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Weshalb Sie neue, digitale Geschäftsmodelle brauchen

von Sandra Bültermann am 11.06.2019

Augmented Reality, Blockchain, Cloud – für manch einen kommen diese Schlagworte immer noch aus einer anderen Welt. Doch tatsächlich bieten innovative Technologien enormes Entwicklungs- und Wachstumspotenzial für Unternehmen: Neue Produktionsmethoden, vernetzte Prozesse und Lieferketten sowie datenbasiertes Kundenmanagement können das Kerngeschäft stärken und den Weg für ganz neue Geschäftsmodelle ebnen.
 
KMU stehen derzeit in nahezu allen Branchen und Unternehmensbereichen vor tiefgreifenden Veränderungen. Das rasante Tempo bei der Entwicklung digitaler Innovationen erfordert weit mehr als nur kontinuierliche Anpassung. Nur, wer jetzt mutige, strategische Entscheidungen trifft und die Umsetzung präzise vorantreibt, hat eine Zukunft am Markt. Unternehmen, die auch künftig Neukunden gewinnen, Bestandskunden binden und den Umsatz steigern möchten, müssen das eigene Geschäftsmodell vorbehaltlos hinterfragen und auf den Prüfstand stellen.
 

Der Kunde hat die Macht

Die Digitalisierung verändert unsere Wirtschaft und Märkte grundlegend – und somit auch die Beziehung zum Kunden. Der technische Wandel macht Kunden zu gut vernetzten und bestens informierten Akteuren, die bedeutend an Einfluss auf dem Markt gewinnen. Smartphones und Tablets ermöglichen jederzeit und überall Zugang zum Netz. Einer Studie des Marktforschungsinstitut Lightspeed Research zufolge nutzen 60 Prozent der Deutschen regelmäßig ihr Smartphone beim stationären Einkauf. So haben Kunden stets Zugriff auf Suchmaschinen und Vergleichsportale und können sich über soziale Netzwerke oder Messaging-Dienste austauschen. Das führt zu einer Änderung des Kaufverhaltens:  Kunden erwarten heutzutage hohe Qualität, bevorzugen individuellere Produkte, sind dabei preisbewusst, konsumieren rund um die Uhr und wollen Ware schnellstmöglich in den Händen halten. Zudem sollen Einkäufe zum Erlebnis werden. Kurz:  Die Erwartungen von König Kunden sind hoch, und das digitale Zeitalter verleiht ihm die Macht, diese zu erfüllen.
 
Für Unternehmen ist es daher zwingend notwendig, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und diese auf den digitalen Kunden auszurichten, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Nur, wer es schafft, im eigenen Unternehmen Denkweisen und Prozesse zu etablieren, die die Bedürfnisse des Kunden in den Mittelpunkt stellen, hat die Chance, in Zukunft auch weiterhin seinen Anteil am Markt zu haben, ihn womöglich sogar auszubauen.
 

Das macht ein digitales Business Modell aus

Ein Business Modell ist im herkömmlichen Sinne – vereinfacht ausgedrückt – ein selbst erstelltes Regel­werk, das die Geschäftsprozesse möglichst gewinn­bringend ordnet. Es beantwortet u.a. die Fragen: Welchen Nutzen wollen wir dem Kunden bieten bzw. was ist unser Angebot? Wer ist unser Kunde und wie kommunizieren wir mit ihm? Wie erbringen bzw. realisieren wir unsere Leistung? Wie wird der Umsatz generiert?
Diese grundlegenden Fragen muss auch ein digitales Business Modell beantworten. Anders als bei herkömmlichen Geschäftsmodellen werden aber sämtliche Aktionen einzig mittels digitaler Technologien abgewickelt. Der Austausch einer Leistung und einer Gegenleistung läuft über exakt definierte Schnittstellen ab. Durch den Einsatz digitaler Anwendungen lassen sich alle Prozesse vollständig automatisieren und Abfolgen von Prozessen besser aufeinander abstimmen. So steuert beispielsweise das ERP sämtliche Geschäftsprozesse, wie Einkauf, Distribution, Lagerhaltung und Verkauf, während das CRM für die Kundenpflege sowie zur systematischen Gestaltung der Kundenbeziehungsprozesse eingesetzt wird.
Digitale Technologien verschlanken somit die Geschäftsprozesse und erhöhen die Effizienz. Darüber hinaus eröffnen sie Chancen auf neue Wachstums­felder, die sich mit einer neuen, kreativen Positionierung am Markt – also einer entsprechen­den Ausrichtung des Geschäfts­modells – erschließen lassen.
 

Fünf digitale Geschäftsmodelle

Aber wie findet man nun das passende digitale Geschäftsmodell? Es muss ja nicht immer gleich das Rad neu erfunden werden. Schauen wir doch einfach mal, was andere machen. Im Folgenden stellen wir Ihnen fünf Beispiel-Modelle vor, die bereits erfolgreich Anwendung finden:
 

E-Commerce

Das bekannteste digitale Geschäftsmodell ist wohl der E-Commerce. Dabei wird der klassische (Offline-) Handel mit materiellen Gütern in die Online-Welt übertragen. Um konkurrenzfähig bleiben zu können, bieten inzwischen auch viele kleinere stationäre Geschäfte ihre Waren zusätzlich im eigenen Web-Shop an.
 

Pay-per-Use

Der Kunde bezahlt nur das, was er konsumiert. Dieses Modell ist aus der TV-Branche bekannt (Pay-per-View) und wird inzwischen ebenfalls von Carsharing-Anbietern genutzt. Kunden mögen solche On-Demand-Services, da sie ihm eine flexible Nutzung ohne feste monatliche Beiträge ermöglichen.
 

Abonnement (Subscripton)

Abonnements sind keine neue Erfindung. Bei Verlagen hat sich dieses Modell über Jahrzehnte bewährt. Dank digitaler Technologien haben sich aber die Geschäftsfelder vervielfältigt, in denen Abos Unternehmen stabile, planbare Erträge zusichern. So können sich Kunden etwa monatlich neue Socken und Hundefutter nach Hause liefern lassen oder Filme und Serien von Streaming-Anbietern beziehen. Ebenso sind Abos innerhalb von Apps beliebt, etwa für regelmäßige, neue Sport- oder Wissens-Trainings.
 

Mitgliedschaften

Anders als Abonnements, bei denen für eine Leistung eine Vorauszahlung erbracht werden muss, gibt eine Mitgliedschaft dem Kunden lediglich das Recht auf den Bezug einer Leistung. Der Kunde muss also Mitglied sein, um eine Leistung überhaupt beziehen zu können. Dieses Modell kann die (emotionale) Kundenbindung stark fördern, da sich der Kunde als Teil einer Gemeinschaft fühlt. Sehr erfolgreich nutzen dieses Modell etwa Plattformen zur Partnervermittlung.
 

Freemium

Freemium ist ein Mix-Wort aus „free“ und „premium“. Bei diesem Modell bietet das Unternehmen eine (abgespeckte) Basis-Leistung kostenlos an, während erweiterte Dienste oder Leistungen ausschließlich gegen Bezahlung zur Verfügung stehen. Ziel ist es, das Geschäft mit den zahlenden Kunden aufrecht zu erhalten, die Einnahmen in die Weiterentwicklung der kostenlosen Basis-Leistungen zu investieren, hiermit Neukunden zu gewinnen und so eine möglichst große Kundenbasis zu generieren. Bekannt ist dieses Modell beispielsweise von Business-Netzwerkplattformen oder  Software-Anbietern.
 
Neue Services, innovative Bezahlmöglichkeiten oder moderne Vertriebswege finden bereits breite Anwendung und Akzeptanz. Allein diese fünf Beispiel-Modelle zeigen, welches Potenzial die digitale Transformation bietet und wie Unternehmen von neuen – digitalen – Geschäftsmodellen profitieren. Doch viele KMU schöpfen die Möglichkeiten längst nicht voll aus. Es gibt unzählige Chancen, die Beziehung zum Kunden besser an seine Bedürfnisse anzupassen.  Nutzen Sie sie!

Über den Autor: Dr. Robert Meyer

Dr. Robert Meyer ist seit 2011 Geschäfts­führer der myfactory International GmbH. Seine Leiden­schaft ist die Vermarktung von moderner Cloud ERP-Software über Online-Medien und Partner­vertrieb. Im Mittelpunkt steht bei ihm immer das Wohl von Anwendern, die eine funktional ausgereifte, leicht zu in­di­vidualisierende, intuitiv zu bedienende, auf allen Devices verwendbare, und mobil ein­setzbare Unternehmens-Software benötigen.

Über den Autor: Rainer Giersbach

Rainer Giersbach stieg 2000 in die IT-Branche über eine technische Hotline zu kfm. Unternehmens­software ein, wenig später übernahm er das Produkt Management für diesen Bereich. 2006 stieß er im Zuge einer Recherche zum Thema "Online-Warenwirtschaft" auf myfactory. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und seit 2007 gestaltet er als Program Manager die myfactory Software aktiv mit.

Über den Autor: Timo Bärenklau

Nach seinem erfolgreichen Studium mit Abschluss als Bachelor of Engineering im Studiengang „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ stieß Timo Bärenklau als Lead Spezialist zur myfactory International GmbH hinzu. Schon während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für Vertriebsoptimierung, besonders im Hinblick auf CRM-Systeme. Auch seine Bachelor-Arbeit hatte CRM als Schwerpunkt. Seit 2012 betreut er maßgeblich die Leadqualifizierung bei myfactory.

Über den Autor: Tobias Korch

Tobias Korch arbeitet seit März 2011 bei myfactory als Software-Entwickler. Seine Schwerpunkte sind die Produktionsplanung (PPS) und das Modul eCommerce. Er ist ein engagierter Verfechter des myfactory-Konzeptes EasyRelease, mit dem Partner updatesichere Zusatzprogramme zur myfactory Business Software erstellen können. Bei Partnern und Partner-Interessenten sind deshalb seine Programmierer-Schulungen und unterstützende Coachings sehr gefragt. Durch seine vieljährigen Praxiserfahrungen mit komplexen Softwareprojekten hat er den Kontakt zum Mittelstand und das Verständnis für Anforderungen und Problemstellungen der Unternehmen und Anwender. Wenn es nichts zu tun gibt (gibt es das eigentlich?) dann kümmert er sich um seine Familie, macht Musik oder interessiert sich für alles was mit IT zu tun hat.

Über den Autor: Jan Schweighart

Jan Schweighart arbeitete nach einem Software Engineering Studium an der Hochschule Konstanz als Software Entwickler für einen Software Dienstleister. Überzeugt von Produkt und Mentalität, kam er Ende 2013 zu myfactory wo er heute schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung von myfactory.CRM arbeitet. Herr Schweighart hatte früher mal Hobbies, Freunde und ein soziales Leben, so wird zumindest berichtet. Heute ist er Vater einer kleinen Tochter ;)

Über den Autor: Dr. Mathias Hamp

Dr. Mathias Hamp ist Kommunikations- experte und entwickelt Kommunikations- strategien zur Vermarktung von Ideen, Waren und Marken. Seit 2015 verantwortet er für myfactory den Bereich Online Marketing.

Über den Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe.

Über den Autor: Stefan Girschner

Stefan Girschner (* 1967) berichtet als Fachjournalist seit vielen Jahren über Neuheiten und Trends in der IT-Branche. Seine journalistische Laufbahn startete er 1999 bei der Fachzeitschrift e-commerce magazin (ehemals IWT Magazin Verlag), wo er bis 2003 als Redakteur tätig war. Seit 2004 ist er freiberuflich für verschiedene Fachzeitschriften und Online-Portale in den Bereichen Unternehmens-IT, Computing sowie Wirtschaft und Industrie tätig. Darüber hinaus arbeitet er als Lektor und in der Schlussredaktion für Verlage und Agenturen. Von 2010 bis 2016 hatte er die redaktionelle Leitung des Digitalbusiness Magazin (WIN-Verlag) inne. Seit 2016 schreibt er wieder verstärkt für bekannte IT-Fachzeitschriften und -Portale.

Über die Autorin: Sandra Bültermann

Sandra Bültermann (*1975) ist seit 1999 als Technische Redakteurin tätig. Als langjährige Mitarbeiterin bei Fachzeitschriften, Agenturen und Softwareunternehmen verfügt sie über umfassende Kenntnisse in den Bereichen IT, Kommunikation und Contentmanagement. Ihre Kernkompetenz liegt darin, komplexe, technische Themen verständlich und zielgruppenorientiert aufzubereiten.
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