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API - drei Buchstaben, große Wirkung

von David Lauchenauer am 13.03.2018

Haben Sie früher auch gerne mit den bunten Plastikbausteinen des dänischen Spielzeugherstellers gespielt? Durch die Verbindung verschiedener Elemente entstand im Handumdrehen ein Flugzeug, ein Haus oder ein Auto. Das Geheimnis dahinter ist ein standardisiertes Stecksystem, welches die Kombination verschiedener Teile ermöglicht. Bei der Softwareentwicklung kennt man heute ein verwandtes Prinzip: die API. Die sogenannte „Application Programming Interface“ ist aus unserer digitalen Welt nicht mehr wegzudenken. Egal, ob auf dem Smartphone, bei der Verbindung verschiedener Softwaresysteme oder im Smarthome-Bereich – die Anwendungsgebiete sind praktisch grenzenlos. Genau deshalb sind APIs weit mehr als eine Schlüsseltechnologie für Entwickler. Warum diese auch für Unternehmen wichtig ist, erfahren Sie in diesem Beitrag. 
 

Brückenbauer zwischen Applikationen

Die Liste von API-Anwendungen ist fast endlos. Doch was ist eine API eigentlich? Woraus besteht sie, und wie lässt sie sich einsetzen? Wie der Name schon sagt, handelt es sich dabei um die Programmierschnittstelle, welche eine Applikation anderen Systeme zur Verfügung stellt. Die Schnittstelle ist klar definiert. Das hat den Vorteil, dass die Entwickler von Drittsystemen genau Bescheid wissen, wie und wo sie ihre Lösung andocken können. Ein Beispiel dafür ist etwa die „Windows-API“, welche die Lauffähigkeit von Software auf dem Betriebssystem ermöglicht. Auf dem API-Konzept basieren aber auch die zahlreichen Apps, welche für die jeweiligen Plattformen von Google oder Apple angeboten werden. Das Grundprinzip ist dabei immer gleich: Ein Softwareanbieter stellt Dritten die Beschreibung aller Schnittstellenregeln zur Verfügung, damit deren Applikationen mit der Basisanwendung kommunizieren können. 
 

Grundlage für neue Geschäftsmodelle

Vielleicht sind Sie beim vorher erwähnten Smartphone-Beispiel hellhörig geworden (hoffen wir wenigstens). Handysensoren können Bewegung und Beschleunigung, GPS, Helligkeit, Fingerabdruck und vieles mehr registrieren. Dank einer API-Schnittstelle können andere Anwendungen diese Daten nutzen wie zum Beispiel Google Maps. Damit ist die Geschichte aber noch nicht fertig: Mit den Standortdaten lassen sich interessante Geschäftsmodelle verknüpfen. Wenn man weiß, wo sich jemand befindet, kann man auf mobilen Geräten gezielte Werbung einblenden, z.B. für Restaurants oder Läden. Da Daten bekanntlich das neue Öl sind, kommt den APIs eine Schlüsselrolle beim Aufbau neuer Geschäftsmodelle zu. Mittels Schnittstellen können Informationen fast beliebig ausgetauscht und weiterverwendet werden. So können auch Geräte untereinander kommunizieren und entsprechende Prozesse in Bewegung setzen.  

Die API als Wettbewerbsfaktor

Automatisierte Prozesse sind ein zentrales Anliegen von Industrie 4.0-Konzepten. Das Verbinden verschiedener Applikationen sowie der Datenaustausch zwischen Sensoren und Anwendungen ist dabei eine wesentliche Voraussetzung. Bereits heute basieren zahlreiche Lösungen – von Predictive- Maintenance-Systemen in Industrieanlagen bis zu den Automatisierungsmöglichkeiten für intelligentes Wohnen – auf dieser Technologie. Das funktioniert jedoch nur, wenn es klar definierte Regeln für die API-Schnittstellen gibt. Damit wird die API in doppeltem Sinn zum Wettbewerbsfaktor: Einerseits ermöglicht sie neue Systemkonstellationen für innovative Geschäftsmodelle, andererseits ist eine gut definierte API selber bereits eine USP. Sprich, je besser die API einer Software, desto grösser ist ihr Marktpotenzial. Das zeigt sich insbesondere bei ERP-Systemen, also von Gesamtsystemen für das ganze Unternehmen. Verfügt ein solches System über gute API-Anbindungsmöglichkeiten, lassen sich damit weitere Umsysteme integrieren. Das ERP wird dadurch zunehmend zur Datenzentrale für die internen Abteilungen, aber auch für Lieferanten, Partner und Kunden. 

Die Reise hat gerade erst begonnen

Die zunehmende Öffnung gegenüber Drittanbietern verändert nicht nur IT-Modelle, sondern gemäß API Academy auch die Wettbewerbsbedingungen. APIs ermöglichen die Kombination verschiedener Anwendungen über eine zentrale Plattform. Damit lässt sich – analog zu den anfangs erwähnten Bausteinen – neue Ideen verwirklichen. Auch wenn die API-Geschichte fast 20 Jahren alt ist, stehen die Boomjahre dank immer leistungsfähigeren Netzen noch bevor. Die Reise hat gerade erst begonnen, machen Sie sich auf etwas gefasst. Und vergessen Sie nicht: APIs sind ein zentraler Bestandteil eines kreativen Umgangs mit dem digitalen Potenzial. In diesem Sinn – Business first, Technology second. 

Über den Autor: Dr. Robert Meyer

Dr. Robert Meyer ist seit 2011 Geschäfts­führer der myfactory International GmbH. Seine Leiden­schaft ist die Vermarktung von moderner Cloud ERP-Software über Online-Medien und Partner­vertrieb. Im Mittelpunkt steht bei ihm immer das Wohl von Anwendern, die eine funktional ausgereifte, leicht zu in­di­vidualisierende, intuitiv zu bedienende, auf allen Devices verwendbare, und mobil ein­setzbare Unternehmens-Software benötigen.

Über den Autor: Rainer Giersbach

Rainer Giersbach stieg 2000 in die IT-Branche über eine technische Hotline zu kfm. Unternehmens­software ein, wenig später übernahm er das Produkt Management für diesen Bereich. 2006 stieß er im Zuge einer Recherche zum Thema "Online-Warenwirtschaft" auf myfactory. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und seit 2007 gestaltet er als Program Manager die myfactory Software aktiv mit.

Über den Autor: Timo Bärenklau

Nach seinem erfolgreichen Studium mit Abschluss als Bachelor of Engineering im Studiengang „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ stieß Timo Bärenklau als Lead Spezialist zur myfactory International GmbH hinzu. Schon während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für Vertriebsoptimierung, besonders im Hinblick auf CRM-Systeme. Auch seine Bachelor-Arbeit hatte CRM als Schwerpunkt. Seit 2012 betreut er maßgeblich die Leadqualifizierung bei myfactory.

Über den Autor: Tobias Korch

Tobias Korch arbeitet seit März 2011 bei myfactory als Software-Entwickler. Seine Schwerpunkte sind die Produktionsplanung (PPS) und das Modul eCommerce. Er ist ein engagierter Verfechter des myfactory-Konzeptes EasyRelease, mit dem Partner updatesichere Zusatzprogramme zur myfactory Business Software erstellen können. Bei Partnern und Partner-Interessenten sind deshalb seine Programmierer-Schulungen und unterstützende Coachings sehr gefragt. Durch seine vieljährigen Praxiserfahrungen mit komplexen Softwareprojekten hat er den Kontakt zum Mittelstand und das Verständnis für Anforderungen und Problemstellungen der Unternehmen und Anwender. Wenn es nichts zu tun gibt (gibt es das eigentlich?) dann kümmert er sich um seine Familie, macht Musik oder interessiert sich für alles was mit IT zu tun hat.

Über den Autor: Jan Schweighart

Jan Schweighart arbeitete nach einem Software Engineering Studium an der Hochschule Konstanz als Software Entwickler für einen Software Dienstleister. Überzeugt von Produkt und Mentalität, kam er Ende 2013 zu myfactory wo er heute schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung von myfactory.CRM arbeitet. Herr Schweighart hatte früher mal Hobbies, Freunde und ein soziales Leben, so wird zumindest berichtet. Heute ist er Vater einer kleinen Tochter ;)

Über den Autor: Dr. Mathias Hamp

Dr. Mathias Hamp ist Kommunikations- experte und entwickelt Kommunikations- strategien zur Vermarktung von Ideen, Waren und Marken. Seit 2015 verantwortet er für myfactory den Bereich Online Marketing.

Über den Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe.

Über den Autor: Stefan Girschner

Stefan Girschner (* 1967) berichtet als Fachjournalist seit vielen Jahren über Neuheiten und Trends in der IT-Branche. Seine journalistische Laufbahn startete er 1999 bei der Fachzeitschrift e-commerce magazin (ehemals IWT Magazin Verlag), wo er bis 2003 als Redakteur tätig war. Seit 2004 ist er freiberuflich für verschiedene Fachzeitschriften und Online-Portale in den Bereichen Unternehmens-IT, Computing sowie Wirtschaft und Industrie tätig. Darüber hinaus arbeitet er als Lektor und in der Schlussredaktion für Verlage und Agenturen. Von 2010 bis 2016 hatte er die redaktionelle Leitung des Digitalbusiness Magazin (WIN-Verlag) inne. Seit 2016 schreibt er wieder verstärkt für bekannte IT-Fachzeitschriften und -Portale.

Über die Autorin: Sandra Bültermann

Sandra Bültermann (*1975) ist seit 1999 als Technische Redakteurin tätig. Als langjährige Mitarbeiterin bei Fachzeitschriften, Agenturen und Softwareunternehmen verfügt sie über umfassende Kenntnisse in den Bereichen IT, Kommunikation und Contentmanagement. Ihre Kernkompetenz liegt darin, komplexe, technische Themen verständlich und zielgruppenorientiert aufzubereiten.
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