Weitere Themen

Effiziente Produktionsprozesse dank digitaler Vernetzung

von David Lauchenauer am 21.06.2019

In der Fertigungsindustrie geht es nicht nur darum, das beste Produkt anzubieten, sondern dieses auch möglichst effizient herzustellen. Die Digitalisierung der Wertschöpfungskette bietet dazu reichlich Möglichkeiten, denn vernetzte Produktionsprozesse verkürzen Durchlaufzeiten, reduzieren die Fehlerquote und verringern den Bedarf an Material und Ressourcen. In Summe ergeben sich daraus handfeste Vorteile. 
 
Vernetzte Prozesse als Basis für Industrie 4.0 
Bereits in den Nachkriegsjahren entstanden in Japan effizienzorientierte FertigungsverfahrenSie bildeten die Grundlagen für Produktionskonzepte, welche heute noch zur Anwendung kommen. Dazu zählen zum Beispiel Just-in-Time, Kanban oder Kaizen. Schon früh erkannte man die Wichtigkeit vernetzter, transparenter und aufeinander abgestimmter Prozesse für das Erreichen von Effizienz und Qualität in der ProduktionIn Zusammenhang mit der vierten industriellen Revolution findet aktuell eine Erweiterung untereinander verbundener Systeme auf ganze Wertschöpfungsketten und Geschäftsmodelle statt. Digital vernetzte Prozesse bilden auch hier die unverzichtbare Grundlage. 
  
Schaffung transparenter Planungsgrundlagen 
Für die Vermeidung von zu hohen oder zu tiefen Lagerbeständen benötigen Produktionsunternehmen aktuelle, transparente und umfassende Planungsgrundlagen. Dabei müssen sämtliche Einflussfaktoren berücksichtigt werden, wie vorhandene Vorräte, Angebot und Nachfrage, Auftragslage, Verfügbarkeit von Ressourcen und Material, Wiederbeschaffungs- und Herstellzeiten. Nur wenn alle relevanten Informationen in eine integrierte Gesamtbeurteilung einfließenentsteht größtmögliche Planungssicherheit. Diese wiederum ist nötig, um Personal, Maschinen, Transportmittel und Lagerkapazitäten effizient, sprich gewinnbringend einzusetzen.  
 
Verkürzung von Durchlauf- und Lieferzeiten 
Ähnlich wie bei einer Symphonie werden bei vernetzten Produktionsprozessen die einzelnen Einsätze zur rechten Zeit und im vorgesehenen Umfang geleistet. Das virtuose Zusammenspiel funktioniert nur, wenn die „Musiknoten“ allen Beteiligten bekannt sind. Fehlen an einem Arbeitsplatz die Teile für die Weiterverarbeitung, kommt die gesamte Supply-Chain ins Stocken. Maschinen stehen still, weil zu wenig Personal verfügbar ist oder dieses bereits anderweitig beschäftigt ist. Umgekehrt lassen sich vernetzte Abläufe perfekt aufeinander abstimmen. Das verkürzt die Durchlaufzeiten und führt dazu, dass Kunden schneller beliefert werden können. 
 
Optimierung vor- und nachgelagerter Prozesse 
Nicht nur innerhalb der eigentlichen Fertigung bieten vernetzte Abläufe enorme Vorteile. Auch die vor- und nachgelagerten Prozesse profitieren von einem durchgängigen Daten- und Wertefluss. Voraussetzung dafür ist ein ERP-System, welches alle Bereiche zentral und integriert mit aktuellen Informationen bedient. Der Verkaufsaußendienst kann seinen Kunden bereits in der Angebotserstellung verbindliche Liefertermine bekannt geben. Die Disposition in der Warenbeschaffung lässt sich dank des größeren Planungshorizontes optimieren. Tauchen in der Produktion Probleme auf, können die Kunden rechtzeitig über Verzögerungen informiert werden. 
 
Vorteile für die innerbetriebliche Logistik 
Das Verschieben von Material ist in der Produktion unumgänglich, sollte aber auf ein Minimum reduziert werden. Jeder Transport – sei es von der Warenanlieferung bis zur Einlagerung von Fertigprodukten – kostet Zeit und Geld. Es ist Aufwand pur, denn eine Wertschöpfung ist damit nicht verbunden. Dank der Vernetzung von Prozessen können innerbetriebliche Materialbewegungen reduziert und optimiert werden. Dadurch werden z.B. Leerfahrten von Staplernunnötige Wege von Personal oder das unkoordinierte Zwischenlagern von Halbfabrikaten vermieden. Die innerbetriebliche Logistik gewinnt an Effizienz, was wiederum Ressourcen in der Produktion freisetzt. 
 
Erkennen und Eliminieren von Fehlern 
Wo gehobelt wird, fallen Späne. Wo produziert wird, können Fehler entstehen. Bei vernetzten Prozessen ist das Erkennen von Fehlerquellen besonders wichtig, aber auch sehr einfach. Da die Abfolge der Tätigkeiten bekannt ist, können Fehler jederzeit zurückverfolgt und beseitigt werden – eine wichtige Grundlage für die ständige Verbesserung der Produktionsprozesse und die Steigerung der QualitätGleichzeitig können dadurch mühsame Nacharbeiten oder ärgerliche Retouren bzw. Rückrufaktionen vermieden werden. Beides bindet Ressourcen und verursacht Mehrkosten, welche die Marge schmälert. 
 
Online-Anbindung von Kunden und Lieferanten 
Die Vernetzung von Produktionsprozessen endet längst nicht mehr an den Unternehmensmauern. E-Commerce in der Fertigung ist Realität und bietet Vorteile in zweierlei Hinsicht: Zum einen erhalten auch externe Prozessbeteiligte (Kunden, Lieferanten, Transportunternehmen) Einblick in die aktuelle Fertigungssituation und können ihre eigenen Prozesse entsprechend schnell abstimmen. Zum anderen lassen sich damit Teilaufgaben delegieren, was Herstellprozesse vereinfacht und verbilligt. Eine Win-Win-Situation für alle dank vernetzter Produktionsprozesse.

Über den Autor: Dr. Robert Meyer

Dr. Robert Meyer ist seit 2011 Geschäfts­führer der myfactory International GmbH. Seine Leiden­schaft ist die Vermarktung von moderner Cloud ERP-Software über Online-Medien und Partner­vertrieb. Im Mittelpunkt steht bei ihm immer das Wohl von Anwendern, die eine funktional ausgereifte, leicht zu in­di­vidualisierende, intuitiv zu bedienende, auf allen Devices verwendbare, und mobil ein­setzbare Unternehmens-Software benötigen.

Über den Autor: Rainer Giersbach

Rainer Giersbach stieg 2000 in die IT-Branche über eine technische Hotline zu kfm. Unternehmens­software ein, wenig später übernahm er das Produkt Management für diesen Bereich. 2006 stieß er im Zuge einer Recherche zum Thema "Online-Warenwirtschaft" auf myfactory. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und seit 2007 gestaltet er als Program Manager die myfactory Software aktiv mit.

Über den Autor: Timo Bärenklau

Nach seinem erfolgreichen Studium mit Abschluss als Bachelor of Engineering im Studiengang „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ stieß Timo Bärenklau als Lead Spezialist zur myfactory International GmbH hinzu. Schon während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für Vertriebsoptimierung, besonders im Hinblick auf CRM-Systeme. Auch seine Bachelor-Arbeit hatte CRM als Schwerpunkt. Seit 2012 betreut er maßgeblich die Leadqualifizierung bei myfactory.

Über den Autor: Tobias Korch

Tobias Korch arbeitet seit März 2011 bei myfactory als Software-Entwickler. Seine Schwerpunkte sind die Produktionsplanung (PPS) und das Modul eCommerce. Er ist ein engagierter Verfechter des myfactory-Konzeptes EasyRelease, mit dem Partner updatesichere Zusatzprogramme zur myfactory Business Software erstellen können. Bei Partnern und Partner-Interessenten sind deshalb seine Programmierer-Schulungen und unterstützende Coachings sehr gefragt. Durch seine vieljährigen Praxiserfahrungen mit komplexen Softwareprojekten hat er den Kontakt zum Mittelstand und das Verständnis für Anforderungen und Problemstellungen der Unternehmen und Anwender. Wenn es nichts zu tun gibt (gibt es das eigentlich?) dann kümmert er sich um seine Familie, macht Musik oder interessiert sich für alles was mit IT zu tun hat.

Über den Autor: Jan Schweighart

Jan Schweighart arbeitete nach einem Software Engineering Studium an der Hochschule Konstanz als Software Entwickler für einen Software Dienstleister. Überzeugt von Produkt und Mentalität, kam er Ende 2013 zu myfactory wo er heute schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung von myfactory.CRM arbeitet. Herr Schweighart hatte früher mal Hobbies, Freunde und ein soziales Leben, so wird zumindest berichtet. Heute ist er Vater einer kleinen Tochter ;)

Über den Autor: Dr. Mathias Hamp

Dr. Mathias Hamp ist Kommunikations- experte und entwickelt Kommunikations- strategien zur Vermarktung von Ideen, Waren und Marken. Seit 2015 verantwortet er für myfactory den Bereich Online Marketing.

Über den Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe.

Über den Autor: Stefan Girschner

Stefan Girschner (* 1967) berichtet als Fachjournalist seit vielen Jahren über Neuheiten und Trends in der IT-Branche. Seine journalistische Laufbahn startete er 1999 bei der Fachzeitschrift e-commerce magazin (ehemals IWT Magazin Verlag), wo er bis 2003 als Redakteur tätig war. Seit 2004 ist er freiberuflich für verschiedene Fachzeitschriften und Online-Portale in den Bereichen Unternehmens-IT, Computing sowie Wirtschaft und Industrie tätig. Darüber hinaus arbeitet er als Lektor und in der Schlussredaktion für Verlage und Agenturen. Von 2010 bis 2016 hatte er die redaktionelle Leitung des Digitalbusiness Magazin (WIN-Verlag) inne. Seit 2016 schreibt er wieder verstärkt für bekannte IT-Fachzeitschriften und -Portale.

Über die Autorin: Sandra Bültermann

Sandra Bültermann (*1975) ist seit 1999 als Technische Redakteurin tätig. Als langjährige Mitarbeiterin bei Fachzeitschriften, Agenturen und Softwareunternehmen verfügt sie über umfassende Kenntnisse in den Bereichen IT, Kommunikation und Contentmanagement. Ihre Kernkompetenz liegt darin, komplexe, technische Themen verständlich und zielgruppenorientiert aufzubereiten.
Zurück zur Übersicht der Blog-Beiträge

Kommentare


Es wurde noch keine Kommentare abgegeben.
Zurück zur Übersicht der Blog-Beiträge

Kommentar verfassen

Name:

E-Mail:

Kommentar: Bild-Link*:

*Möchten Sie, dass ein individuelles Bild neben Ihrem Kommentar angezeigt wird, dann tragen Sie bitte den Link zu dem Bild in das Feld "Bild-Link" ein. Idealerweise hat das Bild eine Abmessung von 50x50 Pixeln.

Weitere Themen

<< < 1 2 3 ... > >>

© myfactory International GmbH 2016. Alle Rechte vorbehalten.

Über uns

myfactory ist die webbasierte Business Software für KMU in den Bereichen ERP, CRM, PPS, MIS, Portal, Shop, Groupware und Finanzbuchhaltung.

Kontakt

Agnes-Pockels-Bogen 1
D-80992 München

06.09.2019
03.09.2019
30.08.2019
27.08.2019
23.08.2019