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Vom ERP direkt zum Online-Marktplatz – und zurück

von David Lauchenauer am 05.08.2021

 
 
 
 
Große Online-Marktplätze wie Amazon oder eBay sind Hotspots für den Online-Handel. Im E-Commerce spielen solche Plattformen eine zentrale Rolle. Hier findet man, was man im stationären Handel oft vergeblich sucht. Umgekehrt stellen diese Marktplätze für viele Handelsunternehmen wertvolle Ergänzungen der bestehenden Vertriebskanäle dar. Lassen sich Online-Plattformen auch direkt in ein ERP-System integrieren? Ja, sofern man folgende Punkte berücksichtigt. 
 

Das erfolgreiche Multichannel-Prinzip 

Den verschiedenen Online-Marktplätzen gemein ist die Möglichkeit für Händler, rasch und professionell zu einer größeren Reichweite zu gelangen bzw. mehr potenzielle Kunden anzusprechenViele erfolgreiche Anbieter nutzen deshalb diese Möglichkeit in Ergänzung zu bestehenden Vertriebskanälen. Stationäre Verkaufsgeschäfteder eigene Webshop oder andere Vertriebswege werden durch die Teilnahme an E-Commerce-Plattformen ergänzt. Entsprechende Konzepte müssen die jeweiligen Eigenheiten der Kanäle berücksichtigen und gewährleisten, dass der Online-Marktplatz den anderen Vertriebskanälen nicht das Wasser abgräbt. Doch es gibt noch eine weitere Hürde zu meistern: das Jonglierteller-Problem. 
 

Das nervige Jonglierteller-Problem 

Bestimmt kennen Sie die Zirkusartisten, welche geschickt mit zahlreichen Bällen oder Tellern gleichzeitig jonglieren. Das erfordert höchste Konzentration und Können. Wer dieses Kunststück beherrschen will, muss sich vollständig darauf fokussieren. In ähnlicher Form tritt dieses Phänomen auch bei Multichannel-Vertriebskonzepten auf. Bekannt als „Jonglierteller-Problem“ müssen Webshop, Online-Marktplatz, Verkaufsaußendienst usw. ständig und vor allem gleichmäßig in Bewegung gehalten werden. Wird ein Kanal vernachlässigt, fällt der Teller bzw. sinkt der Umsatz. In der Praxis bedeutet das, dass alle Kanäle gleichzeitig mit den gleichen Daten (z.B. Artikelbezeichnung, Preise, Lagerbestände usw.) bespielt werden müssen. Dass diese Daten zudem in gegenseitiger Abhängigkeit stehen, erschwert das Handling mittels unterschiedlicher Systeme zusätzlich. 
 

Das perfekte Integrations-Konzept 

Wem das Jonglieren zu anstrengend ist, greift auf eine vereinfachte Variante zurück. Anstatt einzelne Teller zu bedienen, wird ein zentrales System für die Koordination aller Teller bzw. Kanäle genutzt. Prädestiniert dafür sind ERP-Systeme. Sie verbinden alle Geschäftsbereiche mit einer einheitlichen Datenbasis. Doch die heutigen Multichannel-Anforderungen stellen noch höhere Anforderungen. Zusätzlich zu den Inhouse-Anwendungen wird die E-Commerce-Anbindung von Online-Marktplatz und Webshop immer wichtiger. Wer eine perfekte Integration seiner Geschäftsprozesse und Vertriebskanäle anstrebt, sollte bereits bei der Evaluation eines passenden ERP-Systems auf die Integration aller On- und Offline-Prozesse achten. Die nahtlose Verbindung sorgt für einen reibungslosen Datenaustausch auch über die Unternehmensgrenzen hinweg. 
 

Das virtuose Prozess-Layout 

Um über eine Online-Plattform zu verkaufen, braucht es dort natürlich die entsprechenden und vor allem aktuellen Artikeldaten. Diese werden normalerweise bereits im ERP-System verwaltet. Wer die Angaben nicht doppelt führen will, wird einen Weg suchen, alles zentral mit einer einzigen Software abzudecken. Gesucht ist also ein ERP-System mit integrierter Möglichkeit für die Anbindung von Online-Plattform, Webshop und idealerweise weiterer Bereiche wie Pop-up-Stores, POS-Kassen usw. Auf diese Weise lässt sich ein virtuoses Prozess-Layout entwerfen, welches speziell in Zusammenhang mit einer Online-Plattform folgende Bereiche umfasst: 
 
  • Zentrale Datenhaltung und -verwaltung (Artikel, Kunden, Aufträge, Bestände usw.) 
  • Bereitstellung der relevanten Daten für den Online-Marktplatz und Webshop 
  • Abbildung und Synchronisation der Bestelltransaktionen 
 

Das erweiterte E-Commerce-Denken 

Die Plattform-Ökonomie ist auf Wachstumskurs. Auch soziale Netzwerke und Suchmaschinen wittern das große Geschäft mit dem Online-Shopping. Händler können sich bereits mit geringem Aufwand mitmachen und Präsenz zeigen. Der Webshop bleibt wichtig, ist aber nicht mehr der einzige Vertriebskanal im E-Commerce. Auch wenn auf dem Online-Marktplatz der Konkurrenzkampf groß und die Margen tief sind, lohnt es sich, dabei zu sein. Profitabel wird das Business aber nur dann, wenn der Bearbeitungsaufwand den Gewinn nicht gleich wieder wegfrisst. Entscheidend für den langfristigen Erfolg ist ein erweitertes E-Commerce-Denken. Der Produkteverkauf ist zwar wichtig, doch mit zusätzlichen Angeboten und Leistungen, Up- und Cross-Selling-Maßnahmen usw. lässt sich das Business erst richtig ankurbeln. Auch hier kommen wieder die integrativen Möglichkeiten des ERP-Systems ins Spiel. Sei dies für eine gezielte Kundenansprache, Promotionen, Services und vieles mehr.  
 
 
 
 

Über den Autor: Dr. Robert Meyer

Dr. Robert Meyer ist seit 2011 Geschäfts­führer der myfactory International GmbH. Seine Leiden­schaft ist die Vermarktung von moderner Cloud ERP-Software über Online-Medien und Partner­vertrieb. Im Mittelpunkt steht bei ihm immer das Wohl von Anwendern, die eine funktional ausgereifte, leicht zu in­di­vidualisierende, intuitiv zu bedienende, auf allen Devices verwendbare, und mobil ein­setzbare Unternehmens-Software benötigen.

Über den Autor: Rainer Giersbach

Rainer Giersbach stieg 2000 in die IT-Branche über eine technische Hotline zu kfm. Unternehmens­software ein, wenig später übernahm er das Produkt Management für diesen Bereich. 2006 stieß er im Zuge einer Recherche zum Thema "Online-Warenwirtschaft" auf myfactory. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und seit 2007 gestaltet er als Program Manager die myfactory Software aktiv mit.

Über den Autor: Timo Bärenklau

Nach seinem erfolgreichen Studium mit Abschluss als Bachelor of Engineering im Studiengang „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ stieß Timo Bärenklau als Lead Spezialist zur myfactory International GmbH hinzu. Schon während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für Vertriebsoptimierung, besonders im Hinblick auf CRM-Systeme. Auch seine Bachelor-Arbeit hatte CRM als Schwerpunkt. Seit 2012 betreut er maßgeblich die Leadqualifizierung bei myfactory.

Über den Autor: Tobias Korch

Tobias Korch arbeitet seit März 2011 bei myfactory als Software-Entwickler. Seine Schwerpunkte sind die Produktionsplanung (PPS) und das Modul eCommerce. Er ist ein engagierter Verfechter des myfactory-Konzeptes EasyRelease, mit dem Partner updatesichere Zusatzprogramme zur myfactory Business Software erstellen können. Bei Partnern und Partner-Interessenten sind deshalb seine Programmierer-Schulungen und unterstützende Coachings sehr gefragt. Durch seine vieljährigen Praxiserfahrungen mit komplexen Softwareprojekten hat er den Kontakt zum Mittelstand und das Verständnis für Anforderungen und Problemstellungen der Unternehmen und Anwender. Wenn es nichts zu tun gibt (gibt es das eigentlich?) dann kümmert er sich um seine Familie, macht Musik oder interessiert sich für alles was mit IT zu tun hat.

Über den Autor: Jan Schweighart

Jan Schweighart arbeitete nach einem Software Engineering Studium an der Hochschule Konstanz als Software Entwickler für einen Software Dienstleister. Überzeugt von Produkt und Mentalität, kam er Ende 2013 zu myfactory wo er heute schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung von myfactory.CRM arbeitet. Herr Schweighart hatte früher mal Hobbies, Freunde und ein soziales Leben, so wird zumindest berichtet. Heute ist er Vater einer kleinen Tochter ;)

Über den Autor: Dr. Mathias Hamp

Dr. Mathias Hamp ist Kommunikations- experte und entwickelt Kommunikations- strategien zur Vermarktung von Ideen, Waren und Marken. Seit 2015 verantwortet er für myfactory den Bereich Online Marketing.

Über den Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe.

Über den Autor: Stefan Girschner

Stefan Girschner (* 1967) berichtet als Fachjournalist seit vielen Jahren über Neuheiten und Trends in der IT-Branche. Seine journalistische Laufbahn startete er 1999 bei der Fachzeitschrift e-commerce magazin (ehemals IWT Magazin Verlag), wo er bis 2003 als Redakteur tätig war. Seit 2004 ist er freiberuflich für verschiedene Fachzeitschriften und Online-Portale in den Bereichen Unternehmens-IT, Computing sowie Wirtschaft und Industrie tätig. Darüber hinaus arbeitet er als Lektor und in der Schlussredaktion für Verlage und Agenturen. Von 2010 bis 2016 hatte er die redaktionelle Leitung des Digitalbusiness Magazin (WIN-Verlag) inne. Seit 2016 schreibt er wieder verstärkt für bekannte IT-Fachzeitschriften und -Portale.

Über die Autorin: Sandra Bültermann

Sandra Bültermann (*1975) ist seit 1999 als Technische Redakteurin tätig. Als langjährige Mitarbeiterin bei Fachzeitschriften, Agenturen und Softwareunternehmen verfügt sie über umfassende Kenntnisse in den Bereichen IT, Kommunikation und Contentmanagement. Ihre Kernkompetenz liegt darin, komplexe, technische Themen verständlich und zielgruppenorientiert aufzubereiten.
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