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Smarte Logistik-Konzepte für mehr ERP-Power

von David Lauchenauer am 31.08.2021

 
 Wer die Lagerverwaltung im ERP-System konzeptlos einsetzt, verschwendet wertvolles Potenzial. Das ist etwa so, als würden Sie einen Supercomputer für die Verwaltung der Versandadressen für die Weihnachtskarten verwenden. Zugegeben, das ist etwas dick aufgetragen. Trotzdem sollten Sie in diesen Beitrag mal reinschauen. Wir zeigen Ihnen verschiedene Konzepte für effiziente Logistikprozesse. Und das Ganze erst noch mit dem ERP-System. 
 

Zum Einstieg: Das Konzept-ERP-Dilemma 

"Pläne sind nichts; Planung ist alles." Das Zitat des ehemaligen US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower bringt den Zusammenhang zwischen Konzept und Umsetzung bei der Lagerverwaltung auf den Punkt. Die besten Pläne nützen nichts, wenn die konkrete Planung versagt. Im Kontext mit unserem Thema: Das fantastischste Konzept ist Makulatur, wenn es in der Praxis nicht umgesetzt werden kann. Und Praxis bedeutet in vielen Unternehmen ERP-System. Damit wird täglich gearbeitet, hier sind alle Daten zu Hause und damit werden ganze Prozesse gesteuert. Die Erfahrung zeigt: Bevor Logistikprozesse konzipiert werden, lohnt sich ein Blick auf die Möglichkeiten des ERP-Systems. 
 

Wenn der Milchmann gar nie klingelt 

Dieser Abschnitt hat nur ganz wenig mit dem bekannten US-Film (The Postman Always Rings Twice) zu tun, auch wenn eines der bekanntesten Logistik-Konzepte mit Milchlieferungen zu tun hat. Das Milchflaschenkonzept (Milk-run) bezieht sich auf den amerikanischen Milchjungen, welcher auf fest vorgeschriebenen Touren jeweils nur dort eine neue Milchflasche abliefert, wo eine leere vor der Tür steht. Coole Idee, denn so hat man nie zu viel Milch im Haus, die schlecht werden könnte. Nebst dem Milkrun-Konzept gibt es natürlich noch viel mehr smarte Logistik-Konzepte für eine effiziente Lagerverwaltung (die Aufzählung ist nicht abschließend): 
 
  • Just-in-time-Produktion: bedarfsgesteuerter Materialfluss synchron mit dem Verbrauch in der der Fertigung 
  • Just-in-sequence-Produktion: Reihenfolge gesteuerter Materialfluss, um individuelle Produktionssequenzen zu bedienen. 
  • KanbanSynchronisation zwischen Verbrauch in der Produktion und vorgelagerten Pufferlagern, welche unabhängig vom Verbrauch bewirtschaftet werden. 
  • Lean Production: Minimierung von Vorgängen und Ressourcen, um Schwankungen bei Produktion und Nachfrage optimal auszugleichen. 
  • Vendor Managed Inventory: Die Lagerverwaltung der Bestände wird durch den Lieferanten übernommen, welcher für rechtzeitigen Nachschub sorgt. 
  • Cross Docking: Lieferanten liefern ihre Produkte vorkommissioniert an, was die Logistikprozesse vereinfacht Gegenteil: Sortenreine Anlieferung, welche intern kommissioniert werden muss. 
  • Quick Response: Ultimatives Reduzieren der Materialbestände auf das absolute Minimum in Abhängigkeit von der Nachfrage des Endprodukts. 
  • Efficient Consumer-Response: Enges Zusammenspiel zwischen Handel und Fertigung bzw. Marketing und Produktion, um Absatzveränderungen sofort nachzuvollziehen. 

Das ERP-System schafft sie (fast) alle 

„Fast ist natürlich nur der Bescheidenheit geschuldet. Eigentlich lassen sich mit einem leistungsfähigen ERP-System alle Konzepte für die Lagerverwaltung abbilden. Warum nur eigentlich? Die Einschränkung bezieht sich einerseits auf die Möglichkeiten der Software, andererseits auf die konsequente Umsetzung des entsprechenden Konzepts. Das ERP-System wird leider immer noch zu sehr als „Schreibmaschine & Taschenrechner“ wahrgenommen. Dabei liefert es essenzielle Grundlagen für die Implementierung digitaler Strategien bzw. logistischer Konzepte. Die Definition von Systemeinstellungen ist kein Glücksspiel, sondern sollte klaren Überlegungen folgen. Konkret: Die Einteilung von Warengruppen oder die Strukturierung von Lagerbewegungen entscheiden am Ende des Tages über den Erfolg von Logistikkonzepten. Das tönt vielleicht trivial, hat aber durchaus seine Berechtigung. Die richtigen Einstellungen eines ERP-Systems leisten sich immer von den Vorgaben ab, welche ein Kunde für seine Prozesse und Konzepte definiert. ERP follows concept… 
 

Butter bei die Fische, wie denn jetzt? 

Wenn Sie die Logistik-Power Ihres ERP-Systems wirklich abrufen wollen, müssen Sie Strecke und Ziel kennen. Folgendes Vorgehen kann Ihnen dabei in einer ersten Phase weiterhelfen: 
 
1. Verständnis der Unternehmensstrategie und des Geschäftsmodells 
2. Ableitung der optimalen Konzepte und damit verbundenen Maßnahmen 
3. Analyse der bestehenden Prozesse, Strukturen und Organisation 
4. Ausarbeitung der digitalen Soll-Situation für eine bestmögliche Unterstützung 
5. Konzeptionierung eines Gesamtsystems (ERP inkl. Lagerverwaltung, Infrastruktur, Ressourcen, Prozesse, Daten usw.) 
6. Evaluation einer passenden Lösung mit hohem Standardanteil und individuellen Anpassungsmöglichkeiten 
7. Einleitung einer Machbarkeit-Phase in Form von Workshops mit Einbezug aller Stakeholders 
8. Parametrierung des Systems anhand von Test-Szenarien und Schulung der Anwender 
9. Abgleich der konzeptionellen Zielvorgaben mit den konkreten Systemfunktionen 
10. Go-live und laufende Systemoptimierung und Abbildung neuer Anforderungen 
 
 
 

Über den Autor: Dr. Robert Meyer

Dr. Robert Meyer ist seit 2011 Geschäfts­führer der myfactory International GmbH. Seine Leiden­schaft ist die Vermarktung von moderner Cloud ERP-Software über Online-Medien und Partner­vertrieb. Im Mittelpunkt steht bei ihm immer das Wohl von Anwendern, die eine funktional ausgereifte, leicht zu in­di­vidualisierende, intuitiv zu bedienende, auf allen Devices verwendbare, und mobil ein­setzbare Unternehmens-Software benötigen.

Über den Autor: Rainer Giersbach

Rainer Giersbach stieg 2000 in die IT-Branche über eine technische Hotline zu kfm. Unternehmens­software ein, wenig später übernahm er das Produkt Management für diesen Bereich. 2006 stieß er im Zuge einer Recherche zum Thema "Online-Warenwirtschaft" auf myfactory. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und seit 2007 gestaltet er als Program Manager die myfactory Software aktiv mit.

Über den Autor: Timo Bärenklau

Nach seinem erfolgreichen Studium mit Abschluss als Bachelor of Engineering im Studiengang „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ stieß Timo Bärenklau als Lead Spezialist zur myfactory International GmbH hinzu. Schon während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für Vertriebsoptimierung, besonders im Hinblick auf CRM-Systeme. Auch seine Bachelor-Arbeit hatte CRM als Schwerpunkt. Seit 2012 betreut er maßgeblich die Leadqualifizierung bei myfactory.

Über den Autor: Tobias Korch

Tobias Korch arbeitet seit März 2011 bei myfactory als Software-Entwickler. Seine Schwerpunkte sind die Produktionsplanung (PPS) und das Modul eCommerce. Er ist ein engagierter Verfechter des myfactory-Konzeptes EasyRelease, mit dem Partner updatesichere Zusatzprogramme zur myfactory Business Software erstellen können. Bei Partnern und Partner-Interessenten sind deshalb seine Programmierer-Schulungen und unterstützende Coachings sehr gefragt. Durch seine vieljährigen Praxiserfahrungen mit komplexen Softwareprojekten hat er den Kontakt zum Mittelstand und das Verständnis für Anforderungen und Problemstellungen der Unternehmen und Anwender. Wenn es nichts zu tun gibt (gibt es das eigentlich?) dann kümmert er sich um seine Familie, macht Musik oder interessiert sich für alles was mit IT zu tun hat.

Über den Autor: Jan Schweighart

Jan Schweighart arbeitete nach einem Software Engineering Studium an der Hochschule Konstanz als Software Entwickler für einen Software Dienstleister. Überzeugt von Produkt und Mentalität, kam er Ende 2013 zu myfactory wo er heute schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung von myfactory.CRM arbeitet. Herr Schweighart hatte früher mal Hobbies, Freunde und ein soziales Leben, so wird zumindest berichtet. Heute ist er Vater einer kleinen Tochter ;)

Über den Autor: Dr. Mathias Hamp

Dr. Mathias Hamp ist Kommunikations- experte und entwickelt Kommunikations- strategien zur Vermarktung von Ideen, Waren und Marken. Seit 2015 verantwortet er für myfactory den Bereich Online Marketing.

Über den Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe.

Über den Autor: Stefan Girschner

Stefan Girschner (* 1967) berichtet als Fachjournalist seit vielen Jahren über Neuheiten und Trends in der IT-Branche. Seine journalistische Laufbahn startete er 1999 bei der Fachzeitschrift e-commerce magazin (ehemals IWT Magazin Verlag), wo er bis 2003 als Redakteur tätig war. Seit 2004 ist er freiberuflich für verschiedene Fachzeitschriften und Online-Portale in den Bereichen Unternehmens-IT, Computing sowie Wirtschaft und Industrie tätig. Darüber hinaus arbeitet er als Lektor und in der Schlussredaktion für Verlage und Agenturen. Von 2010 bis 2016 hatte er die redaktionelle Leitung des Digitalbusiness Magazin (WIN-Verlag) inne. Seit 2016 schreibt er wieder verstärkt für bekannte IT-Fachzeitschriften und -Portale.

Über die Autorin: Sandra Bültermann

Sandra Bültermann (*1975) ist seit 1999 als Technische Redakteurin tätig. Als langjährige Mitarbeiterin bei Fachzeitschriften, Agenturen und Softwareunternehmen verfügt sie über umfassende Kenntnisse in den Bereichen IT, Kommunikation und Contentmanagement. Ihre Kernkompetenz liegt darin, komplexe, technische Themen verständlich und zielgruppenorientiert aufzubereiten.
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