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Digitalisieren, aber nicht um jeden Preis? So geht's

von David Lauchenauer am 04.01.2019

Dass man Veränderungen nicht aufhalten kann, wissen wir alle. Die Frage ist nur: Wie geht man damit um? Gerade in Sachen Digitalisierung ist die Verunsicherung groß. Dabei geht es nicht nur um neue Technologien, sondern auch um die Auswirkungen auf Geschäftsmodelle, Arbeitsformen und Unternehmenskultur. Wie man am digitalen Wandel teilhaben kann, ohne gleich alles über den Haufen zu werfen, erfahren Sie in diesem Beitrag.
 

Vom Umgang mit Veränderungen 

Die Entwicklung der Menschheit ist geprägt vom ständigen Streben nach Verbesserungen. Vermutlich hat man bereits zu Zeiten der Höhlenmenschen über Gefahren und Nutzen des Feuers heftig debattiert. Und bestimmt hat man sich hundert Mal die Finger verbrannt, bis man einen Weg gefunden hat, die neue Technologie zu kontrollieren und sicher einzusetzen. Ähnliches erleben wir heute bei der Digitalisierung. Die Sache ist ein heißes Eisen, welches man schmieden und zurechtbiegen oder einen Bogen darum herum machen kann. Es geht weniger um die Frage nach Chance oder Bedrohung, sondern um den adäquaten Umgang mit dem Thema und die Nutzung der damit verbundenen Vorteile. Der digitale Wandel ist bereits in vollem Gang und lässt sich weder aufhalten noch ignorieren.
 

Die Kunst, den eigenen Weg zu finden

Niemand zwingt Sie zur Digitalisierung Ihres Unternehmens. Es ist einzig und allein Ihre Entscheidung. Dabei besteht die Kunst darin, einen eigenen Weg zu finden, welcher auf die individuellen Bedürfnisse und Möglichkeiten abgestimmt ist. Unternehmenskultur, Ressourcen, Beziehungsumfeld und die allgemeine Marktentwicklung sind maßgebende Faktoren für den digitalen Veränderungsprozess. Eine wichtige Rolle als Katalysator spielt der Druck von außen in Form von Erwartungshaltungen seitens Kunden, Partnern und (künftigen) Mitarbeitern.
 

Den Blick fürs Ganze entwickeln 

Ohne Gesamtbetrachtung des Unternehmens wird jedes Streben nach Digitalisierung in einer kostspieligen Sackgasse enden. Um die Entwicklung hin zu einer digitalen Organisation sinnvoll und nachhaltig zu gestalten, braucht es den Blick fürs Ganze. Nur wer die Komplexität und Wandelbarkeit des „Gesamtkunstwerks“ durchschaut, kann das darin schlummernde Erfolgspotenzial auch nutzen. Man kann es dabei nicht genug betonen: Es geht nicht um die Digitalisierung um jeden Preis, sondern den gezielten Einsatz digitaler Möglichkeiten. Dabei sollten zwei Dinge nicht aus den Augen geraten: Kontinuität und Wirtschaftlichkeit.
 

Strategie, Konzept, Umsetzung 

Gleich vorweg: Digitalisierung ist Chefsache. Hier dreht man an den elementaren Stellschrauben einer Organisation. Die Verantwortung dafür lässt sich nicht an die IT oder Fachabteilungen delegieren (selbstverständlich sollen und müssen diese Bereiche ein Mitspracherecht haben). In der Praxis bewährt hat sich eine dreiteilige Herangehensweise: 
  1. Strategie (Ist-Situation des Unternehmens, Stärken, Schwächen, Marktveränderungen, Rahmenbedingungen, Stakeholders, Muss- und Kann-Ziele usw.) 
  2. Konzept (Projektplanung und -steuerung, strategische Konformität, Zeitplan mit Etappen und Meilensteinen, Tools und Systeme, Kosten, Ressourcen usw.) 
  3. Umsetzung (Einführung neuer Systeme, Ablösung bestehender Anwendungen, Datenmanagement, Benutzerschulung usw.)
 

Kosten- und Nutzenanalyse

Digitalisierung macht nur Sinn (und auf die Dauer auch Freude), wenn das Verhältnis von Kosten und Nutzen stimmt. Dabei geht es nicht nur darum, ob ein Prozess digital unterstützt werden soll oder nicht. Es stellt sich auch die Frage, welche Anwendung dabei eingesetzt werden soll. Nicht jedes ERP-System ist gleich wie das andere. Eine Cloud-Unternehmenslösung beispielsweise bietet gegenüber einem On-Premise-System klare Vorteile hinsichtlich Kostenstruktur und mobiler Nutzung. Die Einführung eines integrierten Service-CRM-Systems hilft, mehr und bessere Serviceleistungen zu verkaufen und schneller zu erbringen. Dabei sollte man sich allerdings nicht auf das Bauchgefühl verlassen. Eine faktenbasierte Kosten-Nutzen-Analyse anhand von Ist-Daten (z.B. Durchlaufzeit, Anzahl Verkaufsabschlüsse usw.), erwartetem Optimierungspotenzial und nötiger Investitionen darf nicht fehlen. Da sieht man rasch und auf den Euro genau, wohin die Reise geht.
 

Weder Eintagsfliege noch Flickwerk  

Prozesse, Ressourcen und Ziele optimal in Einklang zu bringen, muss im Vordergrund der Digitalisierung stehen. Das Abwägen von Kosten und Nutzen ist dabei ebenso wichtig wie das ständige Analysieren von Verbesserungs- und Geschäftsmöglichkeiten. Digitalisierung ist weder Eintagsfliege noch Flickwerk. Deshalb braucht es sowohl kritisches Hinterfragen als auch mutiges Voranschreiten.

Über den Autor: Dr. Robert Meyer

Dr. Robert Meyer ist seit 2011 Geschäfts­führer der myfactory International GmbH. Seine Leiden­schaft ist die Vermarktung von moderner Cloud ERP-Software über Online-Medien und Partner­vertrieb. Im Mittelpunkt steht bei ihm immer das Wohl von Anwendern, die eine funktional ausgereifte, leicht zu in­di­vidualisierende, intuitiv zu bedienende, auf allen Devices verwendbare, und mobil ein­setzbare Unternehmens-Software benötigen.

Über den Autor: Rainer Giersbach

Rainer Giersbach stieg 2000 in die IT-Branche über eine technische Hotline zu kfm. Unternehmens­software ein, wenig später übernahm er das Produkt Management für diesen Bereich. 2006 stieß er im Zuge einer Recherche zum Thema "Online-Warenwirtschaft" auf myfactory. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und seit 2007 gestaltet er als Program Manager die myfactory Software aktiv mit.

Über den Autor: Timo Bärenklau

Nach seinem erfolgreichen Studium mit Abschluss als Bachelor of Engineering im Studiengang „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ stieß Timo Bärenklau als Lead Spezialist zur myfactory International GmbH hinzu. Schon während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für Vertriebsoptimierung, besonders im Hinblick auf CRM-Systeme. Auch seine Bachelor-Arbeit hatte CRM als Schwerpunkt. Seit 2012 betreut er maßgeblich die Leadqualifizierung bei myfactory.

Über den Autor: Tobias Korch

Tobias Korch arbeitet seit März 2011 bei myfactory als Software-Entwickler. Seine Schwerpunkte sind die Produktionsplanung (PPS) und das Modul eCommerce. Er ist ein engagierter Verfechter des myfactory-Konzeptes EasyRelease, mit dem Partner updatesichere Zusatzprogramme zur myfactory Business Software erstellen können. Bei Partnern und Partner-Interessenten sind deshalb seine Programmierer-Schulungen und unterstützende Coachings sehr gefragt. Durch seine vieljährigen Praxiserfahrungen mit komplexen Softwareprojekten hat er den Kontakt zum Mittelstand und das Verständnis für Anforderungen und Problemstellungen der Unternehmen und Anwender. Wenn es nichts zu tun gibt (gibt es das eigentlich?) dann kümmert er sich um seine Familie, macht Musik oder interessiert sich für alles was mit IT zu tun hat.

Über den Autor: Jan Schweighart

Jan Schweighart arbeitete nach einem Software Engineering Studium an der Hochschule Konstanz als Software Entwickler für einen Software Dienstleister. Überzeugt von Produkt und Mentalität, kam er Ende 2013 zu myfactory wo er heute schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung von myfactory.CRM arbeitet. Herr Schweighart hatte früher mal Hobbies, Freunde und ein soziales Leben, so wird zumindest berichtet. Heute ist er Vater einer kleinen Tochter ;)

Über den Autor: Dr. Mathias Hamp

Dr. Mathias Hamp ist Kommunikations- experte und entwickelt Kommunikations- strategien zur Vermarktung von Ideen, Waren und Marken. Seit 2015 verantwortet er für myfactory den Bereich Online Marketing.

Über den Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe.

Über den Autor: Stefan Girschner

Stefan Girschner (* 1967) berichtet als Fachjournalist seit vielen Jahren über Neuheiten und Trends in der IT-Branche. Seine journalistische Laufbahn startete er 1999 bei der Fachzeitschrift e-commerce magazin (ehemals IWT Magazin Verlag), wo er bis 2003 als Redakteur tätig war. Seit 2004 ist er freiberuflich für verschiedene Fachzeitschriften und Online-Portale in den Bereichen Unternehmens-IT, Computing sowie Wirtschaft und Industrie tätig. Darüber hinaus arbeitet er als Lektor und in der Schlussredaktion für Verlage und Agenturen. Von 2010 bis 2016 hatte er die redaktionelle Leitung des Digitalbusiness Magazin (WIN-Verlag) inne. Seit 2016 schreibt er wieder verstärkt für bekannte IT-Fachzeitschriften und -Portale.

Über die Autorin: Sandra Bültermann

Sandra Bültermann (*1975) ist seit 1999 als Technische Redakteurin tätig. Als langjährige Mitarbeiterin bei Fachzeitschriften, Agenturen und Softwareunternehmen verfügt sie über umfassende Kenntnisse in den Bereichen IT, Kommunikation und Contentmanagement. Ihre Kernkompetenz liegt darin, komplexe, technische Themen verständlich und zielgruppenorientiert aufzubereiten.
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