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Einfache TSE-Umrüstung mit myfactory

von David Lauchenauer am 30.03.2021

Für alle KMU, die am Point of Sale (POS) verkaufen, ist nun Handlungsbedarf notwendig: Ab dem 01. April 2021 müssen in allen Kassen dedizierte Lösungen zur Technischen Sicherheitseinrichtung (TSE), die vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifiziert sind, verpflichtend genutzt werden. Die Pflicht zur Nutzung einer technischen Sicherheitseinrichtung ist zusammen mit der Bonpflicht unter dem Oberbegriff des Kassengesetzes zusammengefasst worden. Das Ziel dieser Gesetzgebung sieht vor, dass eine lückenlose Berichterstattung aller Transaktionen am POS ermöglicht werden soll. Die Manipulation von Kaufbelegen und damit einhergehende Steuerhinterziehung soll mit diesen Maßnahmen verhindert werden.
 
Bei der technischen Sicherheitseinrichtung handelt es sich um ein Sicherheitsmodul, das in allen Kassensystemen auf Grundlage der Kassensicherungsverordnung (KassenSichV) integriert sein muss. Zertifiziert und geprüft wird die TSE durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Zur Verfügung gestellt wird die Sicherheitseinrichtung sowohl in physischer Form als auch cloudbasiert.
 

Funktionsweise der technischen Sicherheitseinrichtung erklärt

Das Sicherheitsmodul erfasst alle Transaktionen der Kasse und speichert diese so ab, dass Veränderungen im Nachhinein nicht mehr vorgenommen werden können. Ermöglicht wird dies durch die Kombination der Secure Module Application (SME) und dem Crypto Service Provider (CSP). Während die SME die Veränderung oder Fälschung von Daten im Kommunikationsprozess verhindert, trägt der CSP Verantwortung dafür, jede Transaktion mit einer kryptografischen Signatur zu versehen. Aufgrund der Tatsache, dass diese Prozesse interdependent sind, wird ein maximales Maß an Sicherheit erzeugt.
 
Die TSE bringt für Unternehmen eine Reihe von Veränderungen mit sich. Alle Transaktionen werden durch die TSE-Umrüstung entweder intern im Kassensystem oder cloudbasiert revisionssicher gespeichert. Bei der Durchführung einer Transaktion liefert die technische Sicherheitseinrichtung dann einen Code mit, der auf den Kassenbon übertragen wird. Da die einzelnen Belege kryptografisch verkettet werden, ist eine Manipulation erheblich erschwert.
 

Was KMU bei der TSE-Umrüstung beachten müssen

Im Rahmen der TSE-Umrüstung steht die Sicherung jeder einzelnen Registrierkasse im Fokus der Behörden. Dementsprechend muss jede Kasse elektronisch beim Finanzamt angemeldet werden. Auch wenn hierfür noch kein elektronischer Prozess bereitgestellt wurde, ist davon auszugehen, dass dies zeitnah erfolgen wird. Darüber hinaus wird der Kassenabschluss dahingehend verändert, dass zukünftig jeder Kassenabschluss exportiert werden muss. Die Kassenumsätze, Zahlungsarten, Bareinlagen und jede Form der Entnahmen sind festzuhalten, damit der Vergleich zwischen Kassendaten und Finanzbuchhaltung gezogen werden kann. Zuletzt ist zu beachten, dass jede einzelne Kasse über eine eigene TSE verfügen muss, die das jeweilige Gerät absichert. Alle Unternehmen sind seit dem Inkrafttreten der Kassensicherungsverordnung dazu verpflichtet, auf diese Art und Weise alle ihre Registrierkassen auf TSE umzurüsten, alle Transaktionen zu sichern und dem Finanzamt zugänglich zu machen. Dieses behält sich das Recht vor, Kontrollen durchzuführen.
 

myfactory.POS erleichtert die TSE-Umrüstung

Der Point of Sale wird immer digitaler. Das cloudbasierte ERP-System myfactory bietet mit dem Zusatzmodul POS die integrierte Funktionalität einer Registrierkasse. Statt einer physischen Kasse kann jedoch ortsunabhängig und flexibel mit digitalen Endgeräten wie Smartphone oder Tablet jederzeit abgerechnet werden. Durch die Integration von Kartenlesern lassen sich bargeldlose Abrechnungen durchführen. Kommen ERP und POS aus einer Hand, so können parallel zum Kassiervorgang Belege erstellt, die vorrätige Artikelanzahl im Lager angepasst oder Nachbestellungen getätigt werden. Dies ermöglicht in der Praxis zusätzliche Mitarbeiter zum Kassiervorgang abzustellen oder neue Pop-up-Konzepte auszuprobieren. Und auch physische Kassen gehören der Vergangenheit an.
 
Die Vorteile von myfactory.POS auf einen Blick:
  • Anbindung an cloudbasierte TSE von fiskaly
  • Vollständige Integration in die myfactory-Standardanwendung
  • Mehrkassenfähig
  • Mehrfilialfähig
  • Schnelle Eingabe und Verarbeitung
  • Abfrage von Artikelbeständen im Lager während des Kassiervorgangs
  • Speichern des Kassiervorgangs, um zu einem späteren Zeitpunkt fortzufahren
  • Erstellung von Barverkaufsbelegen
  • Gutscheinerstellung
  • Gesamtübersicht über alle abgeschlossenen und offenen Kassenbons
  • Bereitstellung von Statistiken nach Kassenabschluss
 

Fazit: An der TSE-Umrüstung führt kein Weg vorbei

Aufgrund der Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen sind KMU dazu verpflichtet, die TSE-Umrüstung fristgerecht durchzuführen, um Strafen zu vermeiden. Die Integration der technischen Sicherheitseinrichtung ist an allen Kassen verpflichtend. Sollten Sie Ihre Registrierkassen noch nicht umgerüstet haben, besteht sofortiger Handlungsbedarf. Eine ganzheitliche, cloudbasierte ERP-Lösung mit POS-Integration und einer Anbindung an fiskaly TSE, vereinfacht die Gesetzeskonformität aller genutzten Anwendungen.
 

Über den Autor: Dr. Robert Meyer

Dr. Robert Meyer ist seit 2011 Geschäfts­führer der myfactory International GmbH. Seine Leiden­schaft ist die Vermarktung von moderner Cloud ERP-Software über Online-Medien und Partner­vertrieb. Im Mittelpunkt steht bei ihm immer das Wohl von Anwendern, die eine funktional ausgereifte, leicht zu in­di­vidualisierende, intuitiv zu bedienende, auf allen Devices verwendbare, und mobil ein­setzbare Unternehmens-Software benötigen.

Über den Autor: Rainer Giersbach

Rainer Giersbach stieg 2000 in die IT-Branche über eine technische Hotline zu kfm. Unternehmens­software ein, wenig später übernahm er das Produkt Management für diesen Bereich. 2006 stieß er im Zuge einer Recherche zum Thema "Online-Warenwirtschaft" auf myfactory. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und seit 2007 gestaltet er als Program Manager die myfactory Software aktiv mit.

Über den Autor: Timo Bärenklau

Nach seinem erfolgreichen Studium mit Abschluss als Bachelor of Engineering im Studiengang „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ stieß Timo Bärenklau als Lead Spezialist zur myfactory International GmbH hinzu. Schon während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für Vertriebsoptimierung, besonders im Hinblick auf CRM-Systeme. Auch seine Bachelor-Arbeit hatte CRM als Schwerpunkt. Seit 2012 betreut er maßgeblich die Leadqualifizierung bei myfactory.

Über den Autor: Tobias Korch

Tobias Korch arbeitet seit März 2011 bei myfactory als Software-Entwickler. Seine Schwerpunkte sind die Produktionsplanung (PPS) und das Modul eCommerce. Er ist ein engagierter Verfechter des myfactory-Konzeptes EasyRelease, mit dem Partner updatesichere Zusatzprogramme zur myfactory Business Software erstellen können. Bei Partnern und Partner-Interessenten sind deshalb seine Programmierer-Schulungen und unterstützende Coachings sehr gefragt. Durch seine vieljährigen Praxiserfahrungen mit komplexen Softwareprojekten hat er den Kontakt zum Mittelstand und das Verständnis für Anforderungen und Problemstellungen der Unternehmen und Anwender. Wenn es nichts zu tun gibt (gibt es das eigentlich?) dann kümmert er sich um seine Familie, macht Musik oder interessiert sich für alles was mit IT zu tun hat.

Über den Autor: Jan Schweighart

Jan Schweighart arbeitete nach einem Software Engineering Studium an der Hochschule Konstanz als Software Entwickler für einen Software Dienstleister. Überzeugt von Produkt und Mentalität, kam er Ende 2013 zu myfactory wo er heute schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung von myfactory.CRM arbeitet. Herr Schweighart hatte früher mal Hobbies, Freunde und ein soziales Leben, so wird zumindest berichtet. Heute ist er Vater einer kleinen Tochter ;)

Über den Autor: Dr. Mathias Hamp

Dr. Mathias Hamp ist Kommunikations- experte und entwickelt Kommunikations- strategien zur Vermarktung von Ideen, Waren und Marken. Seit 2015 verantwortet er für myfactory den Bereich Online Marketing.

Über den Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe.

Über den Autor: Stefan Girschner

Stefan Girschner (* 1967) berichtet als Fachjournalist seit vielen Jahren über Neuheiten und Trends in der IT-Branche. Seine journalistische Laufbahn startete er 1999 bei der Fachzeitschrift e-commerce magazin (ehemals IWT Magazin Verlag), wo er bis 2003 als Redakteur tätig war. Seit 2004 ist er freiberuflich für verschiedene Fachzeitschriften und Online-Portale in den Bereichen Unternehmens-IT, Computing sowie Wirtschaft und Industrie tätig. Darüber hinaus arbeitet er als Lektor und in der Schlussredaktion für Verlage und Agenturen. Von 2010 bis 2016 hatte er die redaktionelle Leitung des Digitalbusiness Magazin (WIN-Verlag) inne. Seit 2016 schreibt er wieder verstärkt für bekannte IT-Fachzeitschriften und -Portale.

Über die Autorin: Sandra Bültermann

Sandra Bültermann (*1975) ist seit 1999 als Technische Redakteurin tätig. Als langjährige Mitarbeiterin bei Fachzeitschriften, Agenturen und Softwareunternehmen verfügt sie über umfassende Kenntnisse in den Bereichen IT, Kommunikation und Contentmanagement. Ihre Kernkompetenz liegt darin, komplexe, technische Themen verständlich und zielgruppenorientiert aufzubereiten.
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