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ERP-Software verstehen und anwenden

von David Lauchenauer am 05.10.2020

Neben einer Übersicht der verschiedenen Anwendungsbereiche eines ERP-Systems, will Ihnen dieser Artikel gleichzeitig neue Impulse für eine vertiefte Nutzung Ihrer Unternehmenssoftware vermitteln. Lassen Sie sich inspirieren! Mit Sicherheit werden Sie Ihr ERP künftig mit anderen Augen betrachten und noch mehr Nutzen herausholen können.
 

Prozessorientierte Betrachtung 

Die Anwendung von ERP-Systemen dient grundsätzlich der Unterstützung unternehmerischer Prozesse. In der Regel werden dabei wertschöpfende Prozesse und unterstützende Unternehmensprozesse unterschieden. Wertschöpfend sind zum Beispiel Produktentwicklung, Auftragsgewinnung und -erfüllung oder Kundendienst. Unterstützend wirken Prozesse in den Bereichen Management, Finanzen, Lohn, HR, Qualitätsmanagement usw. Integrierte ERP-Systeme bieten für die meisten der Prozessbereiche entsprechende Funktionen an. Der Leistungsumfang variiert je nach Software und sollte bereits bei der Auswahl berücksichtigt werden. 
 

Funktional-modularer Aufbau 

Eine verbreitete Struktur von ERP-Systemen ist der funktional-modulare Aufbau. Dieser gliedert sich in abgegrenzte Softwarebausteine wie Verkauf, Einkauf, Materialwirtschaft, Produktion, Finanzen usw. Die Ursprünge dieser Einteilung reicht in die Anfänge der ERP-Entwicklung zurück und diente damals der Orientierung bei der Programmierung sowie der Lizenzierung der einzelnen Module. Heute geht der Trend eher in Richtung prozess- oder organisationsorientierte Sichtweise, wie z.B. Kundenmanagement, Online-Handel, Kundenservice oder Fertigungsunternehmen. Damit stehen entsprechende Lösungspakete zur Verfügung, welche alle relevanten Module bereits an Bord haben. Zusätzliche Funktionen können dann als Optionen hinzugefügt werden. 
 

ERP im Handel 

Ohne ERP-Software geht im Handel heute kaum noch etwas. Für die Lagerverwaltung, als Kundenplattform, im E-Commerce, bei der Preisfindung bis hin zur Tourenplanung und Vertriebslogistik werden sämtliche Prozesse effizient unterstütztDie Koordination verschiedener Vertriebskanäle erfordert ebenso ein zentrales System wie die Abwicklung individueller Auftrags- und Bezahlarten oder die Abrechnung von Provisionen. Der Online-Handelv hat die ERP-Welt vor neue Anforderungen gestellt, welche heute in vielen Systemen ein integrierter Bestandteil sind. So können Webshops direkt mit dem ERP realisiert und gestaltet werden. Der Vorteil dabei ist, dass alle Daten in einer zentralen Datenbank gespeichert und verarbeitet werden. 
 

ERP in der Produktion 

Bei der industriellen Fertigung von Gütern spielt das ERP seit Jahrzehnten eine zentrale Rolle. Je nach Fertigungstyp – wie etwa Lagerfertigung, Auftragsfertigung oder Serienfertigung – kommen unterschiedliche Ausprägungen der Software zum Einsatz. In der Regel stehen Themen wie Kapazitäts- und Ressourcenplanung (Maschinen, Mitarbeitende usw.), Vor- und Nachkalkulation, Informationsfluss CAD und/oder Logistik sowie Supply-Chain im Mittelpunkt. Die Problemstellungen sind teilweise sehr komplex, wenn es um die Verarbeitung von Grundstoffen zu divergierende oder konvergierende Endprodukten geht. Aber auch planerische Funktionen können knifflig sein, da verschiedene Faktoren zu berücksichtigen sind.  
 

ERP bei Dienstleistern 

Die Branchenorientierung bei Dienstleistern ist naturgemäß groß. Die Anwaltskanzlei hat höchstwahrscheinlich die gleichen Anforderungen wie ihre Konkurrenten. Die Marketingagentur in München wird sich funktional kaum von ihren Mitbewerbern in Berlin oder Frankfurt unterscheiden. Umgekehrt hat das Architekturbüro andere Anforderungen als ein Fahrradverleih. Anders als bei Fertigungs- und Handelsunternehmen ist die funktionale Diversität in der Dienstleistungsbranche sehr hoch. Häufig liegt der Fokus auf Bereichen wie Zeiterfassung, Leistungsabrechnung, AufgabenplanungDokumentenverwaltung, Kundeninformationen und Kommunikation. Eine lückenlose Nachverfolgbarkeit von Transaktionen und Kontakten ist für die meisten Dienstleister wichtig. 
 

Mehr als nur Software 

Die Einführung und Nutzung eines ERP-Systems ist eine einzigartige Chance, die Prozesse in Ihrem Unternehmen zu optimieren. Gleichzeitig lassen sich dank digitaler Unterstützung Arbeitsabläufe automatisieren oder neue Geschäftsmodelle realisieren. Wer sein ERP als Kreativ-Werkzeug versteht, verschafft sich wertvolles Potenzial und steigert die Wettbewerbsfähigkeit. Hier einige Anregungen: 
 
  • Online-Konfigurator für eine individuelle Gestaltung von Produkten 
  • Management-Cockpit mit automatisch aktualisierten Kennzahlen 
  • Papierarmes Büro durch konsequente Umstellung auf elektronische Archivierung 
  • Automatisierung des Kreditoren-Prozesses in der Buchhaltung 
  • Einsatz von mobilen Geräten bei der Kommissionierung im Lager 

Über den Autor: Dr. Robert Meyer

Dr. Robert Meyer ist seit 2011 Geschäfts­führer der myfactory International GmbH. Seine Leiden­schaft ist die Vermarktung von moderner Cloud ERP-Software über Online-Medien und Partner­vertrieb. Im Mittelpunkt steht bei ihm immer das Wohl von Anwendern, die eine funktional ausgereifte, leicht zu in­di­vidualisierende, intuitiv zu bedienende, auf allen Devices verwendbare, und mobil ein­setzbare Unternehmens-Software benötigen.

Über den Autor: Rainer Giersbach

Rainer Giersbach stieg 2000 in die IT-Branche über eine technische Hotline zu kfm. Unternehmens­software ein, wenig später übernahm er das Produkt Management für diesen Bereich. 2006 stieß er im Zuge einer Recherche zum Thema "Online-Warenwirtschaft" auf myfactory. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und seit 2007 gestaltet er als Program Manager die myfactory Software aktiv mit.

Über den Autor: Timo Bärenklau

Nach seinem erfolgreichen Studium mit Abschluss als Bachelor of Engineering im Studiengang „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ stieß Timo Bärenklau als Lead Spezialist zur myfactory International GmbH hinzu. Schon während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für Vertriebsoptimierung, besonders im Hinblick auf CRM-Systeme. Auch seine Bachelor-Arbeit hatte CRM als Schwerpunkt. Seit 2012 betreut er maßgeblich die Leadqualifizierung bei myfactory.

Über den Autor: Tobias Korch

Tobias Korch arbeitet seit März 2011 bei myfactory als Software-Entwickler. Seine Schwerpunkte sind die Produktionsplanung (PPS) und das Modul eCommerce. Er ist ein engagierter Verfechter des myfactory-Konzeptes EasyRelease, mit dem Partner updatesichere Zusatzprogramme zur myfactory Business Software erstellen können. Bei Partnern und Partner-Interessenten sind deshalb seine Programmierer-Schulungen und unterstützende Coachings sehr gefragt. Durch seine vieljährigen Praxiserfahrungen mit komplexen Softwareprojekten hat er den Kontakt zum Mittelstand und das Verständnis für Anforderungen und Problemstellungen der Unternehmen und Anwender. Wenn es nichts zu tun gibt (gibt es das eigentlich?) dann kümmert er sich um seine Familie, macht Musik oder interessiert sich für alles was mit IT zu tun hat.

Über den Autor: Jan Schweighart

Jan Schweighart arbeitete nach einem Software Engineering Studium an der Hochschule Konstanz als Software Entwickler für einen Software Dienstleister. Überzeugt von Produkt und Mentalität, kam er Ende 2013 zu myfactory wo er heute schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung von myfactory.CRM arbeitet. Herr Schweighart hatte früher mal Hobbies, Freunde und ein soziales Leben, so wird zumindest berichtet. Heute ist er Vater einer kleinen Tochter ;)

Über den Autor: Dr. Mathias Hamp

Dr. Mathias Hamp ist Kommunikations- experte und entwickelt Kommunikations- strategien zur Vermarktung von Ideen, Waren und Marken. Seit 2015 verantwortet er für myfactory den Bereich Online Marketing.

Über den Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe.

Über den Autor: Stefan Girschner

Stefan Girschner (* 1967) berichtet als Fachjournalist seit vielen Jahren über Neuheiten und Trends in der IT-Branche. Seine journalistische Laufbahn startete er 1999 bei der Fachzeitschrift e-commerce magazin (ehemals IWT Magazin Verlag), wo er bis 2003 als Redakteur tätig war. Seit 2004 ist er freiberuflich für verschiedene Fachzeitschriften und Online-Portale in den Bereichen Unternehmens-IT, Computing sowie Wirtschaft und Industrie tätig. Darüber hinaus arbeitet er als Lektor und in der Schlussredaktion für Verlage und Agenturen. Von 2010 bis 2016 hatte er die redaktionelle Leitung des Digitalbusiness Magazin (WIN-Verlag) inne. Seit 2016 schreibt er wieder verstärkt für bekannte IT-Fachzeitschriften und -Portale.

Über die Autorin: Sandra Bültermann

Sandra Bültermann (*1975) ist seit 1999 als Technische Redakteurin tätig. Als langjährige Mitarbeiterin bei Fachzeitschriften, Agenturen und Softwareunternehmen verfügt sie über umfassende Kenntnisse in den Bereichen IT, Kommunikation und Contentmanagement. Ihre Kernkompetenz liegt darin, komplexe, technische Themen verständlich und zielgruppenorientiert aufzubereiten.
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