an der falschen Stelle. Fachkräfte – ohnehin knapp – verbringen ihre Zeit mit Suchen, Klären, Rückfragen, statt mit Wertschöpfung. Das demotiviert, erhöht die Fluktuation und macht es schwerer, neue Mitarbeitende einzulernen, weil zentrales Wissen nicht im System, sondern in Köpfen liegt.

Skalierung wird zum Risiko statt zur Chance. Solange das Tagesgeschäft nur durch Erfahrung und Improvisation läuft, verträgt das System keinen zusätzlichen Auftrag. Wachstum führt nicht zu mehr Umsatz, sondern zu mehr Chaos. Genau das ist der Punkt, an dem viele kleine Fertiger spüren: „So wie bisher geht es nicht weiter."

Was eine moderne Produktionsplanung wirklich leisten muss

Die gute Nachricht: Das Problem ist lösbar – aber nicht mit einem weiteren Excel-Tab und auch nicht mit isolierten Insellösungen. Eine tragfähige Lösung muss vier Dinge gleichzeitig leisten:

  1. Eine einzige Datenquelle für Stücklisten, Material, Kapazitäten und Aufträge. Stücklisten müssen mehrstufig, versionierbar und mit Arbeitsgängen, Ressourcen und Zeiten hinterlegt sein – nicht als separate Liste, sondern als integraler Bestandteil des Produktionsauftrags.
  2. Automatische Materialdisposition entlang der Stückliste. Sobald ein Fertigungsauftrag angelegt ist, muss das System wissen, was wann in welcher Menge fehlt – und Bestellvorschläge nicht nach Bauchgefühl, sondern nach Bedarf, Lagerbestand und Wiederbeschaffungszeit erzeugen.
  3. Eine grafische, belastbare Kapazitätsplanung. Maschinen, Mitarbeiter, Vorrichtungen – sichtbar in einer Plantafel mit Auslastung in Prozent, mit Möglichkeit zur Vorwärts- und Rückwärtsterminierung und mit Simulation, was ein neuer Auftrag bedeutet, bevor er zugesagt wird.
  4. Durchgängige Verbindung von Auftrag → Fertigung → Lager → Buchhaltung. Damit der Vertrieb in Echtzeit sieht, ob ein Termin haltbar ist, der Einkauf, was bestellt werden muss, und die Geschäftsführung, ob die Fertigung profitabel läuft.

Ein modernes Cloud-ERP-System mit integriertem PPS-Modul leistet genau das – und macht aus dem reaktiven Tagesgeschäft eine planbare, wiederholbare Wertschöpfung.

erp fertigung

Wie Myfactory PPS kleine Fertiger im Alltag entlastet

Myfactory ist als Cloud-ERP speziell für kleine und mittelständische Unternehmen konzipiert und bündelt Warenwirtschaft, Produktion, Finanzbuchhaltung, CRM und E-Commerce in einer einzigen Anwendung – ohne Schnittstellen-Bastelei und ohne Insellösungen. Für Fertigungsbetriebe ist insbesondere das integrierte Modul Myfactory PPS (Produktionsplanung und ‑steuerung) relevant.

  • Mehrstufige Stücklisten als gepflegte Datenbasis. Stücklisten lassen sich in Myfactory als Kombination aus Materialien, Arbeitsgängen, Baugruppen und Informationspositionen frei und hierarchisch gliedern. Über Arbeitsgänge werden Ressourcen, benötigte Zeiten sowie pauschale oder zeitabhängige Kosten hinterlegt. Ein Aktualisierungsassistent für mehrstufige Stücklisten sorgt dafür, dass Änderungen konsistent durchgereicht werden – die „drei Excel-Versionen" gehören damit der Vergangenheit an.
  • Planungsmanager mit Plantafel und Ressourcen-Auslastung. Der Planungsmanager bietet eine übersichtliche Plantafel mit allen Aufträgen und der prozentualen Auslastung der Ressourcen. So wird sichtbar, welche Maschine wann in welchem Umfang verplant ist – und nicht erst, wenn am Morgen niemand frei ist.
  • Materialbereitstellung, Verfügbarkeitsexplorer und Disposition. Über den Verfügbarkeitsexplorer mit farblicher Kennzeichnung lässt sich für jedes Teil einer Stückliste auf einen Blick erkennen, ob es verfügbar, reserviert oder fehlend ist. Die Materialbereitstellung greift auf dieselbe Datenbasis zurück, sodass Engpässe sichtbar werden, bevor sie zum Stillstand führen.
  • Vorwärts- und Rückwärtsterminierung mit Terminsimulation. Liefertermine lassen sich nicht mehr nur „zusagen", sondern simulieren: Vom Wunschtermin rückwärts (Wann müssen wir spätestens starten?) oder vom Starttermin vorwärts (Wann sind wir fertig, wenn wir heute anfangen?). Produktionsdaten sind auf Knopfdruck abrufbar.
  • Vor- und Nachkalkulation pro Fertigungsauftrag. Jeder Auftrag ist damit nicht nur planbar, sondern auch auswertbar: Soll/Ist-Vergleich pro Fertigungsauftrag, Materialeinsatz, Arbeitsgangkosten – die Grundlage für eine ehrliche Bewertung, welche Aufträge sich wirklich lohnen.
  • Verlängerte Werkbank: Fremdfertigung sauber integriert. Auch externe Fertigungsschritte (verlängerte Werkbank) sind im Prozess abgebildet – inklusive Make-or-Buy-Logik auf Auftrags- oder Baugruppenebene, um Kapazitäten optimal auszulasten.
  • Rückverfolgbarkeit über Chargen und Seriennummern. Für Branchen mit Nachweispflicht oder hoher Qualitätsanforderung sind Chargen und Seriennummern durchgängig rückverfolgbar – vom Wareneingang bis zum verkauften Endprodukt.
  • Vollintegriert mit Warenwirtschaft, FiBu und CRM. Der entscheidende Hebel ist nicht das einzelne Modul, sondern die Integration: Vertrieb, Einkauf, Produktion und Buchhaltung arbeiten auf einer Datenbasis – ohne Medienbrüche, ohne doppelte Pflege, ohne Excel-Inseln.

 

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Stücklisten- und Fertigungssteuerung

Praxisbeispiel: Wie kleine Fertiger ihre Produktion mit Myfactory neu aufgestellt haben

Die folgenden Praxisbeispiele stammen aus der öffentlichen Myfactory-Referenzliste und stehen exemplarisch für genau das Szenario kleiner Fertiger mit gewachsenen Strukturen.

Heimgartner Fahnen AG – Fertigung, Webshop und CRM unter einem Dach. Das Schweizer Traditionsunternehmen produziert seit Jahrzehnten hochwertige Fahnen, Flaggen und Paramente, beschäftigt rund 50 Mitarbeitende und investiert jede Woche über 2.000 Stunden in Kreation, Produktion und Veredelung – 97 % der Wertschöpfung am Hauptsitz. Mit zunehmendem Erfolg konnte das vorhandene ERP nicht mehr mithalten: Abläufe sollten durchgängiger und effizienter werden, Medienbrüche komplett verschwinden und der Webshop voll integriert werden – inklusive Produktionsunterstützung und CRM. Heute steuert das Unternehmen seine Produktion, den integrierten Webshop und das CRM mit Myfactory. 

SEILTEC Seil- und Hebetechnik Schönebeck GmbH – vom manuellen Suchen zum digital gesteuerten Prozess. SEILTEC plant, liefert, montiert und prüft maßgeschneiderte Lösungen für alle Lasten und fertigt in der eigenen Werkstatt. Viele Arbeitsschritte – etwa die Artikelsuche – waren jahrzehntelang vollständig manuell. Im Zuge der ERP-Ablösung sollten der Einkauf über Bestellvorlagen und eine umfassende Disposition digital gesteuert werden. Seit 2024 läuft die komplette Prozesskette in Myfactory Cloud ERP, betreut durch den Umsetzungspartner escape-consult. Verantwortlicher Michael Busse beschreibt die Einführung als reibungslos und den Support als verlässlich – die Stammdaten wurden im Zuge des Wechsels überarbeitet, sodass heute ein tragfähiges Datenfundament besteht.

SC-Technologie AG – Produktion, Handel und Reparatur-Services in einem System. SC-Technologie fertigt und vertreibt Steintrennmaschinen und Baukreissägen und betreibt parallel Reparatur-Services. Drei sehr unterschiedliche Geschäftsmodelle, die früher schwer in einem System abzubilden waren. Heute steuert Geschäftsführer Martin Rüeger Produktion, Handel und Service mit Myfactory Cloud ERP – auf einer gemeinsamen Datenbasis.

Was alle drei Fälle verbindet: Es ging nicht darum, mehr Funktionen zu haben – sondern darum, eine konsistente Datenbasis zu schaffen, auf der Fertigung, Lager, Einkauf und Vertrieb gemeinsam arbeiten können.

 

Was sich für kleine Fertiger mit Myfactory spürbar ändert

 

  • Eine Datenbasis statt drei Excel-Versionen – Stücklisten, Bestände, Kapazitäten und Aufträge in einem System.
  • Mehrstufige Stücklisten mit Aktualisierungsassistent – Änderungen werden konsistent durchgereicht.
  • Plantafel mit Ressourcen-Auslastung in Prozent – realistische Termine statt Bauchgefühl.
  • Materialverfügbarkeit auf einen Blick – farbliche Kennzeichnung im Verfügbarkeitsexplorer.
  • Vorwärts- und Rückwärtsterminierung mit Simulation – belastbare Liefertermine vor der Zusage.
  • Vor- und Nachkalkulation pro Fertigungsauftrag – ehrliche Bewertung der Auftragsmarge.
  • Verlängerte Werkbank integriert – Fremdfertigung ohne Medienbrüche.
  • Rückverfolgbarkeit über Chargen und Seriennummern – Qualität und Nachweispflichten abgesichert.
  • Cloud-basiert, mobil nutzbar, kein Server im Keller – aktuelle Technologie ohne Update-Aufwand.
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Fazit: Vom täglichen Reagieren zur planbaren Fertigung

Chaos in der Produktionsplanung ist selten ein Personalproblem. Es ist ein Strukturproblem: zu viele parallele Datenquellen, zu viel implizites Wissen, zu wenig systemische Verbindung zwischen Auftrag, Material, Maschine und Termin. Solange Stücklisten in Excel leben, Maschinenauslastung auf dem Whiteboard steht und Liefertermine aus dem Bauch heraus zugesagt werden, kann auch das engagierteste Team nur reagieren.

Wer aus diesem Modus aussteigen will, braucht keine zusätzliche Insellösung, sondern eine durchgängige Datenbasis. Genau hier setzt ein integriertes Cloud-ERP mit Produktionsplanung wie Myfactory an: Stücklisten, Disposition, Kapazitäten und Kalkulation greifen ineinander – und der Meister kann sich wieder auf das konzentrieren, wofür er eigentlich da ist: Fertigung steuern, nicht Daten suchen.

 

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FAQ: Häufig gestellte Fragen zur Produktionsplanung

 

Warum fehlt in unserer Produktion immer wieder Material – obwohl wir „rechtzeitig" bestellen?

Weil Bestellungen meist auf Excel-Listen, Erfahrungswerten oder Sicherheitspuffern basieren – nicht auf einer automatischen Disposition entlang der Stückliste. Ohne ein System, das Bedarf, Lagerbestand und Wiederbeschaffungszeit zusammenführt, entstehen blinde Flecken: einzelne Bauteile fallen durchs Raster, andere werden auf Vorrat gekauft. Eine integrierte Disposition entlang mehrstufiger Stücklisten löst genau dieses Problem.

Was ist eine Stückliste im ERP – und warum ist sie so wichtig für die Produktionsplanung?

 Eine Stückliste (engl. Bill of Material, BOM) ist die vollständige, strukturierte Auflistung aller Rohstoffe, Halbfabrikate und Baugruppen, die für ein Endprodukt benötigt werden. Im ERP ist sie der zentrale Datenbaustein für Materialbedarfsplanung, Fertigungssteuerung und Kalkulation. Fehlerhafte oder unvollständige Stücklisten zählen zu den häufigsten Ursachen, warum ERP-Projekte in produzierenden Unternehmen stocken – sauberer Stammdaten sind die Voraussetzung für jede belastbare Planung.

Wie planen kleine Fertiger ihre Maschinenauslastung, ohne ein teures MES?

Über ein integriertes PPS-Modul mit grafischer Plantafel. In Myfactory zeigt der Planungsmanager Aufträge und prozentuale Ressourcenauslastung übersichtlich an – ohne ein zusätzliches MES und ohne separate Lizenz für jedes Modul.

Was passiert, wenn wir trotz Engpässen einen Eilauftrag annehmen?

Ohne System: Improvisation, Überstunden, Verzögerungen bei anderen Aufträgen. Mit einer Plantafel und Terminsimulation lässt sich vorab durchspielen, ob ein Eilauftrag in die bestehende Kapazitätsplanung passt – und welche Folgeaufträge dadurch verschoben werden müssten. So wird aus einer Bauchentscheidung eine fundierte Zusage.

5. Wie funktioniert Vorwärts- und Rückwärtsterminierung in der Praxis?

Bei der Rückwärtsterminierung gibt das System – ausgehend vom gewünschten Liefertermin – den spätestmöglichen Starttermin der Fertigung zurück. Bei der Vorwärtsterminierung berechnet es ausgehend vom Starttermin den frühestmöglichen Fertigstellungstermin. Myfactory PPS bietet beides als Terminsimulation auf Knopfdruck an.

Können wir Stücklisten aus unserem bisherigen System oder CAD übernehmen?

Ja. Myfactory bietet einen Stücklistenimport mit frei formatierbarer Importvorlage – auch mehrstufige Stücklisten lassen sich übernehmen und mit dem Aktualisierungsassistenten konsistent pflegen.

Was bedeutet „verlängerte Werkbank" und wie wird Fremdfertigung in Myfactory abgebildet?

„Verlängerte Werkbank" bezeichnet Fertigungsschritte, die an externe Partner ausgelagert werden. Myfactory PPS bildet diese Fremdfertigungsprozesse direkt im Auftrag ab – inklusive Make-or-Buy-Entscheidung auf Auftrags- oder Baugruppenebene – sodass interne und externe Schritte in einer durchgängigen Prozesskette laufen.

Wie hilft eine Vor- und Nachkalkulation, profitable Aufträge zu erkennen?

Die Vorkalkulation gibt vor Auftragsannahme einen belastbaren Schätzwert für Material-, Arbeits- und Gemeinkosten. Die Nachkalkulation vergleicht diese Werte nach Abschluss mit den tatsächlich angefallenen Kosten – pro Fertigungsauftrag. So wird sichtbar, welche Produkte, Kunden oder Auftragsarten wirklich Marge bringen.

Ist Myfactory speziell für kleine Fertigungsbetriebe geeignet?

 Ja. Myfactory ist als Cloud-ERP für kleine und mittelständische Unternehmen konzipiert, mit besonderem Fokus auf Handel, Produktion und Services. Die Lösung ist modular aufgebaut und skaliert mit – ohne dass im Keller ein Server stehen muss.

Wo finde ich Praxisbeispiele von Fertigern, die Myfactory einsetzen?

Öffentliche Referenzberichte gibt es zum Beispiel von der Heimgartner Fahnen AG (Fertigung, Webshop, CRM), der SEILTEC Seil- und Hebetechnik Schönebeck GmbH (Fertigung mit digital gesteuerter Prozesskette) und der SC-Technologie AG (Produktion, Handel, Service unter einem ERP-Dach).