Presse
Weitere Themen

Strategien für Business Software

von Dr. Robert Meyer am 29.06.2015

Mein Nachbar hat jetzt ein neues Auto. Er hat lange im Internet recherchiert. Den weltbesten Motor hat er bei Ferrari gefunden. Das Lenkrad hat ihm am besten bei Bentley gefallen. Den Kofferraum hat er sich extra bei Mercedes Benz anfertigen lassen. Die Kupplung und das Getriebe sollten möglichst stabil sein, er hat es deswegen von einem Volvo Lastwagen ausbauen lassen. Die Sitze kamen von einem Hersteller, der professionelle Heimkino-Sitze herstellt. Die Räder sollten auch Gelände-tauglich sein, deshalb fiel seine Wahl auf den Recip Tractor Dumper im Format 195/65R15 91L.

Seit 6 Monaten schraubt und bastelt er jetzt in seiner Werkstatt, er hat schon mehr als 200.000 EURO in Arbeitszeit und Material gesteckt. Beim ersten Startversuch ist die Verbindung zwischen Motor und Getriebe zerrissen. Bei einer der Testfahrten sind die hinteren Räder abgefallen, weil sie am Kofferraum geschabt haben. Und die Sitze sind zwar sehr bequem, aber zu groß und schauen deshalb links und rechts aus dem Auto heraus. Garantie hat er jetzt keine mehr, wenn etwas nicht funktioniert, schiebt es einer der Teile-Hersteller auf den anderen. Und er traut sich nicht auf die Straße damit, weil bei Geschwindigkeiten über 50 km/h alles zu vibrieren beginnt.

Sie glauben mir nicht? Das kann ich verstehen, es gibt sicherlich nur wenige Menschen, die ihr Auto selbst aus einem Sammelsurium der besten Einzelteile zusammenflicken. Ein Auto ist ja sehr sicherheitsrelevant und muss als Ganzes möglichst sicher und fehlerfrei funktionieren, da nimmt man doch eher das Gesamtangebot eines Herstellers, der sich um die Kombination der Teile kümmert.

Best-of-Breed bringt gute Einzellösungen zusammen

Beim Auto schüttelt man den Kopf, bei Software werde ich aber fast täglich und beruflich mit derartigen Vorstellungen und Wünschen konfrontiert. Es gibt viele Anwender, die mal von einer Best-of-Breed-Strategie gehört haben. Und auf den ersten Blick klingt das auch verlockend, für jeden Teilbereich seines Unternehmens die jeweils beste Software einzusetzen.

Auch Software-Berater und –Dienstleister vertreten gerne diese Best-of-Breed-Strategie, da die Erstellung der Interfaces große Programmieraufträge und viel Dienstleistungsumsatz versprechen. Wenn man diese Anwender-Unternehmen dann nach zwei Jahren wiederbesucht ist häufig entweder das Gesamtprojekt noch nicht live gegangen oder ein zwei unternehmenseigene Programmierer sitzen leichenblass vor ihren Bildschirmen und versuchen den Programm-Mix am Laufen zu halten. Einer hat mir mal gesagt: „Bitte, Bitte, verkaufen Sie meinem Chef endlich eine Gesamtlösung, damit ich nachts wieder ruhig schlafen kann“.

All-in-One: ERP-Effizienz aus einer Hand

All-In-One-Lösungen sind im Normalfall viel schneller und kostengünstiger einsetzbar (da die Programmierung von Interfaces entfällt). Das Risiko der Kompatibilität der einzelnen Module ist entweder gar nicht vorhanden (da vom Hersteller von vornherein integriert programmiert wurde) oder wird zumindest vom Hersteller der Software getragen. Gute All-in-One-Lösungen lassen sich heute durch Parametrisierung und/ oder Individualisierung so an spezielle Anforderungen anpassen, dass Best-of-Breed-Vorteile nicht mehr so signifikant sind. Und letztendlich spart sich der Anwender auch noch viel Zeit und Nerven, weil er für auftretende Fragen einen zentralen Ansprechpartner hat.

Meine Empfehlung für Business-Software

Ich empfehle den meisten Anwendern, eine All-In-One-Strategie zu fahren. Wenn bereits andere Programme für Webshops oder Buchhaltung vorhanden sind, dann kann man normalerweise diese Programme noch ganz gut über Schnittstellen mit einem ERP-System verbinden. Unterschiedliche ERP-, CRM- und Produktionsplanungssysteme miteinander über Schnittstellen zu verbinden, davon raten wir aufgrund der Kompatibilitätsfragen und daraus eventuell entstehenden Konsistenz-Risiken meistens ab.

Ich bin bei diesem Thema sehr an Ihrer Meinung oder Erfahrung interessiert. Haben Sie ähnliche Erfahrungen oder erleben Sie das ganz anders? Ihre Kommentare sind willkommen.

Über den Autor: Dr. Robert Meyer

Dr. Robert Meyer ist seit 2011 Geschäfts­führer der myfactory International GmbH. Seine Leiden­schaft ist die Vermarktung von moderner Cloud ERP-Software über Online-Medien und Partner­vertrieb. Im Mittelpunkt steht bei ihm immer das Wohl von Anwendern, die eine funktional ausgereifte, leicht zu in­di­vidualisierende, intuitiv zu bedienende, auf allen Devices verwendbare, und mobil ein­setzbare Unternehmens-Software benötigen.

Über den Autor: Rainer Giersbach

Rainer Giersbach stieg 2000 in die IT-Branche über eine technische Hotline zu kfm. Unternehmens­software ein, wenig später übernahm er das Produkt Management für diesen Bereich. 2006 stieß er im Zuge einer Recherche zum Thema "Online-Warenwirtschaft" auf myfactory. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und seit 2007 gestaltet er als Program Manager die myfactory Software aktiv mit.

Über den Autor: Timo Bärenklau

Nach seinem erfolgreichen Studium mit Abschluss als Bachelor of Engineering im Studiengang „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ stieß Timo Bärenklau als Lead Spezialist zur myfactory International GmbH hinzu. Schon während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für Vertriebsoptimierung, besonders im Hinblick auf CRM-Systeme. Auch seine Bachelor-Arbeit hatte CRM als Schwerpunkt. Seit 2012 betreut er maßgeblich die Leadqualifizierung bei myfactory.

Über den Autor: Tobias Korch

Tobias Korch arbeitet seit März 2011 bei myfactory als Software-Entwickler. Seine Schwerpunkte sind die Produktionsplanung (PPS) und das Modul eCommerce. Er ist ein engagierter Verfechter des myfactory-Konzeptes EasyRelease, mit dem Partner updatesichere Zusatzprogramme zur myfactory Business Software erstellen können. Bei Partnern und Partner-Interessenten sind deshalb seine Programmierer-Schulungen und unterstützende Coachings sehr gefragt. Durch seine vieljährigen Praxiserfahrungen mit komplexen Softwareprojekten hat er den Kontakt zum Mittelstand und das Verständnis für Anforderungen und Problemstellungen der Unternehmen und Anwender. Wenn es nichts zu tun gibt (gibt es das eigentlich?) dann kümmert er sich um seine Familie, macht Musik oder interessiert sich für alles was mit IT zu tun hat.

Über den Autor: Jan Schweighart

Jan Schweighart arbeitete nach einem Software Engineering Studium an der Hochschule Konstanz als Software Entwickler für einen Software Dienstleister. Überzeugt von Produkt und Mentalität, kam er Ende 2013 zu myfactory wo er heute schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung von myfactory.CRM arbeitet. Herr Schweighart hatte früher mal Hobbies, Freunde und ein soziales Leben, so wird zumindest berichtet. Heute ist er Vater einer kleinen Tochter ;)

Über den Autor: Dr. Mathias Hamp

Dr. Mathias Hamp ist Kommunikations- experte und entwickelt Kommunikations- strategien zur Vermarktung von Ideen, Waren und Marken. Seit 2015 verantwortet er für myfactory den Bereich Online Marketing.

Über den Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe.

Über den Autor: Stefan Girschner

Stefan Girschner (* 1967) berichtet als Fachjournalist seit vielen Jahren über Neuheiten und Trends in der IT-Branche. Seine journalistische Laufbahn startete er 1999 bei der Fachzeitschrift e-commerce magazin (ehemals IWT Magazin Verlag), wo er bis 2003 als Redakteur tätig war. Seit 2004 ist er freiberuflich für verschiedene Fachzeitschriften und Online-Portale in den Bereichen Unternehmens-IT, Computing sowie Wirtschaft und Industrie tätig. Darüber hinaus arbeitet er als Lektor und in der Schlussredaktion für Verlage und Agenturen. Von 2010 bis 2016 hatte er die redaktionelle Leitung des Digitalbusiness Magazin (WIN-Verlag) inne. Seit 2016 schreibt er wieder verstärkt für bekannte IT-Fachzeitschriften und -Portale.

Über die Autorin: Sandra Bültermann

Sandra Bültermann (*1975) ist seit 1999 als Technische Redakteurin tätig. Als langjährige Mitarbeiterin bei Fachzeitschriften, Agenturen und Softwareunternehmen verfügt sie über umfassende Kenntnisse in den Bereichen IT, Kommunikation und Contentmanagement. Ihre Kernkompetenz liegt darin, komplexe, technische Themen verständlich und zielgruppenorientiert aufzubereiten.
Zurück zur Übersicht der Blog-Beiträge

Kommentare


Es wurde noch keine Kommentare abgegeben.
Zurück zur Übersicht der Blog-Beiträge

Weitere Themen

<< < 1 2 3 ... > >>

© myfactory International GmbH 2021. Alle Rechte vorbehalten.

Über uns

myfactory ist die webbasierte Business Software für KMU in den Bereichen ERP, CRM, PPS, MIS, Portal, Shop, Groupware und Finanzbuchhaltung.

Kontakt

Agnes-Pockels-Bogen 1
D-80992 München

21.01.2022
11.05.2021
06.05.2021
04.05.2021
27.04.2021