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eCommerce: Nutzen Sie umsatzschwache Zeiten zu Ihren Gunsten

von Sandra Bültermann am 26.06.2020

Wirtschafts- oder Bankenkrisen, Epidemien, Umweltkatastrophen, Fachkräftemangel – es gibt verschiedene Ursachen, warum es zu starken Beeinträchtigungen und Einnahmeeinbußen im Handel kommen kann, auch im eCommerce. Dennoch sind nicht bei jeder Krise alle Online-Shops gleichermaßen betroffen:  Internet Pure Player („IPP“) – also Unternehmen, die rein auf Online-Kanäle setzen – trifft es beispielsweise während einer Epidemie weniger hart als Omnichannel-Anbieter, die zusätzlich zu den digitalen auch stationäre Kanäle zu bedienen haben. Bei ihnen laufen die Fixkosten für die Filialen weiter, obwohl die Laufkundschaft vielleicht ausbleibt. Die Kosten, die bisher sowohl vom Online- als auch Offlinehandel getragen wurden, sollen nun einzig durch die Digitalkanäle abgefangen werden. Doch hier fehlt es oftmals an Ressourcen, um beispielsweise eine funktionierende Logistik schnell hochzufahren. Es stellt sich also die zentrale Frage: Wie lässt sich der Online-Handel in kurzer Zeit kostengünstig ausbauen? Wir geben Ihnen Tipps.

 

Wichtig in Krisenzeiten: Transparenz

Gerade in Krisenzeiten müssen Kunden vom Unternehmen überzeugt werden. Hierfür ist es von enormer Bedeutung, die persönlichen Kundenbeziehungen aufrechtzuerhalten oder gar auszubauen. Setzen Sie auf Transparenz und Offenheit. Informieren Sie Ihre Kunden, wenn es durch die aktuelle Situation zu Einschränkungen oder Verzögerungen kommt. Teilen Sie aber zugleich mit, dass Sie alles Mögliche tun, um für sie da zu sein. Eine kontinuierliche Kommunikation kann Unmut vorbeugen, Verständnis und Loyalität schaffen. Bewährt hat sich beispielsweise, rabattierte Gutscheine zu bewerben, die Ihrem Shop jetzt Umsatz und dem (Neu-)Kunden bei einem späteren Einkauf einen Preisvorteil beschert - eine Win-win-Situation für beide Seiten.

 

Die Krise richtig nutzen

Im Alltagsgeschäft fehlt oft die Zeit, um sich nach innovativer Software umzuschauen. Nutzen Sie die Krisenzeit doch zum Testen neuer Anwendungen und Tools, die beispielsweise Funktionen bieten, mit denen sich nach der Flaute Neukunden gewinnen lassen. Bei der Auswahl neuer Anwendungen sollten Sie immer darauf achten, dass diese schnell, problemlos und kostengünstig ins bestehende System integrierbar sind. So bietet eine webbasierte, modular aufgebaute Software etwa den Vorteil, dass sich der Funktionsumfang je nach Bedarf erweitern lässt – und auch wieder reduzieren. Haben Sie bisher zum Beispiel auf ein CRM verzichtet, ist jetzt ein günstiger Zeitpunkt, sich mit der Sammlung von Kundendaten und der gezielten Kundenansprache zu beschäftigen. Empfehlenswert sind ebenfalls Investitionen in neue Technologien, um Unternehmensabläufe weiter zu digitalisieren, die Lieferketten, Anfrage-Prozesse oder Datenverwaltung weiter zu automatisieren. Hier kann eine ganzheitliche ERP-Lösung aus der Cloud nach der Krise einen technologischen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz versprechen.

 

Neue Zielgruppen ansprechen

Eine Krise kann auch der richtige Moment sein, um neue Zielgruppen ins Visier zu nehmen. Kunden, die beispielsweise bisher nicht im Internet eingekauft haben, bieten ein riesiges Marktpotenzial im eCommerce. Aber Achtung: Je nach Produkt oder Service sollten Sie potenziellen Kunden mit einer Online-Beratung zur Seite stehen. Bieten Sie über Ihren Web-Shop zum Beispiel digitale Beratungsgespräche, Online-Videos oder Anleitungen für DIY-Projekte an. Nutzen Sie die freien Kapazitäten Ihrer Mitarbeiter, und bringen Sie ihr Fachwissen zu den Digitalkanälen. Gerade jetzt können Sie sich mit Ihrem Shop als Experte positionieren. Denken Sie auch über die Integration eines Forums nach. Es ermöglicht einerseits einer Community den Austausch untereinander, andererseits belebt es Ihre Seite und kann zur Neukundengewinnung führen.

 

Flexibel in der Logistik bleiben

Wer als Händler nur ein einziges Logistikzentrum betreibt, ist zwingend darauf angewiesen, dass dieses funktionsfähig bleibt. Eine Möglichkeit, das Risiko zu streuen, ist den Warenversand – oder auch nur einen Teil davon – in die Verantwortung von Großhändlern zu geben. Stichwort Dropshipping. Hierfür ist es von Vorteil, wenn die Shop-Software bereits den Verkauf über Marktplaces wie Amazon unterstützt. So können Sie sich voll und ganz darauf konzentrieren, Ihre Ware zu entwickeln und zu produzieren. Bleibt die Logistik im Unternehmen, werfen Sie einen Blick auf die Versandmöglichkeiten. Haben Sie in der Vergangenheit nur einen Lieferdienst genutzt, müssen Sie in der Krise womöglich Einbußen im Leistungsversprechen hinnehmen. Holen Sie lieber einen zweiten Paketdienst mit ins Boot. Von Vorteil ist es dann, wenn Ihr Shop-System bereits eine mehrfache systemseitige Anbindung ermöglicht.

 

Fazit

Keiner ist vor Krisen geschützt – auch nicht der Online-Handel. Aber wie immer im Leben gibt es zwei Seiten der Medaille. Versuchen Sie, die umsatzschwache Zeit als Chance für Ihren Betrieb zu sehen. Wer in der Krisenzeit die richtigen Hebel in Bewegung setzt, kann gestärkt daraus hervorgehen. Nutzen Sie die Krise, um den Fokus neu zu setzen und danach mit verbesserter Technologie schnell und effizient Fahrt aufzunehmen. Ein integriertes ERP- und E-Shop-System ist hier mit seiner Vielzahl an Möglichkeiten der perfekte Sparringspartner. Positionieren Sie sich als innovativer Themen-Experte, und gewinnen Sie so  neue Marktanteile.

Über den Autor: Dr. Robert Meyer

Dr. Robert Meyer ist seit 2011 Geschäfts­führer der myfactory International GmbH. Seine Leiden­schaft ist die Vermarktung von moderner Cloud ERP-Software über Online-Medien und Partner­vertrieb. Im Mittelpunkt steht bei ihm immer das Wohl von Anwendern, die eine funktional ausgereifte, leicht zu in­di­vidualisierende, intuitiv zu bedienende, auf allen Devices verwendbare, und mobil ein­setzbare Unternehmens-Software benötigen.

Über den Autor: Rainer Giersbach

Rainer Giersbach stieg 2000 in die IT-Branche über eine technische Hotline zu kfm. Unternehmens­software ein, wenig später übernahm er das Produkt Management für diesen Bereich. 2006 stieß er im Zuge einer Recherche zum Thema "Online-Warenwirtschaft" auf myfactory. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und seit 2007 gestaltet er als Program Manager die myfactory Software aktiv mit.

Über den Autor: Timo Bärenklau

Nach seinem erfolgreichen Studium mit Abschluss als Bachelor of Engineering im Studiengang „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ stieß Timo Bärenklau als Lead Spezialist zur myfactory International GmbH hinzu. Schon während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für Vertriebsoptimierung, besonders im Hinblick auf CRM-Systeme. Auch seine Bachelor-Arbeit hatte CRM als Schwerpunkt. Seit 2012 betreut er maßgeblich die Leadqualifizierung bei myfactory.

Über den Autor: Tobias Korch

Tobias Korch arbeitet seit März 2011 bei myfactory als Software-Entwickler. Seine Schwerpunkte sind die Produktionsplanung (PPS) und das Modul eCommerce. Er ist ein engagierter Verfechter des myfactory-Konzeptes EasyRelease, mit dem Partner updatesichere Zusatzprogramme zur myfactory Business Software erstellen können. Bei Partnern und Partner-Interessenten sind deshalb seine Programmierer-Schulungen und unterstützende Coachings sehr gefragt. Durch seine vieljährigen Praxiserfahrungen mit komplexen Softwareprojekten hat er den Kontakt zum Mittelstand und das Verständnis für Anforderungen und Problemstellungen der Unternehmen und Anwender. Wenn es nichts zu tun gibt (gibt es das eigentlich?) dann kümmert er sich um seine Familie, macht Musik oder interessiert sich für alles was mit IT zu tun hat.

Über den Autor: Jan Schweighart

Jan Schweighart arbeitete nach einem Software Engineering Studium an der Hochschule Konstanz als Software Entwickler für einen Software Dienstleister. Überzeugt von Produkt und Mentalität, kam er Ende 2013 zu myfactory wo er heute schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung von myfactory.CRM arbeitet. Herr Schweighart hatte früher mal Hobbies, Freunde und ein soziales Leben, so wird zumindest berichtet. Heute ist er Vater einer kleinen Tochter ;)

Über den Autor: Dr. Mathias Hamp

Dr. Mathias Hamp ist Kommunikations- experte und entwickelt Kommunikations- strategien zur Vermarktung von Ideen, Waren und Marken. Seit 2015 verantwortet er für myfactory den Bereich Online Marketing.

Über den Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe.

Über den Autor: Stefan Girschner

Stefan Girschner (* 1967) berichtet als Fachjournalist seit vielen Jahren über Neuheiten und Trends in der IT-Branche. Seine journalistische Laufbahn startete er 1999 bei der Fachzeitschrift e-commerce magazin (ehemals IWT Magazin Verlag), wo er bis 2003 als Redakteur tätig war. Seit 2004 ist er freiberuflich für verschiedene Fachzeitschriften und Online-Portale in den Bereichen Unternehmens-IT, Computing sowie Wirtschaft und Industrie tätig. Darüber hinaus arbeitet er als Lektor und in der Schlussredaktion für Verlage und Agenturen. Von 2010 bis 2016 hatte er die redaktionelle Leitung des Digitalbusiness Magazin (WIN-Verlag) inne. Seit 2016 schreibt er wieder verstärkt für bekannte IT-Fachzeitschriften und -Portale.

Über die Autorin: Sandra Bültermann

Sandra Bültermann (*1975) ist seit 1999 als Technische Redakteurin tätig. Als langjährige Mitarbeiterin bei Fachzeitschriften, Agenturen und Softwareunternehmen verfügt sie über umfassende Kenntnisse in den Bereichen IT, Kommunikation und Contentmanagement. Ihre Kernkompetenz liegt darin, komplexe, technische Themen verständlich und zielgruppenorientiert aufzubereiten.
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