Weitere Themen

Managen Sie alle Fertigungsprozesse im ERP

von David Lauchenauer am 23.06.2017

Durch Technologien wie Cloud-Computing steigt die Verbreitung von ERP-Systemen, insbesondere in KMU, deutlich an. Zu diesem Ergebnis kam zumindest eine von der amerikanischen Gartner-Tochter Software Advice durchgeführte BuyerView-Studie aus dem Jahre 2015. Zusammen mit der fortschreitenden Digitalisierung verändern sich aber auch ERP-Systeme zunehmend. Bestand die ursprüngliche Aufgabe vor allem in der Koordination und Allokation von Maschinen, Material und Menschen, so müssen Unternehmen heutzutage nicht nur ihre eigenen Fertigungsprozesse optimieren, sondern aufgrund der Vernetzung der globalen Wirtschaft auch immer mehr externe Produktionsprozesse einbeziehen. Moderne ERP-Software meistert aber auch diese Aufgabe.


Die eigene Produktion als Erfolgsgarant

Die Abbildung, Verwaltung und Optimierung von Produktionsprozessen ist eine der grundlegenden Aufgaben von ERP-Systemen. Anhand definierter Abläufe unterstützt die Software bei der optimalen Ressourcen-Allokation, um Aufträge fristgerecht abzuschließen. Dafür sind entsprechende Methoden der Durchlaufterminierung anwendbar. Damit jedoch entsprechende Aufträge überhaupt geplant werden können, benötigt es eine genaue Abbildung der einzelnen Produktionsprozesse zu den jeweiligen Ressourcen im ERP-System. Denn nur wenn die einzelnen Schritte als Workflows definiert wurden, alle Produktionsprozesse im ERP verwaltet werden und die Beziehungen zwischen Arbeitsplätzen, Ressourcen, Kosten und Zeiten untereinander vorgenommen wurden, lässt sich so jederzeit eine Einsicht in die gesamte Ressourcen-Auslastung nehmen. 

Optimierungspotenzial entsteht hauptsächlich dadurch, dass mittels frei definierbaren Auswertungen ein Gesamtüberblick über die Produktion erzielt wird. Dieser offenbart schonungslos, an welchen Stellen und unter welchen Bedingungen die übergreifende Fertigung ins Stocken gerät und liefert dadurch effiziente Lösungsansätze. Nicht selten profitieren KMU als Folge der Einführung eines ERP-Systems deutlich von einer optimierten Eigenproduktion.


Die Produktionssteuerung im Fokus

Die jeweiligen Stücklisten nehmen bei der Produktionsplanung eine zentrale Rolle ein. Diese sollten nicht nur die einzelnen Prozessschritte, sondern auch alle Informationen zu Ressourcen und Baugruppen beinhalten. Individuell konfigurierbare und beliebig tiefe Strukturen sowie die Berücksichtigung unterschiedlicher Losgrößen und Teilverwendungsnachweise tragen den Anforderungen von KMU Rechnung. Als Ergebnis lassen sich Bedarf und Verfügbarkeit jederzeit abgleichen und für die Produktionsplanung optimieren. Aus einer effizienten Koordinierung der verschiedenen Aufträge werden anschließend Vorgaben für die Steuerung der einzelnen Produktionsmaschinen, Anlagentaktung und Kommissionierung ermittelt.

Ebenfalls unterstützt eine moderne ERP-Software bei der Lagerführung und Bewertung des Bestands von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie für fertige und unfertige Erzeugnisse nach gängigen Prinzipien. Dadurch kann die Produktionssteuerung dahingehend optimiert werden, dass alle benötigten Rohstoffe sowie Eigen- und Fremdprodukte genau zum richtigen Zeitpunkt in der benötigten Menge und Verarbeitungsstufe bzw. Qualität zur Verfügung stehen. Werden alle Prozesse vollständig und korrekt im ERP abgebildet, so können immer mehr einzelne Arbeitsschritte zu Workflows zusammengefasst und daraufhin automatisiert werden. Durch Entwicklungen wie dem Internet-of-Things (IoT) oder Industrie 4.0 spielt eine Entwicklungsschnittstelle (API) hier eine immer größere Rolle, um beispielsweise durch Sensoren oder RFID-Chips die Fertigung weiter zu optimieren. Insbesondere cloudbasierte ERP-Systeme unterstreichen diesen Trend, denn aufgrund des Betriebs in einem spezialisierten Rechenzentrum wird die Konnektivität und Hochverfügbarkeit verbessert. Aber auch andere Mitarbeiter wie die Picker im Lager, der Service-Techniker oder der Vertriebler beim Kunden vor Ort profitieren von Cloud ERP und der mobilen Verfügbarkeit. So kann der Verkäufer noch beim Kunden die Lagerbestände einsehen und daraufhin sein Angebot anpassen oder die Fertigung bzw. Bestellung von Hilfsstoffen anstoßen. 


So meistert ERP-Software die verlängerte Werkbank

Mit der stetigen Globalisierung des Marktes setzen immer mehr Unternehmen auf Fremdleistungen, manche Betriebe lagern sogar komplette Abteilungen aus. Für die Fertigung bedeutet dies, dass vor allem relevante Ressourcen, Halb- und Fertigfabrikate der Supply-Chain koordiniert werden müssen, die von Lieferanten stammen. Dank der Unterstützung von APIs können moderne ERP-Systeme auch Kapazitäten externer Produktionsunternehmen in Echtzeit einsehen und in die Produktionssteuerung einfließen lassen. Bestellungen lassen sich beispielsweise automatisiert aufgeben, um eine termingerechte Lieferung zu gewährleisten; Lieferzeiten und daraus resultierende Wartezeiten können reduziert werden. Entsprechende Möglichkeiten zur mobilen Produktionsplanung und –steuerung, wie sie beispielsweise durch ein ganzheitliches ERP-System entstehen, bieten einen zeit- und ortsunabhängigen Zugriff auf alle Daten, um umgehend intervenieren zu können.

Von großer Signifikanz ist nicht nur die optimale Steuerung der Supply-Chain, sondern auch die ökonomische Betrachtung der gesamten Produktion. Das ERP-System kann durch konkrete Auswertungen bei diesem Prozess unterstützen; eine faktenbasierte Optimierung durch Aufschlüsselung der Einzel- und Gemeinkosten sorgt dafür, dass die gewünschte Marge erzielt wird. 

Mit zunehmender Vernetzung von Unternehmen, Geräten und Prozessen steht eine Sache felsenfest: die Anforderungen an ERP-Software für eine optimale Fertigung werden eher zunehmen. Um auch zu Zeiten von Industrie 4.0 gut aufgestellt zu sein, bieten ganzheitliche cloudbasierte ERP-Lösungen einen effizienten Ansatz, mit dem ohne Medienbrüche vollständig integrativ gearbeitet werden kann – und davon profitiert auch Ihre Fertigung.

Über den Autor: Dr. Robert Meyer

Dr. Robert Meyer ist seit 2011 Geschäfts­führer der myfactory International GmbH. Seine Leiden­schaft ist die Vermarktung von moderner Cloud ERP-Software über Online-Medien und Partner­vertrieb. Im Mittelpunkt steht bei ihm immer das Wohl von Anwendern, die eine funktional ausgereifte, leicht zu in­di­vidualisierende, intuitiv zu bedienende, auf allen Devices verwendbare, und mobil ein­setzbare Unternehmens-Software benötigen.

Über den Autor: Rainer Giersbach

Rainer Giersbach stieg 2000 in die IT-Branche über eine technische Hotline zu kfm. Unternehmens­software ein, wenig später übernahm er das Produkt Management für diesen Bereich. 2006 stieß er im Zuge einer Recherche zum Thema "Online-Warenwirtschaft" auf myfactory. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und seit 2007 gestaltet er als Program Manager die myfactory.BusinessWorld aktiv mit.

Über den Autor: Timo Bärenklau

Nach seinem erfolgreichen Studium mit Abschluss als Bachelor of Engineering im Studiengang „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ stieß Timo Bärenklau als Lead Spezialist zur myfactory International GmbH hinzu. Schon während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für Vertriebsoptimierung, besonders im Hinblick auf CRM-Systeme. Auch seine Bachelor-Arbeit hatte CRM als Schwerpunkt. Seit 2012 betreut er maßgeblich die Leadqualifizierung bei myfactory.

Über den Autor: Tobias Korch

Tobias Korch arbeitet seit März 2011 bei myfactory als Software-Entwickler. Seine Schwerpunkte sind die Produktionsplanung (PPS) und das Modul eCommerce. Er ist ein engagierter Verfechter des myfactory-Konzeptes EasyRelease, mit dem Partner updatesichere Zusatzprogramme zur myfactory Business Software erstellen können. Bei Partnern und Partner-Interessenten sind deshalb seine Programmierer-Schulungen und unterstützende Coachings sehr gefragt. Durch seine vieljährigen Praxiserfahrungen mit komplexen Softwareprojekten hat er den Kontakt zum Mittelstand und das Verständnis für Anforderungen und Problemstellungen der Unternehmen und Anwender. Wenn es nichts zu tun gibt (gibt es das eigentlich?) dann kümmert er sich um seine Familie, macht Musik oder interessiert sich für alles was mit IT zu tun hat.

Über den Autor: Jan Schweighart

Jan Schweighart arbeitete nach einem Software Engineering Studium an der Hochschule Konstanz als Software Entwickler für einen Software Dienstleister. Überzeugt von Produkt und Mentalität, kam er Ende 2013 zu myfactory wo er heute schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung von myfactory.CRM arbeitet. Herr Schweighart hatte früher mal Hobbies, Freunde und ein soziales Leben, so wird zumindest berichtet. Heute ist er Vater einer kleinen Tochter ;)

Über den Autor: Dr. Mathias Hamp

Dr. Mathias Hamp ist Kommunikations- experte und entwickelt Kommunikations- strategien zur Vermarktung von Ideen, Waren und Marken. Seit 2015 verantwortet er für myfactory den Bereich Online Marketing.

Über den Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe.

Über den Autor: Stefan Girschner

Stefan Girschner (* 1967) berichtet als Fachjournalist seit vielen Jahren über Neuheiten und Trends in der IT-Branche. Seine journalistische Laufbahn startete er 1999 bei der Fachzeitschrift e-commerce magazin (ehemals IWT Magazin Verlag), wo er bis 2003 als Redakteur tätig war. Seit 2004 ist er freiberuflich für verschiedene Fachzeitschriften und Online-Portale in den Bereichen Unternehmens-IT, Computing sowie Wirtschaft und Industrie tätig. Darüber hinaus arbeitet er als Lektor und in der Schlussredaktion für Verlage und Agenturen. Von 2010 bis 2016 hatte er die redaktionelle Leitung des Digitalbusiness Magazin (WIN-Verlag) inne. Seit 2016 schreibt er wieder verstärkt für bekannte IT-Fachzeitschriften und -Portale.

Über die Autorin: Sandra Bültermann

Sandra Bültermann (*1975) ist seit 1999 als Technische Redakteurin tätig. Als langjährige Mitarbeiterin bei Fachzeitschriften, Agenturen und Softwareunternehmen verfügt sie über umfassende Kenntnisse in den Bereichen IT, Kommunikation und Contentmanagement. Ihre Kernkompetenz liegt darin, komplexe, technische Themen verständlich und zielgruppenorientiert aufzubereiten.
Zurück zur Übersicht der Blog-Beiträge

Kommentare


Es wurde noch keine Kommentare abgegeben.
Zurück zur Übersicht der Blog-Beiträge

Kommentar verfassen

Name:

E-Mail:

Kommentar: Bild-Link*:

*Möchten Sie, dass ein individuelles Bild neben Ihrem Kommentar angezeigt wird, dann tragen Sie bitte den Link zu dem Bild in das Feld "Bild-Link" ein. Idealerweise hat das Bild eine Abmessung von 50x50 Pixeln.

Weitere Themen

<< < 1 2 3 ... > >>

© myfactory International GmbH 2016. Alle Rechte vorbehalten.

Über uns

myfactory ist die webbasierte Business Software für KMU in den Bereichen ERP, CRM, PPS, MIS, Portal, Shop, Groupware und Finanzbuchhaltung.

Kontakt

Agnes-Pockels-Bogen 1
D-80992 München

14.08.2018
10.08.2018
07.08.2018
03.08.2018
31.07.2018