Presse
Weitere Themen

So bilden Sie Geschäftsbeziehungen im ERP-System ab

von David Lauchenauer am 05.10.2021

 
 
 
 Man kann Daten lediglich als digitale Informationen betrachten. Oder aber als Abbild des realen UnternehmensAus Nullen und Einsen werden dann konkrete Geschäftsbeziehungen mit Kunden, Lieferanten oder Interessenten. Aber auch damit verbundene Geschäftsvorgänge in Zusammenhang mit Angeboten oder BestellungenDie Herausforderung: Wie bildet man die Komplexität der Wirklichkeit im ERP-System ab?  
 

Digitaler Zwilling des Unternehmens 

Ein ERP-System hat gewisse Ähnlichkeiten mit einem Fußballspiel. Zum einen gibt es die Protagonisten in Form von Stammdaten. Diese bilden die Grundlagen. Zum anderen widerspiegelt sich der Spielverlauf in Form von Bewegungsdaten, welche aus der Interaktion mit anderen Mannschaften – dem Umfeld eines Unternehmens – entstehen. Nicht zu vergessen sind die Regeln, welche das Spiel definieren. Auch diese finden wir im ERP-System in Form von Parametern und Vorgaben. Gesamthaft betrachtet, stellt das ERP-System den digitalen Zwilling des realen Unternehmens dar. 
 

Virtuelles Abbild realer Vorgänge 

Ein zentraler Aspekt für die operative Tätigkeiten im Unternehmen ist die Darstellung von Geschäftsbeziehungen. Dazu gehören die grundlegenden Stammdaten von Kunden, Lieferanten, Partnern usw. sowie die aus der Interaktion entstehenden Bewegungsdaten wie Bestellungen, Lieferungen, Zahlungen, Dokumente und vieles mehr. Das ERP-System bietet den Vorteil, diese Gesamtmenge an Bewegungs- und Stammdaten in einer zentralen Datenbasis festzuhalten. Damit dies möglich ist, braucht es einerseits eine entsprechende Datenbank und andererseits Programme und Parameter, um die jeweiligen Transaktionen mit der Software wirklichkeitsgetreu nachzubilden.  
 

Strukturierung und Parametrierung 

Die Software eines ERP-Systems lässt sich grob in die Bereiche Datenbasis, ProgrammeParameter und Oberfläche einteilen. Beim Einrichten eines Systems geht es im Wesentlichen darum, eine optimale Struktur der Daten zu schaffen und die Standardfunktionen mittels Parametern zu steuern. Je mehr Möglichkeiten ein ERP-System bietet, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass unternehmerische Realität und virtuelles Abbild übereinstimmen. Nebst der Evaluation einer passenden Software, gehören Datenstrukturierung und Systemparametrierung (gemäß Prozessvorgaben) zu den wichtigsten Aufgaben bei ERP-Projekten. 
 

Das Stakeholder-Modell im ERP-System 

Aus dem Prozessmanagement kennt man den Begriff der Stakeholder. Dieser bezeichnet alle Personen, Organisationen oder Gruppen, welche direkt oder indirekt mit den Unternehmensprozessen verbunden sind. Das sind beispielsweise Kunden und Lieferanten, aber auch Mitarbeitende oder Behörden. Bei der Definition der Stakeholder geht es einerseits darum, diese zu identifizieren und andererseits deren Eigenschaften (und Bedürfnisse) zu charakterisieren. Dieses Vorgehen findet sich auch im ERP-System wieder. Die Stakeholder bilden einen wesentlichen Teil der Stammdaten. Allgemeine Informationen wie zum Beispiel Adressen werden dort mit spezifischen Ausprägungen ergänzt. 
 

Verschiedene Merkmale von Stakeholdern 

Interessenten, Kunden, Lieferanten, Partner oder Mitarbeitende – diese Adressgruppen lassen sich in den meisten Unternehmen finden, weisen jedoch ganz unterschiedliche Merkmale auf. Bei Kunden oder Lieferanten werden Attribute wie Zahlungskonditionen, Währungen usw. hinterlegt. Bei Mitarbeitenden finden sich andere Angaben wie Gehaltsklasse, Sozialversicherungsnummer usw. Diese Merkmale sind wichtig, um die jeweiligen Prozesse bzw. Geschäftsbeziehungen mittels Business Software optimal darzustellen.  
 

Ergänzende Datenobjekte sind sinnvoll 

Mit der Definition und Beschreibung der Stakeholder ist es noch nicht getan. Zu den Transaktionen, welche im ERP-System abgebildet werden sollen, braucht es noch ergänzende Datenobjekte. Dazu gehören beispielsweise DokumenteAufgabenTermineKontakteAktivitätenNotizenE-Mails usw. Diese Datenobjekte werden ebenfalls gemäß den Prozessvorgaben strukturiert. So braucht es zum Beispiel Kategorien, unter welchen Dokumente abgelegt werden (Verträge, Verkaufsbelege, Zertifikate usw.). Auf diese Weise werden die Transaktionen wie etwa der Versand einer Auftragsbestätigung mit dem jeweiligen Artefakt (der eigentlichen Auftragsbestätigung als Dokument) ergänzt. 
 

Gesamtbild mit Bewegungsdaten 

Sind alle Daten inklusive Ergänzungen strukturiert und die Software mittels Parametern eingerichtet, braucht es noch die entsprechenden Funktionen, um die verschiedenen Objekte zu verbinden. Erkundigt sich beispielsweise ein Interessent beim Kundendienst nach dem Preis eines Artikels, wird der Vorgang im ERP-System über die Stammdaten (Interessent oder Kunde) mit einem Dokument (Angebot) abgebildet und mit einer Aufgabe (Nachfassen) ergänztAnhand dieser Bewegungsdaten und auf Basis der Stammdaten entsteht im ERP-System ein Gesamtbild aller Geschäftsbeziehungen eines Unternehmens.    
 
 
 

Über den Autor: Dr. Robert Meyer

Dr. Robert Meyer ist seit 2011 Geschäfts­führer der myfactory International GmbH. Seine Leiden­schaft ist die Vermarktung von moderner Cloud ERP-Software über Online-Medien und Partner­vertrieb. Im Mittelpunkt steht bei ihm immer das Wohl von Anwendern, die eine funktional ausgereifte, leicht zu in­di­vidualisierende, intuitiv zu bedienende, auf allen Devices verwendbare, und mobil ein­setzbare Unternehmens-Software benötigen.

Über den Autor: Rainer Giersbach

Rainer Giersbach stieg 2000 in die IT-Branche über eine technische Hotline zu kfm. Unternehmens­software ein, wenig später übernahm er das Produkt Management für diesen Bereich. 2006 stieß er im Zuge einer Recherche zum Thema "Online-Warenwirtschaft" auf myfactory. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und seit 2007 gestaltet er als Program Manager die myfactory Software aktiv mit.

Über den Autor: Timo Bärenklau

Nach seinem erfolgreichen Studium mit Abschluss als Bachelor of Engineering im Studiengang „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ stieß Timo Bärenklau als Lead Spezialist zur myfactory International GmbH hinzu. Schon während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für Vertriebsoptimierung, besonders im Hinblick auf CRM-Systeme. Auch seine Bachelor-Arbeit hatte CRM als Schwerpunkt. Seit 2012 betreut er maßgeblich die Leadqualifizierung bei myfactory.

Über den Autor: Tobias Korch

Tobias Korch arbeitet seit März 2011 bei myfactory als Software-Entwickler. Seine Schwerpunkte sind die Produktionsplanung (PPS) und das Modul eCommerce. Er ist ein engagierter Verfechter des myfactory-Konzeptes EasyRelease, mit dem Partner updatesichere Zusatzprogramme zur myfactory Business Software erstellen können. Bei Partnern und Partner-Interessenten sind deshalb seine Programmierer-Schulungen und unterstützende Coachings sehr gefragt. Durch seine vieljährigen Praxiserfahrungen mit komplexen Softwareprojekten hat er den Kontakt zum Mittelstand und das Verständnis für Anforderungen und Problemstellungen der Unternehmen und Anwender. Wenn es nichts zu tun gibt (gibt es das eigentlich?) dann kümmert er sich um seine Familie, macht Musik oder interessiert sich für alles was mit IT zu tun hat.

Über den Autor: Jan Schweighart

Jan Schweighart arbeitete nach einem Software Engineering Studium an der Hochschule Konstanz als Software Entwickler für einen Software Dienstleister. Überzeugt von Produkt und Mentalität, kam er Ende 2013 zu myfactory wo er heute schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung von myfactory.CRM arbeitet. Herr Schweighart hatte früher mal Hobbies, Freunde und ein soziales Leben, so wird zumindest berichtet. Heute ist er Vater einer kleinen Tochter ;)

Über den Autor: Dr. Mathias Hamp

Dr. Mathias Hamp ist Kommunikations- experte und entwickelt Kommunikations- strategien zur Vermarktung von Ideen, Waren und Marken. Seit 2015 verantwortet er für myfactory den Bereich Online Marketing.

Über den Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe.

Über den Autor: Stefan Girschner

Stefan Girschner (* 1967) berichtet als Fachjournalist seit vielen Jahren über Neuheiten und Trends in der IT-Branche. Seine journalistische Laufbahn startete er 1999 bei der Fachzeitschrift e-commerce magazin (ehemals IWT Magazin Verlag), wo er bis 2003 als Redakteur tätig war. Seit 2004 ist er freiberuflich für verschiedene Fachzeitschriften und Online-Portale in den Bereichen Unternehmens-IT, Computing sowie Wirtschaft und Industrie tätig. Darüber hinaus arbeitet er als Lektor und in der Schlussredaktion für Verlage und Agenturen. Von 2010 bis 2016 hatte er die redaktionelle Leitung des Digitalbusiness Magazin (WIN-Verlag) inne. Seit 2016 schreibt er wieder verstärkt für bekannte IT-Fachzeitschriften und -Portale.

Über die Autorin: Sandra Bültermann

Sandra Bültermann (*1975) ist seit 1999 als Technische Redakteurin tätig. Als langjährige Mitarbeiterin bei Fachzeitschriften, Agenturen und Softwareunternehmen verfügt sie über umfassende Kenntnisse in den Bereichen IT, Kommunikation und Contentmanagement. Ihre Kernkompetenz liegt darin, komplexe, technische Themen verständlich und zielgruppenorientiert aufzubereiten.
Zurück zur Übersicht der Blog-Beiträge

Kommentare


Es wurde noch keine Kommentare abgegeben.
Zurück zur Übersicht der Blog-Beiträge

Weitere Themen

<< < 1 2 3 ... > >>

© myfactory International GmbH 2021. Alle Rechte vorbehalten.

Über uns

myfactory ist die webbasierte Business Software für KMU in den Bereichen ERP, CRM, PPS, MIS, Portal, Shop, Groupware und Finanzbuchhaltung.

Kontakt

Agnes-Pockels-Bogen 1
D-80992 München

28.10.2021
26.10.2021
21.10.2021
19.10.2021
14.10.2021