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In 10 Schritten vom ERP zur integrierten E-Commerce-Plattform

von David Lauchenauer am 10.01.2020

Der elektronische Handel gewinnt weiterhin stark an Bedeutung. Kein Wunder steht daher in vielen Unternehmen das Thema E-Commerce ganz oben auf der digitalen Agenda. Die Integration in die bestehenden Prozesse und Systemlandschaft spielt dabei eine zentrale Rolle. Ausbaufähige ERP-Software hilft, mit den vorhandenen Mitteln neue Wege zu gehen. Welche Schritte nötig sind, um das ERP zur E-Commerce-Plattform auszubauen, erfahren Sie in diesem Beitrag. 
 
1. Potenzialanalyse 
Als Erstes gilt es, das Nutzenpotenzial zu analysieren. Der Spannungsbogen im E-Commerce ist groß. Ob lediglich ein E-Shop gewünscht wird oder ein komplettes Online-Portal oder ob das Ganze mehr als Investition in die Zukunft gedacht isthängt nicht nur vom Kosten-Nutzen-Verhältnis ab, sondern auch von den Möglichkeiten (Budget, Ressourcen, Strategie usw.) und übergeordneten Zielen. 
 
2. Systemeignung 
Ob und in welchem Umfang sich das ERP zu einer integrierten E-Commerce-Plattform erweitern lässt, ist von System zu System verschiedenBei kleinen Lösungen fehlen oft entsprechende Module oder Funktionen. In diesen Fällen führt der Weg in der Regel über Schnittstellen, damit geeignete Drittprodukte angebunden werden können. Deutlich einfacher geht es, wenn das ERP über integrierte E-Commerce-Applikationen verfügt.  
 
3. Ressourcen 
Checken Sie Ihre Ressourcen, bevor Sie ins Projekt starten: 
- Sind qualifizierte Mitarbeitende für die Dauer des Projekts (wenigstens teilweise) verfügbar und vom Tagesgeschäft entlastet? 
- Steht ausreichend Fachwissen zur Verfügung für ProzessanalyseProjektmanagement, Schulung usw.? 
- Ist der Support der Anwendung und der Benutzer auch nach dem Go-live gewährleistet? 
- Stimmen die Rahmenbedingungen hinsichtlich Zeit, Budget, Entscheidungskompetenz, Controlling, Unterstützung durch Geschäftsleitung und Fachbereiche? 
 
4. Prozessintegration 
Nebst systemtechnischen Aspekten bedeutet „Integration des E-Commerce-Bereichs ins ERP in erster Linie die Verzahnung aller Prozesse, damit Medienbrüche vermieden werden und ein durchgängiger Datenfluss entsteht. Dazu müssen die bestehenden Prozesse analysiert und mit den Soll-Zielen abgeglichen werden. Wichtig ist dabei, die betroffenen Fachbereiche (Vertrieb, Einkauf, Logistik, Kundenservice, Finanzen usw.) zu involvieren. 
 
5. Datenbereitstellung 
Daten E-Commerce ready“ zu machen gehört zu den Hauptaufgaben. Besonders wichtig dabei: 
- Kontrolle der Daten hinsichtlich Qualität, Aktualität und VollständigkeitEine sorgfältige Datenbereinigung ist oft unumgänglich. 
- Erweiterung der Daten um E-Commerce relevante Informationen (Produkte, Kunden, Preise, Verfügbarkeit usw.) 
 
6. Usability 
Während ein ERP-System auf interne Effizienz getrimmt ist, stehen im Online-Handel auch die Usability und das Design im Zentrum. Ein hübscher Webshop allein reicht jedoch nicht aus. Um die Nutzer zu begeistern, muss auch die User Experience stimmen. Dazu gehören transparente Plattformstrukturen, einfache Anwendbarkeit, umfassende Produkt- und Kundeninformationen, Kommunikationsmöglichkeiten sowie effiziente Prozesse. 
 
7. Multichannel 
In den meisten Unternehmen wird das ERP-System zur Unterstützung bestehender Vertriebs- oder Beschaffungskanäle verwendet. E-Commerce erweitert in der Regel nicht nur den Funktionsumfang des ERP. Es entsteht ein Multichannel-Modell, welches in den Organisationsstrukturen und Kommunikationsformen entsprechend berücksichtigt werden muss, was intern zu einer neuen Ausgangslage in Vertrieb, Marketing oder Kundenservice führen kann. 
 
8. Rechtliches 
Die Rechtsgrundlagen im E-Commerce sind komplexIn der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) finden sich klare Vorgaben wie das „Recht auf Vergessen“ oder das Löschen bzw. Anonymisieren von Daten. Solche und andere Vorschriften wirken sich direkt auf das Zusammenspiel von ERP-System und E-Commerce-Plattform ausDer Schutz von Daten gegen Missbrauch und die gesetzeskonforme Nutzung digitaler Informationen muss systemtechnisch gewährleistet und nachvollziehbar sein. 
 
9. Online-Marketing 
Die beste E-Commerce-Plattform nützt nichts, wenn sie niemand kennt. Die Vermarktung über SuchmaschinenNewsletterSocial Media, Werbung usw. ist ein wichtiger Punkt, um den Erfolg zu fördern. Durch die Integration von ERP und E-Commerce-Plattform lassen sich Kontaktdaten gezielt für werbliche Maßnahmen nutzen – vorausgesetzt, dies geschieht im legalen Rahmen.  
 
10. Weiterentwicklung
Angesichts der rasanten Entwicklung digitaler Möglichkeiten insbesondere im E-Commerce ändern sich auch die Anforderungen an die Plattform. Gleichzeitig „lebt“ auch das ERP-System und entwickelt sich weiter. Diese Neuerungen mitzuverfolgen und gezielt einzusetzen, ist ein laufender Prozess und bildet die Grundlage für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit.

Über den Autor: Dr. Robert Meyer

Dr. Robert Meyer ist seit 2011 Geschäfts­führer der myfactory International GmbH. Seine Leiden­schaft ist die Vermarktung von moderner Cloud ERP-Software über Online-Medien und Partner­vertrieb. Im Mittelpunkt steht bei ihm immer das Wohl von Anwendern, die eine funktional ausgereifte, leicht zu in­di­vidualisierende, intuitiv zu bedienende, auf allen Devices verwendbare, und mobil ein­setzbare Unternehmens-Software benötigen.

Über den Autor: Rainer Giersbach

Rainer Giersbach stieg 2000 in die IT-Branche über eine technische Hotline zu kfm. Unternehmens­software ein, wenig später übernahm er das Produkt Management für diesen Bereich. 2006 stieß er im Zuge einer Recherche zum Thema "Online-Warenwirtschaft" auf myfactory. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und seit 2007 gestaltet er als Program Manager die myfactory Software aktiv mit.

Über den Autor: Timo Bärenklau

Nach seinem erfolgreichen Studium mit Abschluss als Bachelor of Engineering im Studiengang „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ stieß Timo Bärenklau als Lead Spezialist zur myfactory International GmbH hinzu. Schon während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für Vertriebsoptimierung, besonders im Hinblick auf CRM-Systeme. Auch seine Bachelor-Arbeit hatte CRM als Schwerpunkt. Seit 2012 betreut er maßgeblich die Leadqualifizierung bei myfactory.

Über den Autor: Tobias Korch

Tobias Korch arbeitet seit März 2011 bei myfactory als Software-Entwickler. Seine Schwerpunkte sind die Produktionsplanung (PPS) und das Modul eCommerce. Er ist ein engagierter Verfechter des myfactory-Konzeptes EasyRelease, mit dem Partner updatesichere Zusatzprogramme zur myfactory Business Software erstellen können. Bei Partnern und Partner-Interessenten sind deshalb seine Programmierer-Schulungen und unterstützende Coachings sehr gefragt. Durch seine vieljährigen Praxiserfahrungen mit komplexen Softwareprojekten hat er den Kontakt zum Mittelstand und das Verständnis für Anforderungen und Problemstellungen der Unternehmen und Anwender. Wenn es nichts zu tun gibt (gibt es das eigentlich?) dann kümmert er sich um seine Familie, macht Musik oder interessiert sich für alles was mit IT zu tun hat.

Über den Autor: Jan Schweighart

Jan Schweighart arbeitete nach einem Software Engineering Studium an der Hochschule Konstanz als Software Entwickler für einen Software Dienstleister. Überzeugt von Produkt und Mentalität, kam er Ende 2013 zu myfactory wo er heute schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung von myfactory.CRM arbeitet. Herr Schweighart hatte früher mal Hobbies, Freunde und ein soziales Leben, so wird zumindest berichtet. Heute ist er Vater einer kleinen Tochter ;)

Über den Autor: Dr. Mathias Hamp

Dr. Mathias Hamp ist Kommunikations- experte und entwickelt Kommunikations- strategien zur Vermarktung von Ideen, Waren und Marken. Seit 2015 verantwortet er für myfactory den Bereich Online Marketing.

Über den Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe.

Über den Autor: Stefan Girschner

Stefan Girschner (* 1967) berichtet als Fachjournalist seit vielen Jahren über Neuheiten und Trends in der IT-Branche. Seine journalistische Laufbahn startete er 1999 bei der Fachzeitschrift e-commerce magazin (ehemals IWT Magazin Verlag), wo er bis 2003 als Redakteur tätig war. Seit 2004 ist er freiberuflich für verschiedene Fachzeitschriften und Online-Portale in den Bereichen Unternehmens-IT, Computing sowie Wirtschaft und Industrie tätig. Darüber hinaus arbeitet er als Lektor und in der Schlussredaktion für Verlage und Agenturen. Von 2010 bis 2016 hatte er die redaktionelle Leitung des Digitalbusiness Magazin (WIN-Verlag) inne. Seit 2016 schreibt er wieder verstärkt für bekannte IT-Fachzeitschriften und -Portale.

Über die Autorin: Sandra Bültermann

Sandra Bültermann (*1975) ist seit 1999 als Technische Redakteurin tätig. Als langjährige Mitarbeiterin bei Fachzeitschriften, Agenturen und Softwareunternehmen verfügt sie über umfassende Kenntnisse in den Bereichen IT, Kommunikation und Contentmanagement. Ihre Kernkompetenz liegt darin, komplexe, technische Themen verständlich und zielgruppenorientiert aufzubereiten.
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