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Sind Unternehmen bereit für die Industrie 4.0?

von David Lauchenauer am 29.12.2020

Schlagworte wie Industrie 4.0, Smart Factory oder Produktionsautomatisierung geistern seit Jahren durch die Medien. Und das vollkommen zurecht, denn die vierte industrielle Revolution bietet ungeahnte Möglichkeiten und viel Potenzial für das produzierende Gewerbe. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich immer wieder Unternehmen zu „Industrie 4.0 Leadern“ erklären und dies aktiv in ihr Marketing einbauen, um Alleinstellungsmerkmale gegenüber Marktbegleitern zu positionieren. Studien kommen aber immer wieder zu dem Ergebnis, dass eine deutliche Diskrepanz zwischen dem Anspruch an die Fertigung der Zukunft und der aktuellen Realität besteht. Dieser Beitrag zeigt, dass trotzdem Fertigungsunternehmen bereit für die Industrie 4.0 sind und welche Ansätze dabei unterstützen, dass dies bald Realität wird. 
 

Industrie 4.0 als Transformator für Fertigungsunternehmen 

Bei dem Themengebiet von Industrie 4.0 ist zu beobachten, dass Unternehmen unterschiedliche Definitionen besitzen. Deswegen hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung ein Leitbild 2030 für die Industrie 4.0 entwickelt. Konkret werden die Handlungsfelder Souveränität, Interoperabilität und Nachhaltigkeit genannt. Unter den Handlungsfeldern wird es pragmatischer, denn Industrie 4.0 vereint die intelligente Vernetzung von Menschen, Maschinen und Daten. Konkret bedeutet dies, dass die Produktion digitalisiert und automatisiert wird. Darüber hinaus wird ein Transformationsprozess angestoßen, der gesellschaftlich und wirtschaftlich starke Umbrüche hervorbringen wird. Was darunter einzelne Unternehmen verstehen, kann in einer Beispiel-Sammlung von Cases auf der genannten Plattform eingesehen werden. Es ist also festzuhalten, dass Industrie 4.0 durchaus immer relevanter wird und erste Projekte umgesetzt werden. 
 

Wachstum dank Industrie 4.0 

Das Beratungshaus Deloitte führt jährlich eine umfassende Studie rund um dieses Themengebiet durch. Die Befragung "The Fourth Industrial Revolution. At the intersection of readiness and responsibility" hat dabei auch deutsche Betriebe befragt. Als Beratungsunternehmen steht vor allem der Bereich der strategischen Ausrichtung im Fokus der Befragung. Interessant ist hier das Ergebnis, dass von den befragten Unternehmen 18% mit einer effektiven Industrie-4.0-Strategie um über 20% wuchsen. Dies erreichten lediglich 3% der Betriebe ohne ein passendes Rahmenwerk. Die Ergebnisse der Befragung lassen Parallelen zur Digitalisierung ziehen, bei der ebenfalls eine umfassende Strategie vonnöten ist, um wirklich Wachstum aus den Möglichkeiten zu ziehen. Während allerdings die Bedeutung einer Digitalisierungsstrategie inzwischen im deutschen Mittelstand angekommen ist, hinken KMUs bei der Definition einer Industrie-4.0-Strategie deutlich hinter den globalen Befragungsergebnissen hinterher. So haben zurzeit in Deutschland nur 9% der Betriebe ein entsprechendes Framework definiert; 47% der Unternehmen verfolgen Ad-hoc-Ansätze zur Umsetzung. Dies lässt sich auch in der oben verlinkten Beispiel-Sammlung von Cases eindeutig nachvollziehen. 
 

Technologie ist nur ein Teil von Industrie 4.0 

Die Deloitte-Studie zeigt schonungslos auf, dass deutsche KMUs das Potenzial der vierten industriellen Revolution erst noch am Eruieren sind. Auch dieses Vorgehen ähnelt stark der Entwicklung bei der Digitalisierung in Deutschland und deckt sich mit den Studienergebnissen dahingehend, dass nur 23% der befragten KMUs durch Technologie zu Disruptoren avancieren möchten. Ein Großteil (86%) möchte sich durch den Einsatz von fortschrittlichen Technologien lediglich vor einer Disruption schützen – ein gefährlicher Ansatz, wie die Digitalisierung eindrucksvoll zeigte. An Kern-Technologien wurden vor allem das Internet-of-Things (IoT) sowie die Cloud genanntdie Hand in Hand gehen. Da einer der Leitbilder von Industrie 4.0 die Interoperabilität darstellt, ist dies auch nicht weiter verwunderlich. Denn durch das Internet-of-Things gesammelte Produktionsdaten müssen allen Systemen gleichermaßen zur Verfügung stehen. Die Cloud ist hierfür prädestiniert, da cloudbasierte Business Software, z.B. ein Cloud ERP, aufgrund dieser Prämisse zum zentralen Datenknotenpunkt avanciert. Hier laufen in der Cloud alle Informationen aus den Abteilungen (also von Menschen) sowie aus der Produktion (von den Maschinen) zusammen und ermöglichen eine optimale Steuerung derselbigen. Darüber hinaus lassen sich Rückschlüsse über die Performance des Betriebes entwickeln und für Entscheidungen sinnvolle Daten hinzuziehen. Zukunftstechnologien wie die künstliche Intelligenz (KI) benötigen zusammengeführte Daten, um einen wirklichen Mehrwert zu liefern. 
 

Keine Transformation ohne die Mitarbeiter 

Da es sich bei der Industrie 4.0 um einen Transformationsprozess handelt, kann dieser nicht ohne die Mitarbeiter stattfinden. Auch wenn einzelne Tätigkeiten automatisiert werden, so wird der Mitarbeiter weiterhin eine zentrale Rolle zur Steuerung der gesamten Produktion sowie der Wartung von Maschinen einnehmen. Für Entscheider bedeutet dies, dass gemeinsam mit den Angestellten eine Strategie zur Digitalisierung der Produktion entwickelt und klar aufgezeigt werden sollte, welche Potenziale diese Entwicklung für den Betrieb – und damit auch den Arbeitsplatz – besitzt. Gleichermaßen gilt es für Entscheider aber auch die Mitarbeiter zu enablen, das heißt mit den Technologien vertraut zu machen und diese konsequent zu schulen. Die Unternehmenskultur muss hierfür das Thema Weiterbildung, ständiges Lernen und Veränderungsbereitschaft beinhalten. Und auch das Change-Management darf nicht zu kurz kommen. 
 

Nachhaltigkeit in Entscheidungen 

Die Nachhaltigkeit zeigt sich sowohl in den Leitbildern der Bundesministerien als auch im allgemeinen Stimmungsbild. Zahlreiche Befragungen haben herausgestellt, dass inzwischen Nachhaltigkeit eine der wichtigsten Prioritäten für Entscheider darstellt. Die Nachhaltigkeit betrifft dabei nicht nur die Themen Klimawandel und ökologische Faktoren. Denn auch Entscheidungen für die Industrie 4.0 müssen nachhaltig getroffen werden. Nur so kann erreicht werden, ein wirklicher „Industrie 4.0 Leader“ zu werden und von den Vorteilen zu profitieren. 

Über den Autor: Dr. Robert Meyer

Dr. Robert Meyer ist seit 2011 Geschäfts­führer der myfactory International GmbH. Seine Leiden­schaft ist die Vermarktung von moderner Cloud ERP-Software über Online-Medien und Partner­vertrieb. Im Mittelpunkt steht bei ihm immer das Wohl von Anwendern, die eine funktional ausgereifte, leicht zu in­di­vidualisierende, intuitiv zu bedienende, auf allen Devices verwendbare, und mobil ein­setzbare Unternehmens-Software benötigen.

Über den Autor: Rainer Giersbach

Rainer Giersbach stieg 2000 in die IT-Branche über eine technische Hotline zu kfm. Unternehmens­software ein, wenig später übernahm er das Produkt Management für diesen Bereich. 2006 stieß er im Zuge einer Recherche zum Thema "Online-Warenwirtschaft" auf myfactory. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und seit 2007 gestaltet er als Program Manager die myfactory Software aktiv mit.

Über den Autor: Timo Bärenklau

Nach seinem erfolgreichen Studium mit Abschluss als Bachelor of Engineering im Studiengang „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ stieß Timo Bärenklau als Lead Spezialist zur myfactory International GmbH hinzu. Schon während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für Vertriebsoptimierung, besonders im Hinblick auf CRM-Systeme. Auch seine Bachelor-Arbeit hatte CRM als Schwerpunkt. Seit 2012 betreut er maßgeblich die Leadqualifizierung bei myfactory.

Über den Autor: Tobias Korch

Tobias Korch arbeitet seit März 2011 bei myfactory als Software-Entwickler. Seine Schwerpunkte sind die Produktionsplanung (PPS) und das Modul eCommerce. Er ist ein engagierter Verfechter des myfactory-Konzeptes EasyRelease, mit dem Partner updatesichere Zusatzprogramme zur myfactory Business Software erstellen können. Bei Partnern und Partner-Interessenten sind deshalb seine Programmierer-Schulungen und unterstützende Coachings sehr gefragt. Durch seine vieljährigen Praxiserfahrungen mit komplexen Softwareprojekten hat er den Kontakt zum Mittelstand und das Verständnis für Anforderungen und Problemstellungen der Unternehmen und Anwender. Wenn es nichts zu tun gibt (gibt es das eigentlich?) dann kümmert er sich um seine Familie, macht Musik oder interessiert sich für alles was mit IT zu tun hat.

Über den Autor: Jan Schweighart

Jan Schweighart arbeitete nach einem Software Engineering Studium an der Hochschule Konstanz als Software Entwickler für einen Software Dienstleister. Überzeugt von Produkt und Mentalität, kam er Ende 2013 zu myfactory wo er heute schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung von myfactory.CRM arbeitet. Herr Schweighart hatte früher mal Hobbies, Freunde und ein soziales Leben, so wird zumindest berichtet. Heute ist er Vater einer kleinen Tochter ;)

Über den Autor: Dr. Mathias Hamp

Dr. Mathias Hamp ist Kommunikations- experte und entwickelt Kommunikations- strategien zur Vermarktung von Ideen, Waren und Marken. Seit 2015 verantwortet er für myfactory den Bereich Online Marketing.

Über den Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe.

Über den Autor: Stefan Girschner

Stefan Girschner (* 1967) berichtet als Fachjournalist seit vielen Jahren über Neuheiten und Trends in der IT-Branche. Seine journalistische Laufbahn startete er 1999 bei der Fachzeitschrift e-commerce magazin (ehemals IWT Magazin Verlag), wo er bis 2003 als Redakteur tätig war. Seit 2004 ist er freiberuflich für verschiedene Fachzeitschriften und Online-Portale in den Bereichen Unternehmens-IT, Computing sowie Wirtschaft und Industrie tätig. Darüber hinaus arbeitet er als Lektor und in der Schlussredaktion für Verlage und Agenturen. Von 2010 bis 2016 hatte er die redaktionelle Leitung des Digitalbusiness Magazin (WIN-Verlag) inne. Seit 2016 schreibt er wieder verstärkt für bekannte IT-Fachzeitschriften und -Portale.

Über die Autorin: Sandra Bültermann

Sandra Bültermann (*1975) ist seit 1999 als Technische Redakteurin tätig. Als langjährige Mitarbeiterin bei Fachzeitschriften, Agenturen und Softwareunternehmen verfügt sie über umfassende Kenntnisse in den Bereichen IT, Kommunikation und Contentmanagement. Ihre Kernkompetenz liegt darin, komplexe, technische Themen verständlich und zielgruppenorientiert aufzubereiten.
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