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Mit dem ERP online durchstarten

von David Lauchenauer am 22.04.2021

Der E-Commerce wurde von vielen KMU als essenzieller Absatzkanal identifiziert. In der Praxis ist es jedoch nicht ohne Weiteres möglich, skalierbar und nachhaltig im Internet Umsatz zu generieren. Ob B2C-Onlineshop oder B2B-Business-Portal: Die Herausforderungen bei der Erschließung des digitalen Absatzkanals sind ähnlich. Und neue Business-Konzepte, die eine Branche vollständig verändern können, müssen ebenfalls agil ausgerollt und skalierbar aufgebaut sein, um erfolgreich getestet zu werden. Dabei ist das ERP online ein guter Wegbegleiter. Egal ob Onlineshop oder Business-Konzept: Ein modernes, cloudbasiertes ERP-System unterstützt beim Verkauf über das Internet. Der folgende Artikel zeigt auf, wieso im digitalen Business das ERP online nicht wegzudenken ist. 
 

ERP-Online-Ansatz: Integrativ statt via API 

Der Absatzkanal E-Commerce ist für den Handel prädestiniert. Wer sowieso bereits Waren ankauft, um sie anschließend mit Aufpreis in einem Ladenlokal zu verkaufen, der benötigt einen Onlineshop, der das analoge Ladengeschäft um die digitale Auslagefläche erweitert. Da Einkaufsprozesse, Lieferanten, Lagerfläche und im Idealfall bereits eine Marke existieren, lässt sich auf dieser Grundlage auch ein digitaler Absatzkanal errichten. Doch es kommt auf die Details an. Denn der Onlineshop muss an das ERP angebunden werden, damit die Lagerhaltung, Lieferzeiten, aktuelle Produktbeschreibungen oder Preise stets up to date sind. Das ERP online zu bekommen, ist über APIs möglich, führt aber nur selten zu wirklich effizienten Ergebnissen. Besonders dann, wenn der Datenabgleich nicht in Echtzeit geschieht, sind Probleme und unzufriedene Kunden vorprogrammiert. Darüber hinaus sind Integrationen via API fehleranfällig, müssen gewartet werden und haben oftmals Unzulänglichkeiten. Beispielsweise werden nicht immer Bestellungen direkt aus dem Onlineshop ins ERP übertragen oder das Mapping der einzelnen Datenfelder ist fehlerhaft.  
 
Ganzheitliche Online ERPs, die webbasiert zur Verfügung gestellt und in der Cloud betrieben werden, bieten die direkte Möglichkeit zum Betrieb eines Onlineshops auf derselben Datenbasis wie das ERP. Statt die Daten des ERPs online zu bekommen, ist die digitale Verkaufsfläche von Grund auf Bestandteil des Systems und kann bei Bedarf hinzugebucht werden. So können Handelsunternehmen auf derselben Datenbasis wie im analogen Geschäft einen Onlineshop starten und sind beliebig skalierbar im Internet.  
 

Wie das ERP online „as-a-service“-Modelle unterstützt 

Ob Software-as-a-Service, Hardware-as-a-Service, Desktop-as-a-Service oder sogar Furniture-as-a-Service: Mietmodelle setzen sich kontinuierlich weiter in der Gesellschaft durch. Hierfür wurde unlängst bereits der Begriff Everything-as-a-Service (kurz: XaaS) erschaffen. Findige Unternehmen entwickeln ein Geschäftsmodell nach dem anderen, um mit Kunden Subskriptions- bzw. Abo-Modelle abzuschließen. Für die Unternehmen liegen die Vorteile auf der Hand: planbarer Cashflowlängere Kundenbindung und das Potenzial für Up- bzw. Cross-Selling. An die Warenwirtschaft stellen diese XaaS-Modelle aber zahlreiche neue Herausforderungen. So müssen die ERP-Systeme bei Produkten längst nicht mehr nur den Einkauf, Verkauf, Lagerhaltung und Disposition abbilden, sondern vermehrt werden die Mietmodelle in Kombination mit unterschiedlichen Finanzierungstechniken wie Mezzanine- oder Leasing-Finanzierung durchgeführt. Das Ziel vieler Anbieter: Die Kosten für die Produktbeschaffung werden vom Kunden getragen, ohne dass der dazwischenstehende Händler selbst in finanzielle Vorleistung gehen muss. Kommen bei unterschiedlichen Handelspartnern verschiedene Finanzierungen zum Tragen, so sind diese ebenfalls relevant für den Erfolg der Unternehmung und müssen in der Warenwirtschaft erfasst werden. Ebenfalls herausfordernd können wiederkehrende Umsätze oder die Ablöse von Artikeln aus dem Mietmodell sein. Hierfür benötigt es ein flexibles online ERP-System, welches nicht nur in unterschiedliche webbasierte Applikationen wie Onlineshop oder App integriert, sondern auch auf die Bedürfnisse von Everything-as-a-Service angepasst werden kann.
 

B2B-Portale bilden die Daten des ERPs online ab 

Die Ansprüche von B2B-Kunden unterscheiden sich von Endkunden im B2C-Kontext. Vor allem bei technischen Bedarfen besteht der klare Wunsch, dass bereits online auf einen Blick ersichtlich ist, ob ein Händler bzw. Hersteller bestimmte Artikel in der benötigten Stückzahl, Güte und Form liefern kann. Daher werden B2B-Portale aufgebaut. Diese kombinieren die Webseiten-Gestaltung mit Informationen aus dem ERP online, damit beispielsweise Artikellisten, Kataloge oder „Members only“-Inhalte dem Fachpublikum dargestellt werden können. Häufig profitieren die Unternehmen auch im Marketing von diesem Schachzug, da auch Einkäufer oder Techniker die Google Suche nutzen, um benötigte Artikel einzukaufen. So fungieren die online Informationen aus dem ERP zugleich als Marketinginstrument und unterstützen dabei, die Marke zu etablieren bzw. die Meinungsführerschaft in einer Branche zu untermauern. Im B2B-Portal steht das eigentliche Bestellen der Waren an zweiter Stelle. Denn insbesondere in der Industrie werden die aus dem ERP online dargestellten Informationen zur Evaluierung von Lieferanten für Ausschreibungen herangezogen oder die Bestellung läuft noch über das Telefon oder E-Mail separat ab 
 

Fazit: Ohne ERP online Business zu betreiben, ist ineffizient 

Mit zunehmender Verschmelzung von analoger und digitaler Welt steigen die Kundenanforderungen weiterhin. Und damit auch die Ansprüche der Unternehmen gegenüber dem ERP-System. Für das digitale Business ist eine Integration der unterschiedlichen Abteilungen in digitale Angebote immer mehr ein Must-have, um im Wettbewerb zu bestehen. Das ERP online einzubinden, sollte dabei aktiv von den ERP-Anbietern durch vollwertige Integrationen von Onlineshops oder B2B-Portalen unterstützt werden. Längst gehen die Anforderungen aber darüber hinaus, denn digitale Geschäftsmodelle entstehen in unterschiedlicher Form, werden hinsichtlich ihres product-market-fits überprüft und sollten dann skaliert werden können. Hierfür benötigt es flexible, cloudbasierte ERP-Lösungen, bei denen sich die Unternehmen sicher sein können, dass ein digitaler Vorstoß später nicht an der Integration in die bestehende IT-Infrastruktur scheitern wird. 
 
 

Über den Autor: Dr. Robert Meyer

Dr. Robert Meyer ist seit 2011 Geschäfts­führer der myfactory International GmbH. Seine Leiden­schaft ist die Vermarktung von moderner Cloud ERP-Software über Online-Medien und Partner­vertrieb. Im Mittelpunkt steht bei ihm immer das Wohl von Anwendern, die eine funktional ausgereifte, leicht zu in­di­vidualisierende, intuitiv zu bedienende, auf allen Devices verwendbare, und mobil ein­setzbare Unternehmens-Software benötigen.

Über den Autor: Rainer Giersbach

Rainer Giersbach stieg 2000 in die IT-Branche über eine technische Hotline zu kfm. Unternehmens­software ein, wenig später übernahm er das Produkt Management für diesen Bereich. 2006 stieß er im Zuge einer Recherche zum Thema "Online-Warenwirtschaft" auf myfactory. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und seit 2007 gestaltet er als Program Manager die myfactory Software aktiv mit.

Über den Autor: Timo Bärenklau

Nach seinem erfolgreichen Studium mit Abschluss als Bachelor of Engineering im Studiengang „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ stieß Timo Bärenklau als Lead Spezialist zur myfactory International GmbH hinzu. Schon während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für Vertriebsoptimierung, besonders im Hinblick auf CRM-Systeme. Auch seine Bachelor-Arbeit hatte CRM als Schwerpunkt. Seit 2012 betreut er maßgeblich die Leadqualifizierung bei myfactory.

Über den Autor: Tobias Korch

Tobias Korch arbeitet seit März 2011 bei myfactory als Software-Entwickler. Seine Schwerpunkte sind die Produktionsplanung (PPS) und das Modul eCommerce. Er ist ein engagierter Verfechter des myfactory-Konzeptes EasyRelease, mit dem Partner updatesichere Zusatzprogramme zur myfactory Business Software erstellen können. Bei Partnern und Partner-Interessenten sind deshalb seine Programmierer-Schulungen und unterstützende Coachings sehr gefragt. Durch seine vieljährigen Praxiserfahrungen mit komplexen Softwareprojekten hat er den Kontakt zum Mittelstand und das Verständnis für Anforderungen und Problemstellungen der Unternehmen und Anwender. Wenn es nichts zu tun gibt (gibt es das eigentlich?) dann kümmert er sich um seine Familie, macht Musik oder interessiert sich für alles was mit IT zu tun hat.

Über den Autor: Jan Schweighart

Jan Schweighart arbeitete nach einem Software Engineering Studium an der Hochschule Konstanz als Software Entwickler für einen Software Dienstleister. Überzeugt von Produkt und Mentalität, kam er Ende 2013 zu myfactory wo er heute schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung von myfactory.CRM arbeitet. Herr Schweighart hatte früher mal Hobbies, Freunde und ein soziales Leben, so wird zumindest berichtet. Heute ist er Vater einer kleinen Tochter ;)

Über den Autor: Dr. Mathias Hamp

Dr. Mathias Hamp ist Kommunikations- experte und entwickelt Kommunikations- strategien zur Vermarktung von Ideen, Waren und Marken. Seit 2015 verantwortet er für myfactory den Bereich Online Marketing.

Über den Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe.

Über den Autor: Stefan Girschner

Stefan Girschner (* 1967) berichtet als Fachjournalist seit vielen Jahren über Neuheiten und Trends in der IT-Branche. Seine journalistische Laufbahn startete er 1999 bei der Fachzeitschrift e-commerce magazin (ehemals IWT Magazin Verlag), wo er bis 2003 als Redakteur tätig war. Seit 2004 ist er freiberuflich für verschiedene Fachzeitschriften und Online-Portale in den Bereichen Unternehmens-IT, Computing sowie Wirtschaft und Industrie tätig. Darüber hinaus arbeitet er als Lektor und in der Schlussredaktion für Verlage und Agenturen. Von 2010 bis 2016 hatte er die redaktionelle Leitung des Digitalbusiness Magazin (WIN-Verlag) inne. Seit 2016 schreibt er wieder verstärkt für bekannte IT-Fachzeitschriften und -Portale.

Über die Autorin: Sandra Bültermann

Sandra Bültermann (*1975) ist seit 1999 als Technische Redakteurin tätig. Als langjährige Mitarbeiterin bei Fachzeitschriften, Agenturen und Softwareunternehmen verfügt sie über umfassende Kenntnisse in den Bereichen IT, Kommunikation und Contentmanagement. Ihre Kernkompetenz liegt darin, komplexe, technische Themen verständlich und zielgruppenorientiert aufzubereiten.
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