Weitere Themen

Wie Förderprogramme bei Digitalisierungsvorhaben helfen

von Sandra Bültermann am 12.03.2019

Die Digitalisierung gilt als wesentlicher Treiber für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit sowie als Quelle von Innovationen. Sie bietet Chancen, Geschäftsprozesse ressourcenschonender und effizienter zu gestalten und neue Dienstleistungs- und Produktangebote sowie neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Und obwohl diese Potenziale bekannt sind, tun sich viele kleine und mittelständische Unternehmen mit dem digitalen Wandel weiterhin schwer. Selbst in der grundlegenden Infrastruktur wie einer eigenen Website oder Enterprise Resource Planning (ERP)-Software sind Defizite zu verzeichnen.
 

KMU zögerlich gegenüber digitalem Wandel

Eine Unternehmensbefragung durch die KfW Bankengruppe zeigt, dass 53% von rund 2.200 befragten Unternehmen die Umsetzung von Digitalisierungsmaßnahmen in den kommenden zwei Jahre fest eingeplant hat. Ein Viertel schließt Digitalisierungsvorhaben in diesem Zeitraum aus. Die weiteren Befragten haben noch keine Entscheidung getroffen. Auffällig ist, dass der Anteil der Unternehmen, die Digitalisierungsmaßnahmen planen, mit abnehmender Unternehmensgröße sinkt. Heißt: Im deutschen Mittelstand ist die Digitalisierung noch stark ausbaufähig.
 

Lassen Sie sich bei der Digitalisierung unterstützen

Vor allem für gewerbliche Unternehmen, Handwerksbetriebe und Industrie-Unternehmen liegt die Digitalisierung außerhalb ihres bestehenden Geschäftsmodells bzw. ihrer Kompetenzen. Nicht selten fehlt es an Zeit und Ressourcen, Investitionsentscheidungen zu treffen, Entwicklungsarbeiten anzugehen oder die Umstellung auf neue digitale Systeme zu meistern. Hier sind externe Beratungsleistungen gefragt, um sich qualifiziert beraten und bei der Vorbereitung sowie Umsetzung der Ideen unterstützen zu lassen. Doch dafür fehlen oftmals die finanziellen Mittel. Aber es gibt Hilfe: Konzerne, Banken und staatliche Institutionen bieten dem Mittelstand mit speziellen Förderprogrammen zur Digitalisierung Unterstützung an. Unternehmen können sowohl von günstigen Zinssätzen profitieren als auch Zuschüsse beantragen. Einige Förderprogramme stellen wir im Folgenden vor:
 

# go-digital (BMWi)

Mit dem Förderprogramm „go-digital“ unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) kleine und mittelständische Unternehmen bei der Umsetzung von digitalen Projekten – unter anderem auch beim Aufbau eines professionellen Web-Auftritts und Online-Shops. Unterteilt in die drei Module „Digitalisierte Geschäftsprozesse“, „Digitale Markterschließung“ und „IT-Sicherheit“ richtet sich „go-digital“ gezielt an KMU der gewerblichen Wirtschaft und an das Handwerk. Das Programm bietet praxiswirksam Beratungsleistungen, um mit den technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen im Bereich Online-Handel, Digitalisierung des Geschäftsalltags und dem steigenden Sicherheitsbedarf bei der digitalen Vernetzung Schritt zu halten.
 

# go-Inno (BMWi)

Kleine Unternehmen haben oft nicht das Know-how zu Methoden und Technologien, um innovative Produktentwicklungen intern voranzutreiben. Mit dem Programm „go-Inno“ fördert das BMWi externe Beraterleistungen zur Vorbereitung und Durchführung von Produkt- und technischen Verfahrensinnovationen – mit dem Ziel, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit für KMU zu sichern.
 

# ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit (KfW)

Die KfW fördert seit dem 1. Juli 2017 mit dem „ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit“ (ERP steht in diesem Fall für „European Recovery Programme“) den Finanzierungsbedarf im Zusammenhang mit einem Digitalisierungs- und  Innovationsvorhaben. Mit diesem Programm lassen sich verschiedenste Digitalisierungsvorhaben realisieren: u.a. Digitalisierung von Verfahren und Produktionsprozessen, Vernetzung von Enterprise-Ressource-Planning (ERP)- und Produktions¬systemen (Industrie 4.0), Maßnahmen zur strategischen Unternehmensausrichtung, digitale Markterschließung, IT- und Datensicherheitskonzepte, Organisatorische Maßnahmen, um Unternehmen agiler zu machen, Entwicklung innovativer Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen.
 

# ERP-Mezzanine für Innovationen (KfW)

Anders als mit dem „ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit“ (hier steht ERP für European Recovery Programme) fördert die KfW mit dem Programm „ERP-Mezzanine für Innovationen“ marktnahe Forschung und Entwicklungen, die sich vom Stand der Technik in der EU abheben, sowie Vorhaben, die für das beantragende Unternehmen neu sind. Gefördert werden Betriebsmittel und Investitionen. Bei Antragstellung muss die Neuartigkeit des Vorhabens durch einen von der KfW zertifizierten Gutachter attestiert werden.
 

# Mittelstand.Innovativ! NRW (MWIDE)

Mit dem „Digitalisierungsgutschein“ stärkt das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen (MWIDE) die Innovationsfähigkeit und Wachstumsorientierung von Unternehmen rund um die Themen Digitalisierung und IT-Sicherheit – sowohl bei KMU in der Industrie, wie auch im Handwerk, im Handel und im Dienstleistungsbereich. So genannte „Innovationsgutscheine“ unterstützen die Forschung und Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen auf allen Stufen der Wertschöpfungskette. Beide Gutscheine werden unter „Mittelstand.Innovativ“ zusammengefasst und lassen sich ausschließlich von kleinen und mittleren Unternehmen in NRW beantragen.
 

# Digitalbonus Bayern (STMWI)

Bis Ende 2020 unterstützt das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie (STMWI) mit dem Förderprogramm „Digitalbonus“ Unternehmen dabei, sich für die Herausforderungen der digitalen Welt zu wappnen.  Der Digitalbonus ermöglicht es bayrischen Betrieben, ihre Produkte, Prozesse und Dienstleistungen digital zu transformieren und die IT-Sicherheit zu verbessern. 
 

Fazit

Um auf Dauer wachstums- und wettbewerbsfähig bleiben zu können, geht kein Weg an der Digitalisierung vorbei. Doch KMU müssen den digitalen Wandel nicht alleine stemmen. Bestehende Förderprogramme können ihnen helfen, finanzielle Hürden zu überwinden und externe Beratungshilfe in Anspruch zu nehmen. Prüfen Sie im Internet oder fragen Sie bei Ihrer Hausbank nach, welches Programm für Ihren Betrieb in Frage kommt und welche Anforderungen erfüllt werden müssen. 

Über den Autor: Dr. Robert Meyer

Dr. Robert Meyer ist seit 2011 Geschäfts­führer der myfactory International GmbH. Seine Leiden­schaft ist die Vermarktung von moderner Cloud ERP-Software über Online-Medien und Partner­vertrieb. Im Mittelpunkt steht bei ihm immer das Wohl von Anwendern, die eine funktional ausgereifte, leicht zu in­di­vidualisierende, intuitiv zu bedienende, auf allen Devices verwendbare, und mobil ein­setzbare Unternehmens-Software benötigen.

Über den Autor: Rainer Giersbach

Rainer Giersbach stieg 2000 in die IT-Branche über eine technische Hotline zu kfm. Unternehmens­software ein, wenig später übernahm er das Produkt Management für diesen Bereich. 2006 stieß er im Zuge einer Recherche zum Thema "Online-Warenwirtschaft" auf myfactory. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und seit 2007 gestaltet er als Program Manager die myfactory Software aktiv mit.

Über den Autor: Timo Bärenklau

Nach seinem erfolgreichen Studium mit Abschluss als Bachelor of Engineering im Studiengang „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ stieß Timo Bärenklau als Lead Spezialist zur myfactory International GmbH hinzu. Schon während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für Vertriebsoptimierung, besonders im Hinblick auf CRM-Systeme. Auch seine Bachelor-Arbeit hatte CRM als Schwerpunkt. Seit 2012 betreut er maßgeblich die Leadqualifizierung bei myfactory.

Über den Autor: Tobias Korch

Tobias Korch arbeitet seit März 2011 bei myfactory als Software-Entwickler. Seine Schwerpunkte sind die Produktionsplanung (PPS) und das Modul eCommerce. Er ist ein engagierter Verfechter des myfactory-Konzeptes EasyRelease, mit dem Partner updatesichere Zusatzprogramme zur myfactory Business Software erstellen können. Bei Partnern und Partner-Interessenten sind deshalb seine Programmierer-Schulungen und unterstützende Coachings sehr gefragt. Durch seine vieljährigen Praxiserfahrungen mit komplexen Softwareprojekten hat er den Kontakt zum Mittelstand und das Verständnis für Anforderungen und Problemstellungen der Unternehmen und Anwender. Wenn es nichts zu tun gibt (gibt es das eigentlich?) dann kümmert er sich um seine Familie, macht Musik oder interessiert sich für alles was mit IT zu tun hat.

Über den Autor: Jan Schweighart

Jan Schweighart arbeitete nach einem Software Engineering Studium an der Hochschule Konstanz als Software Entwickler für einen Software Dienstleister. Überzeugt von Produkt und Mentalität, kam er Ende 2013 zu myfactory wo er heute schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung von myfactory.CRM arbeitet. Herr Schweighart hatte früher mal Hobbies, Freunde und ein soziales Leben, so wird zumindest berichtet. Heute ist er Vater einer kleinen Tochter ;)

Über den Autor: Dr. Mathias Hamp

Dr. Mathias Hamp ist Kommunikations- experte und entwickelt Kommunikations- strategien zur Vermarktung von Ideen, Waren und Marken. Seit 2015 verantwortet er für myfactory den Bereich Online Marketing.

Über den Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe.

Über den Autor: Stefan Girschner

Stefan Girschner (* 1967) berichtet als Fachjournalist seit vielen Jahren über Neuheiten und Trends in der IT-Branche. Seine journalistische Laufbahn startete er 1999 bei der Fachzeitschrift e-commerce magazin (ehemals IWT Magazin Verlag), wo er bis 2003 als Redakteur tätig war. Seit 2004 ist er freiberuflich für verschiedene Fachzeitschriften und Online-Portale in den Bereichen Unternehmens-IT, Computing sowie Wirtschaft und Industrie tätig. Darüber hinaus arbeitet er als Lektor und in der Schlussredaktion für Verlage und Agenturen. Von 2010 bis 2016 hatte er die redaktionelle Leitung des Digitalbusiness Magazin (WIN-Verlag) inne. Seit 2016 schreibt er wieder verstärkt für bekannte IT-Fachzeitschriften und -Portale.

Über die Autorin: Sandra Bültermann

Sandra Bültermann (*1975) ist seit 1999 als Technische Redakteurin tätig. Als langjährige Mitarbeiterin bei Fachzeitschriften, Agenturen und Softwareunternehmen verfügt sie über umfassende Kenntnisse in den Bereichen IT, Kommunikation und Contentmanagement. Ihre Kernkompetenz liegt darin, komplexe, technische Themen verständlich und zielgruppenorientiert aufzubereiten.
Zurück zur Übersicht der Blog-Beiträge

Kommentare


Es wurde noch keine Kommentare abgegeben.
Zurück zur Übersicht der Blog-Beiträge

Kommentar verfassen

Name:

E-Mail:

Kommentar: Bild-Link*:

*Möchten Sie, dass ein individuelles Bild neben Ihrem Kommentar angezeigt wird, dann tragen Sie bitte den Link zu dem Bild in das Feld "Bild-Link" ein. Idealerweise hat das Bild eine Abmessung von 50x50 Pixeln.

Weitere Themen

<< < 1 2 3 ... > >>

© myfactory International GmbH 2016. Alle Rechte vorbehalten.

Über uns

myfactory ist die webbasierte Business Software für KMU in den Bereichen ERP, CRM, PPS, MIS, Portal, Shop, Groupware und Finanzbuchhaltung.

Kontakt

Agnes-Pockels-Bogen 1
D-80992 München

19.04.2019
16.04.2019
12.04.2019
09.04.2019
05.04.2019