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APIs - Bedeutung und Potenziale

von David Lauchenauer

Mit voranschreitender technischer Entwicklung wird eine Sache klar: Die Welt ist immer besser vernetzt, alles wird smarter und ein hoher Grad an Automatisierung zieht in unser Leben ein. Nicht erst durch Cloud-Computing, Internet-of-Things oder Industrie 4.0 sind diese Trends auch Entscheidern bekannt, die daher vermehrt bei der Einführung von Business Software darauf achten, dass APIs zur Verfügung stehen. Dieser Artikel klärt auf, was APIs überhaupt sind und welchen Nutzen diese bringen.
 

Was ist eigentlich eine API?

Die Abkürzung API steht für Application Programming Interface, was übersetzt so viel bedeutet wie (Anwendungs-) Programmierschnittstelle. Diese sind Grundlage für moderne Anwendungen, ermöglichen diese doch die Kommunikation, den Austausch und die Weiterverarbeitung von Daten sowie Inhalten zwischen verschiedenen Geräten, Anwendungen, Webseiten – und das system- und anbieterübergreifend. Das Besondere an APIs ist hier, dass die Kommunikation zwischen den Anwendungen oder Geräten selbständig untereinander erfolgt, der Mensch ist hierfür nicht mehr notwendig. Dies ist der entscheidende Unterschied zwischen einer Benutzerschnittstelle, die die Kommunikation von einem Anwender zur Maschine ermöglicht.
 
 
Auch die Unternehmen selbst sind für viele Prozesse auf Schnittstellen angewiesen, die beispielsweise Daten zwischen dem CRM und dem ERP austauschen oder ein DMS an bestehende ERP-Systeme anbindet. In modernen Produktions- und Logistikprozessen sorgen APIs dafür, dass die Maschinen automatisiert die konkreten Produktionsaufgaben erledigen und anschließend im Lager korrekt kommissioniert werden. Kurzum: Die Programmierschnittstellen ermöglichen erst die Vernetzung verschiedener Anwendungen oder Geräte miteinander, um effizient Informationen auszutauschen. 
 

Mehr Integrationsmöglichkeiten bieten Chancen, aber auch Herausforderungen

Schon jetzt ist klar, dass die Zukunft spannend und immer mehr Integrationsmöglichkeiten durch smarte Geräte, Anwendungen, Sensoren oder webbasierten Lösungen bieten wird. Das volle Potenzial lässt sich mit Blick auf Industrie 4.0 dabei erst erahnen. Die treibende Kraft hinter diesen Entwicklungen sind aber nicht nur die Unternehmen, die die Effizienz steigern möchten, sondern auch die Kunden, deren Anforderungen stetig wachsen. Bietet ein Online-Shop heutzutage beispielsweise keine Zahlung via Paypal an, so kann das bereits zum Abbrechen des Kaufprozesses führen.
 
Für die IT-Abteilungen steigt hier die Integrationskomplexität enorm, denn diese muss die komplette IT-Landschaft miteinander integrieren– und das über das eigene Unternehmensnetzwerk hinaus in die Cloud und über verschiedenste Cloud-Lösungen (Multi-Cloud) hinweg. Denn nur die nahtlose Integration zwischen der On-Premise Umgebung und allen Cloud-Ressourcen verhindert Datenredundanzen und Datensilos. Der Austausch erfolgt hier oftmals über die APIs, die dafür sorgen, dass beispielsweise die Paypal-Zahlung direkt in der Buchhaltung via ERP abgerechnet und gleichzeitig der Logistikprozess angestoßen wird.
 
Die volle Integrationskomplexität bekommen Unternehmen aber vor allem dann zu spüren, wenn sie das bestehende System erweitern oder umziehen möchten. Denn hier müssen Daten nicht nur von der alten Struktur auf das neue System migriert werden, sondern auch mit allen weiteren Systemen erneut verbunden werden. Wer hier noch auf eine heterogene IT-Landschaft setzt, riskiert schnell ein Scheitern des Vorhabens. 
 

Steigerung der Integrationstiefe durch cloudbasierte, ganzheitliche Business Software

Um solche Herausforderungen von Anfang an zu vermeiden, ist es empfehlenswert, direkt auf eine ganzheitliche Cloud ERP-Software als IT-Rückgrat zu setzen. Dadurch, dass bereits alle relevanten Anwendungen als spezielle Module integriert sind, reicht eine Datenbasis aus, die auch nur einmal gepflegt und dementsprechend allen Abteilungen gleichermaßen zur Verfügung steht. Durch die API des Cloud ERPs muss so nicht mehr zwischen On-Premise und Cloud integriert werden, sondern nur noch die benötigten Schnittstellen zu Bezahldiensten oder speziellen Geräten hergestellt werden. Die Integrationskomplexität sinkt bei gleichzeitig steigender Integrationstiefe, die eine bessere Automatisierung von Unternehmensprozessen sicherstellt.
 

APIs schaffen echte Wettbewerbsvorteile

Durch Programmierschnittstellen profitieren Unternehmen also maßgeblich. Bekannte Internetunternehmen wie Google, Facebook, Amazon oder Paypal haben diesen Trend früh erkannt und bieten daher gut dokumentierte Schnittstellen an, wodurch Entwickler ständig neue Möglichkeiten haben, die Dienste einzusetzen oder Dritt-Anwendungen zu entwickeln, die bereits voll integriert sind. Das schafft am Ende des Tages Wettbewerbsvorteile für die großen Unternehmen und gleichzeitig auch für die Entwickler von Drittsoftware, da sie größere Funktionalität anbieten können. Mit diesem Wissen vor Augen, achten Entscheider bei der Einführung einer neuen Business Software also noch mal verstärkt darauf, ob eine gut dokumentierte API angeboten wird, um die Integration zu verbessern und tatsächliche Wettbewerbsvorteile zu erhalten.
 
Abschließend lässt sich festhalten, dass Cloud-Computing die IT-Landschaft maßgeblich verändert hat und insbesondere auch die Tatsache, wie Anwendungen heutzutage entwickelt und genutzt werden. Um Unternehmensprozesse immer konkreter abbilden und auch automatisieren zu können, benötigt es eine gewisse Integrationstiefe ohne Redundanzen und mit aktuellen Daten. APIs ermöglichen hier einen Informationsaustausch, der die Kombination verschiedenster Anwendungen ermöglicht. Trotzdem sind Schnittstellen auch immer anfällig für Fehler, weswegen immer mehr Unternehmen die Unternehmens-IT auf ein ganzheitliches ERP-System aufbauen, welches dann mittels API um Spezial-Anwendungen, Geräte oder Dienste ergänzt wird. So ist man zukunftssicher aufgestellt für alle Entwicklungen, die noch kommen werden.

Über den Autor: Dr. Robert Meyer

Dr. Robert Meyer ist seit 2011 Geschäfts­führer der myfactory International GmbH. Seine Leiden­schaft ist die Vermarktung von moderner Cloud ERP-Software über Online-Medien und Partner­vertrieb. Im Mittelpunkt steht bei ihm immer das Wohl von Anwendern, die eine funktional ausgereifte, leicht zu in­di­vidualisierende, intuitiv zu bedienende, auf allen Devices verwendbare, und mobil ein­setzbare Unternehmens-Software benötigen.

Über den Autor: Rainer Giersbach

Rainer Giersbach stieg 2000 in die IT-Branche über eine technische Hotline zu kfm. Unternehmens­software ein, wenig später übernahm er das Produkt Management für diesen Bereich. 2006 stieß er im Zuge einer Recherche zum Thema "Online-Warenwirtschaft" auf myfactory. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und seit 2007 gestaltet er als Program Manager die myfactory.BusinessWorld aktiv mit.

Über den Autor: Timo Bärenklau

Nach seinem erfolgreichen Studium mit Abschluss als Bachelor of Engineering im Studiengang „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ stieß Timo Bärenklau als Lead Spezialist zur myfactory International GmbH hinzu. Schon während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für Vertriebsoptimierung, besonders im Hinblick auf CRM-Systeme. Auch seine Bachelor-Arbeit hatte CRM als Schwerpunkt. Seit 2012 betreut er maßgeblich die Leadqualifizierung bei myfactory.

Über den Autor: Tobias Korch

Tobias Korch arbeitet seit März 2011 bei myfactory als Software-Entwickler. Seine Schwerpunkte sind die Produktionsplanung (PPS) und das Modul eCommerce. Er ist ein engagierter Verfechter des myfactory-Konzeptes EasyRelease, mit dem Partner updatesichere Zusatzprogramme zur myfactory Business Software erstellen können. Bei Partnern und Partner-Interessenten sind deshalb seine Programmierer-Schulungen und unterstützende Coachings sehr gefragt. Durch seine vieljährigen Praxiserfahrungen mit komplexen Softwareprojekten hat er den Kontakt zum Mittelstand und das Verständnis für Anforderungen und Problemstellungen der Unternehmen und Anwender. Wenn es nichts zu tun gibt (gibt es das eigentlich?) dann kümmert er sich um seine Familie, macht Musik oder interessiert sich für alles was mit IT zu tun hat.

Über den Autor: Jan Schweighart

Jan Schweighart arbeitete nach einem Software Engineering Studium an der Hochschule Konstanz als Software Entwickler für einen Software Dienstleister. Überzeugt von Produkt und Mentalität, kam er Ende 2013 zu myfactory wo er heute schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung von myfactory.CRM arbeitet. Herr Schweighart hatte früher mal Hobbies, Freunde und ein soziales Leben, so wird zumindest berichtet. Heute ist er Vater einer kleinen Tochter ;)

Über den Autor: Dr. Mathias Hamp

Dr. Mathias Hamp ist Kommunikations- experte und entwickelt Kommunikations- strategien zur Vermarktung von Ideen, Waren und Marken. Seit 2015 verantwortet er für myfactory den Bereich Online Marketing.

Über den Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Co-Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory International GmbH.
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