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Schluss mit 8 hartnäckigen Cloud-Mythen

von David Lauchenauer am 01.12.2020

Die Cloud ist inzwischen fester Bestandteil der IT-Landschaft von KMUs in Deutschland. Laut dem renommierten „Cloud-Monitor 2020“ von Bitkom Research im Auftrag von KPMG setzten im Jahre 2019 bereits 76% der befragten Betriebe auf Cloud-Lösungen. Weitere 19% der befragten Unternehmen gaben an, dass aktuell der Einsatz von Cloud geplant oder zumindest diskutiert wird. Cloud-Lösungen kommen in diesem Prozess immer häufiger selbst für kritische IT-Systeme zum Einsatz. Auch Business Software wie CRM oder ERP wird inzwischen vermehrt aus der Cloud bezogen. In diesem Zuge halten sich aber bereits seit Jahren hartnäckige Mythen rund um die Cloud. Was es mit diesen Cloud-Mythen auf sich hat und welche Rolle diese für den Auswahl-Prozess von IT-Lösungen haben, zeigt der folgende Beitrag. 
 

Cloud-Mythos 1: Unternehmen verlieren die Kontrolle über ihre Daten 

Geht es um die Evaluierung von Cloud-Lösungen, wird oft als negativer Punkt angemerkt, dass das Unternehmen die Kontrolle über die Daten verliert. Dieser hartnäckiger Cloud-Mythos entspricht jedoch nicht der Realität, da die Daten nicht nur hochverfügbar bereitgestellt werden, sondern durch regelmäßige Backups und erprobten Recovery-Strategien auch verlässlicher aufbewahrt werden. Durch dediziertes Rechte- und Zugriffsmanagement von Cloud-Anwendungen wird darüber hinaus sichergestellt, dass nur die jeweils berechtigten Nutzer Zugriff auf alle relevanten Informationen erhaltenAufgrund der Cloud-Infrastruktur können auch keine Datenträger mit Informationen mehr verloren oder gestohlen werden. Falls notwendig, existiert immer die Möglichkeit, die vorhanden Daten zu exportieren oder zu migrieren.  
 

Cloud-Mythos 2: Die Cloud ist unsicher im Vergleich zum Serverraum 

Abgesehen von der Datensicherheit wird auch immer wieder der Cloud-Mythos genannt, dass die Cloud im Vergleich zu einer on-site betriebenen, eigenen Server-Infrastruktur unsicherer wäre. Tatsächlich ist genau das Gegenteil der Fall. Der Betrieb einer eigenen IT-Infrastruktur benötigt hochspezialisierte Experten, die diese regelmäßig warten und gegen den Zugriff von Unbefugten absichern. Hierzu gehören sowohl die physische Absicherung durch z.B. Zutrittskontrolle, Überwachungstechnik, Hardware-Firewalls usw. sowie eine korrekte Konfiguration der Netzwerktechnik und aller Anwendungen. Im aktuellen „war of talent“ kann kaum ein KMU hier ein vergleichbares Sicherheitslevel bieten wie spezialisierte Rechenzentren, die die besten Spezialisten und hochgerüstete Sicherheitstechnik einsetzen. Die Studie Cloud Security 2019“ von IDG Research kommt daher auch zu dem Ergebnis, dass die Befragten als Cloud-Vorteile vor allem die Datenverfügbarkeit (18%), den Datenschutz (13%) und sicherere Rechenzentren (12%) als Top-Antworten nannten. 
 

Cloud-Mythos 3: Cloud-Computing ist nicht DSGVO-konform 

Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) hat schwerwiegende, nachhaltige Auswirkungen auf das Speichern und Verarbeiten von Daten in Unternehmen. Der „Cloud-Monitor 2020“ zeigte bereits, dass für 96% der Befragten die Konformität mit der EU-Datenschutz-Grundverordnung ein Must-have ist. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt auch die IDG-Studie. Entsprechend viel Sorgfalt wenden Cloud-Anbieter an, um die DSGVO-Konformität zu gewährleisten. Unternehmen, die darauf achten, dass entsprechende Zertifizierungen vorhanden sind und die Daten in Deutschland gehostet werden, können sicher sein, dass die Anbieter die Datenschutzrichtlinien erfüllen. 
 

Cloud-Mythos 4: Die Cloud ist teurer als inhouse-IT 

Berater und ITler führen im ERP-Projekt häufig Kostenfaktoren als Grund an, um beispielsweise ein ERP-System on-premise zu betreiben. Letztlich gilt es hierbei die Total Cost of Ownership (TCO) für eine typische Betriebszeit von beispielsweise fünf Jahren zu vergleichen. Auf keinen Fall sollten hierbei Kosten für IT-Hardware, Installation, Backup, Updates bzw. Carepacks, Wartung und den Serverraum (Kühlung, Brandschutz, Sicherheitstechnik, Strom, kalkulatorische Raummiete usw.) vergessen werden. Da Cloud ERP als Dienstleistung aus dem Internet zu einem pauschalierten Betrag pro Nutzer erworben werden kann und nur für das bezahlt werden muss, was wirklich genutzt wird, überzeugt oftmals Cloud ERP mit einem klaren Kostenvorteil gegenüber einer on-premise-Lösung.  
 

Cloud-Mythos 5: Niedrige Bandbreite und hohe Latenzzeiten 

In früheren Zeiten wurde von Beratern gerne eine hohe Latenzzeit als Grund gegen Cloud-Lösungen ins Feld gebracht. Durch den steigenden Breitband-Ausbau ist diese Thematik inzwischen ein Argument, welches längst überholt ist. Sollte tatsächlich die Bandbreite ein limitierender Faktor sein, liegt dies oftmals an einer veralteten internen IT-Infrastruktur, z.B. aufgrund limitierender VPNs bzw. Terminal-Server.  
 

Cloud-Mythos 6: Die ganze IT-Infrastruktur muss in die Cloud verlagert werden 

Selbstverständlich muss durch Einführung von Cloud-Lösungen nicht direkt die gesamte IT-Infrastruktur in die Cloud verlagert werden. Einzelne Anwendungen wie CRM oder ERP können beispielsweise Stück für Stück auf cloudbasierte Dienste umgestellt werden, während beispielsweise spezielle Anwendungen weiterhin lokal betrieben werden können. Es muss lediglich bei der Integration von Diensten sichergestellt werden, dass ein entsprechender Datenaustausch effizient möglich ist. 
 

Cloud-Mythos 7: Updates werden einfach so ausgerollt 

In der sogenannten Public Cloud kümmert sich der Cloud-Anbieter regelmäßig darum, dass Aktualisierungen auf alle Teilnehmer ausgerollt werden. Dies passiert im Rahmen von Sicherheitsupdates und neuen Funktionen. Entsprechende Rollouts dienen auf der einen Seite zur Sicherung des Betriebes und bringen auf der anderen Seite neue Funktionalitäten und Features mit sich, um einen optimierten Betrieb zu ermöglichen. Für die Anwender entstehen hierdurch ausschließlich Vorteile. Wann und welche Aktualisierungen geplant sind, werden von den Anbietern rechtzeitig angekündigt. Oftmals werden auch weitere Dokumentationen und Schulungsmaterialien in diesem Falle bereitgestellt. 
 

Cloud-Mythos 8: Digitalisierung bedeutet einfach IT-Systeme in die Cloud zu verlagern 

Geht es um die Digitalisierung, so nennen sich Unternehmen jeder Branche gerne Vorreiter und veröffentlichen Presse-Mitteilungen über gelungene Digitalisierungs-Projekte. Im Fokus dieser publicity-wirksamen Beispiele wird auch die Cloud vermehrt genutzt, um sich als progressiv darzustellen. Ein einzelnes Cloud-Projekt ist hierbei aber noch lange nicht das Ende der Digitalisierung. Denn wenn beispielsweise veraltete Software auf eine cloudbasierte Infrastruktur gestellt wird, ist kaum von Ergebnissen im Sinne der Digitalisierung zu sprechen. Viel eher sollte die Cloud als Motor der Digitalisierung verstanden werden, wodurch weitere Möglichkeiten zur Entwicklung einer Digitalisierungsstrategie und erfolgreichen, digitalen Geschäftsmodellen entstehen. 

Über den Autor: Dr. Robert Meyer

Dr. Robert Meyer ist seit 2011 Geschäfts­führer der myfactory International GmbH. Seine Leiden­schaft ist die Vermarktung von moderner Cloud ERP-Software über Online-Medien und Partner­vertrieb. Im Mittelpunkt steht bei ihm immer das Wohl von Anwendern, die eine funktional ausgereifte, leicht zu in­di­vidualisierende, intuitiv zu bedienende, auf allen Devices verwendbare, und mobil ein­setzbare Unternehmens-Software benötigen.

Über den Autor: Rainer Giersbach

Rainer Giersbach stieg 2000 in die IT-Branche über eine technische Hotline zu kfm. Unternehmens­software ein, wenig später übernahm er das Produkt Management für diesen Bereich. 2006 stieß er im Zuge einer Recherche zum Thema "Online-Warenwirtschaft" auf myfactory. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und seit 2007 gestaltet er als Program Manager die myfactory Software aktiv mit.

Über den Autor: Timo Bärenklau

Nach seinem erfolgreichen Studium mit Abschluss als Bachelor of Engineering im Studiengang „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ stieß Timo Bärenklau als Lead Spezialist zur myfactory International GmbH hinzu. Schon während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für Vertriebsoptimierung, besonders im Hinblick auf CRM-Systeme. Auch seine Bachelor-Arbeit hatte CRM als Schwerpunkt. Seit 2012 betreut er maßgeblich die Leadqualifizierung bei myfactory.

Über den Autor: Tobias Korch

Tobias Korch arbeitet seit März 2011 bei myfactory als Software-Entwickler. Seine Schwerpunkte sind die Produktionsplanung (PPS) und das Modul eCommerce. Er ist ein engagierter Verfechter des myfactory-Konzeptes EasyRelease, mit dem Partner updatesichere Zusatzprogramme zur myfactory Business Software erstellen können. Bei Partnern und Partner-Interessenten sind deshalb seine Programmierer-Schulungen und unterstützende Coachings sehr gefragt. Durch seine vieljährigen Praxiserfahrungen mit komplexen Softwareprojekten hat er den Kontakt zum Mittelstand und das Verständnis für Anforderungen und Problemstellungen der Unternehmen und Anwender. Wenn es nichts zu tun gibt (gibt es das eigentlich?) dann kümmert er sich um seine Familie, macht Musik oder interessiert sich für alles was mit IT zu tun hat.

Über den Autor: Jan Schweighart

Jan Schweighart arbeitete nach einem Software Engineering Studium an der Hochschule Konstanz als Software Entwickler für einen Software Dienstleister. Überzeugt von Produkt und Mentalität, kam er Ende 2013 zu myfactory wo er heute schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung von myfactory.CRM arbeitet. Herr Schweighart hatte früher mal Hobbies, Freunde und ein soziales Leben, so wird zumindest berichtet. Heute ist er Vater einer kleinen Tochter ;)

Über den Autor: Dr. Mathias Hamp

Dr. Mathias Hamp ist Kommunikations- experte und entwickelt Kommunikations- strategien zur Vermarktung von Ideen, Waren und Marken. Seit 2015 verantwortet er für myfactory den Bereich Online Marketing.

Über den Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe.

Über den Autor: Stefan Girschner

Stefan Girschner (* 1967) berichtet als Fachjournalist seit vielen Jahren über Neuheiten und Trends in der IT-Branche. Seine journalistische Laufbahn startete er 1999 bei der Fachzeitschrift e-commerce magazin (ehemals IWT Magazin Verlag), wo er bis 2003 als Redakteur tätig war. Seit 2004 ist er freiberuflich für verschiedene Fachzeitschriften und Online-Portale in den Bereichen Unternehmens-IT, Computing sowie Wirtschaft und Industrie tätig. Darüber hinaus arbeitet er als Lektor und in der Schlussredaktion für Verlage und Agenturen. Von 2010 bis 2016 hatte er die redaktionelle Leitung des Digitalbusiness Magazin (WIN-Verlag) inne. Seit 2016 schreibt er wieder verstärkt für bekannte IT-Fachzeitschriften und -Portale.

Über die Autorin: Sandra Bültermann

Sandra Bültermann (*1975) ist seit 1999 als Technische Redakteurin tätig. Als langjährige Mitarbeiterin bei Fachzeitschriften, Agenturen und Softwareunternehmen verfügt sie über umfassende Kenntnisse in den Bereichen IT, Kommunikation und Contentmanagement. Ihre Kernkompetenz liegt darin, komplexe, technische Themen verständlich und zielgruppenorientiert aufzubereiten.
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