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ERP-Consultant: Wie Sie kompetente ERP-Berater erkennen

von David Lauchenauer am 20.04.2021

Systeme zum Enterprise Resource Planning (kurz: ERP) werden im Zuge der Digitalisierung immer relevanter – nicht nur für KMU. Kaum ein Unternehmen kann es sich noch leisten, ohne ein IT-System zu arbeiten, welches entlang der Wertschöpfungskette des Betriebes alle Prozesse abbildet, integriert und im Idealfall automatisiert. Doch wie wird das passende ERP-System ausgewählt? Wer kümmert sich um die Prozessoptimierung in der ERP-Software? Und welche Potenziale werden bisher ungenutzt? In der Regel beantworten ERP-Consultants die zuvor genannten Fragen. Die ERP-Berater unterstützen Unternehmen bei der Erfassung der Anforderungen, der Evaluierung von ERP-Systemen und geben als Implementierungspartner Unterstützung. Einige Tipps, woran Sie einen kompetenten ERP-Consultant erkennen, listet der folgende Artikel auf. 
 

ERP-Consultants: Passende Beratung für Ihren Implementierungsfall 

Während größere Mittelständler und Konzerne über eine Inhouse-Consulting-Abteilung oder zumindest eine interne Position in der IT bzw. dem generellen Business-Bereich zum Thema ERP verfügen, bilden die meisten kleineren und mittleren Betriebe im Rahmen einer ERP-Einführung bzw. -Modernisierung ein Projektteam. Dieses kümmert sich um die Aufnahme aller relevanten Unternehmensprozesse und Anforderungen. Je nach Komplexität der Organisation ist es dann empfehlenswert, dass ein ERP-Berater hinzugezogen wird. Der Consultant aus dem ERP-Bereich stammt grundsätzlich aus zwei Lagern: von einem IT-Beratungsunternehmen oder von dem jeweiligen ERP-Anbieter. Dementsprechend unterscheiden sich auch die Aufgabenbereiche der beiden Berater-Typen: 
 
  • ERP-Berater aus einem IT-Beratungsunternehmen: Unterstützt vor allem bei der Anforderungsanalyse und kann bei der Erstellung von Konzepten zur Digitalisierung behilflich sein. Der externe ERP-Consultant verfügt über ein tiefes Verständnis von Geschäftsprozessen in unterschiedlichen Industrien und kann mit Best Practices Vorschläge zur Lösung von Herausforderungen geben. Ein gutes Verständnis der Stärken und Schwächen passender ERP-Systeme ist vorauszusetzen, damit der ERP-Consultant bei der Evaluierung unterstützen kann. Je nach Komplexität der Lösung kann dieser auch bei der Implementierung des IT-Systems, beim Rollout bzw. Change-Management und Schulungen einen Mehrwert leisten. Der Consultant wird dabei oftmals als Teil des ERP-Projektteams hinzugezogen. 
  • ERP-Berater von einem ERP-Anbieter: Keiner kennt das jeweilige ERP-System so tiefgreifend wie der ERP-Consultant aus einem konkreten Software-Haus. Hat ein KMU ein bestimmtes ERP in die engere Auswahl gefasst, so analysiert der Spezialist die ermittelten Anforderungen tiefgreifend und zeigt auf, wie diese mit dem jeweiligen ERP-System umgesetzt werden können. Ebenso gehört es zur Aufgabe des Consultants, dass etwaige Grenzen der ERP-Lösung aufgezeigt werden. Vor allem eine hohe Lösungskompetenz sowie ein tiefgreifendes Fachwissen macht den ERP-Berater aus einem Software-Haus so wertvoll bei der Unterstützung des ERP-Projektteams. Je nach ERP-Anbieter ist es dann oftmals derselbe ERP-Berater, der von der Präsentation über die Umsetzung bis zum Go-Live das jeweilige Unternehmen berät und dabei unterstützt, dass das ERP-Projekt erfolgreich abgeschlossen wird. 
 

Branchenwissen und Best Practices zeichnen ERP-Consultants aus 

Jeder Betrieb hat eigene Prozesse, die auf die individuellen Produkte, Produktionslinien bzw. Dienstleistungen sowie die unterschiedlichen Angestellten maßgeschneidert sind. Trotzdem sind innerhalb einer Branche oftmals gleiche Arbeitsabläufe etabliert. So ist es in Dienstleistungs-Unternehmen aus dem Bereich der Werbung bzw. dem Marketing beispielsweise üblich, dass mit bestimmten Budgetrahmen gearbeitet wird, während produzierende Industrieunternehmen vermehrt bei Ausschreibungen teilnehmen. Es kann an einen kompetenten ERP-Berater der Anspruch gestellt werden, dass sich dieser mit den Eigenheiten verschiedener Branchen auskennt und die jeweiligen Unternehmensprozesse vollständig analysieren kann. Gleichzeitig sollte dieser Erfahrung aus anderen ERP-Implementierungen besitzen, die er als Best Practices anbringen kann, um zu zeigen, wie andere Unternehmen ähnliche Herausforderungen gelöst haben. 
 

Ein ERP-Consultant sollte stets up to date sein 

Keine Branche verändert sich so schnell wie die IT. Dementsprechend schnelllebig sind IT-Anwendungen und Technologie. Ein ERP-Berater, der kompetent beraten möchte, sollte genügend Zeit aufwenden, um sich kontinuierlich fortzubilden. So hat sich inzwischen Cloud ERP immer mehr als Standard für KMU etabliert und gewinnt rasant an Marktanteilen. Ein kompetenter ERP-Berater sollte Ihnen hier die Vor- und Nachteile von Cloud versus On-Premise aufzeigen und auch die jeweiligen Total Cost of Ownership (TCO) beider Methoden beleuchten können. Blockt der ERP-Consultant bei einer Technologie direkt ab, ohne seine Beweggründe ausgiebig zu erklären, liegt das in der Regel an fehlendem Fachwissen oder Produktpartnern. Daher ist immer dann Vorsicht geboten, wenn die ERP-Beratung sehr stark in eine bestimmte Richtung geht und Alternativen nicht besprochen werden. 
 

Kommunikation auf Augenhöhe 

Der kompetenteste ERP-Consultant kann keinen Mehrwert bieten, wenn kein vertrauensvolles Verhältnis zwischen dem Berater und dem ERP-Projektteam herrscht. Tatsächlich entscheiden sich oftmals KMU auf Basis des Vertrauensverhältnisses zum jeweiligen Consultant für die entsprechende ERP-Software des jeweiligen Software-Hauses. Denn schließlich sind die Berater die Aushängeschilder der Unternehmen. Daher sollten KMU vor allem darauf achten, dass sie auf Augenhöhe beraten werden. Nimmt sich der Berater auch bei kleineren Projekten genügend Zeit und klärt alle Fragen zur vollsten Zufriedenheit? Werden Befürchtungen ernsthaft abgewogen und darauf eingegangen? Arbeitet der ERP-Consultant wirklich im besten Sinne Ihres Unternehmens? Diese Fragen sollten Sie sich stellen, wenn Sie sich für einen ERP-Anbieter und dessen Berater entscheiden. Denn letztlich muss dem Software-Haus vertraut werden, dass dieses die Anforderungen zur vollsten Zufriedenheit abbildet. Findet da schon die Kommunikation nicht auf Augenhöhe statt, so ist dies ein Vorzeichen für das folgende ERP-Projekt. 
 

Fazit: Kompetente ERP-Berater unterstützen das ERP-Projekt proaktiv 

Abschließend lässt sich festhalten, dass nicht jedes KMU einen ERP-Berater benötigt. Immer dann, wenn Unsicherheiten hinsichtlich der Anforderungen und deren Umsetzung in der Praxis herrschen oder sich das Team nicht darüber einig wird, auf welche ERP-Software gesetzt werden soll, kann ein kompetenter ERP-Berater zusätzliches Know-how einbringen und die getroffenen Ergebnisse validieren. Der ERP-Consultant sollte immer proaktiv dabei unterstützen, dass das ERP-Projekt zum Erfolg gebracht wird. Denn daran sollte letztlich auch dessen Leistung bewertet werden. 
 

Über den Autor: Dr. Robert Meyer

Dr. Robert Meyer ist seit 2011 Geschäfts­führer der myfactory International GmbH. Seine Leiden­schaft ist die Vermarktung von moderner Cloud ERP-Software über Online-Medien und Partner­vertrieb. Im Mittelpunkt steht bei ihm immer das Wohl von Anwendern, die eine funktional ausgereifte, leicht zu in­di­vidualisierende, intuitiv zu bedienende, auf allen Devices verwendbare, und mobil ein­setzbare Unternehmens-Software benötigen.

Über den Autor: Rainer Giersbach

Rainer Giersbach stieg 2000 in die IT-Branche über eine technische Hotline zu kfm. Unternehmens­software ein, wenig später übernahm er das Produkt Management für diesen Bereich. 2006 stieß er im Zuge einer Recherche zum Thema "Online-Warenwirtschaft" auf myfactory. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und seit 2007 gestaltet er als Program Manager die myfactory Software aktiv mit.

Über den Autor: Timo Bärenklau

Nach seinem erfolgreichen Studium mit Abschluss als Bachelor of Engineering im Studiengang „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ stieß Timo Bärenklau als Lead Spezialist zur myfactory International GmbH hinzu. Schon während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für Vertriebsoptimierung, besonders im Hinblick auf CRM-Systeme. Auch seine Bachelor-Arbeit hatte CRM als Schwerpunkt. Seit 2012 betreut er maßgeblich die Leadqualifizierung bei myfactory.

Über den Autor: Tobias Korch

Tobias Korch arbeitet seit März 2011 bei myfactory als Software-Entwickler. Seine Schwerpunkte sind die Produktionsplanung (PPS) und das Modul eCommerce. Er ist ein engagierter Verfechter des myfactory-Konzeptes EasyRelease, mit dem Partner updatesichere Zusatzprogramme zur myfactory Business Software erstellen können. Bei Partnern und Partner-Interessenten sind deshalb seine Programmierer-Schulungen und unterstützende Coachings sehr gefragt. Durch seine vieljährigen Praxiserfahrungen mit komplexen Softwareprojekten hat er den Kontakt zum Mittelstand und das Verständnis für Anforderungen und Problemstellungen der Unternehmen und Anwender. Wenn es nichts zu tun gibt (gibt es das eigentlich?) dann kümmert er sich um seine Familie, macht Musik oder interessiert sich für alles was mit IT zu tun hat.

Über den Autor: Jan Schweighart

Jan Schweighart arbeitete nach einem Software Engineering Studium an der Hochschule Konstanz als Software Entwickler für einen Software Dienstleister. Überzeugt von Produkt und Mentalität, kam er Ende 2013 zu myfactory wo er heute schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung von myfactory.CRM arbeitet. Herr Schweighart hatte früher mal Hobbies, Freunde und ein soziales Leben, so wird zumindest berichtet. Heute ist er Vater einer kleinen Tochter ;)

Über den Autor: Dr. Mathias Hamp

Dr. Mathias Hamp ist Kommunikations- experte und entwickelt Kommunikations- strategien zur Vermarktung von Ideen, Waren und Marken. Seit 2015 verantwortet er für myfactory den Bereich Online Marketing.

Über den Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe.

Über den Autor: Stefan Girschner

Stefan Girschner (* 1967) berichtet als Fachjournalist seit vielen Jahren über Neuheiten und Trends in der IT-Branche. Seine journalistische Laufbahn startete er 1999 bei der Fachzeitschrift e-commerce magazin (ehemals IWT Magazin Verlag), wo er bis 2003 als Redakteur tätig war. Seit 2004 ist er freiberuflich für verschiedene Fachzeitschriften und Online-Portale in den Bereichen Unternehmens-IT, Computing sowie Wirtschaft und Industrie tätig. Darüber hinaus arbeitet er als Lektor und in der Schlussredaktion für Verlage und Agenturen. Von 2010 bis 2016 hatte er die redaktionelle Leitung des Digitalbusiness Magazin (WIN-Verlag) inne. Seit 2016 schreibt er wieder verstärkt für bekannte IT-Fachzeitschriften und -Portale.

Über die Autorin: Sandra Bültermann

Sandra Bültermann (*1975) ist seit 1999 als Technische Redakteurin tätig. Als langjährige Mitarbeiterin bei Fachzeitschriften, Agenturen und Softwareunternehmen verfügt sie über umfassende Kenntnisse in den Bereichen IT, Kommunikation und Contentmanagement. Ihre Kernkompetenz liegt darin, komplexe, technische Themen verständlich und zielgruppenorientiert aufzubereiten.
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