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Der Stolperstein-Check, den jedes IT-Projekt bestehen muss

von David Lauchenauer am 24.05.2019

Der Weg zur Digitalisierung ist mit guten Vorsätzen gepflastert. So oder ähnlich läuft es derzeit bei den meisten Unternehmen. Grundsätzlich sieht man die Vorteile, doch IT-Projekte werden entweder zögerlich oder gar nicht in Angriff genommen. Es fehlt an Ressourcen, Motivation und Zielen. Kurz, es fehlt ein Plan, um Vorhaben anzupacken und zum Erfolg zu führen. Entsprechend mau ist das Resultat. Bevor Sie Ihr nächstes Projekt starten, machen Sie den folgenden Stolperstein-Check. 
 
1. Strategisch abgestimmt? 
Ein IT-Projekt aus heiterem Himmel? Keine gute Idee. Wenn die strategische Verankerung im Unternehmen fehlt, macht auch das beste Projekt keinen Sinn. Geschäftsleitung und Fachabteilungen müssen hinter dem Vorhaben stehen und bereit sein, dieses zu unterstützen. Die größten Chancen haben erfahrungsgemäß Projekte, welche direkt vom Business angestoßen werden und in die Unternehmensstrategie eingebettet sind. Es empfiehlt sich daher, auf Einzelaktionen zu verzichten und das große Ganze im Blick zu behalten. 
 
2. Business-Case identifiziert? 
Die Faszination technologischer Möglichkeiten führt oft dazu, dass der Business-Case außer Acht gerät oder im Nachhinein dazu erfunden wird. Für Unternehmer gilt nach wie vor die Faustregel: Eine Investition macht nur dann Sinn, wenn daraus ein Gewinn entsteht. Wobei der Gewinn nicht zwingend materieller Natur sein muss. Image, Kundenbindung, Mitarbeiterzufriedenheit usw. sind ebenso akzeptable Gründe. Wer IT-Projekte mit einem vorteilhaften Business-Case in Verbindung bringt, verfügt über ausgezeichnete Argumente. Es lohnt sich, zuerst mit dem Taschenrechner den effektiven Nutzen auszurechnen. 
 
3. Prozesse analysiert?  
Kein Projekt ohne ausreichende Prozessanalyse. Die Klarheit über Anforderungen, Abläufe und Zusammenhänge ermöglicht nicht nur eine gezieltes Vorgehen, sondern bietet auch Optimierungspotenzial. Analysieren bedeutet deshalb stets auch zu hinterfragen und nach Verbesserungsmöglichkeiten zu suchen. Jedes IT-Projekt ist eine grandiose Chance, Prozesse und Strukturen besser zu machen. Diese Gelegenheit dürfen Sie sich nicht entgehen lassen, auch wenn es manchmal akribische Kleinarbeit erfordert.  
 
4. Passen Lösung und Anbieter? 
Mit Partnerschaften ist es so eine Sache. Gerade in Stresssituationen – und dazu haben IT-Projekte durchaus eine gewisse Affinität – kann die Zusammenarbeit mit dem Lösungspartner schon mal zur Belastungsprobe werden. Aber auch die Software bietet Spannungspotenzial, wenn Anwendung und Unterhalt nicht mit den Möglichkeiten des Unternehmens übereinstimmen. Bei der Evaluation gilt es, sowohl den Eigenschaften der Lösung als auch denjenigen des Anbieters Beachtung zu schenken. Lernen Sie die Menschen hinter der Software kennen und sprechen Sie mit bestehenden Kunden. 
 
5. Ressourcen vorhanden? 
Kennen Sie das Problem? Sie stehen mitten im Projekt, plötzlich haben die benötigten Mitarbeiter keine Zeit mehr oder die finanziellen Mittel sind erschöpft. Natürlich kann immer wieder einmal Unvorhergesehenes eintreten. Dann gilt es zu improvisieren. In den meisten Fällen wurde aber mangelhaft kommuniziert, welchen Aufwand das Projekt konkret und ungeschminkt mit sich bringt. Das gilt nicht nur für die Projektverantwortlichen, sondern auch für die Führungsetage. Der Start zum digitalen Unternehmen ist nicht zu unterschätzen. 
 
6. Optimierung eingeplant? 
Werfen Sie nicht gleich die Flinte ins Korn, wenn es mit der Digitalisierung nicht auf Anhieb klappt. Die Optimierungsphase ist ein wesentlicher Teil eines Projekts. Oft entstehen erst während der Implementierung neue Erkenntnisse, welche zu Anpassungen des Vorgehens oder der Anwendung führen. Nicht zuletzt ist es unabdingbar, gemeinsam mit den Benutzern das IT-Projekt im Feinschliff praxistauglich zu machen. Prüfen Sie daher, ob in Ihrem Projektplan die Optimierung vorgesehen ist und die dafür benötigten Mittel, Tools und Ressourcen zur Verfügung stehen. 
 
7. Wie geht es weiter? 
Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Das gilt auch für IT-Projekte. Bereits vor Projektstart sollte an die Fortsetzung gedacht werden. Wie lässt sich Ihr Projekt weiterentwickeln oder mit anderen Folgeprojekten verbinden? Sich mit einem schrittweisen Vorgehen zum digitalen Unternehmen zu entwickeln, ist nicht nur eine lohnenswerte Perspektive, sondern sichert auch den Return-on-Investment (ROI) des betriebenen Aufwands. Die Erfolgschancen sind hoch, wenn Ihr aktuelles Vorhaben keine Einzelaktion, sondern ein Teil einer klaren Strategie ist. Womit wir wieder bei Punkt 1 sind.

Über den Autor: Dr. Robert Meyer

Dr. Robert Meyer ist seit 2011 Geschäfts­führer der myfactory International GmbH. Seine Leiden­schaft ist die Vermarktung von moderner Cloud ERP-Software über Online-Medien und Partner­vertrieb. Im Mittelpunkt steht bei ihm immer das Wohl von Anwendern, die eine funktional ausgereifte, leicht zu in­di­vidualisierende, intuitiv zu bedienende, auf allen Devices verwendbare, und mobil ein­setzbare Unternehmens-Software benötigen.

Über den Autor: Rainer Giersbach

Rainer Giersbach stieg 2000 in die IT-Branche über eine technische Hotline zu kfm. Unternehmens­software ein, wenig später übernahm er das Produkt Management für diesen Bereich. 2006 stieß er im Zuge einer Recherche zum Thema "Online-Warenwirtschaft" auf myfactory. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und seit 2007 gestaltet er als Program Manager die myfactory Software aktiv mit.

Über den Autor: Timo Bärenklau

Nach seinem erfolgreichen Studium mit Abschluss als Bachelor of Engineering im Studiengang „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ stieß Timo Bärenklau als Lead Spezialist zur myfactory International GmbH hinzu. Schon während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für Vertriebsoptimierung, besonders im Hinblick auf CRM-Systeme. Auch seine Bachelor-Arbeit hatte CRM als Schwerpunkt. Seit 2012 betreut er maßgeblich die Leadqualifizierung bei myfactory.

Über den Autor: Tobias Korch

Tobias Korch arbeitet seit März 2011 bei myfactory als Software-Entwickler. Seine Schwerpunkte sind die Produktionsplanung (PPS) und das Modul eCommerce. Er ist ein engagierter Verfechter des myfactory-Konzeptes EasyRelease, mit dem Partner updatesichere Zusatzprogramme zur myfactory Business Software erstellen können. Bei Partnern und Partner-Interessenten sind deshalb seine Programmierer-Schulungen und unterstützende Coachings sehr gefragt. Durch seine vieljährigen Praxiserfahrungen mit komplexen Softwareprojekten hat er den Kontakt zum Mittelstand und das Verständnis für Anforderungen und Problemstellungen der Unternehmen und Anwender. Wenn es nichts zu tun gibt (gibt es das eigentlich?) dann kümmert er sich um seine Familie, macht Musik oder interessiert sich für alles was mit IT zu tun hat.

Über den Autor: Jan Schweighart

Jan Schweighart arbeitete nach einem Software Engineering Studium an der Hochschule Konstanz als Software Entwickler für einen Software Dienstleister. Überzeugt von Produkt und Mentalität, kam er Ende 2013 zu myfactory wo er heute schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung von myfactory.CRM arbeitet. Herr Schweighart hatte früher mal Hobbies, Freunde und ein soziales Leben, so wird zumindest berichtet. Heute ist er Vater einer kleinen Tochter ;)

Über den Autor: Dr. Mathias Hamp

Dr. Mathias Hamp ist Kommunikations- experte und entwickelt Kommunikations- strategien zur Vermarktung von Ideen, Waren und Marken. Seit 2015 verantwortet er für myfactory den Bereich Online Marketing.

Über den Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe.

Über den Autor: Stefan Girschner

Stefan Girschner (* 1967) berichtet als Fachjournalist seit vielen Jahren über Neuheiten und Trends in der IT-Branche. Seine journalistische Laufbahn startete er 1999 bei der Fachzeitschrift e-commerce magazin (ehemals IWT Magazin Verlag), wo er bis 2003 als Redakteur tätig war. Seit 2004 ist er freiberuflich für verschiedene Fachzeitschriften und Online-Portale in den Bereichen Unternehmens-IT, Computing sowie Wirtschaft und Industrie tätig. Darüber hinaus arbeitet er als Lektor und in der Schlussredaktion für Verlage und Agenturen. Von 2010 bis 2016 hatte er die redaktionelle Leitung des Digitalbusiness Magazin (WIN-Verlag) inne. Seit 2016 schreibt er wieder verstärkt für bekannte IT-Fachzeitschriften und -Portale.

Über die Autorin: Sandra Bültermann

Sandra Bültermann (*1975) ist seit 1999 als Technische Redakteurin tätig. Als langjährige Mitarbeiterin bei Fachzeitschriften, Agenturen und Softwareunternehmen verfügt sie über umfassende Kenntnisse in den Bereichen IT, Kommunikation und Contentmanagement. Ihre Kernkompetenz liegt darin, komplexe, technische Themen verständlich und zielgruppenorientiert aufzubereiten.
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