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Vorteile einer standortübergreifenden, vernetzten Produktion

von David Lauchenauer am 15.10.2020

Die Supply Chains deutscher Unternehmen werden immer komplexer. Das Supply-Chain-Management nimmt dementsprechend einen immer größeren Stellenwert im Arbeitsalltag ein. Vor allem, wenn mehrere Standorte involviert sind, die darüber hinaus noch unterschiedliche Aufgaben haben, wird es schnell übersichtlich, wenn nicht alle Informationen in Echtzeit einsehbar sind. Besonders relevant ist dies für die Produktionsstandorte im Unternehmen. Hier, wo ein Großteil der Wertschöpfung stattfindet, ist es essenziell, dass nichts ins Stocken gerät und die jeweilige Auslastung sowie Lagerkapazitäten ersichtlich sind. Welche Vorteile eine standortübergreifende, vernetzte Produktion besitzt und worauf zu achten ist, zeigt der folgende Artikel auf. 
 

Die vernetzte Produktion ist Grundlage für Industrie 4.0

Geht es um die digitale Transformation in der Produktion, so fallen regelmäßig unterschiedliche Begrifflichkeiten mit individuellen Definitionen. Letztlich beschreibt eine vernetzte Produktion laut dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie die Vernetzung von (Produktions-)Maschinen mit ihrer Umwelt. Moderne Produktions-Geräte besitzen hierfür bereits eine dedizierte Sensor-Technik, die typische Informationen wie Betriebsstatus, Produktionsstatus, produzierte Menge usw. erfasst. Diese Informationen können über das Internet geteilt und verarbeitet werden. Ältere Produktionsmaschinen lassen sich teilweise über sogenannte retrofit Sensoren aufrüsten, damit diese ebenfalls smart werden. Eine vernetzte Produktion bietet eine bessere Informationslage über die Maschinen, den Betriebsstatus und der Auslastung in der Fertigung. Somit ist eine vernetzte Produktion essenziell, um die Idee der Industrie 4.0 vollständig umzusetzen. Laut Bundesministerium haben in einer durchgeführten Umfrage immerhin 28% der befragten Mittelständler angegeben, dass ihre Produktion bereits vernetzt ist. 
 

Ziel: effizientere Fertigungsprozesse 

Das Ziel der Vernetzung der Produktion besteht darin, mit diesen zusätzlichen Informationen einen höheren Grad der Automatisierung zu erreichen. Dadurch sollen effizientere und flexiblere Produktionsprozesse im Unternehmen ablaufen. Störfälle und Stillstände sollen gleichermaßen reduziert oder durch Maßnahmen wie Predictive Maintenance vollständig der Vergangenheit angehören. Für die Produktionsstandorte bedeutet dies, dass die Fertigung sich selbstorganisieren soll. Hierfür sind alle relevanten Aspekte der Fertigung miteinander vernetzt: Maschinen, Produkte, Lager, Logistik und der Mensch. Abgesehen von der passenden Sensor-Technik benötigt es zum Zusammenspiel der unterschiedlichen Komponenten weitere Hilfsmittel wie z.B. RFID-Chips, die das Tracken von Produkten ermöglichen. Dies ist besonders dann relevant, wenn kleine Chargen produziert werden sollen. Für Produktionsunternehmen ist diese Flexibilität ein kritischer Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit, sodass nur so viel produziert, wie benötigt wirdDie Produktion muss demnach mit flexibler Auslastung und Losgrößen arbeiten können, die theoretisch bis zur „Losgröße 1“ runtergebrochen werden können. Entsprechende individuelle Produkte sind vor allem durch Integration von E-Commerce-Anwendungen oder durch manuelle Kundenwünsche immer häufiger eine Notwendigkeit. 
 

Software-Integration unterstützt vernetzte Produktion 

Die gesammelten Informationen aus allen Unternehmensbereichen müssen an einer zentralen Stelle zusammenlaufen: im ERP-System. Hier trifft der ermittelte Bedarf (Bestellungen beim Vertrieb bzw. Verkäufe im Ladengeschäft) auf die vorhanden bzw. eingekauften Produktionsgüter (Beschaffung), sodass die Produktion mit diesen Informationen flexibel geplant werden kann. Die Informationen aus der Produktion wiederum lassen sich in den anderen Unternehmensbereichen dahingehend nutzen, um beispielsweise Auskünfte zum Bestellstatus zu tätigen oder neue Produktionsgüter zu beschaffen. Der Vertrieb kann entsprechende Informationen nutzen, um bei der Kundenakquise mit Blick auf die Produktionsauslastung Aussagen zur Verfügbarkeit geben zu können. Da bei der vernetzten Produktion das Internet von zentraler Bedeutung zum Austausch von Informationen ist, empfiehlt es sich, ein Cloud ERP einzusetzen. Da ein cloudbasiertes ERP nativ für das Internet entwickelt wurde, können alle Informationen aus dem Produktionsprozess integriert werden. Der Zugriff durch die Mitarbeiter erfolgt browserbasiert, wodurch standortübergreifend jederzeit alle Informationen in Echtzeit zur Verfügung stehen. Bestellungen aus der Zentrale, dem Onlineshop oder einem Ladengeschäft können in diesem Zuge automatisch in Produktionsaufträge überführt werden. Zum Erreichen der vollständig automatisierten Produktionsplanung benötigt es vollständig integrierte Systeme. Eine Integration der Produktionsplanungs-Software (PPS) darf in diesem Zuge nicht fehlen, um mit flexiblen Stücklisten umgehen und Produktionsaufträge anpassen zu können. Cloudbasierte ERP-Lösungen bieten die Möglichkeit zur modularen Anpassung, sodass das ERP auf die jeweiligen Fertigungsprozesse individualisiert werden kann. 
 

Volle Transparenz über die Produktion 

Für Fertigungsbetriebe ist die laufende Produktion von zentraler Bedeutung für die Wertschöpfung. Dementsprechend sollten alle Informationen über den Produktionsstatus jederzeit für alle Beteiligten einsehbar sein. Wenn alle Informationen im Cloud ERP zusammenlaufen, ermöglicht die vernetzte Produktion, dass diese Daten sofort eingesehen, verarbeitet und ausgewertet werden können. Dies kann von jedem internetfähigen Endgerät aus passieren, z.B. aus dem Homeoffice, von der Zentrale oder schlicht von unterwegs.  
 
Insbesondere die Möglichkeit für bereichsübergreifende Auswertungen ist es, die laut dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie (IPT) die Tür für eine adaptive Produktion öffnen. Darunter verstehen die Forscher eine vollständig vernetzte Produktion, bei dem zusätzliche Faktoren wie Zeitrisiken oder Energieverbrauch beachtet werden. Die Produktionsplanung und -regelung lässt somit beispielsweise eine um den Energieverbrauch optimierte Auftragsplanung zu. In der Folge sollen alle vorhanden Daten transparent dahingehend ausgewertet werden, um Einsparungen im Produktionsprozess zu erzielen und wirklich flexible Produktionslösungen zu erhalten. Es lässt sich also abschließend festhalten, dass es für den Erfolg einer vernetzten Produktion auf das Zusammenspiel der Faktoren Maschinen, Produkte, Software und Mensch ankommt. Ist dies der Fall, lassen sich durch eine optimierte Fertigung nicht nur Kosten einsparen, sondern auch neue Wertschöpfungsmerkmale entwickeln. 

Über den Autor: Dr. Robert Meyer

Dr. Robert Meyer ist seit 2011 Geschäfts­führer der myfactory International GmbH. Seine Leiden­schaft ist die Vermarktung von moderner Cloud ERP-Software über Online-Medien und Partner­vertrieb. Im Mittelpunkt steht bei ihm immer das Wohl von Anwendern, die eine funktional ausgereifte, leicht zu in­di­vidualisierende, intuitiv zu bedienende, auf allen Devices verwendbare, und mobil ein­setzbare Unternehmens-Software benötigen.

Über den Autor: Rainer Giersbach

Rainer Giersbach stieg 2000 in die IT-Branche über eine technische Hotline zu kfm. Unternehmens­software ein, wenig später übernahm er das Produkt Management für diesen Bereich. 2006 stieß er im Zuge einer Recherche zum Thema "Online-Warenwirtschaft" auf myfactory. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und seit 2007 gestaltet er als Program Manager die myfactory Software aktiv mit.

Über den Autor: Timo Bärenklau

Nach seinem erfolgreichen Studium mit Abschluss als Bachelor of Engineering im Studiengang „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ stieß Timo Bärenklau als Lead Spezialist zur myfactory International GmbH hinzu. Schon während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für Vertriebsoptimierung, besonders im Hinblick auf CRM-Systeme. Auch seine Bachelor-Arbeit hatte CRM als Schwerpunkt. Seit 2012 betreut er maßgeblich die Leadqualifizierung bei myfactory.

Über den Autor: Tobias Korch

Tobias Korch arbeitet seit März 2011 bei myfactory als Software-Entwickler. Seine Schwerpunkte sind die Produktionsplanung (PPS) und das Modul eCommerce. Er ist ein engagierter Verfechter des myfactory-Konzeptes EasyRelease, mit dem Partner updatesichere Zusatzprogramme zur myfactory Business Software erstellen können. Bei Partnern und Partner-Interessenten sind deshalb seine Programmierer-Schulungen und unterstützende Coachings sehr gefragt. Durch seine vieljährigen Praxiserfahrungen mit komplexen Softwareprojekten hat er den Kontakt zum Mittelstand und das Verständnis für Anforderungen und Problemstellungen der Unternehmen und Anwender. Wenn es nichts zu tun gibt (gibt es das eigentlich?) dann kümmert er sich um seine Familie, macht Musik oder interessiert sich für alles was mit IT zu tun hat.

Über den Autor: Jan Schweighart

Jan Schweighart arbeitete nach einem Software Engineering Studium an der Hochschule Konstanz als Software Entwickler für einen Software Dienstleister. Überzeugt von Produkt und Mentalität, kam er Ende 2013 zu myfactory wo er heute schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung von myfactory.CRM arbeitet. Herr Schweighart hatte früher mal Hobbies, Freunde und ein soziales Leben, so wird zumindest berichtet. Heute ist er Vater einer kleinen Tochter ;)

Über den Autor: Dr. Mathias Hamp

Dr. Mathias Hamp ist Kommunikations- experte und entwickelt Kommunikations- strategien zur Vermarktung von Ideen, Waren und Marken. Seit 2015 verantwortet er für myfactory den Bereich Online Marketing.

Über den Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe.

Über den Autor: Stefan Girschner

Stefan Girschner (* 1967) berichtet als Fachjournalist seit vielen Jahren über Neuheiten und Trends in der IT-Branche. Seine journalistische Laufbahn startete er 1999 bei der Fachzeitschrift e-commerce magazin (ehemals IWT Magazin Verlag), wo er bis 2003 als Redakteur tätig war. Seit 2004 ist er freiberuflich für verschiedene Fachzeitschriften und Online-Portale in den Bereichen Unternehmens-IT, Computing sowie Wirtschaft und Industrie tätig. Darüber hinaus arbeitet er als Lektor und in der Schlussredaktion für Verlage und Agenturen. Von 2010 bis 2016 hatte er die redaktionelle Leitung des Digitalbusiness Magazin (WIN-Verlag) inne. Seit 2016 schreibt er wieder verstärkt für bekannte IT-Fachzeitschriften und -Portale.

Über die Autorin: Sandra Bültermann

Sandra Bültermann (*1975) ist seit 1999 als Technische Redakteurin tätig. Als langjährige Mitarbeiterin bei Fachzeitschriften, Agenturen und Softwareunternehmen verfügt sie über umfassende Kenntnisse in den Bereichen IT, Kommunikation und Contentmanagement. Ihre Kernkompetenz liegt darin, komplexe, technische Themen verständlich und zielgruppenorientiert aufzubereiten.
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