Weitere Themen

8 Business Intelligence (BI) Trends in 2017

von David Lauchenauer am 21.04.2017

Entscheider in Unternehmen sind stets auf der Suche nach belastbaren, messbaren Daten, die bei der Entscheidungsfindung maßgeblich unterstützen können. War diese Datengenerierung vor einem Jahrzehnt noch ein langwieriger, aufwendiger Prozess, so profitieren heutzutage immer mehr Unternehmen von leistungsstarker Business Intelligence (BI) Software, die große Datenmengen analysieren und systematische Auswertungen ermöglichen. Zu Zeiten von Big Data und immer mehr anfallenden Informationen ist BI nach wie vor ein Trendthema, aber auch innerhalb dieser Thematik zeichnen sich deutliche Entwicklungen ab. In diesem Artikel stellen wir Ihnen daher die 8 aktuellsten Trends in der Business Intelligence Welt vor.

BI-Trend 1: Datentransparenz innerhalb der Unternehmen

 

BI-Trend 2: Management Information System (MIS)

War es in der Vergangenheit noch kompliziert und erforderte hohe Expertise in Statistik, Datenbankverwaltung sowie Software-Entwicklung, um Geschäftsdaten auszuwerten, so ist es heutzutage jedem Entscheider möglich, aussagekräftige und individuelle Analysen durchzuführen. Dank vorab entwickelter Reports und Dashboards werden Unternehmens- und Marktkennziffern auch in einer visuell ansprechenden Form den Entscheidern zur Verfügung gestellt. Diese Vereinfachung von komplexen Auswertungen von Geschäftsdaten fördert die Entwicklung von Management-Informationssysteme, die mittlerweile auch außerhalb von reinen BI-Systemen Anwendung finden, beispielsweise in ganzheitlicher, leistungsstarker ERP-Software
 

BI-Trend 3: BI ist nicht mehr nur einer Stabsstelle zugeordnet

Als Konsequenz der ersten beiden Trends verschiebt sich BI als alleinige Aufgabe einer eigenen Stabsstelle nun vermehrt in die jeweiligen Fachabteilungen. Die hier erstellten Analysen und Prognosen können von den spezialisierten Mitarbeitern durch ihre Erfahrung direkt in die Unternehmensprozesse implementiert und so zur Optimierung dieser eingesetzt werden. 

Durch die Dezentralisierung von BI werden nun vermehrt unterschiedlichste Analysen von den jeweiligen Fachabteilungen mit verschiedenen Intentionen durchgeführt. Als Resultat führen ein und dieselbe Datenbasis häufig zu ganz unterschiedlich ausgelegten Ergebnissen der jeweiligen Abteilungen. Durch die Diskussion dieser Ergebnisse können diese weiter verdichtet werden, der Prozess zur Datenauswertung wird ungemein verbessert.
 

BI-Trend 4: Ganzheitliche Integration von Unternehmensdaten

Um relevante Daten unternehmensweit zur Verfügung zu stellen, wird in erster Linie eine einheitliche Datenbasis mit eindeutigen Entitäten benötigt. Die bisher häufig eingesetzten Schnittstellenlösungen sind fehleranfällig, aufwendig in der Wartung, sorgen für Dubletten und liefern keine Echtzeit-Informationen. Um diese Probleme zu beseitigen, empfiehlt es sich auf eine ganzheitliche Lösung zu setzen, die alle relevanten Daten aus dem Enterprise Ressource Planning (ERP), dem Customer-Relationship-Management (CRM), der Finanzbuchhaltung (FiBu) und dem Produktionsplanungs- und Steuerungssystem (PPS) in einer einzigen, gemeinsamen Datenbank vereint. Dies leisten leistungsfähige ERP-Systeme, die oftmals auch bereits ein MIS zur Datenauswertung integriert haben.
 

BI-Trend 5: Auslagerung in die Cloud

Moderne BI-Systeme, aber auch andere Unternehmenssoftware wie ERP- oder CRM-Lösungen, werden immer häufiger in die Cloud ausgelagert. Dies liegt darin begründet, dass Business Software viel Rechenleistung benötigt, die kurzfristig zur Verfügung stehen muss und stetig steigende Datenmengen verarbeitet sowie gespeichert werden müssen. Zu diesen Anforderungen wird zusätzlich auch eine Flexibilität, Individualisierbarkeit, Hochverfügbarkeit und Sicherheit der Systeme benötigt, daher bietet sich die Auslagerung von Unternehmenssoftware in spezialisierte und zertifizierte Rechenzentren an.

Einhergehend mit diesem Trend ändert sich auch das Bereitstellungsmodell in vielen KMU. Wurde bisher ein Großteil der Software gekauft und auf eigener Hardware im Unternehmens-Serverraum betrieben, so lässt sich heutzutage Business Software auch bequem als Dienstleistung über das Internet beziehen. Hierbei übernimmt ein spezialisierter Anbieter den Betrieb, die Wartung und die Pflege der Systeme; das Unternehmen kann über das Internet jederzeit sicher auf alle Daten zugreifen. Dies spart nicht nur KMU eine Menge Kosten, sondern sorgt auch für ein höheres Sicherheitslevel, eine bessere Verfügbarkeit, einen performanteren Betrieb und eine größere Flexibilität, da zusätzliche Module wie ein MIS bequem per Knopfdruck implementiert werden können.
 

BI-Trend 6: Mobile Business

Da immer mehr BI-Systeme in die Cloud ausgelagert und beispielsweise via Software-as-a-Service (SaaS) Bereitstellungsmodell bezogen werden, erfolgt der Zugang vermehrt browserbasiert. Dies bringt entscheidende Vorteile hinsichtlich der Arbeitsplatz-Computer, da diese nun nur noch über einen Internet-Browser verfügen müssen, um vollständigen Zugriff auf die Anwendung zu ermöglichen. 

Gleichermaßen kann auf die Unternehmenssoftware nun auch von allen Endgeräten zugegriffen werden. So können Entscheider auch bequem von unterwegs oder beim Kunden die Business Software nutzen, auch das Homeoffice ist kein Problem mehr. Diese Entwicklung birgt natürlich entscheidende Vorteile für das Mobile Business, da keinerlei Limitierungen der Endgeräte, des Standorts oder der Tageszeit mehr vorliegen; eine komplizierte Einwahl in das Firmennetzwerk ist nicht mehr notwendig. 

BI-Trend 7: grafische Auswertungen

Waren in der Vergangenheit die detaillierten Auswertungen von Geschäftsdaten noch recht kryptisch in langen Listen und unübersichtlichen Tabellen aufbereitet, so verfügen moderne BI-Lösungen und MIS-Systeme über detaillierte, grafische Präsentationen der Ergebnisse. Insbesondere weniger erfahrene Anwender profitieren von einer intuitiven Bedienung und klar strukturierten, grafisch aufbereiteten Ergebnissen. Diese Reports und Dashboards lassen sich in der Regel auch noch individuell anpassen, um so jedem Entscheider die Möglichkeit zu geben, die für ihn relevanten Informationen auf einem Blick zu erfassen.
 

BI-Trend 8: Intelligente Prognosen

Neben der Auswertung historischer Unternehmensdaten zur Bestimmung einer IST-Situation, möchte das Management natürlich auch Prognosen über zukünftige Entwicklungen erhalten, um diese Trends beeinflussen zu können. Während Menschen dazu neigen, Entwicklungen linear in zukünftige Perioden zu projizieren, so arbeitet BI-Software auf der Basis multifaktorieller Analysen, um durch Korrelationen und Zusammenhänge aller vorhandenen Parameter eine genauere Trend-Vorhersage zu treffen. Insbesondere durch die Expertise und Erfahrung der Anwender können daraus zuverlässige und intelligente Prognosen entstehen. Mit aufkommender KI-Entwicklung ist davon auszugehen, dass die Algorithmen weiter verbessert werden; trotzdem ist die Kombination mit einem erfahrenen Anwender notwendig, um die bestmögliche Prognose zu erzeugen.
 

BI liefert einfach bessere Unternehmensinformationen

Abschließend bleibt festzuhalten, dass Business Intelligence inzwischen ein fester Bestandteil von KMU geworden ist und dadurch vielen Mitarbeitern die Möglichkeit bietet, fundierte Entscheidungen mit plausiblen Daten zu treffen. Insbesondere der ganzheitliche Ansatz mit Integration weiterer Business Software in ein ERP-System und Cloud-Computing sorgen dafür, dass BI immer weitere Verbreitung findet und inskünftig noch bessere Informationen liefern wird. Das Jahr 2017 bleibt spannend – nicht nur für BI-Systeme!

Über den Autor: Dr. Robert Meyer

Dr. Robert Meyer ist seit 2011 Geschäfts­führer der myfactory International GmbH. Seine Leiden­schaft ist die Vermarktung von moderner Cloud ERP-Software über Online-Medien und Partner­vertrieb. Im Mittelpunkt steht bei ihm immer das Wohl von Anwendern, die eine funktional ausgereifte, leicht zu in­di­vidualisierende, intuitiv zu bedienende, auf allen Devices verwendbare, und mobil ein­setzbare Unternehmens-Software benötigen.

Über den Autor: Rainer Giersbach

Rainer Giersbach stieg 2000 in die IT-Branche über eine technische Hotline zu kfm. Unternehmens­software ein, wenig später übernahm er das Produkt Management für diesen Bereich. 2006 stieß er im Zuge einer Recherche zum Thema "Online-Warenwirtschaft" auf myfactory. Das Thema hat ihn nicht mehr losgelassen und seit 2007 gestaltet er als Program Manager die myfactory.BusinessWorld aktiv mit.

Über den Autor: Timo Bärenklau

Nach seinem erfolgreichen Studium mit Abschluss als Bachelor of Engineering im Studiengang „Internationales Technisches Vertriebsmanagement“ stieß Timo Bärenklau als Lead Spezialist zur myfactory International GmbH hinzu. Schon während seines Studiums entdeckte er seine Leidenschaft für Vertriebsoptimierung, besonders im Hinblick auf CRM-Systeme. Auch seine Bachelor-Arbeit hatte CRM als Schwerpunkt. Seit 2012 betreut er maßgeblich die Leadqualifizierung bei myfactory.

Über den Autor: Tobias Korch

Tobias Korch arbeitet seit März 2011 bei myfactory als Software-Entwickler. Seine Schwerpunkte sind die Produktionsplanung (PPS) und das Modul eCommerce. Er ist ein engagierter Verfechter des myfactory-Konzeptes EasyRelease, mit dem Partner updatesichere Zusatzprogramme zur myfactory Business Software erstellen können. Bei Partnern und Partner-Interessenten sind deshalb seine Programmierer-Schulungen und unterstützende Coachings sehr gefragt. Durch seine vieljährigen Praxiserfahrungen mit komplexen Softwareprojekten hat er den Kontakt zum Mittelstand und das Verständnis für Anforderungen und Problemstellungen der Unternehmen und Anwender. Wenn es nichts zu tun gibt (gibt es das eigentlich?) dann kümmert er sich um seine Familie, macht Musik oder interessiert sich für alles was mit IT zu tun hat.

Über den Autor: Jan Schweighart

Jan Schweighart arbeitete nach einem Software Engineering Studium an der Hochschule Konstanz als Software Entwickler für einen Software Dienstleister. Überzeugt von Produkt und Mentalität, kam er Ende 2013 zu myfactory wo er heute schwerpunktmäßig an der Weiterentwicklung von myfactory.CRM arbeitet. Herr Schweighart hatte früher mal Hobbies, Freunde und ein soziales Leben, so wird zumindest berichtet. Heute ist er Vater einer kleinen Tochter ;)

Über den Autor: Dr. Mathias Hamp

Dr. Mathias Hamp ist Kommunikations- experte und entwickelt Kommunikations- strategien zur Vermarktung von Ideen, Waren und Marken. Seit 2015 verantwortet er für myfactory den Bereich Online Marketing.

Über den Autor: David Lauchenauer

David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Co-Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory International GmbH.

Über den Autor: Stefan Girschner

Stefan Girschner (* 1967) berichtet als Fachjournalist seit vielen Jahren über Neuheiten und Trends in der IT-Branche. Seine journalistische Laufbahn startete er 1999 bei der Fachzeitschrift e-commerce magazin (ehemals IWT Magazin Verlag), wo er bis 2003 als Redakteur tätig war. Seit 2004 ist er freiberuflich für verschiedene Fachzeitschriften und Online-Portale in den Bereichen Unternehmens-IT, Computing sowie Wirtschaft und Industrie tätig. Darüber hinaus arbeitet er als Lektor und in der Schlussredaktion für Verlage und Agenturen. Von 2010 bis 2016 hatte er die redaktionelle Leitung des Digitalbusiness Magazin (WIN-Verlag) inne. Seit 2016 schreibt er wieder verstärkt für bekannte IT-Fachzeitschriften und -Portale.

Über die Autorin: Sandra Bültermann

Sandra Bültermann (*1975) ist seit 1999 als Technische Redakteurin tätig. Als langjährige Mitarbeiterin bei Fachzeitschriften, Agenturen und Softwareunternehmen verfügt sie über umfassende Kenntnisse in den Bereichen IT, Kommunikation und Contentmanagement. Ihre Kernkompetenz liegt darin, komplexe, technische Themen verständlich und zielgruppenorientiert aufzubereiten.
Zurück zur Übersicht der Blog-Beiträge

Kommentare


Es wurde noch keine Kommentare abgegeben.
Zurück zur Übersicht der Blog-Beiträge

Kommentar verfassen

Name:

E-Mail:

Kommentar: Bild-Link*:

*Möchten Sie, dass ein individuelles Bild neben Ihrem Kommentar angezeigt wird, dann tragen Sie bitte den Link zu dem Bild in das Feld "Bild-Link" ein. Idealerweise hat das Bild eine Abmessung von 50x50 Pixeln.


© myfactory International GmbH 2016. Alle Rechte vorbehalten.

Über uns

myfactory ist die webbasierte Business Software für KMU in den Bereichen ERP, CRM, PPS, MIS, Portal, Shop, Groupware und Finanzbuchhaltung.

Kontakt

Agnes-Pockels-Bogen 1
D-80992 München

19.06.2018
15.06.2018
08.06.2018
29.05.2018
25.05.2018