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Wie Tante Emma zur Omnichannel-Anbieterin wird

von David Lauchenauer am 03.05.2019

Kann ein Dorfladen den Sprung ins E-Commerce schaffen und dabei gleichzeitig noch auf mehreren Kanälen präsent sein? Wir sagen ja. Alles, was es dazu braucht sind Motivation, Konzept und Software. Mit diesen drei Dingen lässt sich mehr bewegen, als man auf den ersten Blick vermutet. Wie aus dem Tante-Emma-Laden um die Ecke ein dynamischer Omnichannel-Player werden kann, erfahren Sie in diesem Beitrag.  
 
Immer da, wenn man sie braucht 
Doch, es gibt sie noch, die wunderbaren Einzelhandelsgeschäfte, auch Tante-Emma-Laden genannt (wie heißt eigentlich das männliche Gegenstück?). Hier stehen die Inhaberin und der Besitzer noch höchstpersönlich im Laden. Kunden bedienen, Regale auffüllenAbrechnungen erstellen – alles aus einer Hand. Das Angebot ist zwar eingeschränkt, aber die meisten Kunden kaufen stets die gleichen ProdukteUnd diese sind vorrätig. Und wenn nicht, sind sie schnell beschafft, da die Lieferanten häufig aus der Region stammen. Kurze Wege sind ein Markenzeichen und werden von den Kunden geschätzt. Fehlen zu Hause Milch, Klebstreifen oder Waschpulver, genügt ein Sprung rüber zu Tante Emma. Sie ist immer da, wenn man sie braucht und kennt ihre Pappenheimer.  
 
Die Zukunft gehört Tante Emma 
Angesichts der großen Einkaufszentren und Discounter haben es Kleinstanbieter im Einzelhandel schwer. Das Einzugsgebiet der Kunden ist genauso limitiert wie das Sortiment und die Ladenfläche. Auch preislich lässt sich kaum mithalten. Steht das Tante-Emma-Konzept im Zeitalter des E-Commerce vor dem Aus? Nein, sagen Handelsexperten und orten Probleme eher bei den mächtigen Verbrauchermärkten. Ökologische Aspekte, Qualitätsbewusstsein, demographischer Wandel und eine Prise Life-Style bewirken ein allmähliches Rückbesinnen auf kleinflächige Quartiergeschäfte mit lokaler Verankerung und regionalen Produkten. Tante Emma ist zurück und profiliert sich als digitales Unternehmen 
 
Digitalisierung schafft neue Chancen 
Die Zeit bleibt nicht stehen, auch nicht im Tante-Emma-Laden. Internet und E-Commerce galten bis vor Kurzem noch als Existenzkiller des Quartierladens. Heute bringen sie frischen Schwung in das kleine Geschäft um die Ecke. Neue Technologien und Kommunikationskanäle helfen, aus der Not eine Tugend zu machen. Mittels Omnichannel-Präsenz kann Tante Emma ihre Reichweite und Verankerung gezielt ausbauen und mit kundennahen Vorteilen kombinieren. Kreativität und Offenheit gegenüber der digitalen Welt sind die GrundvoraussetzungenDie Digitalisierung schafft neue Möglichkeitendie bisherigen Trümpfe – Kundennähe und Dienstleistungsbereitschaft – besser, und vor allem kanalübergreifend ins Spiel zu bringen. 
 
Zugehörigkeitsgefühl digital stärken 
Den täglichen Bedarf an Nahrungsmitteln, Reinigungs- und Waschprodukten, Kurzwaren usw. gleich ums Ecke decken zu können, hat für viele Menschen inzwischen einen hohen Stellenwert. Als Gegenentwurf zur anonymen Welt der Discounterketten ist der Begriff „Tante Emma“ mit vielen positiven Assoziationen verbunden, wie Geborgenheit, Heimat, Nähe, Vertrauen usw. Wer hier einkauft, wird automatisch Teil einer kleinen Gemeinschaft. Dieses Gefühl der Zugehörigkeit ist ein wesentliches Kernelement und lässt sich dank Webpräsenz, Online-Einkaufsmöglichkeiten, sozialen Medienmobilen Anwendungen usw. noch verstärken. Der Einkauf im Laden ist zwar schlussendlich das Ziel, jedoch nur ein Teil des Gesamtauftritts. Die Ausrichtung auf eine kanalübergreifende Strategie erweitert das Einflussgebiet von Tante Emma nicht nur räumlich, sondern auch zeitlich.  
 
Schlüsselfaktoren im Omnichannel 
Zugegeben, dazu braucht es einerseits digitale, inhaltliche und personelle Ressourcen, andererseits aber auch die passenden Werkzeuge, um alle Kanäle effizient zu bewirtschaften. Daher spielen beim Aufbau einer Omnichannel-Strategie im Kleinformat die folgenden zehn Schlüsselfaktoren eine zentrale Rolle: 
 
  1. 1. Einheitlicher Auftritt auf klar definierten Kanälen 
  1. 2. Kontinuierliche, kundenorientierte Kommunikation 
  1. 3. Aktuelle Kundenbedürfnisse erkennen (z.B. Mobilität) 
  1. 4. Automatisierte Prozesse in Betrieb und Administration 
  1. 5. Zentrale Datenhaltung in einem Gesamtsystem (ERP) 
  1. 6. Einbindung der Kunden als Teil der Gemeinschaft 
  1. 7. Offenheit gegenüber neuen Technologien (z.B. Cloud) 
  1. 8. Weiterentwicklung des bestehenden Geschäftsmodells 
  1. 10. Individualisierung der Kundenbeziehung (CRM) 
 
Ein schrittweiser Aufbau einer Omnichannel-Strategie ist auch für ein Tante-Emma-Laden machbar und sinnvoll. Inhalte (Themen, Produkte usw.) gibt es genügend. Den Kundenkontakt nicht nur im Geschäft, sondern auch zu Hause oder unterwegs zu pflegen, sorgt für dauerhafte Beziehungen.  

Über den Autor: Dr. Robert Meyer

Dr. Robert Meyer ist seit 2011 Geschäfts­führer der myfactory International GmbH. Seine Leiden­schaft ist die Vermarktung von moderner Cloud ERP-Software über Online-Medien und Partner­vertrieb. Im Mittelpunkt steht bei ihm immer das Wohl von Anwendern, die eine funktional ausgereifte, leicht zu in­di­vidualisierende, intuitiv zu bedienende, auf allen Devices verwendbare, und mobil ein­setzbare Unternehmens-Software benötigen.

Über den Autor: Rainer Giersbach

Rainer Giersbach stieg 2000 in die IT-Branche über eine technische Hotline zu kfm. Unternehmens­software ein, wenig später übernahm er das Produkt Management für diesen Bereich. 2006 stieß er im Zuge einer Recherche zum Thema "Online-Warenwirtschaft" auf myfactory. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und seit 2007 gestaltet er als Program Manager die myfactory Software aktiv mit.

Über den Autor: Timo Bärenklau

Nach seinem erfolgreichen Studium mit Abschluss als Bachelor of Engineering im Studiengang „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ stieß Timo Bärenklau als Lead Spezialist zur myfactory International GmbH hinzu. Schon während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für Vertriebsoptimierung, besonders im Hinblick auf CRM-Systeme. Auch seine Bachelor-Arbeit hatte CRM als Schwerpunkt. Seit 2012 betreut er maßgeblich die Leadqualifizierung bei myfactory.

Über den Autor: Tobias Korch

Tobias Korch arbeitet seit März 2011 bei myfactory als Software-Entwickler. Seine Schwerpunkte sind die Produktionsplanung (PPS) und das Modul eCommerce. Er ist ein engagierter Verfechter des myfactory-Konzeptes EasyRelease, mit dem Partner updatesichere Zusatzprogramme zur myfactory Business Software erstellen können. Bei Partnern und Partner-Interessenten sind deshalb seine Programmierer-Schulungen und unterstützende Coachings sehr gefragt. Durch seine vieljährigen Praxiserfahrungen mit komplexen Softwareprojekten hat er den Kontakt zum Mittelstand und das Verständnis für Anforderungen und Problemstellungen der Unternehmen und Anwender. Wenn es nichts zu tun gibt (gibt es das eigentlich?) dann kümmert er sich um seine Familie, macht Musik oder interessiert sich für alles was mit IT zu tun hat.

Über den Autor: Jan Schweighart

Jan Schweighart arbeitete nach einem Software Engineering Studium an der Hochschule Konstanz als Software Entwickler für einen Software Dienstleister. Überzeugt von Produkt und Mentalität, kam er Ende 2013 zu myfactory wo er heute schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung von myfactory.CRM arbeitet. Herr Schweighart hatte früher mal Hobbies, Freunde und ein soziales Leben, so wird zumindest berichtet. Heute ist er Vater einer kleinen Tochter ;)

Über den Autor: Dr. Mathias Hamp

Dr. Mathias Hamp ist Kommunikations- experte und entwickelt Kommunikations- strategien zur Vermarktung von Ideen, Waren und Marken. Seit 2015 verantwortet er für myfactory den Bereich Online Marketing.

Über den Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe.

Über den Autor: Stefan Girschner

Stefan Girschner (* 1967) berichtet als Fachjournalist seit vielen Jahren über Neuheiten und Trends in der IT-Branche. Seine journalistische Laufbahn startete er 1999 bei der Fachzeitschrift e-commerce magazin (ehemals IWT Magazin Verlag), wo er bis 2003 als Redakteur tätig war. Seit 2004 ist er freiberuflich für verschiedene Fachzeitschriften und Online-Portale in den Bereichen Unternehmens-IT, Computing sowie Wirtschaft und Industrie tätig. Darüber hinaus arbeitet er als Lektor und in der Schlussredaktion für Verlage und Agenturen. Von 2010 bis 2016 hatte er die redaktionelle Leitung des Digitalbusiness Magazin (WIN-Verlag) inne. Seit 2016 schreibt er wieder verstärkt für bekannte IT-Fachzeitschriften und -Portale.

Über die Autorin: Sandra Bültermann

Sandra Bültermann (*1975) ist seit 1999 als Technische Redakteurin tätig. Als langjährige Mitarbeiterin bei Fachzeitschriften, Agenturen und Softwareunternehmen verfügt sie über umfassende Kenntnisse in den Bereichen IT, Kommunikation und Contentmanagement. Ihre Kernkompetenz liegt darin, komplexe, technische Themen verständlich und zielgruppenorientiert aufzubereiten.
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