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Mythos Cloud auf dem Prüfstand

von David Lauchenauer am 25.06.2019

Nach anfänglicher Skepsis ist die Cloud heute aus deutschen Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Die Vorteile überzeugen, wecken aber auch hohe Erwartungen. Ranken sich bereits Mythen um die Cloud? Es scheint so. Darum ist es höchste Zeit, gewisse Dinge klarzustellen. Fangen wir an! 
 
Die Cloud gibt es umsonst, oder? 
Gegenüber On-Premise-Lösungen bieten Cloud-Anwendungen tatsächlich in den meisten Fällen Kostenvorteile, da allein schon der Aufwand für den gesamten Systemunterhalt wegfällt. Aber gratis ist die Cloud trotzdem nicht, auch wenn im Markt gewisse Basis-Angebote mit eingeschränkten Funktionen umsonst erhältlich sindDer wichtigste Vorteil der Cloud: Services lassen sich bedarfsgerecht abonnieren und sind dadurch transparent, sprich besser kalkulierbar. Der Mythos von Gratis-Software ist leider falsch. 
 
Das Sicherheitsrisiko ist mir zu groß 
Moderne Rechenzentren und Cloud-Anbieter setzen alles daran, um ihren Kunden höchste Sicherheit zu gewährleisten. Dank Rund-um-die-Uhr-Überwachung, strengen Sicherheitsvorkehrungen, permanentem Schutz gegen Cyber-Angriffe und vieles mehr können Cloud-Kunden ruhig schlafenGanz im Gegensatz zu Anwendern, welche ihre Daten und Systeme selbst so gut wie möglich, aber in der Regel eher ungenügend schützen. Das reicht in der heutigen Zeit nicht mehr. Wenn es um Sicherheit geht, hat die Cloud die Nase vorn.  
 
Prima, in der Cloud ist alles kinderleicht 
Das Schöne an Cloud-Anwendungen ist die einfache Inbetriebnahme. Wenige Mausklicks genügen, und der Service steht zur Verfügung. Doch damit ist es (noch) nicht getan. Je nach System gibt es mehr oder weniger Parameter, welche eine optimale Funktionsweise garantieren. Wer sich zum Beispiel für ein Cloud-ERP entscheidet, wird nicht umhin kommen, seine Prozesse in der Software mittels zahlreicher Parameter abzubilden. Nicht ganz trivial, wie man sich vorstellen kann. Von der Analyse bis zur Umsetzung erfordert das jede Menge Denkarbeit. Die Cloud kann einen auch ganz schön ins Schwitzen bringen. 
 
Cloud, hmm… warum denn überhaupt? 
Als digitale Nomaden wollen wir den Anschluss an den Rest der Welt nicht verlieren. Mobile, moderne Geräte wie zum Beispiel Smartphones bieten dazu viele Möglichkeiten. Wussten Sie, dass Sie damit unterwegs auch komplette Office- und Warenwirtschaftssysteme nutzen können? Die Cloud macht das „Business to go“ nicht nur möglich, sondern bietet dadurch auch neue Arbeits- und GeschäftsmodelleDamit wird die Cloud zur Schlüsseltechnologie für zukunftsorientierte Unternehmen. Anbetracht dessen ist die Sinnfrage ziemlich obsolet. 
 
Pah, ist doch eher eine Spielwiese für Startups 
Flexibel, kundenorientiert, zeitgemäß – Startups und die Cloud haben in der Tat vieles gemeinsam. Allerdings beschränkt sich die Nutzung der Cloud nicht nur auf kleine UnternehmenGerade im Mittelstand und großen Firmen ist die Wolke bestens vertreten. Die Cloud motiviert – und zwar völlig branchenunabhängig. Auch komplexe Anforderungen können problemlos abgedeckt werden. Die Cloud ist Grundlage für moderne Konzepte wie Industrie 4.0 oder das Internet der Dinge. Ziemlich anspruchsvolle Vorhaben mit weitreichenden Auswirkungen auf Gesellschaft und Wirtschaft. 
 
Softwareanpassungen sind nicht möglich 
Wenn es um die Unterstützung individueller Prozesse geht, sind Software-Anpassungen eher die Regel als die Ausnahme. Oft ist das bei umfangreichen Projekten bzw. Lösungen der Fall, wie etwa bei der Einführung eines Cloud-ERPModerne Systeme bieten bereits in der Standardversion viele Einstellungsmöglichkeiten, so dass kaum ein Wunsch offen bleibt. Zudem lässt sich die Software (natürlich abhängig vom Produkt) auf Wunsch auch individuell anpassen oder über Schnittstellen bzw. Webservices mit anderen Anwendungen verbinden. Die Anpassbarkeit ist auf jeden Fall gegeben. Ob und wo dies Sinn ergibt, muss im Einzelfall geklärt werden. 
 
Da verliert man die Kontrolle über die IT 
Eine Compliance-konforme Nutzung von IT ist für Cloud-Anwendungen genauso wichtig wie für On-Premise-Systeme. Entsprechende Vorkehrungen sind in beiden Fällen unverzichtbar. Wer sich für die Cloud entscheidet, sollte bei der Wahl des Serviceanbieters darauf achten, dass die Einhaltung von Datenschutzgesetzen garantiert ist, entsprechende Qualitätszertifikate vorhanden und die Prozesse rund um die Datenverarbeitung und -speicherung transparent sind. Gerade die Auseinandersetzung mit der Cloud fördert eine strategische Herangehensweise an die IT und damit eine transparente, kontrollierbare Systemlandschaft.

Über den Autor: Dr. Robert Meyer

Dr. Robert Meyer ist seit 2011 Geschäfts­führer der myfactory International GmbH. Seine Leiden­schaft ist die Vermarktung von moderner Cloud ERP-Software über Online-Medien und Partner­vertrieb. Im Mittelpunkt steht bei ihm immer das Wohl von Anwendern, die eine funktional ausgereifte, leicht zu in­di­vidualisierende, intuitiv zu bedienende, auf allen Devices verwendbare, und mobil ein­setzbare Unternehmens-Software benötigen.

Über den Autor: Rainer Giersbach

Rainer Giersbach stieg 2000 in die IT-Branche über eine technische Hotline zu kfm. Unternehmens­software ein, wenig später übernahm er das Produkt Management für diesen Bereich. 2006 stieß er im Zuge einer Recherche zum Thema "Online-Warenwirtschaft" auf myfactory. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und seit 2007 gestaltet er als Program Manager die myfactory Software aktiv mit.

Über den Autor: Timo Bärenklau

Nach seinem erfolgreichen Studium mit Abschluss als Bachelor of Engineering im Studiengang „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ stieß Timo Bärenklau als Lead Spezialist zur myfactory International GmbH hinzu. Schon während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für Vertriebsoptimierung, besonders im Hinblick auf CRM-Systeme. Auch seine Bachelor-Arbeit hatte CRM als Schwerpunkt. Seit 2012 betreut er maßgeblich die Leadqualifizierung bei myfactory.

Über den Autor: Tobias Korch

Tobias Korch arbeitet seit März 2011 bei myfactory als Software-Entwickler. Seine Schwerpunkte sind die Produktionsplanung (PPS) und das Modul eCommerce. Er ist ein engagierter Verfechter des myfactory-Konzeptes EasyRelease, mit dem Partner updatesichere Zusatzprogramme zur myfactory Business Software erstellen können. Bei Partnern und Partner-Interessenten sind deshalb seine Programmierer-Schulungen und unterstützende Coachings sehr gefragt. Durch seine vieljährigen Praxiserfahrungen mit komplexen Softwareprojekten hat er den Kontakt zum Mittelstand und das Verständnis für Anforderungen und Problemstellungen der Unternehmen und Anwender. Wenn es nichts zu tun gibt (gibt es das eigentlich?) dann kümmert er sich um seine Familie, macht Musik oder interessiert sich für alles was mit IT zu tun hat.

Über den Autor: Jan Schweighart

Jan Schweighart arbeitete nach einem Software Engineering Studium an der Hochschule Konstanz als Software Entwickler für einen Software Dienstleister. Überzeugt von Produkt und Mentalität, kam er Ende 2013 zu myfactory wo er heute schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung von myfactory.CRM arbeitet. Herr Schweighart hatte früher mal Hobbies, Freunde und ein soziales Leben, so wird zumindest berichtet. Heute ist er Vater einer kleinen Tochter ;)

Über den Autor: Dr. Mathias Hamp

Dr. Mathias Hamp ist Kommunikations- experte und entwickelt Kommunikations- strategien zur Vermarktung von Ideen, Waren und Marken. Seit 2015 verantwortet er für myfactory den Bereich Online Marketing.

Über den Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe.

Über den Autor: Stefan Girschner

Stefan Girschner (* 1967) berichtet als Fachjournalist seit vielen Jahren über Neuheiten und Trends in der IT-Branche. Seine journalistische Laufbahn startete er 1999 bei der Fachzeitschrift e-commerce magazin (ehemals IWT Magazin Verlag), wo er bis 2003 als Redakteur tätig war. Seit 2004 ist er freiberuflich für verschiedene Fachzeitschriften und Online-Portale in den Bereichen Unternehmens-IT, Computing sowie Wirtschaft und Industrie tätig. Darüber hinaus arbeitet er als Lektor und in der Schlussredaktion für Verlage und Agenturen. Von 2010 bis 2016 hatte er die redaktionelle Leitung des Digitalbusiness Magazin (WIN-Verlag) inne. Seit 2016 schreibt er wieder verstärkt für bekannte IT-Fachzeitschriften und -Portale.

Über die Autorin: Sandra Bültermann

Sandra Bültermann (*1975) ist seit 1999 als Technische Redakteurin tätig. Als langjährige Mitarbeiterin bei Fachzeitschriften, Agenturen und Softwareunternehmen verfügt sie über umfassende Kenntnisse in den Bereichen IT, Kommunikation und Contentmanagement. Ihre Kernkompetenz liegt darin, komplexe, technische Themen verständlich und zielgruppenorientiert aufzubereiten.
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