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Seriennummern – alles andere als Mauerblümchen!

von David Lauchenauer am 26.10.2021

 
 
 
 
 
 
 
CX38PTKW9253GCB12. Seriennummern in Form solcher Zeichenungetüme assoziieren die meisten von uns mit Erinnerungen an defekte Geräte, Reparaturen oder Garantiefälle. Haben Seriennummern deshalb ein Image-Problem? Ja und nein. Einerseits nervt es natürlich, wenn man bei einem Defekt die Zeichenfolge zuerst suchen und dann mühsam auf der Rückseite eines Gerätes ablesen muss. Andererseits bieten Seriennummern mit Hilfe des ERP-Systems viele Vorteile für Vertrieb, Logistik und Kundenservice. Dieses Potenzial wird oft verkannt. Um mehr darüber zu erfahren, benötigen Sie ausnahmsweise keine Seriennummer.  
 

Eindeutige Identifikation, viele Anwendungen 

In unserem Alltag wimmelt es nur so von Seriennummern. Überall dort, wo es darum geht, ein Ding eindeutig zu identifizieren, braucht es sie. Wir finden Seriennummern (abgekürzt als SN oder S/N oder als Manufacturing Serial Number MSN) auf Banknoten, AusweisenKunstwerkenWaffen, Luxusgegenstände, aber auch auf MaschinenFahrzeugen, bei Softwareprodukten und vielem mehr.  Dank der eindeutigen Zuordnung können Besitzer und Verkäufer identifiziert werden, die Rückverfolgbarkeit bei Diebstählen oder die Beschaffung von Ersatzteilen vereinfacht werden. 
 

Wo Seriennummern „geboren“ werden 

Wo entstehen eigentlich Seriennummern? Wer mit „Das kommt ganz darauf an“ antwortet, liegt gar nicht falsch. Seriennummern können tatsächlich an unterschiedlichen Orten im Fertigungs- oder Dienstleistungsprozess oder Kundenservice erfasst werden. Bestehende Seriennummern können von Lieferanten übernommen oder durch eigene Nummern ersetzt und erweitert werden. Die Seriennummern komplexer Bauteile lassen sich hierarchisch aufbauen und als administrativer Master von Einzelteilen verwenden. Entscheiden Sie selbst, wie die Strukturierung aussehen soll und wo die Informationen verwendet werden sollen. 
 

Das ERP-System als Registrierungszentrale 

Was nicht im ERP-System registriert ist, existiert nicht. Diese vielleicht etwas drastische Ansage hat in der Praxis durchaus ihre Berechtigung. Nicht, dass das ERP Anspruch auf die Daten-Alleinherrschaft hätte, vielmehr geht es um die zentrale Aufbewahrung aller verwendeten Seriennummern. Das vereinfacht das Nachschlagen und die Rückverfolgbarkeit. Aber auch – und zu diesem Punkt kommen wir gleich – auch der vorwärtsschauende Kundenservice. Seriennummern verraten sehr viel über Kunden und Anwender. Das verleiht diese Angaben ein extrem wertvolles Potenzial für Vertrieb und Kundenservice. 
 

Rückverfolgbarkeit und Zuordnung 

Werfen wir zuerst einen Blick auf die häufigste Anwendung von Seriennummern: die Retrospektive. Die eindeutigen Informationen kommen dann ins Spiel, wenn etwas Außergewöhnliches passiert. In der Regel sind das Störungen und Defekte oder die Nachbestellung von Ersatzteilen. Es geht um den Erhalt der Funktionsfähigkeit einer Anschaffung. Abgesehen vom Ersatzteilverkauf ist das für den Vertrieb wenig interessant und häufig mit Aufwand verbunden, welcher den Ertrag mindert. Aus Kundensicht ist der Regress auf den Lieferanten natürlich wichtig und Teil des Deals. Kundenservice, eben. 
 

Individuelle Serviceleistungen 

Kommen wir jetzt zu drei Aspekten, welche das Potenzial von Seriennummern in ein neues Licht rücken. Dabei geht es stets um die Identifikation eines Produkts über einen eindeutigen Identifikator. Der erste Bereich betrifft die Zuordnung von individuellen Serviceleistungen zu einem mittels Seriennummer identifizierbaren Produkt. Wer den Käufer bzw. Besitzer eines Gerätes oder einer Anlage kennt, kann diesem mit Leichtigkeit individuelle Leistungen im Sinne der Kunden anbieten, welche zum Beispiel den Nutzen des Gerätes steigern oder dessen Verwendungsdauer erhöhen. 
 

Schlüssel für Up- und Cross-Selling 

Identifikatoren sind auch der Schlüssel für Zusatzverkäufe. Anhand von Seriennummern können Produkte eindeutig zugeordnet werden. Das bietet eine ideale Basis für Up- und Cross-Selling in Form von Optionen, Ersatz oder Erweiterung. Nicht falsch verstehen. Hier geht es überhaupt nicht um Abzocke. Im Gegenteil, viele Kunden sind froh, wenn Sie vom Lieferanten oder Hersteller aufgrund der Rückverfolgbarkeit ihrer Geräte individuell beraten werden und zusätzliche Möglichkeiten empfohlen bekommen.  
 

Steigerung der Kundenbindung 

Noch immer erstaunt es, wie viele Unternehmen zwar in Besitz von Kunden- und Produktinformationen in Form von Seriennummern sind, aber diese dennoch nicht nutzen. Allein schon der Umstand zu wissen, wer welches Produkt gekauft hat, sollte für Vertrieb, Marketing und Kundenservice goldwert sein. Mit gutem Gewissen lässt sich auf der Basis der Rückverfolgbarkeit eine nachhaltige Kundenbeziehung aufbauen. Die Seriennummer – zu Unrecht leider häufig als Mauerblümchen betrachtet – bringt das Business zum Blühen.  
 
 
 
 
 
 

Über den Autor: Dr. Robert Meyer

Dr. Robert Meyer ist seit 2011 Geschäfts­führer der myfactory International GmbH. Seine Leiden­schaft ist die Vermarktung von moderner Cloud ERP-Software über Online-Medien und Partner­vertrieb. Im Mittelpunkt steht bei ihm immer das Wohl von Anwendern, die eine funktional ausgereifte, leicht zu in­di­vidualisierende, intuitiv zu bedienende, auf allen Devices verwendbare, und mobil ein­setzbare Unternehmens-Software benötigen.

Über den Autor: Rainer Giersbach

Rainer Giersbach stieg 2000 in die IT-Branche über eine technische Hotline zu kfm. Unternehmens­software ein, wenig später übernahm er das Produkt Management für diesen Bereich. 2006 stieß er im Zuge einer Recherche zum Thema "Online-Warenwirtschaft" auf myfactory. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und seit 2007 gestaltet er als Program Manager die myfactory Software aktiv mit.

Über den Autor: Timo Bärenklau

Nach seinem erfolgreichen Studium mit Abschluss als Bachelor of Engineering im Studiengang „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ stieß Timo Bärenklau als Lead Spezialist zur myfactory International GmbH hinzu. Schon während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für Vertriebsoptimierung, besonders im Hinblick auf CRM-Systeme. Auch seine Bachelor-Arbeit hatte CRM als Schwerpunkt. Seit 2012 betreut er maßgeblich die Leadqualifizierung bei myfactory.

Über den Autor: Tobias Korch

Tobias Korch arbeitet seit März 2011 bei myfactory als Software-Entwickler. Seine Schwerpunkte sind die Produktionsplanung (PPS) und das Modul eCommerce. Er ist ein engagierter Verfechter des myfactory-Konzeptes EasyRelease, mit dem Partner updatesichere Zusatzprogramme zur myfactory Business Software erstellen können. Bei Partnern und Partner-Interessenten sind deshalb seine Programmierer-Schulungen und unterstützende Coachings sehr gefragt. Durch seine vieljährigen Praxiserfahrungen mit komplexen Softwareprojekten hat er den Kontakt zum Mittelstand und das Verständnis für Anforderungen und Problemstellungen der Unternehmen und Anwender. Wenn es nichts zu tun gibt (gibt es das eigentlich?) dann kümmert er sich um seine Familie, macht Musik oder interessiert sich für alles was mit IT zu tun hat.

Über den Autor: Jan Schweighart

Jan Schweighart arbeitete nach einem Software Engineering Studium an der Hochschule Konstanz als Software Entwickler für einen Software Dienstleister. Überzeugt von Produkt und Mentalität, kam er Ende 2013 zu myfactory wo er heute schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung von myfactory.CRM arbeitet. Herr Schweighart hatte früher mal Hobbies, Freunde und ein soziales Leben, so wird zumindest berichtet. Heute ist er Vater einer kleinen Tochter ;)

Über den Autor: Dr. Mathias Hamp

Dr. Mathias Hamp ist Kommunikations- experte und entwickelt Kommunikations- strategien zur Vermarktung von Ideen, Waren und Marken. Seit 2015 verantwortet er für myfactory den Bereich Online Marketing.

Über den Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe.

Über den Autor: Stefan Girschner

Stefan Girschner (* 1967) berichtet als Fachjournalist seit vielen Jahren über Neuheiten und Trends in der IT-Branche. Seine journalistische Laufbahn startete er 1999 bei der Fachzeitschrift e-commerce magazin (ehemals IWT Magazin Verlag), wo er bis 2003 als Redakteur tätig war. Seit 2004 ist er freiberuflich für verschiedene Fachzeitschriften und Online-Portale in den Bereichen Unternehmens-IT, Computing sowie Wirtschaft und Industrie tätig. Darüber hinaus arbeitet er als Lektor und in der Schlussredaktion für Verlage und Agenturen. Von 2010 bis 2016 hatte er die redaktionelle Leitung des Digitalbusiness Magazin (WIN-Verlag) inne. Seit 2016 schreibt er wieder verstärkt für bekannte IT-Fachzeitschriften und -Portale.

Über die Autorin: Sandra Bültermann

Sandra Bültermann (*1975) ist seit 1999 als Technische Redakteurin tätig. Als langjährige Mitarbeiterin bei Fachzeitschriften, Agenturen und Softwareunternehmen verfügt sie über umfassende Kenntnisse in den Bereichen IT, Kommunikation und Contentmanagement. Ihre Kernkompetenz liegt darin, komplexe, technische Themen verständlich und zielgruppenorientiert aufzubereiten.
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