Weitere Themen

Mit Kennzahlen zu faktenbasierten Entscheidungen

von David Lauchenauer am 18.01.2019

Das richtige Maß aller Dinge zu finden, ist nicht so schwer zu finden, wie das viele Unternehmern befürchten. Messen lassen sich die meisten Werte. Zumal dann, wenn sie direkt aus einer zuverlässigen Datenquelle geschöpft werden können. Wo Informationen sprudeln, lass dich nieder. So oder ähnlich könnte die Devise lauten, um aus dem ERP-System wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen und das Management bei der Entscheidungsfindung zu unterstützen.
 

Instrumente im Unternehmens-Cockpit 

Zugegeben, mit (Kenn-)Zahlen tun sich viele Leute etwas schwer. Da macht man lieber einen Bogen um das vermeintlich trockene Thema und überlässt das Terrain dem Buchhalter oder Controller. Anstatt sich mit der Materie zu befassen, pflegen viele Unternehmer, lieber aus dem Bauch heraus zu entscheiden. Eine etwas wacklige Angelegenheit, welche durchaus mal ins Auge gehen kann. So ähnlich, wie wenn man sich beim Autofahren aufs Gefühl verlässt statt die Benzinanzeige zu prüfen. Hauptsache, das Auto fährt. Wie lange allerdings – wen kümmert’s? Wer regelmäßig die wichtigsten Anzeigen prüft, kommt mit Sicherheit weiter. Dazu gehören im Unternehmen die «Key Performance Indicators», kurz KPI genannt. Diese basieren auf aktuellen Daten aus den Prozessen und sind so etwas wie die Instrumententafel im Unternehmens-Cockpit.
 

Unternehmensstrategie als Grundlage 

Wer in seiner Firma auf ein integriertes ERP-System zugreifen kann, kommt bedeutend leichter an das gewünschte Zahlenmaterial als jemand, der sich alle Daten aus verschiedenen Quellen und in unterschiedlichen Formaten zusammensuchen muss. Doch mit der Flut an Daten ist es noch längst nicht getan. Zahlen müssen zu Kennzahlen verarbeitet werden, um die geplanten Ziele zu erreichen. Ziele im Unternehmen gibt es viele, die meisten davon stehen im direkten Widerspruch. Eine hohe Lieferbereitschaft verträgt sich beispielsweise schlecht mit möglichst tiefen Lagerkosten. Durch die (gewünschte) volle Produktionsauslastung entstehen längere Lieferfristen für neue Aufträge. Allen Zielen gerecht zu werden, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Entscheidend dafür, welche Ziele bzw. Kennzahlen im Vordergrund stehen ist die langfristige Unternehmensstrategie.
 

Zahlen zu Erkenntnissen verdichten 

Kennzahlen zu generieren ist nur dann sinnvoll, wenn daraus konkrete Maßnahmen abgeleitet werden. Leuchten im Cockpit eines Flugzeugs die Warnlampen, wird der Pilot auch nicht einfach mit den Schultern zucken. So wie Zahlen zu Kennzahlen verarbeitet werden, müssen aus diesen wiederum Erkenntnisse entstehen – und davon abgeleitete Taten folgen. Dabei ist es wichtig, Kennzahlen in Relation zu anderen Werten zu setzen und auch Daten aus Drittanwendungen zu berücksichtigen. Beispiel: Verzeichnet ein Unternehmen beim Export seiner Produkte eine Einbuße von 2 % kann das angesichts eines allgemeinen Wirtschaftseinbruchs von 5 % immer noch ein hervorragender Wert sein. Gerade die Fähigkeit, Werte und ihre Veränderungen zu interpretieren, ist bei der Nutzung von Kennzahlen entscheidend und setzt Wissen und Erfahrung voraus.
 

Erkenntnisse in Taten umsetzen 

Unternehmen sind lebendige Organismen, daher lohnt es sich, mit Kennzahlen regelmäßig den Gesundheitszustand zu checken. Das müssen nicht immer Finanzwerte sein. Setzen Sie Plandaten gezielt ein! Unter Umständen – und je nach Strategie – können Marktanteil, Qualität, Kundenzufriedenheit, Personalfluktuation, Liefertreue usw. wichtiger sein. Stellt man in den Messbereichen (negative) Werte fest, gilt es zu handeln. Stagniert beispielsweise der Verkauf einer Produktlinie, braucht es vielleicht eine Intensivierung der Marketingmaßnahmen oder eine Preissenkung. Nur wenn Erkenntnisse in Taten umgesetzt werden (und deren Auswirkungen wohlgemerkt auch wieder gemessen werden) zeigt sich der wahre Nutzen von Kennzahlen.
 

Schritt für Schritt zum Kennzahlensystem

Moderne ERP-Systeme verfügen in der Regel über ein integriertes Reporting bzw. Business-Intelligence-Modul. Neben einem Fundus an bereits vorhandenen Auswertungen lassen sich individuelle Statistiken und Kennzahlen auch selbst definieren. Im Zweifelsfalle lohnt sich ein Gespräch mit den Spezialisten des Softwareanbieters. Diese kennen nicht nur die Möglichkeiten, sondern beraten Sie auch, welche KPIs in Ihrer Branche üblich sind und wie sich diese gewinnen lassen. Ein kleiner Tipp zum Schluss: Die Welt der Kennzahlen ist faszinierend und lädt ein zu einem kreativen Umgang mit Daten. Anregungen finden Sie zum Beispiel in der KPI-Library. Entdecken Sie diese Welt Schritt für Schritt, KPI für KPI.

Über den Autor: Dr. Robert Meyer

Dr. Robert Meyer ist seit 2011 Geschäfts­führer der myfactory International GmbH. Seine Leiden­schaft ist die Vermarktung von moderner Cloud ERP-Software über Online-Medien und Partner­vertrieb. Im Mittelpunkt steht bei ihm immer das Wohl von Anwendern, die eine funktional ausgereifte, leicht zu in­di­vidualisierende, intuitiv zu bedienende, auf allen Devices verwendbare, und mobil ein­setzbare Unternehmens-Software benötigen.

Über den Autor: Rainer Giersbach

Rainer Giersbach stieg 2000 in die IT-Branche über eine technische Hotline zu kfm. Unternehmens­software ein, wenig später übernahm er das Produkt Management für diesen Bereich. 2006 stieß er im Zuge einer Recherche zum Thema "Online-Warenwirtschaft" auf myfactory. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und seit 2007 gestaltet er als Program Manager die myfactory Software aktiv mit.

Über den Autor: Timo Bärenklau

Nach seinem erfolgreichen Studium mit Abschluss als Bachelor of Engineering im Studiengang „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ stieß Timo Bärenklau als Lead Spezialist zur myfactory International GmbH hinzu. Schon während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für Vertriebsoptimierung, besonders im Hinblick auf CRM-Systeme. Auch seine Bachelor-Arbeit hatte CRM als Schwerpunkt. Seit 2012 betreut er maßgeblich die Leadqualifizierung bei myfactory.

Über den Autor: Tobias Korch

Tobias Korch arbeitet seit März 2011 bei myfactory als Software-Entwickler. Seine Schwerpunkte sind die Produktionsplanung (PPS) und das Modul eCommerce. Er ist ein engagierter Verfechter des myfactory-Konzeptes EasyRelease, mit dem Partner updatesichere Zusatzprogramme zur myfactory Business Software erstellen können. Bei Partnern und Partner-Interessenten sind deshalb seine Programmierer-Schulungen und unterstützende Coachings sehr gefragt. Durch seine vieljährigen Praxiserfahrungen mit komplexen Softwareprojekten hat er den Kontakt zum Mittelstand und das Verständnis für Anforderungen und Problemstellungen der Unternehmen und Anwender. Wenn es nichts zu tun gibt (gibt es das eigentlich?) dann kümmert er sich um seine Familie, macht Musik oder interessiert sich für alles was mit IT zu tun hat.

Über den Autor: Jan Schweighart

Jan Schweighart arbeitete nach einem Software Engineering Studium an der Hochschule Konstanz als Software Entwickler für einen Software Dienstleister. Überzeugt von Produkt und Mentalität, kam er Ende 2013 zu myfactory wo er heute schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung von myfactory.CRM arbeitet. Herr Schweighart hatte früher mal Hobbies, Freunde und ein soziales Leben, so wird zumindest berichtet. Heute ist er Vater einer kleinen Tochter ;)

Über den Autor: Dr. Mathias Hamp

Dr. Mathias Hamp ist Kommunikations- experte und entwickelt Kommunikations- strategien zur Vermarktung von Ideen, Waren und Marken. Seit 2015 verantwortet er für myfactory den Bereich Online Marketing.

Über den Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe.

Über den Autor: Stefan Girschner

Stefan Girschner (* 1967) berichtet als Fachjournalist seit vielen Jahren über Neuheiten und Trends in der IT-Branche. Seine journalistische Laufbahn startete er 1999 bei der Fachzeitschrift e-commerce magazin (ehemals IWT Magazin Verlag), wo er bis 2003 als Redakteur tätig war. Seit 2004 ist er freiberuflich für verschiedene Fachzeitschriften und Online-Portale in den Bereichen Unternehmens-IT, Computing sowie Wirtschaft und Industrie tätig. Darüber hinaus arbeitet er als Lektor und in der Schlussredaktion für Verlage und Agenturen. Von 2010 bis 2016 hatte er die redaktionelle Leitung des Digitalbusiness Magazin (WIN-Verlag) inne. Seit 2016 schreibt er wieder verstärkt für bekannte IT-Fachzeitschriften und -Portale.

Über die Autorin: Sandra Bültermann

Sandra Bültermann (*1975) ist seit 1999 als Technische Redakteurin tätig. Als langjährige Mitarbeiterin bei Fachzeitschriften, Agenturen und Softwareunternehmen verfügt sie über umfassende Kenntnisse in den Bereichen IT, Kommunikation und Contentmanagement. Ihre Kernkompetenz liegt darin, komplexe, technische Themen verständlich und zielgruppenorientiert aufzubereiten.
Zurück zur Übersicht der Blog-Beiträge

Kommentare


Es wurde noch keine Kommentare abgegeben.
Zurück zur Übersicht der Blog-Beiträge

Kommentar verfassen

Name:

E-Mail:

Kommentar: Bild-Link*:

*Möchten Sie, dass ein individuelles Bild neben Ihrem Kommentar angezeigt wird, dann tragen Sie bitte den Link zu dem Bild in das Feld "Bild-Link" ein. Idealerweise hat das Bild eine Abmessung von 50x50 Pixeln.

Weitere Themen

<< < 1 2 3 ... > >>

© myfactory International GmbH 2016. Alle Rechte vorbehalten.

Über uns

myfactory ist die webbasierte Business Software für KMU in den Bereichen ERP, CRM, PPS, MIS, Portal, Shop, Groupware und Finanzbuchhaltung.

Kontakt

Agnes-Pockels-Bogen 1
D-80992 München

08.03.2019
05.03.2019
01.03.2019
26.02.2019
22.02.2019