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Payment im Webshop: Alles im Griff?

von David Lauchenauer am 22.10.2019

Der Zahlungsprozess im Webshop wird hinsichtlich Kosten und Risiken oft unterschätzt. Für viele Online-Händler gilt die Devise: Hauptsache der Kunde bestellt. Wer beim Check-out genauer hinschaut, kann nicht nur die Menge verwaister Warenkörbe reduzieren, sondern auch bares Geld sparen. Dieser Beitrag zeigt, wie Sie schon mit wenigen Schritten Ihren Payment-Prozess optimieren können. 
 
Verschiedene Zahlungsarten anbieten 
Kunden im Webshop erwarten heutzutage eine Auswahl verschiedener Zahlungsverfahren. An der Spitze der bevorzugten Bezahlmethoden stehen PayPal, Lastschrift und Zahlung auf Rechnung. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie zu den „Gesamtkosten von Zahlungsverfahren im deutschen E-Commerce 2019“ von ibi Research (Universität Regensburg). Je nach Branche, Zielgruppe und Sortiment ist die Bedeutung der einzelnen Verfahren unterschiedlich. Es empfiehlt sich, die wichtigsten Verfahren im Webshop anzubieten. Zur Auswahl stehen zum Beispiel PayPal, Vorkasse, Rechnung, Lastschrift, Kreditkarte, paydirekt, Amazon Pay, giropay, Ratenkauf usw. Im Schnitt bietet ein E-Shop in Deutschland 5 verschiedene Verfahren an.  
 
Payment-Kosten vergleichen 
Jede Zahlung verursacht Transaktionskosten. Abgesehen von Einrichtungskosten wie Anbietergebühren, Bereitstellung oder Integration ins ERP/CRM-System, fallen direkte Kosten an. So muss zum Beispiel dem Kreditkartenunternehmen oder dem Payment Service Provider – je nach Modell – ein Prozentsatz des Umsatzes oder eine fixe Gebühr für die Überweisung bezahlt werden. Die Kosten belaufen sich in der Regel auf eine Höhe von 1 bis 3 Prozent des Einkaufs. Ein Vergleich der Paymentgebühren lohnt sich und sollte in die Wirtschaftlichkeitsberechnung des Webshops einfließen. Online-Händler in Deutschland bevorzugen übrigens Kreditkartenzahlung und PayPal, da diese Verfahren weltweit standardisiert sind. 
 
Check-out-Prozess vereinfachen 
Bestimmt hatten Sie auch schon das Gefühl, beim Check-out im Webshop nicht vom Fleck zu kommen. Hier fehlt noch eine zwingende Angabe, da muss noch etwas angekreuzt werden, dann noch die Frage nach der Telefonnummer und dem Geburtsdatum… und schon sucht der Kunde das Weite. Machen Sie Ihren Webshop benutzerfreundlichWie sieht es in Ihrem E-Shop aus? Können Kunden über ein Gastkonto bestellen oder ist ein Kundenkonto zwingend? Wenn ja, lässt sich das direkt im Check-out anlegen? Können Kunden dafür ihr Social-Media-Profil oder Google-Konto verwenden? Wie viele Schritte muss ein Online-Kunde absolvieren, bis die Bestellung im „Kasten“ ist (im Schnitt sind es 3,6 Schritte, so ibi Research). 
 
Unsichere Zahlungen absichern 
Niemand möchte Kunden, welche nicht bezahlen. Doch ausgerechnet bei dem beliebten Kauf auf Rechnung ist das Risiko äußerst hoch. Trotzdem führt rund die Hälfte der Online-Händler keine Bonitätsprüfung beim Kauf durch. Das führt dazu, dass bei jeder fünfzehnten Rechnung eine sogenannte „Zahlungsstörung“ auftritt. Nicht immer muss dies zu einem Ausfall führen. Der Ärger und Umtrieb sind dennoch beträchtlich und wirken sich negativ auf die oft schon dünnen Margen aus. Hilfe bieten verschiedene externe Inkasso-Unternehmen; eine Liste findet sich beispielsweise auf der Website des Bundesverbandes Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. (www.inkasso.de).  
 
Auch „unschöne“ Prozesse beherrschen 
Mahnung, Inkasso und Retoure sind nicht das, was man sich als Online-Händler wünscht. Trotzdem muss man den Tatsachen ins Gesicht sehen und auch diese Prozesse beherrschen. Wer auf aktuelle, transparente Kunden- und Bestelldaten zurückgreifen kann, ist im Vorteil. Eine durchgängige Integration von Auftragsverwaltung (ERP-Software) und E-Commerce bildet die Grundlage, um Retouren rasch und einfach abzuwickeln und säumige Zahler zu identifizieren. Notabene: Die Integration ermöglicht gleichzeitig, Prozesse von der Produktdatenverwaltung bis zur Logistik und Buchhaltung effizient zu bewältigen.   
 
Mit oder ohne Versandkosten? 
Ein weiterer, wichtiger Kostenfaktor beim Check-out stellt die Versandart dar. Wer online bestellt, möchte seine Ware am liebsten am gleichen Tag im Haus haben. Das ist möglich, kostet aber. Express- oder 24-Stunden-Lieferungen sind schon eher gebräuchlich. Click & Pick, Abholung im Ladengeschäft oder ganz einfach der Standardversand – egal, was Sie in Ihrem Shop anbieten, Sie müssen sich Gedanken zu den Kosten machen.  Rund die Hälfte der Online-Anbieter übernehmen inzwischen die Kosten für den Standardversand. Um den Kunden entgegenzukommen – und sich zusätzliche Verkaufschancen zu verschaffen.  

Über den Autor: Dr. Robert Meyer

Dr. Robert Meyer ist seit 2011 Geschäfts­führer der myfactory International GmbH. Seine Leiden­schaft ist die Vermarktung von moderner Cloud ERP-Software über Online-Medien und Partner­vertrieb. Im Mittelpunkt steht bei ihm immer das Wohl von Anwendern, die eine funktional ausgereifte, leicht zu in­di­vidualisierende, intuitiv zu bedienende, auf allen Devices verwendbare, und mobil ein­setzbare Unternehmens-Software benötigen.

Über den Autor: Rainer Giersbach

Rainer Giersbach stieg 2000 in die IT-Branche über eine technische Hotline zu kfm. Unternehmens­software ein, wenig später übernahm er das Produkt Management für diesen Bereich. 2006 stieß er im Zuge einer Recherche zum Thema "Online-Warenwirtschaft" auf myfactory. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und seit 2007 gestaltet er als Program Manager die myfactory Software aktiv mit.

Über den Autor: Timo Bärenklau

Nach seinem erfolgreichen Studium mit Abschluss als Bachelor of Engineering im Studiengang „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ stieß Timo Bärenklau als Lead Spezialist zur myfactory International GmbH hinzu. Schon während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für Vertriebsoptimierung, besonders im Hinblick auf CRM-Systeme. Auch seine Bachelor-Arbeit hatte CRM als Schwerpunkt. Seit 2012 betreut er maßgeblich die Leadqualifizierung bei myfactory.

Über den Autor: Tobias Korch

Tobias Korch arbeitet seit März 2011 bei myfactory als Software-Entwickler. Seine Schwerpunkte sind die Produktionsplanung (PPS) und das Modul eCommerce. Er ist ein engagierter Verfechter des myfactory-Konzeptes EasyRelease, mit dem Partner updatesichere Zusatzprogramme zur myfactory Business Software erstellen können. Bei Partnern und Partner-Interessenten sind deshalb seine Programmierer-Schulungen und unterstützende Coachings sehr gefragt. Durch seine vieljährigen Praxiserfahrungen mit komplexen Softwareprojekten hat er den Kontakt zum Mittelstand und das Verständnis für Anforderungen und Problemstellungen der Unternehmen und Anwender. Wenn es nichts zu tun gibt (gibt es das eigentlich?) dann kümmert er sich um seine Familie, macht Musik oder interessiert sich für alles was mit IT zu tun hat.

Über den Autor: Jan Schweighart

Jan Schweighart arbeitete nach einem Software Engineering Studium an der Hochschule Konstanz als Software Entwickler für einen Software Dienstleister. Überzeugt von Produkt und Mentalität, kam er Ende 2013 zu myfactory wo er heute schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung von myfactory.CRM arbeitet. Herr Schweighart hatte früher mal Hobbies, Freunde und ein soziales Leben, so wird zumindest berichtet. Heute ist er Vater einer kleinen Tochter ;)

Über den Autor: Dr. Mathias Hamp

Dr. Mathias Hamp ist Kommunikations- experte und entwickelt Kommunikations- strategien zur Vermarktung von Ideen, Waren und Marken. Seit 2015 verantwortet er für myfactory den Bereich Online Marketing.

Über den Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe.

Über den Autor: Stefan Girschner

Stefan Girschner (* 1967) berichtet als Fachjournalist seit vielen Jahren über Neuheiten und Trends in der IT-Branche. Seine journalistische Laufbahn startete er 1999 bei der Fachzeitschrift e-commerce magazin (ehemals IWT Magazin Verlag), wo er bis 2003 als Redakteur tätig war. Seit 2004 ist er freiberuflich für verschiedene Fachzeitschriften und Online-Portale in den Bereichen Unternehmens-IT, Computing sowie Wirtschaft und Industrie tätig. Darüber hinaus arbeitet er als Lektor und in der Schlussredaktion für Verlage und Agenturen. Von 2010 bis 2016 hatte er die redaktionelle Leitung des Digitalbusiness Magazin (WIN-Verlag) inne. Seit 2016 schreibt er wieder verstärkt für bekannte IT-Fachzeitschriften und -Portale.

Über die Autorin: Sandra Bültermann

Sandra Bültermann (*1975) ist seit 1999 als Technische Redakteurin tätig. Als langjährige Mitarbeiterin bei Fachzeitschriften, Agenturen und Softwareunternehmen verfügt sie über umfassende Kenntnisse in den Bereichen IT, Kommunikation und Contentmanagement. Ihre Kernkompetenz liegt darin, komplexe, technische Themen verständlich und zielgruppenorientiert aufzubereiten.
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