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Was ERP-Systeme und Prozesse wirklich verbindet

von David Lauchenauer am 23.09.2021

 
 Sprechen Sie Japanisch? Wenn nicht, sollten Sie unbedingt weiterlesen. Zwar werden hier keine fernöstlichen Vokabeln gepaukt, aber ein ähnliches Übersetzungsproblem angesprochen. Es geht darum, die reale Welt in der Sprache eines virtuellen Systems auszudrücken. Die Frage lautet: Wie übersetzt man Arbeits- und Geschäftsprozesse in ein ERP-System? Für ein besseres Verständnis kommen Analogien mit der Physik, der Chemie und der Malerei zum Einsatz. Dann doch lieber Japanisch lernen? Keine Sorge, ganz so schlimm ist ERP-isch nicht.  
 

ERP-Systeme und Arbeitsorganisation??? 

Die drei Fragezeichen (!) hinter dem Titel dieses Abschnitts sind ganz bewusst gesetzt. Haben Sie sich schon einmal grundlegende Gedanken gemacht, was ERP-Systeme und Arbeitsorganisation miteinander verbindet? Wenn nicht, geht es Ihnen wie vielen Anwendern, welche teure Business Software als Fortsetzung der elektrischen Schreibmaschine ansehen. ERP-Systeme wurden nicht erfunden, weil es auf der Welt in den 1970-er Jahren zu wenige Schreibkräfte gab. Sondern? Erlauben Sie dem Verfasser, Ihnen diese Frage nicht zu beantworten. Stattdessen appelliere ich an Sie, sich mit den Zusammenhängen zwischen ERP und Arbeit (erweiterbar in Unternehmen, Strategie, Geschäftsmodell) auseinanderzusetzen. 
 

Prozesse als Abstraktion der Realität 

Bestimmt haben Sie inzwischen eine mehr oder weniger befriedigende Antwort auf die obige Frage gefunden. Betrachten wir jetzt einen anderen Aspekt: die Geschäftsprozesse. Das Voranschreiten (nichts anderes bedeutet die Übersetzung aus dem Latein) von Arbeits- und Systemvorgängen können wir Menschen abstrahieren, dokumentieren, repetieren und optimieren. Bereits die Höhlenmenschen haben Jagd-Prozesse auf Felsen gemalt, um den Nachwuchs zu instruieren. Best Practice bei der Mammut-Pirsch, sozusagen. Weidmannsheil ist auch in Unternehmen angesagt, zum Beispiel bei der Hatz nach Kunden oder beim Kesseltreiben um mehr Effizienz. Prozesse werden nicht mehr an Felswände gemalt, sondern auf Whiteboards und Flipcharts, um reale Abläufe zu simulieren. 
 

Von der Abstraktion zur Virtualität 

Virtuell nennen wir Zustände, welche gedacht vorstellbar sind, aber nicht in der eigentlichen Form existieren (ich kann verstehen, wenn Sie sich jetzt doch für einen Japanisch-Kurs einschreiben). Keine Panik, wir werden gleich wieder real und konkret. Fassen wir kurz zusammen: 
  • Arbeit lässt sich strukturieren und organisieren. 
  • Organisierte Arbeit kann man als Abläufe beschreiben.  
  • Abläufe lassen sich als Geschäftsprozesse abstrahieren.  
 
Nächster Schritt: Abstrahierte Prozesse lassen sich analysieren und in einzelne Bestandteile zerlegen. Diese Bestandteile sind zum Beispiel Kundenadressen, Produkte, Arbeitszeiten, Dokumente usw. Genau jetzt haben wir die Grenze zwischen Realität und Virtualität überschritten. Können Sie Arbeitszeit anfassen? Oder eine Dienstleistung? Willkommen in der virtuellen Welt.  
 

Die ERP-Atome: Daten, Funktionen, Parameter 

ERP-Systeme wurden dazu geschaffen, die reale Welt zu virtualisieren und in digitale Bestandteile zu zerlegen. Daraus entstanden sind Daten, Funktionen und Parameter. Ähnlich wie Atome reagieren diese Komponenten unter bestimmten Bedingungen. Diese werden von Programmieren in Form von Software definiertAus ERP-Atomen können mit Hilfe von Parametern (Währungen, Lagereinheiten usw.) neue Moleküle (z.B. Kundenaufträge) oder ganze Organismen (Fachabteilungen, Unternehmen) gebildet werden. Doch jetzt kommt der Big-Bang: Funktionen sorgen dafür, dass diese digitalen Atome und Moleküle in Ereignisketten (sprich Prozessen) weiterverarbeitet werden können.  
 

Wie bringt man das Ganze zusammen? 

Alchemisten versuchten im Mittelalter aus allen möglichen Materialien Gold zu machen. ERP-Systeme können das, wenn auch nur indirekt. Spaß beiseite, die erfolgreiche Synthese – also das Zusammensetzen von Bestandteilen – kann mit digitalen ERP-Komponenten in der Tat zu höheren Gewinnen, tieferen Kosten, kürzeren Lieferzeiten, besserer Qualität führen und sich als bare Münze bezahlt machen. Formuliert als Projektziele, bilden diese Vorgaben die Herausforderung eines jeden ERP-Projekts. Das Erfolgsrezept besteht aus einer optimalen Mischung aus Prozessen und ERP-Software. Wie sich diese zusammensetzt, erfahren Sie in unserem nächsten Beitrag. Dabei verraten wir Ihnen nicht nur, wie Sie Prozesse und ERP-Software unter einen Hut bringen, sondern aus dem selbigen noch einen bunten Strauß an Möglichkeiten zaubern können.   
 

Über den Autor: Dr. Robert Meyer

Dr. Robert Meyer ist seit 2011 Geschäfts­führer der myfactory International GmbH. Seine Leiden­schaft ist die Vermarktung von moderner Cloud ERP-Software über Online-Medien und Partner­vertrieb. Im Mittelpunkt steht bei ihm immer das Wohl von Anwendern, die eine funktional ausgereifte, leicht zu in­di­vidualisierende, intuitiv zu bedienende, auf allen Devices verwendbare, und mobil ein­setzbare Unternehmens-Software benötigen.

Über den Autor: Rainer Giersbach

Rainer Giersbach stieg 2000 in die IT-Branche über eine technische Hotline zu kfm. Unternehmens­software ein, wenig später übernahm er das Produkt Management für diesen Bereich. 2006 stieß er im Zuge einer Recherche zum Thema "Online-Warenwirtschaft" auf myfactory. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und seit 2007 gestaltet er als Program Manager die myfactory Software aktiv mit.

Über den Autor: Timo Bärenklau

Nach seinem erfolgreichen Studium mit Abschluss als Bachelor of Engineering im Studiengang „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ stieß Timo Bärenklau als Lead Spezialist zur myfactory International GmbH hinzu. Schon während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für Vertriebsoptimierung, besonders im Hinblick auf CRM-Systeme. Auch seine Bachelor-Arbeit hatte CRM als Schwerpunkt. Seit 2012 betreut er maßgeblich die Leadqualifizierung bei myfactory.

Über den Autor: Tobias Korch

Tobias Korch arbeitet seit März 2011 bei myfactory als Software-Entwickler. Seine Schwerpunkte sind die Produktionsplanung (PPS) und das Modul eCommerce. Er ist ein engagierter Verfechter des myfactory-Konzeptes EasyRelease, mit dem Partner updatesichere Zusatzprogramme zur myfactory Business Software erstellen können. Bei Partnern und Partner-Interessenten sind deshalb seine Programmierer-Schulungen und unterstützende Coachings sehr gefragt. Durch seine vieljährigen Praxiserfahrungen mit komplexen Softwareprojekten hat er den Kontakt zum Mittelstand und das Verständnis für Anforderungen und Problemstellungen der Unternehmen und Anwender. Wenn es nichts zu tun gibt (gibt es das eigentlich?) dann kümmert er sich um seine Familie, macht Musik oder interessiert sich für alles was mit IT zu tun hat.

Über den Autor: Jan Schweighart

Jan Schweighart arbeitete nach einem Software Engineering Studium an der Hochschule Konstanz als Software Entwickler für einen Software Dienstleister. Überzeugt von Produkt und Mentalität, kam er Ende 2013 zu myfactory wo er heute schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung von myfactory.CRM arbeitet. Herr Schweighart hatte früher mal Hobbies, Freunde und ein soziales Leben, so wird zumindest berichtet. Heute ist er Vater einer kleinen Tochter ;)

Über den Autor: Dr. Mathias Hamp

Dr. Mathias Hamp ist Kommunikations- experte und entwickelt Kommunikations- strategien zur Vermarktung von Ideen, Waren und Marken. Seit 2015 verantwortet er für myfactory den Bereich Online Marketing.

Über den Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe.

Über den Autor: Stefan Girschner

Stefan Girschner (* 1967) berichtet als Fachjournalist seit vielen Jahren über Neuheiten und Trends in der IT-Branche. Seine journalistische Laufbahn startete er 1999 bei der Fachzeitschrift e-commerce magazin (ehemals IWT Magazin Verlag), wo er bis 2003 als Redakteur tätig war. Seit 2004 ist er freiberuflich für verschiedene Fachzeitschriften und Online-Portale in den Bereichen Unternehmens-IT, Computing sowie Wirtschaft und Industrie tätig. Darüber hinaus arbeitet er als Lektor und in der Schlussredaktion für Verlage und Agenturen. Von 2010 bis 2016 hatte er die redaktionelle Leitung des Digitalbusiness Magazin (WIN-Verlag) inne. Seit 2016 schreibt er wieder verstärkt für bekannte IT-Fachzeitschriften und -Portale.

Über die Autorin: Sandra Bültermann

Sandra Bültermann (*1975) ist seit 1999 als Technische Redakteurin tätig. Als langjährige Mitarbeiterin bei Fachzeitschriften, Agenturen und Softwareunternehmen verfügt sie über umfassende Kenntnisse in den Bereichen IT, Kommunikation und Contentmanagement. Ihre Kernkompetenz liegt darin, komplexe, technische Themen verständlich und zielgruppenorientiert aufzubereiten.
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