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Welche Cloud-Variante ist die beste?

von Dr. Robert Meyer am 02.01.2015

SAP (Hauptsitz Walldorf bei Heidelberg) ist bekanntlich der europaweit größte Software-Hersteller. SAP entwickelt Software zur Abwicklung von Geschäfts-Prozessen in Unternehmen. Und SAP nennt in seinem Geschäftsbericht 2013 (Brief der Vorstandssprecher) die beherrschenden Themen der IT-Industrie: Cloud, Mobiltechnologie und Big Data. SAP als Marktführer (und nicht nur SAP) reagiert auf diese Themen, indem SAP massiv in Cloud-basierte Lösungen und Mobiltechnologie investiert. Jüngstes Beispiel ist der Zukauf von webbasierter Reisemanagement und –abrechnungs-Software (Concur) für einen Kaufpreis von 6,5 Mrd. EUR (das sind 6500 Millionen Euro). Für myfactory (seit vielen Jahren Anbieter von webbasierter Unternehmens-Software für den Mittelstand) ist es natürlich extrem hilfreich, wenn die großen Anbieter jetzt alle auf „die Cloud“ setzen. Das Interesse der Verbraucher wird durch das immense Marketing geweckt und die Bedenken der Entscheidungsträger werden weniger (wenn das alle machen, kann es nicht so falsch sein).
 
Für die Anwender wird es jetzt aber auch schwieriger, die richtige Cloud-Variante auszusuchen. Am Markt haben sich unterschiedliche „Geschmacksrichtungen“ entwickelt. Extrem viele Menschen reden jetzt über Cloud, meistens ist aber gar nicht klar, was im Detail damit gemeint ist.
 
Lassen Sie mich das anhand eines Beispiels erklären. Normalerweise unterscheidet man beim Cloud-Computing drei Servicemodelle. Mit Infrastructure as a Service (IaaS) wird virtualisierte Computer-Hardware (z.B. Rechner, Speicher) genutzt. Mit Platform as a Service (PaaS) werden Programmierungs- und Laufzeit-Umgebungen virtualisiert zur Verfügung gestellt. Und mit Software as a Service (SaaS) wird die virtuelle Nutzung von Anwendungsprogrammen (man kann auch „Applikationen“ oder „Business Apps“ als Begriff verwenden) ermöglicht. Als Hersteller von webbasierter Unternehmens-Software ist natürlich das Servicemodell SaaS für uns sehr wichtig (übrigens schon seit 2007).
 
Aber auch dieses Servicemodell SaaS kann mit unterschiedlichen Liefermodellen ausgestattet sein. Das Liefermodell „Public Cloud“ erlaubt den Zugang zum jeweiligen Service für die „breite Öffentlichkeit“. Die „Private Cloud“ ist nur für Mitglieder einer Organisation (Firma, Behörde, Verein) zugänglich. Und dann gibt es noch die „Hybrid Cloud“ als Mischform zwischen Public und Private Cloud und die „Community Cloud“, bei der sich mehrere Organisationen einen Service teilen.
 
Prinzipiell eignet sich die „Public Cloud“-Geschmacksrichtung eher für Anwender, die gut mit einer Standard-Software zurechtkommen und die kein psychologisches Problem damit haben, ihre Daten mit Daten anderer Organisationen auf gemeinsamen Datenträgern zu speichern und auf gemeinsamen Rechnern zu verarbeiten. Datenmodelle und Datenschutzgesetze sorgen auch in der „Public Cloud“ dafür, dass Firma 1 nicht die Daten von Firma 2 einsehen kann usw.
 
Die „Private Cloud“ ist eher was für Anwender, die aufgrund individueller Ansprüche oder  aus Sicherheits-psychologischen Erwägungen heraus einen eigenen Zugang zu Ihren Daten in der Cloud haben möchten. Durch die höhere Exklusivität ist auch eine individuelle Programmierung (Anpassung) der Standard-Software möglich. Firmen, die spezielle Anforderungen oder Prozesse haben, werden diese Möglichkeit zur Absicherung ihrer Wettbewerbsvorteile bestimmt gerne in Anspruch nehmen wollen.
 
Aber aufgepasst, auch bei den „Public Cloud“ und „Private Cloud“ Angeboten trennt sich erst bei den Details die Spreu vom Weizen. Wir haben uns bei der Erstellung unseres Konzepts und bei der Programmierung unserer Lösungen intensiv Gedanken um bestmöglichen Anwendernutzen gemacht. Die wesentlichen Punkte dazu finden Sie in den untenstehenden Checklisten.
 
CHECKLISTE „Public Cloud“
  • Die Nutzungsbedingungen halten die Bestimmungen des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) ein
  • Die Anwenderdaten werden in einem professionellen Rechenzentrum in Deutschland gespeichert und verarbeitet
  • Der Anwender kann jederzeit selbst (und kostenlos) eine Sicherungskopie seiner Daten erstellen
  • Der Nutzungsvertrag hat eine kurze Kündigungsfrist (maximal ein Monat)
  • Im Nutzungsvertrag ist geregelt, dass bei Ende der Vertragslaufzeit die Anwenderdaten beim Dienstanbieter gelöscht werden müssen
  • Die Datendarstellung erfolgt über Browser (und nicht über eventuell leistungsreduzierende Java Engines oder Terminal Server)
  • Die Datenübertragung ist durch SSL-Technologie (wie bei Online-Banking) abgesichert
  • Die Datenbankstruktur sollte multi-tenancy-fähig sein, damit die eigenen Daten schnell und flexibel in eine separate Datenbank ausgelesen werden können
  • Die Software sollte parametrisierbar sein und flexible Kennzeichen/ Auswertungen ermöglichen
  • Die Aktualisierung und Administration der Software sollte vom Hersteller selbst durchgeführt werden
  • Der Nutzungsvertrag wird direkt mit dem Hersteller der Software abgeschlossen.

CHECKLISTE „Private Cloud“
  • wie bei Public Cloud nur dass die Aktualisierung und Administration der Software durch den betreuenden Partner erfolgen sollte, mit dem auch der Nutzungsvertrag abgeschlossen wird
zusätzlich:
  • Die Software sollte durch Programmierungen individuell anpassbar sein
  • Diese Zusatz-Programmierungen sollten updatesicher durchführbar sein (kein erneuter Aufwand, wenn sich in der Standard-Software durch Updates des Herstellers etwas ändert)
  • Es sollten bereits vielfältige Zusatzmodule oder Branchenlösungen für die Software existieren
  • Eine REST-Schnittstelle für die Integration anderer Programme ist verfügbar.
Zusammenfassend meine Meinung: Eine moderne, mobile und leistungsfähige Software sollte heutzutage browserbasiert als Public Cloud- oder Private Cloud-Variante einsetzbar sein. Passt auch die Funktionalität und die Bedienbarkeit zu den Anforderungen des Unternehmens, dann sind die wichtigsten Hürden genommen. Myfactory kann das für viele Branchen bieten und würde sich natürlich freuen, zusammen mit seinen Vertriebs- und Implementierungs-Partnern für den Anwender ein exzellentes Projekt durchführen zu dürfen. Bitte sprechen Sie uns bei Interesse jederzeit an.


Über den Autor: Dr. Robert Meyer

Dr. Robert Meyer ist seit 2011 Geschäfts­führer der myfactory International GmbH. Seine Leiden­schaft ist die Vermarktung von moderner Cloud ERP-Software über Online-Medien und Partner­vertrieb. Im Mittelpunkt steht bei ihm immer das Wohl von Anwendern, die eine funktional ausgereifte, leicht zu in­di­vidualisierende, intuitiv zu bedienende, auf allen Devices verwendbare, und mobil ein­setzbare Unternehmens-Software benötigen.

Über den Autor: Rainer Giersbach

Rainer Giersbach stieg 2000 in die IT-Branche über eine technische Hotline zu kfm. Unternehmens­software ein, wenig später übernahm er das Produkt Management für diesen Bereich. 2006 stieß er im Zuge einer Recherche zum Thema "Online-Warenwirtschaft" auf myfactory. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und seit 2007 gestaltet er als Program Manager die myfactory Software aktiv mit.

Über den Autor: Timo Bärenklau

Nach seinem erfolgreichen Studium mit Abschluss als Bachelor of Engineering im Studiengang „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ stieß Timo Bärenklau als Lead Spezialist zur myfactory International GmbH hinzu. Schon während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für Vertriebsoptimierung, besonders im Hinblick auf CRM-Systeme. Auch seine Bachelor-Arbeit hatte CRM als Schwerpunkt. Seit 2012 betreut er maßgeblich die Leadqualifizierung bei myfactory.

Über den Autor: Tobias Korch

Tobias Korch arbeitet seit März 2011 bei myfactory als Software-Entwickler. Seine Schwerpunkte sind die Produktionsplanung (PPS) und das Modul eCommerce. Er ist ein engagierter Verfechter des myfactory-Konzeptes EasyRelease, mit dem Partner updatesichere Zusatzprogramme zur myfactory Business Software erstellen können. Bei Partnern und Partner-Interessenten sind deshalb seine Programmierer-Schulungen und unterstützende Coachings sehr gefragt. Durch seine vieljährigen Praxiserfahrungen mit komplexen Softwareprojekten hat er den Kontakt zum Mittelstand und das Verständnis für Anforderungen und Problemstellungen der Unternehmen und Anwender. Wenn es nichts zu tun gibt (gibt es das eigentlich?) dann kümmert er sich um seine Familie, macht Musik oder interessiert sich für alles was mit IT zu tun hat.

Über den Autor: Jan Schweighart

Jan Schweighart arbeitete nach einem Software Engineering Studium an der Hochschule Konstanz als Software Entwickler für einen Software Dienstleister. Überzeugt von Produkt und Mentalität, kam er Ende 2013 zu myfactory wo er heute schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung von myfactory.CRM arbeitet. Herr Schweighart hatte früher mal Hobbies, Freunde und ein soziales Leben, so wird zumindest berichtet. Heute ist er Vater einer kleinen Tochter ;)

Über den Autor: Dr. Mathias Hamp

Dr. Mathias Hamp ist Kommunikations- experte und entwickelt Kommunikations- strategien zur Vermarktung von Ideen, Waren und Marken. Seit 2015 verantwortet er für myfactory den Bereich Online Marketing.

Über den Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe.

Über den Autor: Stefan Girschner

Stefan Girschner (* 1967) berichtet als Fachjournalist seit vielen Jahren über Neuheiten und Trends in der IT-Branche. Seine journalistische Laufbahn startete er 1999 bei der Fachzeitschrift e-commerce magazin (ehemals IWT Magazin Verlag), wo er bis 2003 als Redakteur tätig war. Seit 2004 ist er freiberuflich für verschiedene Fachzeitschriften und Online-Portale in den Bereichen Unternehmens-IT, Computing sowie Wirtschaft und Industrie tätig. Darüber hinaus arbeitet er als Lektor und in der Schlussredaktion für Verlage und Agenturen. Von 2010 bis 2016 hatte er die redaktionelle Leitung des Digitalbusiness Magazin (WIN-Verlag) inne. Seit 2016 schreibt er wieder verstärkt für bekannte IT-Fachzeitschriften und -Portale.

Über die Autorin: Sandra Bültermann

Sandra Bültermann (*1975) ist seit 1999 als Technische Redakteurin tätig. Als langjährige Mitarbeiterin bei Fachzeitschriften, Agenturen und Softwareunternehmen verfügt sie über umfassende Kenntnisse in den Bereichen IT, Kommunikation und Contentmanagement. Ihre Kernkompetenz liegt darin, komplexe, technische Themen verständlich und zielgruppenorientiert aufzubereiten.
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