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So bringen Sie Ihr Lager mit der Cloud in Schwung

von Sandra Bültermann am 19.06.2020

Gabelstapler, die sich durch düstere Gänge manövrieren, Lagermitarbeiter mit einem Klemmbrett unter dem Arm, zugige Luft und von irgendwo kommt Radiogedudel – so stellen sich viele seit jeher ein Warenlager vor.  Betriebe, die heute individuellen Kundenbedürfnissen gerecht werden und vor allem wettbewerbsfähig bleiben wollen, brauchen aber dringend modernere Prozesse in der Logistik – ohne Picklisten auf Papier und manuelle Warenzusammenstellung. Denn der Kostenfaktor vieler (veralteter) Lager ist für KMU immens. Um kürzere Bestellzyklen, geringe Stückzahlen und Just-in-time-Produktion realisieren zu können, gehören Warenbewegungen und -bestände auf den Prüfstand. Wie Sie Ihr Lager digital in Schwung bringen, zeigt dieser Beitrag.

 

Digitalisierung in Maßen

Im Zuge der Digitalisierung ist immer wieder die Rede davon, dass sich Prozesse insbesondere in der Fertigung und im Lagerwesen komplett automatisieren lassen. Manch ein KMU scheut aber die Investitionen für eine vollständige Digitalisierung des Betriebes. Und die muss auch gar nicht in einem Rutsch erfolgen. Schon mit Teilmaßnahmen lassen sich viele Prozesse automatisieren, beschleunigen und somit Kosten senken. Eine ganzheitliche Business Software aus der Cloud mit integriertem Produktionssteuerungs- und Produktionsplanungssystem (PPS) bietet hier beispielsweise die optimalen Voraussetzungen zur Steigerung von Produktivität, Wirtschaftlichkeit und Rentabilität des Lagers. Zudem ist die Cloud-Lösung auch für künftige Anforderungen gerüstet und bietet beste Voraussetzungen für die Zukunft.   

 

Balanceakt im Lager

Die Bestückung des Lagers ist ein Balanceakt. Kein Unternehmen kann es sich leisten, überdimensionierte Warenflächen vorzuhalten und totes Kapital in Form von Lagerhütern ungenutzt zu binden. Hohe Lagerbestände verringern in wirtschaftlich schwierigen Perioden die Liquidität; eine zu schwache Lagerbestückung führt in konjunkturell starken Zeiten zu Lieferschwierigkeiten und damit im schlimmsten Fall zum Kundenverlust. Um eine Balance zu schaffen, müssen sich Warenbestände und  Warenbewegungen an die Marktanforderungen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen flexibel anpassen. Realisieren lässt sich dies durch ganzheitlich integrierte Prozesse entlang der kompletten Wertschöpfungskette. Eine cloudbasierte ERP-Lösung mit Warenwirtschaftssystem unterstützt dabei die Koordination von Wareneingang und Produktion über Lagerhaltung bis zur Qualitätssicherung und Auslieferung. Über mobile Endgeräte wie Barcodescanner oder Tablets lassen sich Artikel direkt im ERP erfassen und für Folgeprozesse freigeben. Da sämtliche Bewegungen während der internen Lagerhaltung automatisch und in Echtzeit erfasst werden, sind genaue Bestände und eine hohe Transparenz in der Logistikkette sichergestellt. Zudem ermöglicht die ganzheitliche Datenbasis detaillierte Auswertungen, mit deren Hilfe sich der Warenfluss bedarfsgerecht steuern lässt.

 

Durchgängiger Informationsfluss dank RFID

Neben Barcodes haben sich sogenannte RFID-Systeme in der Produktion und Logistik etabliert. Um einzelne Artikel oder ganze Paletten lückenlos und in Echtzeit verfolgen zu können, sind sie mit RFID-Transpondern ausgestattet – analog zu den aufgedruckten Barcodes. Diese tauschen permanent Daten mit Sende-Empfänger-Einheiten aus und können gleichzeitig senden und empfangen. Ein bedeutender Vorteil dieser Technologie ist der durchgängige Informationsfluss, da wesentlich mehr Informationen übertragen werden können als es Barcodes ermöglichen. In der Praxis sind das beispielsweise Artikelmengen, Chargennummern und Lagerplätze. Diese Informationen laufen direkt im ERP zusammen und stehen für Folgeprozesse oder andere Abteilungen zur Verfügung.
Weitere Vorteile der kontaktlosen RFID-Datenübertragung:
  • hohe Sicherheit dank Kopierschutz
  • Verschlüsselung von Informationen
  • Identifikation der Transponder auch ohne Sichtkontakt
  • Erfassung der Transponder durch verschiedene Materialien möglich
  • gleichzeitige Erfassung mehrerer Transponder
  • keine Beeinträchtigung bei Verschmutzung der Transponder

 

Optimierte Abläufe in der Kommissionierung

Vom integrierten ERP profitieren auch die Mitarbeiter in der Kommissionierung – denn trotz hohem Automatisierungsgrad geht es hier nicht ohne echte Handarbeit. Dank mobiler Datenerfassung können sie über die direkte Anbindung ans Lagerverwaltungssystem stets den aktuellen Status des Bestandes per Tablet oder Smartphone abfragen. Außerdem erfahren sie beispielsweise bei Artikeln mit Mindesthaltbarkeitsdatum, welche vorrangig kommissioniert werden müssen. Bestätigte Entnahmen werden umgehend in den Versandbereich umgelagert, um den Lagerbestand zu aktualisieren.

 

Für den Versand gerüstet

Mit dem Beenden des Kommissioniervorgangs wird automatisch die Ausgabe der für den Versand notwendigen Papiere eingeleitet: Lieferschein, Rechnungen, Belege oder Statusmeldungen von Lieferanten. Die Rückverfolgung einer Sendung ist sowohl für das KMU als auch den Kunden jederzeit möglich. Selbst für die elektronische Zollabwicklung sind moderne ERP-Lösungen gerüstet. Ein integriertes Logistikmodul garantiert so die Prozesssicherheit sowie eine niedrige Fehlerquoten im Produktionsbetrieb.

 

Fazit: So geht moderne Lagerhaltung

Geänderte Kundenanforderungen, Schwankungen von Durchsatzmengen oder die Erneuerung des Sortiments erfordern eine moderne Lagerhaltung. Um flexibel, rentabel und konkurrenzfähig zu bleiben, müssen KMU ihre Prozesse und Strukturen kontinuierlich überprüfen und anpassen – immer mit dem Ziel, Warenbestände und -bewegungen zu optimieren. Neue Technologien und moderne ganzheitliche Business Software aus der Cloud unterstützen die automatisierte Erfassung und Überwachung des Lagerbestandes. Übrigens: Das eingangs erwähnte Radio darf auch gerne im modernen Lager seinen Platz behalten. Aber vielleicht tauschen Sie es im Rahmen der Digitalisierung ja gegen ein Gerät aus, das internationale Radiosender übers Internet empfängt.

Über den Autor: Dr. Robert Meyer

Dr. Robert Meyer ist seit 2011 Geschäfts­führer der myfactory International GmbH. Seine Leiden­schaft ist die Vermarktung von moderner Cloud ERP-Software über Online-Medien und Partner­vertrieb. Im Mittelpunkt steht bei ihm immer das Wohl von Anwendern, die eine funktional ausgereifte, leicht zu in­di­vidualisierende, intuitiv zu bedienende, auf allen Devices verwendbare, und mobil ein­setzbare Unternehmens-Software benötigen.

Über den Autor: Rainer Giersbach

Rainer Giersbach stieg 2000 in die IT-Branche über eine technische Hotline zu kfm. Unternehmens­software ein, wenig später übernahm er das Produkt Management für diesen Bereich. 2006 stieß er im Zuge einer Recherche zum Thema "Online-Warenwirtschaft" auf myfactory. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und seit 2007 gestaltet er als Program Manager die myfactory Software aktiv mit.

Über den Autor: Timo Bärenklau

Nach seinem erfolgreichen Studium mit Abschluss als Bachelor of Engineering im Studiengang „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ stieß Timo Bärenklau als Lead Spezialist zur myfactory International GmbH hinzu. Schon während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für Vertriebsoptimierung, besonders im Hinblick auf CRM-Systeme. Auch seine Bachelor-Arbeit hatte CRM als Schwerpunkt. Seit 2012 betreut er maßgeblich die Leadqualifizierung bei myfactory.

Über den Autor: Tobias Korch

Tobias Korch arbeitet seit März 2011 bei myfactory als Software-Entwickler. Seine Schwerpunkte sind die Produktionsplanung (PPS) und das Modul eCommerce. Er ist ein engagierter Verfechter des myfactory-Konzeptes EasyRelease, mit dem Partner updatesichere Zusatzprogramme zur myfactory Business Software erstellen können. Bei Partnern und Partner-Interessenten sind deshalb seine Programmierer-Schulungen und unterstützende Coachings sehr gefragt. Durch seine vieljährigen Praxiserfahrungen mit komplexen Softwareprojekten hat er den Kontakt zum Mittelstand und das Verständnis für Anforderungen und Problemstellungen der Unternehmen und Anwender. Wenn es nichts zu tun gibt (gibt es das eigentlich?) dann kümmert er sich um seine Familie, macht Musik oder interessiert sich für alles was mit IT zu tun hat.

Über den Autor: Jan Schweighart

Jan Schweighart arbeitete nach einem Software Engineering Studium an der Hochschule Konstanz als Software Entwickler für einen Software Dienstleister. Überzeugt von Produkt und Mentalität, kam er Ende 2013 zu myfactory wo er heute schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung von myfactory.CRM arbeitet. Herr Schweighart hatte früher mal Hobbies, Freunde und ein soziales Leben, so wird zumindest berichtet. Heute ist er Vater einer kleinen Tochter ;)

Über den Autor: Dr. Mathias Hamp

Dr. Mathias Hamp ist Kommunikations- experte und entwickelt Kommunikations- strategien zur Vermarktung von Ideen, Waren und Marken. Seit 2015 verantwortet er für myfactory den Bereich Online Marketing.

Über den Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe.

Über den Autor: Stefan Girschner

Stefan Girschner (* 1967) berichtet als Fachjournalist seit vielen Jahren über Neuheiten und Trends in der IT-Branche. Seine journalistische Laufbahn startete er 1999 bei der Fachzeitschrift e-commerce magazin (ehemals IWT Magazin Verlag), wo er bis 2003 als Redakteur tätig war. Seit 2004 ist er freiberuflich für verschiedene Fachzeitschriften und Online-Portale in den Bereichen Unternehmens-IT, Computing sowie Wirtschaft und Industrie tätig. Darüber hinaus arbeitet er als Lektor und in der Schlussredaktion für Verlage und Agenturen. Von 2010 bis 2016 hatte er die redaktionelle Leitung des Digitalbusiness Magazin (WIN-Verlag) inne. Seit 2016 schreibt er wieder verstärkt für bekannte IT-Fachzeitschriften und -Portale.

Über die Autorin: Sandra Bültermann

Sandra Bültermann (*1975) ist seit 1999 als Technische Redakteurin tätig. Als langjährige Mitarbeiterin bei Fachzeitschriften, Agenturen und Softwareunternehmen verfügt sie über umfassende Kenntnisse in den Bereichen IT, Kommunikation und Contentmanagement. Ihre Kernkompetenz liegt darin, komplexe, technische Themen verständlich und zielgruppenorientiert aufzubereiten.
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