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Digitalisierung – Eine Herausforderung für den Mittelstand

von Sandra Bültermann am 24.01.2020

Kaum ein Tag vergeht, an dem nichts über Digitalisierung zu lesen ist. Die Rede ist dann von neuen Geschäftsmodellen und neuen Technologien, die ganze Märkte und Branchen durcheinanderwirbeln. In den Köpfen der deutschen Unternehmer ist inzwischen auch angekommen, dass die digitale Transformation eine unabdingbare Voraussetzung für die weitere Existenz am Markt ist. Dennoch sind längst nicht alle Betriebe aktiv geworden. Einer aktuellen Umfrage des Digitalverbands Bitkom zufolge haben 27 Prozent keinerlei Strategie für die Digitalisierung ihres Unternehmen. Dabei sind Chancen und Potenzial enorm: Neukundengewinnung, steigende Kundenzufriedenheit, Erschließung neuer Märkte und damit letztlich Zukunftsperspektiven, Wachstumschancen und Wettbewerbsfähigkeit.
 
Märkte im Umbruch
Die Digitalisierung eröffnet dem Mittelstand online wie offline zahlreiche Möglichkeiten, neue Wege zu gehen, Geschäftsfelder auszuweiten, bessere Kundenbeziehungen aufzubauen. Manch ein Betrieb hat schon herkömmliche Produkte durch digitale Dienstleistungen ersetzt, eine kanalübergreifende Kundenkommunikation eingeführt, interne Prozesse digitalisiert und automatisiert. Doch auch wenn die ersten Schritte der digitalen Transformation hinter ihnen liegen, sehen sich die meisten noch lange nicht am Ziel. Unternehmer stehen vor der herausfordernden Aufgabe, Abläufe, Güter, Geschäftsmodelle – alles, was jahrzehntelang gut und richtig war – zu überdenken und womöglich über den Haufen zu werfen. Manch einer ist daran gescheitert. Doch viele KMU beweisen auch, wie man auf die Herausforderungen der Digitalisierung reagieren und damit den Wandel erfolgreich gestalten kann. Und wir möchten Ihnen dabei helfen.
 
Herausforderungen der Digitalisierung
Vor welchen Herausforderungen stehen die Unternehmen beim digitalen Wandel eigentlich? Fragt man nach, hört man diese vier Einflussfaktoren am häufigsten:
 
Technologische Entwicklungen
Der wichtigste Einflussfaktor für den digitalen Wandel ist die rasante Weiterentwicklung von Technologien. In vielen Betrieben fehlt dafür die digitale Kompetenz, das technische Fachwissen.
 
Neue Ansprüche der Kunden
Die Ansprüche und Bedürfnisse der Kunden haben sich massiv verändert. Sie erwarten neben permanenter Verfügbarkeit und Top-Servicequalität ein wahres Einkaufserlebnis. Und das nicht nur beim Online-Shopping, sondern auch im stationären Handel, wo zunehmend digitale und smarte Services erwartet werden.
 
Veränderter Wettbewerb
Die Veränderungen im Wettbewerbsumfeld sind signifikant. Unternehmen sehen sich mit einer erhöhten Innovationsgeschwindigkeit sowie ständig neuen (digitalen) Playern am Markt konfrontiert.
 
Neue Gesetze und Verordnungen
Ebenso beeinflussen neue Gesetze und Verordnungen den digitalen Wandel. Aktuell ist hier etwa die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) zu nennen. Die lückenlose Sicherung von Geschäfts- und Kundendaten ist mit einem hohen personellen und finanziellen Aufwand verbunden.
 
Maßnahmen für den erfolgreichen digitalen Wandel
Wie lässt sich also erfolgreich auf diese Herausforderungen reagieren?
 
Neue Technologien erkennen und einführen
Innovationen und neue Technologien sind die Voraussetzung für den Erfolg in der digitalen Welt. Um bei der rasanten Entwicklung up to date zu bleiben, werden Workshops, Seminare und Konferenzen immer wichtiger. Nur wer sich vernetzt und austauscht, bleibt auf dem Laufenden. Berater, Dienstleister und externe Partner können mit ihrem jeweiligen Knowhow dabei helfen, herauszufinden, welche Maßnahmen für ein Unternehmen relevant und sinnvoll sind und bei deren Einführung unterstützen.
 
Neue, individuelle Leistungen anbieten
Bestellungen vom Sofa, Beratungen per Chat oder Click-and-Collect im stationären Handel – alles Beispiele für Leistungen, die erst durch die Digitalisierung möglich sind. Der digitale Wandel eröffnet aber nicht nur Möglichkeiten für einzelne Kundenservices. Es entstehen auch völlig neue Businessmodelle, mit denen Unternehmen neue Geschäftsfelder erschließen, ihr Produktportfolio erweitern und sich vom Wettbewerb abheben können.
 
Am Kunden orientieren
Ein Handlungsfeld, mit dem sich die Digitalisierung unmittelbar auf den Erfolg auswirkt, ist die Beziehung zum Kunden. Seine Erwartungen haben sich bereits radikal gewandelt und verändern sich auch künftig rasant weiter. Ein über alle Berührungspunkte bzw. Verkaufskanäle hinweg konsistentes Einkaufserlebnis wird von ihm vorausgesetzt. Damit stehen KMU vor der Aufgabe, neue Kundenanforderungen zu erfüllen. Denn: Der Wettbewerber ist immer nur einen Klick weit entfernt. Im ersten Schritt ist Kundenorientierung eine Einstellung und Haltung. Im zweiten Schritt erfordert sie die umfassende Beherrschung aller digitalen und nicht-digitalen Kanäle (Omnichannel-Management), etwa durch den Einsatz eines ERP-Systems mit integriertem Customer-Relationship-Management (CRM).
 
(Kunden-)Daten analysieren
Und damit wären wir auch schon beim Herzstück jeder digitalen Marktstrategie und jedes Omnichannel-Managements: das Sammeln und Auswerten von Kunden- und Verkaufsdaten. Daten sind das Gold des 21. Jahrhunderts. Sie liefern die Grundlage zur Analyse des Kundenverhaltens und stellen den Kontext für jegliche Interaktion her. Ziel muss die systematische Verbesserung der Customer Experience sein. Die Kombination von ERP und CRM bietet hier das perfekte Zusammenspiel: Sämtliche Daten lassen sich zentral sammeln, auf Kundenbelange kann schnell reagiert werden, und alle Daten und Informationen sind im ERP jederzeit griffbereit.
 
Digitale Plattformen nutzen
Mit Cloud- und Software-as-a-Service-Angeboten stehen Instrumente für eine unternehmensübergreifende Zusammenarbeit zur Verfügung. Dreh- und Angelpunkt bei diesen Lösungen ist die schnelle und flexible Skalierbarkeit von Rechenkapazitäten, ohne dass Unternehmen in neue Hardware investieren müssen. So lässt sich beispielsweise auch dynamisch auf wechselndes Volumen im Tagesgeschäft reagieren, ohne von starren IT-Strukturen abhängig zu sein. Und weil moderne ERP-Software sämtliche Prozesse zeit- und ortunabhängig unterstützt, können  Mitarbeiter zudem wesentlich effizienter arbeiten.
 
Moderne Arbeitsweisen einführen
Die Einführung neuer Technologien nützt in der Regel nichts, wenn sich nicht auch neue Arbeitsweisen etablieren. So lässt sich beispielsweise das volle Potenzial eines Cloud-ERPs gar nicht nutzen, wenn Außendienstmitarbeiter nicht die Vorteile sehen,  Daten beim Kunden in Echtzeit zu erfassen oder den Verkauf von Zusatzleistungen vor Ort anzuschieben. Zu modernen Arbeitsweisen zählen auch agile Vorgehensweisen, die schwerfällige Prozesse auflösen sollen. Um die Entwicklung neuer Visionen und Ideen stetig voranzutreiben, können sogenannte Innovation Labs fördernd sein, wo Mitarbeiter den entsprechenden Raum zur kreativen Entfaltung erhalten.
 
Mit starken Partnern zusammenarbeiten
Niemand muss die digitale Transformation alleine „wuppen“! Holen Sie sich Unterstützung von denjenigen, die Erfahrung haben. Die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen, der Austausch mit Beratern und externen Partnern kann völlig neue Marktchancen aufdecken und gemeinsame Entwicklungen fördern. Oftmals lassen sich mit erfahrenen Partnern direkt mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen. Beim Wechsel von On-premise-Software zu Cloud- und SaaS-Lösungen etwa: Hier ist  der Anbieter dafür zuständig, eine leistungsfähige, zuverlässige Arbeitsumgebung zu schaffen. Betriebe brauchen keine IT-Fachabteilung mehr und sparen die Kosten für Systemunterhalt und Updates. Zudem ist die Datensicherheit gewährleistet, da externe, hochsichere Rechenzentren genutzt werden, die sowohl den technischen Schutz durch regelmäßige Software-Updates und professionelles Security-Monitoring bieten als auch einen hochwertigen, physikalischen Schutz.

Über den Autor: Dr. Robert Meyer

Dr. Robert Meyer ist seit 2011 Geschäfts­führer der myfactory International GmbH. Seine Leiden­schaft ist die Vermarktung von moderner Cloud ERP-Software über Online-Medien und Partner­vertrieb. Im Mittelpunkt steht bei ihm immer das Wohl von Anwendern, die eine funktional ausgereifte, leicht zu in­di­vidualisierende, intuitiv zu bedienende, auf allen Devices verwendbare, und mobil ein­setzbare Unternehmens-Software benötigen.

Über den Autor: Rainer Giersbach

Rainer Giersbach stieg 2000 in die IT-Branche über eine technische Hotline zu kfm. Unternehmens­software ein, wenig später übernahm er das Produkt Management für diesen Bereich. 2006 stieß er im Zuge einer Recherche zum Thema "Online-Warenwirtschaft" auf myfactory. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und seit 2007 gestaltet er als Program Manager die myfactory Software aktiv mit.

Über den Autor: Timo Bärenklau

Nach seinem erfolgreichen Studium mit Abschluss als Bachelor of Engineering im Studiengang „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ stieß Timo Bärenklau als Lead Spezialist zur myfactory International GmbH hinzu. Schon während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für Vertriebsoptimierung, besonders im Hinblick auf CRM-Systeme. Auch seine Bachelor-Arbeit hatte CRM als Schwerpunkt. Seit 2012 betreut er maßgeblich die Leadqualifizierung bei myfactory.

Über den Autor: Tobias Korch

Tobias Korch arbeitet seit März 2011 bei myfactory als Software-Entwickler. Seine Schwerpunkte sind die Produktionsplanung (PPS) und das Modul eCommerce. Er ist ein engagierter Verfechter des myfactory-Konzeptes EasyRelease, mit dem Partner updatesichere Zusatzprogramme zur myfactory Business Software erstellen können. Bei Partnern und Partner-Interessenten sind deshalb seine Programmierer-Schulungen und unterstützende Coachings sehr gefragt. Durch seine vieljährigen Praxiserfahrungen mit komplexen Softwareprojekten hat er den Kontakt zum Mittelstand und das Verständnis für Anforderungen und Problemstellungen der Unternehmen und Anwender. Wenn es nichts zu tun gibt (gibt es das eigentlich?) dann kümmert er sich um seine Familie, macht Musik oder interessiert sich für alles was mit IT zu tun hat.

Über den Autor: Jan Schweighart

Jan Schweighart arbeitete nach einem Software Engineering Studium an der Hochschule Konstanz als Software Entwickler für einen Software Dienstleister. Überzeugt von Produkt und Mentalität, kam er Ende 2013 zu myfactory wo er heute schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung von myfactory.CRM arbeitet. Herr Schweighart hatte früher mal Hobbies, Freunde und ein soziales Leben, so wird zumindest berichtet. Heute ist er Vater einer kleinen Tochter ;)

Über den Autor: Dr. Mathias Hamp

Dr. Mathias Hamp ist Kommunikations- experte und entwickelt Kommunikations- strategien zur Vermarktung von Ideen, Waren und Marken. Seit 2015 verantwortet er für myfactory den Bereich Online Marketing.

Über den Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe.

Über den Autor: Stefan Girschner

Stefan Girschner (* 1967) berichtet als Fachjournalist seit vielen Jahren über Neuheiten und Trends in der IT-Branche. Seine journalistische Laufbahn startete er 1999 bei der Fachzeitschrift e-commerce magazin (ehemals IWT Magazin Verlag), wo er bis 2003 als Redakteur tätig war. Seit 2004 ist er freiberuflich für verschiedene Fachzeitschriften und Online-Portale in den Bereichen Unternehmens-IT, Computing sowie Wirtschaft und Industrie tätig. Darüber hinaus arbeitet er als Lektor und in der Schlussredaktion für Verlage und Agenturen. Von 2010 bis 2016 hatte er die redaktionelle Leitung des Digitalbusiness Magazin (WIN-Verlag) inne. Seit 2016 schreibt er wieder verstärkt für bekannte IT-Fachzeitschriften und -Portale.

Über die Autorin: Sandra Bültermann

Sandra Bültermann (*1975) ist seit 1999 als Technische Redakteurin tätig. Als langjährige Mitarbeiterin bei Fachzeitschriften, Agenturen und Softwareunternehmen verfügt sie über umfassende Kenntnisse in den Bereichen IT, Kommunikation und Contentmanagement. Ihre Kernkompetenz liegt darin, komplexe, technische Themen verständlich und zielgruppenorientiert aufzubereiten.
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