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Cloud ERP als Disruptor von Business Software

von David Lauchenauer am 19.01.2021

Der ERP-Software-Markt ist weiterhin auf Wachstumskurs in Deutschland. In 2021 soll der Umsatz mit den Software-Lösungen knapp 2 Milliarden Euro betragen. Auch wenn einige Software-Hersteller im Zuge der aktuellen Krise von Herausforderungen sprechen, ist davon auszugehen, dass sich der Markt rasch erholen wird. Monolithische Business Software ist im ERP-Umfeld jedoch ein Relikt vergangener Tage. Zu dieser Aussage lassen sich nicht nur Fachmagazine und ERP-Hersteller hinreißen, sondern auch immer mehr Studien kommen zu entsprechenden Ergebnissen. Wie das Cloud ERP die ganze Branche der Business Software disruptet, lesen Sie daher im folgenden Beitrag. 
 

Wie Cloud ERP die Branche disruptet 

Cloud-Computing ist in der Geschäftswelt in aller Munde. Der „Cloud-Monitor 2020“ von Bitkom Research im Auftrag von KPMG titelt beispielsweise, dass 75% der befragten Unternehmen bereits Cloud-Services in Anspruch nehmen – und das mit steigender Tendenz. Die Cloud wurde in diesem Zuge bereits als Motor der Digitalisierung bezeichnet. Die Studie „Cloud ERP 2021“ von IDG Research toppt mit ihrem Titel „ERP – der Monolith wackelt“ noch mal diese bekannten Ergebnisse und kommt zu dem Schluss, dass bereits 40% der befragten Unternehmen auf eine Cloud-ERP-Lösung setzen und weitere 45% mittelfristig eine entsprechende Cloud ERP Einführung planenVon den befragten Unternehmen, die bereits ein Cloud ERP einsetzen, planen 63% sogar einen Ausbau binnen der nächsten zwölf Monaten. Die Innovationsfreude scheint also ungebrochen. Im Hinblick auf die anfangs angesprochenen Stimmen, die von Herausforderungen sprechen, scheinen diese vor allem herkömmliche, monolithische System-Hersteller zu treffen. Daher kommt die Studie auch zu ihrem – zugegebenermaßen – reißerischen Titel.  
 
Die Studie macht diese Investitionsfreude vor allem daran fest, dass ein hoher Digitalisierungsgrad von Geschäftsprozessen bei Einsatz eines Cloud ERPs sofort ersichtlich wird. Ebenfalls wird angeführt, dass die Migration von einer on-premise-Lösung hin zu einem System aus der Cloud bei 69% der Befragten erfolgreich verlief und die Nutzer hohe Zufriedenheitswerte von 73% aussprechen. Letztlich steht aber vor allem der Mehrwert von Cloud ERP im Vordergrund, warum diese IT-Systeme den bestehenden Business-Software-Markt disrupten. Allen voran werden hierbei die Senkung der Kosten für die IT-Infrastruktur und beim Systemmanagement angeführt. Da die Cloud den Betrieb einer eigenen IT-Infrastruktur obsolet macht, wird sofort Kapital eingespart und Ressourcen frei, die zukünftig an der Wertschöpfung arbeiten können. Gleichzeitig muss ein Unternehmen, welches das ERP-System erneuern möchte, nicht einen großen Betrag an Kapital für Hardware, Lizenzen usw. binden. Stattdessen wird bei Cloud ERP flexibel die tatsächliche Nutzung abgerechnet. In der Folge können Module und Lizenzen nach Bedarf hinzugebucht und auch wieder abbestellt werden.   
 

Horizontale Skalierung von ERP-Software 

Während viele monolithische ERP-Systeme in der Vergangenheit vor allem vertikal in die Branchenspezialisierung investiert haben, verfolgen ERP-Systeme aus der Cloud einen anderen Ansatz. Ein Cloud ERP skaliert vor allem horizontal in der Breite und beinhaltet beispielsweise Module wie CRM, PPS, E-Commerce oder POS. Dabei kann die Funktionalität der einzelnen Module oftmals mit denen von Best-of-Breed-Lösungen mithalten. Die „Softselect Studie ERP Software 2020“ stellte beispielsweise fest, dass zu den Kernbereichen von ERP-Systemen inzwischen CRM (87%), Waren- und Materialwirtschaft (84%), Finanzbuchhaltung (82%) und Dokumentenmanagement (DMS) zu 80% zählen. Der Trend bei Cloud ERP geht also deutlich in Richtung ganzheitlicher Software, die einen großen Teil des typischen Tech-Stacks von KMU abbilden kann. Dabei verfügen cloudbasierte ERP-Systeme über leistungsfähige APIs, mit denen weitere Speziallösungen in die cloudbasierte Infrastruktur integriert werden können.  
 

Cloud Native statt Cloud Ready” 

Dass die Cloud inzwischen vollständig ausgereift ist, ist den meisten Entscheidern klar. Die Studie „Cloud Native 2020“ von IDG Research untersuchte in diesem Zusammenhang, wie rein für die Cloud entwickelte Anwendungen dabei helfen, IT-Potenziale von Unternehmen zu heben. In diesem Zuge gaben 81% der Unternehmen an, einen hohen bis sehr hohen Cloud-Reifegrad zu besitzen. Von den befragten Betrieben gaben sogar knapp 33% an, dass sie schon mehr als 50 Cloud-Projekte umgesetzt haben. Dabei bauen 63% der befragten Betriebe auf „Cloud Native“ auf, vor allem in den IT-Abteilungen der Unternehmen. Die Vorteile von nativen Cloud-Applikationen liegt vor allem in kürzeren Entwicklungszyklen, einer erhöhten Stabilität und einer Vereinfachung des Software Development Lifecycles. Für den Bereich von Cloud ERP bedeutet dies, dass Unternehmen darauf achten sollten, ob die Software wirklich auch für die Cloud entwickelt wurde oder ein bestehendes System nur „Cloud Ready“ ist. Neben dem Stabilitätsvorteil profitiert native Cloud-Software davon, dass diese für den webbasierten Einsatz und einer Cloud-Infrastruktur mit beispielsweise Micro Services und Kubernetes optimiert wurde. So skaliert diese spielend mit, wenn der Bedarf steigt und die Performance wird nicht zum Flaschenhals. 
 

Cloud ERP Disruption als offene IT-Plattform für das Unternehmen 

Die wahre Disruption findet jedoch in der Rolle der cloudbasierten ERP-Software im Unternehmen statt. Anstatt die ERP-Software wie bisher als on-premise-betriebener Monolith zu betrachten, der als zentraler Knotenpunkt fungiert, aber auf den keine andere Applikation zugreifen darf, versteht sich ein Cloud ERP als zentrale IT-Plattform für das Unternehmen. Die cloudbasierte ERP-Software vereint unterschiedliche Anwendungen unter einem Dach und wird so zur zentralen Schaltstelle für alle Geschäftsprozesse – und das abteilungs- und applikationsübergreifend dank offener Schnittstellen und Integrations-Möglichkeiten. Somit verändert Cloud ERP nicht nur nachhaltig die Art der Bereitstellung von ERP-Software, sondern erfindet sich vollständig neu als IT-Plattform für alle Geschäftsprozesse, die im Unternehmen anfallen. Und das ist die wahre Disruption im Business Software Umfeld. 

Über den Autor: Dr. Robert Meyer

Dr. Robert Meyer ist seit 2011 Geschäfts­führer der myfactory International GmbH. Seine Leiden­schaft ist die Vermarktung von moderner Cloud ERP-Software über Online-Medien und Partner­vertrieb. Im Mittelpunkt steht bei ihm immer das Wohl von Anwendern, die eine funktional ausgereifte, leicht zu in­di­vidualisierende, intuitiv zu bedienende, auf allen Devices verwendbare, und mobil ein­setzbare Unternehmens-Software benötigen.

Über den Autor: Rainer Giersbach

Rainer Giersbach stieg 2000 in die IT-Branche über eine technische Hotline zu kfm. Unternehmens­software ein, wenig später übernahm er das Produkt Management für diesen Bereich. 2006 stieß er im Zuge einer Recherche zum Thema "Online-Warenwirtschaft" auf myfactory. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und seit 2007 gestaltet er als Program Manager die myfactory Software aktiv mit.

Über den Autor: Timo Bärenklau

Nach seinem erfolgreichen Studium mit Abschluss als Bachelor of Engineering im Studiengang „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ stieß Timo Bärenklau als Lead Spezialist zur myfactory International GmbH hinzu. Schon während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für Vertriebsoptimierung, besonders im Hinblick auf CRM-Systeme. Auch seine Bachelor-Arbeit hatte CRM als Schwerpunkt. Seit 2012 betreut er maßgeblich die Leadqualifizierung bei myfactory.

Über den Autor: Tobias Korch

Tobias Korch arbeitet seit März 2011 bei myfactory als Software-Entwickler. Seine Schwerpunkte sind die Produktionsplanung (PPS) und das Modul eCommerce. Er ist ein engagierter Verfechter des myfactory-Konzeptes EasyRelease, mit dem Partner updatesichere Zusatzprogramme zur myfactory Business Software erstellen können. Bei Partnern und Partner-Interessenten sind deshalb seine Programmierer-Schulungen und unterstützende Coachings sehr gefragt. Durch seine vieljährigen Praxiserfahrungen mit komplexen Softwareprojekten hat er den Kontakt zum Mittelstand und das Verständnis für Anforderungen und Problemstellungen der Unternehmen und Anwender. Wenn es nichts zu tun gibt (gibt es das eigentlich?) dann kümmert er sich um seine Familie, macht Musik oder interessiert sich für alles was mit IT zu tun hat.

Über den Autor: Jan Schweighart

Jan Schweighart arbeitete nach einem Software Engineering Studium an der Hochschule Konstanz als Software Entwickler für einen Software Dienstleister. Überzeugt von Produkt und Mentalität, kam er Ende 2013 zu myfactory wo er heute schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung von myfactory.CRM arbeitet. Herr Schweighart hatte früher mal Hobbies, Freunde und ein soziales Leben, so wird zumindest berichtet. Heute ist er Vater einer kleinen Tochter ;)

Über den Autor: Dr. Mathias Hamp

Dr. Mathias Hamp ist Kommunikations- experte und entwickelt Kommunikations- strategien zur Vermarktung von Ideen, Waren und Marken. Seit 2015 verantwortet er für myfactory den Bereich Online Marketing.

Über den Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe.

Über den Autor: Stefan Girschner

Stefan Girschner (* 1967) berichtet als Fachjournalist seit vielen Jahren über Neuheiten und Trends in der IT-Branche. Seine journalistische Laufbahn startete er 1999 bei der Fachzeitschrift e-commerce magazin (ehemals IWT Magazin Verlag), wo er bis 2003 als Redakteur tätig war. Seit 2004 ist er freiberuflich für verschiedene Fachzeitschriften und Online-Portale in den Bereichen Unternehmens-IT, Computing sowie Wirtschaft und Industrie tätig. Darüber hinaus arbeitet er als Lektor und in der Schlussredaktion für Verlage und Agenturen. Von 2010 bis 2016 hatte er die redaktionelle Leitung des Digitalbusiness Magazin (WIN-Verlag) inne. Seit 2016 schreibt er wieder verstärkt für bekannte IT-Fachzeitschriften und -Portale.

Über die Autorin: Sandra Bültermann

Sandra Bültermann (*1975) ist seit 1999 als Technische Redakteurin tätig. Als langjährige Mitarbeiterin bei Fachzeitschriften, Agenturen und Softwareunternehmen verfügt sie über umfassende Kenntnisse in den Bereichen IT, Kommunikation und Contentmanagement. Ihre Kernkompetenz liegt darin, komplexe, technische Themen verständlich und zielgruppenorientiert aufzubereiten.
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