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Wenn das ERP auch Fertigung und Produktion kann

von Sandra Bültermann am 12.06.2020

Immer komplexere Produkte und Kundenanforderungen, internationaler Wettbewerb, Investitionsdruck durch Industrie 4.0 – mittelständische Fertigungsunternehmen stehen vor großen Herausforderungen. Auch die Individualisierung von Produkten ist ein Trend, der längst nicht mehr nur die Einzel-, sondern auch Serienfertigung betrifft. Wer im Wettbewerb die Nase vorn behalten will, ist zunehmend gezwungen, die Kundenwünsche hinsichtlich Individualisierung und Differenzierung zu bedienen. Denken Sie etwa an personalisierte Sneakers oder individuelle Müsli-Kreationen. Bei der Umsetzung gilt immer das Ziel: individuellere Artikel mit der gleichen Effizienz und zum gleichen Preis wie in der Serienproduktion herzustellen. Dazu müssen Kalkulationen und Konstruktionen ständig neu durchdacht und Produktionsprozesse permanent optimiert werden. Ein integriertes ERP mit Produktionssteuerungs- und Produktionsplanungssystem (PPS) ist die optimale Lösung, den vollen Überblick über Produktion, Ressourcen, Termine und Kosten zu behalten.

 

Prozesse standardisieren, automatisieren und beschleunigen

Bei jeder Produktion gilt es, zu einem Zeitpunkt X die korrekte Menge an Materialien mit dem richtigen Personal und den richtigen Maschinen zusammenzubringen. Zukunftsorientierte Fertigungsunternehmen setzen dazu verstärkt auf das Potenzial der Digitalisierung und IT-optimierte Prozesse durch ERP-Lösungen aus der Cloud. Eine integrierte Business-Software berechnet beispielsweise klare Start- und Endtermine für die einzelnen Arbeitsschritte und ordnet Ressourcen sowie Maschinen entsprechend zu. Auf Engpässe lässt sich flexibel reagieren, indem Zusatzschichten geplant oder Aufträge an Fremdfirmen vergeben werden. Erfolgreich ist die Arbeit mit einem ERP, wenn vorhandene Prozesse standardisiert und somit beschleunigt und Kosten minimiert werden.

 

Einheitliche, aktuelle Daten für alle Bereiche

Bei einer webbasierten ERP-Lösung laufen sämtliche Informationen an einem zentralen Ort zusammen: in der Cloud. So bleiben Maschinen, Ressourcen, Menschen und Zeit stets im Fokus. Auf die in Echtzeit aktualisierten Daten haben alle Abteilungen und Mitarbeiter Zugriff, sodass Anfragen schnellstmöglich beantwortet, auf Verzögerungen umgehend reagiert oder Kunden gegenüber frühzeitig verlässliche Terminaussagen gemacht werden können. Eine einheitliche Datenbasis erleichtert die Kommunikation und reduziert zugleich die Fehlerwahrscheinlichkeit.

 

Vorausschauende Materialplanung

Kleinere Fertigungsunternehmen verfügen  in der Regel nicht über große Mengen an Ressourcen oder riesige Lagerflächen. Sie planen meist dynamisch von Projektabschnitt zu Projektabschnitt. Ein integrierter Datenfluss garantiert, dass Bestände automatisch überwacht und Engpässe rechtzeitig gemeldet werden. Kann das ERP mitwachsende Stückzahlen managen und Materialien just-in-time planen, trägt es durch preisoptimierte und termingerechte Beschaffung zu minimierten – optimalen – Lagerbeständen bei.

 

Kundenorientierung durch Varianten

Sowohl im B2B- als auch im B2C-Sektor sichert sich derjenige Fertigungsbetrieb einen Wettbewerbsvorteil, bei dem Kunden Produkte individualisieren können, etwa mit Hilfe von speziellen Konfigurationstools, wie man sie aus einigen Online-Shops bereits kennt. Damit ein eingegangener Auftrag bearbeitet werden kann, muss das nachgelagerte System die individuell konfigurierten Bestellungen automatisiert weiterverarbeiten können. Ohne ein effektives Variantenmanagement ist der Aufwand für die Datenpflege immens und birgt überdies ein hohes Fehlerpotenzial für Einkauf, Vertrieb und Fertigung. Um einen hohen Automatisierungsgrad zu erreichen, sollte das ERP über entsprechende Funktionen verfügen.

 

Preisfindung per Klick

Gelegentlich basieren Angebote nur auf Schätzungen, etwa wenn es sich um die Fertigung neuer Produkte handelt. Ein ERP kann die Preisfindung deutlich erleichtern, da es per Klick Informationen zu Ressourcen, Lieferanten oder vergleichbaren Projekten liefert. Zudem ermöglicht es den laufenden Abgleich der tatsächlichen Kosten mit der Kalkulation.

 

Integration sämtlicher Prozesse

Eine integrierte Business-Software bildet alle Geschäftsprozesse eines Unternehmens ab – von der Warenwirtschaft über die Finanzbuchhaltung und Kundenpflege bis hin zu E-Commerce und Logistik. Mittels CRM beispielsweise verbessern Unternehmen ihre Servicequalität vom ersten Kundenkontakt an. Eine optimale Kundenkommunikation, professionelle Auftragsabwicklung und lückenlose Dokumentation der Customer Journey sorgen auch bei Fertigungsbetrieben dafür, dass Kundenzufriedenheit und -loyalität steigen. Aus vorhandenen Daten und Verkaufsabschlüssen lassen sich wertvolle Informationen für weitere Verkaufsmaßnahmen und potenzielle Neukunden ableiten.

 

Maximale Mobilität

Im Service, Vertrieb, Einkauf oder Marketing: Ein cloudbasiertes ERP macht alle relevanten Informationen und Prozesse über mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets verfügbar. Mitarbeiter sind nicht mehr an den Schreibtisch im Büro gebunden, sondern können völlig orts- und zeitunabhängig arbeiten. So können beispielsweise Techniker und Außendienstkollegen Diagnosedaten bequem am Ort des Geschehens erfassen, während der Vertriebsmitarbeiter im Verkaufsgespräch beim Kunden schnell dessen Akten zur Hand hat. Mobile ERP-Anwendungen sorgen auch unterwegs dafür, dass Fehler und Redundanzen vermieden sowie Prozesse beschleunigt werden, wodurch sich die Produktivität erhöht.

 

Auf Veränderungen reagieren

Standard-Software ist oft starr und nicht individuell konfigurierbar. Das wird etwa dann spürbar, wenn Prozessanpassungen erforderlich werden, die sich beispielsweise durch Änderungen am Markt, neue Kunden- oder Lieferantenansprüche, Innovationen oder eine Weiterentwicklung des Unternehmens ergeben. Eine modular aufgebaute Software aus der Cloud bietet den Vorteil, dass sie sich jetzt und in Zukunft optimal an die individuellen Anforderungen anpassen lässt und Unternehmen so flexibler auf Änderungen reagieren können.

 

Ready für Industrie 4.0 und IoT

In der digitalisierten Zukunft werden Maschinen und die von ihnen gefertigten Produkte mit Chips und Sensoren ausgestattet sein, die ständig kommunizieren. Nicht nur untereinander, sondern auch mit anderen Systemen: Produktion, Vertrieb, Entwicklung; Lieferanten und Kunden werden ebenfalls mit in die vernetzte Welt eingebunden. Für das Sammeln und Aufbereiten der gigantischen Datenmengen ist eine zentrale, digitale Schaltzentrale erforderlich, die in der Lage ist „Big Data“ in Echtzeit zu verarbeiten. Dank modernster Architektur bildet ein webbasiertes ERP-System hier die perfekte Basis für erfolgreiche Industrie-4.0-Projekte.

 

Fazit

Der Alltag in der Einzel-und Serienfertigung steckt voller Herausforderungen. Sich ständig weiterentwickelnde Märkte, komplexe Organisationsstrukturen und innovative Produktentwicklungen müssen unter einen Hut gebracht werden. Kunden erwarten auf Anfragen schnelle Reaktionen und kompetente Auskunft. Wer in der Fertigungsbranche die Nase vorn haben will, muss die internen Unternehmensprozesse straff organisieren und dabei die Kosten fest im Blick behalten. Ein integriertes ERP aus der Cloud sorgt dafür, dass Produktion, Vertrieb, Marketing und Kundenservice Hand in Hand arbeiten und stets über alle Vorgänge informiert sind.

Über den Autor: Dr. Robert Meyer

Dr. Robert Meyer ist seit 2011 Geschäfts­führer der myfactory International GmbH. Seine Leiden­schaft ist die Vermarktung von moderner Cloud ERP-Software über Online-Medien und Partner­vertrieb. Im Mittelpunkt steht bei ihm immer das Wohl von Anwendern, die eine funktional ausgereifte, leicht zu in­di­vidualisierende, intuitiv zu bedienende, auf allen Devices verwendbare, und mobil ein­setzbare Unternehmens-Software benötigen.

Über den Autor: Rainer Giersbach

Rainer Giersbach stieg 2000 in die IT-Branche über eine technische Hotline zu kfm. Unternehmens­software ein, wenig später übernahm er das Produkt Management für diesen Bereich. 2006 stieß er im Zuge einer Recherche zum Thema "Online-Warenwirtschaft" auf myfactory. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und seit 2007 gestaltet er als Program Manager die myfactory Software aktiv mit.

Über den Autor: Timo Bärenklau

Nach seinem erfolgreichen Studium mit Abschluss als Bachelor of Engineering im Studiengang „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ stieß Timo Bärenklau als Lead Spezialist zur myfactory International GmbH hinzu. Schon während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für Vertriebsoptimierung, besonders im Hinblick auf CRM-Systeme. Auch seine Bachelor-Arbeit hatte CRM als Schwerpunkt. Seit 2012 betreut er maßgeblich die Leadqualifizierung bei myfactory.

Über den Autor: Tobias Korch

Tobias Korch arbeitet seit März 2011 bei myfactory als Software-Entwickler. Seine Schwerpunkte sind die Produktionsplanung (PPS) und das Modul eCommerce. Er ist ein engagierter Verfechter des myfactory-Konzeptes EasyRelease, mit dem Partner updatesichere Zusatzprogramme zur myfactory Business Software erstellen können. Bei Partnern und Partner-Interessenten sind deshalb seine Programmierer-Schulungen und unterstützende Coachings sehr gefragt. Durch seine vieljährigen Praxiserfahrungen mit komplexen Softwareprojekten hat er den Kontakt zum Mittelstand und das Verständnis für Anforderungen und Problemstellungen der Unternehmen und Anwender. Wenn es nichts zu tun gibt (gibt es das eigentlich?) dann kümmert er sich um seine Familie, macht Musik oder interessiert sich für alles was mit IT zu tun hat.

Über den Autor: Jan Schweighart

Jan Schweighart arbeitete nach einem Software Engineering Studium an der Hochschule Konstanz als Software Entwickler für einen Software Dienstleister. Überzeugt von Produkt und Mentalität, kam er Ende 2013 zu myfactory wo er heute schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung von myfactory.CRM arbeitet. Herr Schweighart hatte früher mal Hobbies, Freunde und ein soziales Leben, so wird zumindest berichtet. Heute ist er Vater einer kleinen Tochter ;)

Über den Autor: Dr. Mathias Hamp

Dr. Mathias Hamp ist Kommunikations- experte und entwickelt Kommunikations- strategien zur Vermarktung von Ideen, Waren und Marken. Seit 2015 verantwortet er für myfactory den Bereich Online Marketing.

Über den Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe.

Über den Autor: Stefan Girschner

Stefan Girschner (* 1967) berichtet als Fachjournalist seit vielen Jahren über Neuheiten und Trends in der IT-Branche. Seine journalistische Laufbahn startete er 1999 bei der Fachzeitschrift e-commerce magazin (ehemals IWT Magazin Verlag), wo er bis 2003 als Redakteur tätig war. Seit 2004 ist er freiberuflich für verschiedene Fachzeitschriften und Online-Portale in den Bereichen Unternehmens-IT, Computing sowie Wirtschaft und Industrie tätig. Darüber hinaus arbeitet er als Lektor und in der Schlussredaktion für Verlage und Agenturen. Von 2010 bis 2016 hatte er die redaktionelle Leitung des Digitalbusiness Magazin (WIN-Verlag) inne. Seit 2016 schreibt er wieder verstärkt für bekannte IT-Fachzeitschriften und -Portale.

Über die Autorin: Sandra Bültermann

Sandra Bültermann (*1975) ist seit 1999 als Technische Redakteurin tätig. Als langjährige Mitarbeiterin bei Fachzeitschriften, Agenturen und Softwareunternehmen verfügt sie über umfassende Kenntnisse in den Bereichen IT, Kommunikation und Contentmanagement. Ihre Kernkompetenz liegt darin, komplexe, technische Themen verständlich und zielgruppenorientiert aufzubereiten.
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