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Warum agile Softwareentwicklung Erfolg verspricht

von Sandra Bültermann am 09.08.2019

Agilität ist eine moderne Art der Arbeitsorganisation – mit dem Ziel, flexibler und schneller auf Veränderungen und technologische Fortschritte zu reagieren. Studien zeigen zudem, dass in einem agilen Arbeitsumfeld Motivation, Engagement sowie Zusammengehörigkeitsgefühl der Mitarbeiter stark steigen. Und Führungskräfte profitieren von der Arbeitsentlastung, da sie durch agile Prinzipien Verantwortung abgeben. Doch die Mehrheit der deutschen Unternehmen ist weiterhin traditionell aufgestellt und hierarchisch strukturiert. Dabei hat sich Agilität bei der Entwicklung von Software längst durchgesetzt und als Erfolgsfaktor bewiesen. Warum das so ist, zeigt dieser Beitrag.
 

Was bedeutet eigentlich agil?

Mit agil ist das Gegenteil von unbeweglich, schwerfällig, träge gemeint. In Bezug auf die Arbeit im Team heißt das, mit agilen Methoden versuchen, schwerfällige Prozesse aufzubrechen und offen für Veränderungen zu sein. Abläufe sollen leichtfüßig, Bürokratie auf ein sinnvolles Maß beschränkt werden. Teams und Mitarbeiter übernehmen die Verantwortung für ihre Tätigkeit und entscheiden selbst über die Vorgehensweise. Statt bis ins kleinste Detail ausgearbeitete Dokumentationen und Planungen werden Visionen und Leitlinien genutzt. An ihnen lässt sich einerseits der Fortschritt eines Projekts und das Erreichen eines Ziels messen. Zugleich dienen sie als Knotenpunkte, an denen immer wieder entschieden wird, ob es bei der eingeschlagenen Richtung bleibt. So lässt sich dynamisch auf Änderungen und Unerwartetes reagieren.
 

Klassische Softwareentwicklung – schleppend und unflexibel

Bei der Softwareentwicklung nach klassischen Methoden stehen viele Konzepte, Reviews und Diskussionen an, bevor überhaupt die erste Zeile Code verfasst wird. Der Kunde muss vor Projektbeginn sämtliche Anforderungen an die neue Software kennen und detailliert notieren. Das ist nicht nur zeitintensiv, sondern auch äußerst schwierig, wenn nicht unmöglich. Denn viele erforderliche Funktionalitäten ergeben sich erst während der Realisierungsphase. Neue Anforderungen später zu integrieren, ist dann ein großer Aufwand und mit zeit- und kostenintensiven Nachverhandlungen verbunden. Erst nach einer langen Entwicklungsphase wird getestet, ob die Software auch in der Praxis taugt. Für Korrekturen ist es dann aber eigentlich schon zu spät.
 

Agile Softwareentwicklung basiert auf laufender Verbesserung

Deshalb gehört der frühe und regelmäßige Systemeinsatz zu den wichtigsten Leitlinien der agilen Softwareentwicklung. Hier wird die neue Software nicht im Voraus mit allen Details geplant und anschließend in einem langwierigen Prozess am Stück entwickelt. Der Kunde formuliert vorab nur die wichtigsten Basisfunktionalitäten. Daraus werden Einzelziele mit den jeweiligen Anforderungen abgeleitet und mit einer Priorität versehen, in der sie realisiert werden sollen. Die Entwicklung der Software erfolgt in Inkrementen (Teilergebnissen), wodurch die Entwickler zu einem frühen Zeitpunkt starten und nach regelmäßigen Zyklen (Iterationen) ein fertiges Stück Software vorweisen können. Die einzelnen Teilentwicklungen werden dem Kunden präsentiert und nach seinem Feedback in iterativen Prozessen optimiert, bis ein zufriedenstellendes Endergebnis vorliegt. So lassen sich Anpassungen – etwa durch geänderte Prioritäten, Rahmenbedingungen oder Wettbewerbssituationen – flexibel und schnell umsetzen. Die weiteren Anforderungen werden dann Release für Release integriert.
 

Kommunikation ohne Umwege

Eine wichtige Fähigkeit von Mitarbeitern in agilen Projekten ist es, gut zuhören und verständlich kommunizieren zu können. Denn die Kommunikation unter allen Projektbeteiligten hat entscheidenden Einfluss auf den Erfolg des Entwicklungsprozesses. In der agilen Softwareentwicklung wird eng mit dem Auftraggeber interagiert, es wird laufend Feedback eingeholt, sich ausgetauscht. Oftmals sitzen Entwicklungsteams direkt beim Kunden vor Ort. Moderne Cloud-Anwendungen unterstützen Remote-Arbeit und lassen agile Teams ortsunabhängig arbeiten. So können jederzeit Missverständnisse und Details Face-to-Face geklärt werden können, was viel Zeit spart und in der Regel zu einer schnelleren Fertigstellung der Software beiträgt.
 

7 Vorteile agiler Softwareentwicklung

Gegenüber traditioneller Softwareentwicklung bietet die agile Vorgehensweise mehrere Vorteile:
 
1. Hohe Transparenz
Die Entwicklung in kurzen Zyklen sowie regelmäßige Meetings machen den Projektfortschritt – sowohl für den Kunden als auch die Leitung des Entwicklungsteams – transparent und ermöglichen eine fortlaufende Kontrolle.
 
2. Mehr Flexibilität
Die inkrementelle Entwicklung ermöglicht eine dynamische Reaktion auf Änderungen. Prioritäten lassen sich ändern, neue Anforderungen und Funktionalitäten hinzufügen.
 
3. Schnellere Ergebnisse
Teilergebnisse können dem Auftraggeber früher präsentiert und auf Praxistauglichkeit getestet werden.
 
4. Früher Systemeinsatz
In der Regel ist die Software schneller einsatzbereit, als es bei der klassischen Softwareentwicklung der Fall ist, was einen deutlichen Wettbewerbsvorteil erzielen kann.
 
5. Hohe Kundenzufriedenheit
Da der Auftraggeber während des gesamten Prozesses in die Entwicklung und Tests mit einbezogen wird, ist er bereits mit der Software vertraut und erhält eine Lösung, die genau seinen individuellen Anforderungen entspricht.
 
6. Kurzfristige Problemidentifikation
Die immer wiederkehrenden Phasen von Konzeption, Planung, Entwicklung, Test und Auslieferung machen Fehler früher sichtbar.
 
7. Höhere Rentabilität
Teillösungen der Software können bereits live gehen, während sich weitere Features noch in der Entwicklung befinden. Das kann eine höhere Rentabilität sowie Wettbewerbsvorteile sichern.
 

Fazit

Die agile Softwareentwicklung soll dafür sorgen, dass Entwicklungsprojekte effizienter und unbürokratisch ablaufen. Dazu wird ein Großprojekt in mehrere kleine aufgeteilt, die in einem zyklischen Prozess umgesetzt werden. So können Fehler frühzeitig aufgedeckt und Abläufe effizienter gestaltet werden. Neben der Zeitersparnis lässt sich so auch eine bessere Qualität erzielen.

Über den Autor: Dr. Robert Meyer

Dr. Robert Meyer ist seit 2011 Geschäfts­führer der myfactory International GmbH. Seine Leiden­schaft ist die Vermarktung von moderner Cloud ERP-Software über Online-Medien und Partner­vertrieb. Im Mittelpunkt steht bei ihm immer das Wohl von Anwendern, die eine funktional ausgereifte, leicht zu in­di­vidualisierende, intuitiv zu bedienende, auf allen Devices verwendbare, und mobil ein­setzbare Unternehmens-Software benötigen.

Über den Autor: Rainer Giersbach

Rainer Giersbach stieg 2000 in die IT-Branche über eine technische Hotline zu kfm. Unternehmens­software ein, wenig später übernahm er das Produkt Management für diesen Bereich. 2006 stieß er im Zuge einer Recherche zum Thema "Online-Warenwirtschaft" auf myfactory. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und seit 2007 gestaltet er als Program Manager die myfactory Software aktiv mit.

Über den Autor: Timo Bärenklau

Nach seinem erfolgreichen Studium mit Abschluss als Bachelor of Engineering im Studiengang „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ stieß Timo Bärenklau als Lead Spezialist zur myfactory International GmbH hinzu. Schon während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für Vertriebsoptimierung, besonders im Hinblick auf CRM-Systeme. Auch seine Bachelor-Arbeit hatte CRM als Schwerpunkt. Seit 2012 betreut er maßgeblich die Leadqualifizierung bei myfactory.

Über den Autor: Tobias Korch

Tobias Korch arbeitet seit März 2011 bei myfactory als Software-Entwickler. Seine Schwerpunkte sind die Produktionsplanung (PPS) und das Modul eCommerce. Er ist ein engagierter Verfechter des myfactory-Konzeptes EasyRelease, mit dem Partner updatesichere Zusatzprogramme zur myfactory Business Software erstellen können. Bei Partnern und Partner-Interessenten sind deshalb seine Programmierer-Schulungen und unterstützende Coachings sehr gefragt. Durch seine vieljährigen Praxiserfahrungen mit komplexen Softwareprojekten hat er den Kontakt zum Mittelstand und das Verständnis für Anforderungen und Problemstellungen der Unternehmen und Anwender. Wenn es nichts zu tun gibt (gibt es das eigentlich?) dann kümmert er sich um seine Familie, macht Musik oder interessiert sich für alles was mit IT zu tun hat.

Über den Autor: Jan Schweighart

Jan Schweighart arbeitete nach einem Software Engineering Studium an der Hochschule Konstanz als Software Entwickler für einen Software Dienstleister. Überzeugt von Produkt und Mentalität, kam er Ende 2013 zu myfactory wo er heute schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung von myfactory.CRM arbeitet. Herr Schweighart hatte früher mal Hobbies, Freunde und ein soziales Leben, so wird zumindest berichtet. Heute ist er Vater einer kleinen Tochter ;)

Über den Autor: Dr. Mathias Hamp

Dr. Mathias Hamp ist Kommunikations- experte und entwickelt Kommunikations- strategien zur Vermarktung von Ideen, Waren und Marken. Seit 2015 verantwortet er für myfactory den Bereich Online Marketing.

Über den Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe.

Über den Autor: Stefan Girschner

Stefan Girschner (* 1967) berichtet als Fachjournalist seit vielen Jahren über Neuheiten und Trends in der IT-Branche. Seine journalistische Laufbahn startete er 1999 bei der Fachzeitschrift e-commerce magazin (ehemals IWT Magazin Verlag), wo er bis 2003 als Redakteur tätig war. Seit 2004 ist er freiberuflich für verschiedene Fachzeitschriften und Online-Portale in den Bereichen Unternehmens-IT, Computing sowie Wirtschaft und Industrie tätig. Darüber hinaus arbeitet er als Lektor und in der Schlussredaktion für Verlage und Agenturen. Von 2010 bis 2016 hatte er die redaktionelle Leitung des Digitalbusiness Magazin (WIN-Verlag) inne. Seit 2016 schreibt er wieder verstärkt für bekannte IT-Fachzeitschriften und -Portale.

Über die Autorin: Sandra Bültermann

Sandra Bültermann (*1975) ist seit 1999 als Technische Redakteurin tätig. Als langjährige Mitarbeiterin bei Fachzeitschriften, Agenturen und Softwareunternehmen verfügt sie über umfassende Kenntnisse in den Bereichen IT, Kommunikation und Contentmanagement. Ihre Kernkompetenz liegt darin, komplexe, technische Themen verständlich und zielgruppenorientiert aufzubereiten.
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