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Die besten ERP-Tipps für eine stabile Supply-Chain

von David Lauchenauer am 26.04.2022, 2 min Lesezeit

Das Thema Supply-Chain Management ist keineswegs nur ein Thema für große Unternehmen. Viele KMU sind Zulieferer und auf eine funktionierende Zusammenarbeit mit anderen Firmen angewiesen. Die Auswirkungen von Lieferengpässen sind gravierend und existenziell. Es ist ratsam, sich rechtzeitig mit den Risiken und Alternativen auseinanderzusetzen. Ein modernes ERP-System bietet dazu verschiedene Möglichkeiten. Weitere Tipps für eine stabile Supply-Chain hält dieser Beitrag für Sie bereit. 

Das Thema Supply-Chain ist Chefsache 

Die Sicherstellung einer optimalen Lieferkette sollte in Fertigungs- und Handelsunternehmen auf höchster strategischer Ebene eines KMU angesiedelt sein. Und zwar aus einem einfachen Grund: Bereits das Fehlen weniger Komponenten kann einen Betrieb zum Erliegen bringen oder zumindest hohe Umsatzeinbußen verursachen. Ganz abgesehen von allfälligen Konventionalstrafen bei Lieferverzug. Jede Lieferkette ist so stark wie ihr schwächstes Glied. Konzerne sind laufend bemüht, Schwachstellen auszumerzen. Eine stabile Supply-Chain ist somit ein wesentlicher Wettbewerbsfaktor, um als Lieferant berücksichtigt zu werden. Dazu gehören eine perfekte Auftragserfüllung, kurze Lieferfristen, eine konkurrenzfähige Kostenstruktur sowie Flexibilität bei geänderter Nachfrage.  

Nutzen einer zentralen Datengrundlage 

Die erwähnten Aspekte beruhen auf dem Zusammenspiel verschiedener Einflussgrößen in und außerhalb eines KMU. Dazu zählen im Wesentlichen: 

  • Lieferantenauswahl, Lieferantenbewertungen 
  • Verwaltung von Bestellungen und Beständen 
  • Überwachung der Absatzkanäle, Verkäufe und Umsätze 
  • Kostenkalkulation von Beschaffung, Herstellung, Distribution  
  • Zuordnung von Alternativprodukten und -lieferanten 
  • Kundenmanagement und Verkaufsplanung 
  • Auswertungen und Analysen von Bewegungsdaten 

Entscheidend ist dabei eine 360-Grad-Sicht auf alle Material-, Informations- und Finanzflüsse, welche das Unternehmen betreffen. Eine zentrale Datengrundlage in Form eines integrierten ERP-Systems bietet dafür beste Voraussetzungen.  

Analyse und Integration des Umfelds 

Die eigentliche Supply-Chain konzentriert sich auf die Bereiche Beschaffung (Sourcing), Produktion (Make or buy) sowie Distribution (Delivery). Dieser Spannungsbogen zwischen Lieferant und Kunde gehört seit jeher zu den zentralen Funktionen von ERP-Software. Im erweiterten Sinn zählen dazu auch die Bereiche Materialwirtschaft, Logistik, Lieferantenmanagement, Produktionsplanung und -steuerung sowie Kundenmanagement. Auch dafür bieten moderne ERP-Lösungen wie myfactory den entsprechenden Funktionsumfang für KMU. Um eine dedizierte Supply-Chain-Strategie im ERP abzubilden, ist eine vorgängige Analyse des Umfelds unverzichtbar. Diese vermittelt nicht nur ein Abbild der bestehenden Lieferketten mit allfälligen Schwachstellen, sondern dient als Basis für das Einrichten der ERP-Software. 

Merkmale und Kennzahlen der Supply-Chain 

Jedes Unternehmen beruht auf individuellen Lieferketten, welche nicht zuletzt wiederum von den jeweiligen Kunden und Lieferanten bestimmt werden. Zu den häufigsten Merkmalen einer Supply-Chain gehören: 

  • Lieferzuverlässigkeit 
  • Reaktionsfähigkeit
  • Anpassungsfähigkeit
  • Kostenstruktur
  • Kapitalbindung 

Manche dieser Merkmale sind konträr, zum Beispiel wenn eine hohe Verfügbarkeit mit großen Warenbeständen einhergeht, gleichzeitig aber möglichst wenig Kapital im Lager eines KMU gebunden sein soll. Hier gilt es abzuwägen und ggf. einen Mittelweg zu suchen. Eine Bewertung der Merkmale beruht auf der Auswertung der Bewegungsdaten, welche sich im ERP finden lassen. Die Lieferzuverlässigkeit lässt sich anhand der geplanten und der effektiven Liefertermine oder anhand der bestellten und gelieferten Mengen bestimmen.  

Über die Unternehmensgrenzen hinweg 

Ein zuverlässiges Supply-Chain-Management ist ohne Einsatz einer integrierten ERP-Software nicht möglich. Medienbrüche und Schnittstellen erschweren eine Kontrolle und Auswertung mit Echtzeitdaten. Während sich die Nutzung eines ERP früher primär auf die innerbetrieblichen Prozesse eines KMU konzentrierte, werden heute zunehmend auch Lieferanten und Kunden sowie Online- und Offline-Kanäle berücksichtigt. Der integrative Aspekt eines ERP-Systems geht folglich über die Unternehmensgrenzen hinweg. Für einen reibungslosen Datenaustausch bzw. automatisierten Datenabgleich muss das ERP über entsprechende Möglichkeiten verfügen wie zum Beispiel Standard-Schnittstellen, EDI usw.  

Mit dem ERP die Supply-Chain optimieren 

Wie wichtig eine zuverlässige Supply-Chain ist, zeigt uns die jüngste Geschichte. Die Versorgungssicherheit wird künftig noch wichtiger. Ursachen sind internationale Vernetzung, Wettbewerbs- und Kostendruck sowie Spezialisierung. Das ERP-System hilft KMU, diese Herausforderungen zu bewältigen. Stellen Sie die Supply-Chain Ihres Unternehmens auf den Prüfstand, analysieren und beheben Sie Schwachstellen, bilden Sie die Zusammenhänge in Ihrem ERP ab und überwachen und optimieren Sie laufend die Lieferketten. 

 

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David Lauchenauer
Über den Autor:
David Lauchenauer
David Lauchenauer (*1963) ist seit 1988 als Unternehmer im Bereich Business Software für KMU tätig. Seit 2008 ist er in der Schweiz Geschäftsführer und VR der myfactory Software Schweiz AG und startete 2009 mit myfactory das professionelle Cloud ERP für den Schweizer KMU-Markt, weshalb er über sehr umfassende Praxiserfahrungen mit Cloud-Computing verfügt. Seit 2016 ist David Lauchenauer auch Geschäftsführer und Gesellschafter der myfactory Gruppe. 2021 leitete er erfolgreich den Verkauf von myfactory an Forterro.